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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2025

Durchschnittlich

The Hike
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Vier Freundinnen verreisen nach Norwegen, um dort gemeinsam auf eine Bergtour zu gehen. Die Frauen sind sehr verschieden und wir lernen sie ausführlich kennen. Jede hat ihr Päckchen zu tragen. Joni ist ...

Vier Freundinnen verreisen nach Norwegen, um dort gemeinsam auf eine Bergtour zu gehen. Die Frauen sind sehr verschieden und wir lernen sie ausführlich kennen. Jede hat ihr Päckchen zu tragen. Joni ist ihren Mädels sogar hinterhergereist. Sie bringt den Glamourfaktor in das Quartett. Spontan und ohne groß nachzudenken, hat sie ihre Band, die sich gerade auf Tournee befand, im Stich gelassen, um auch an dem Abenteuer teilzunehmen.

Es war ein typisches Lucy Clarke Buch. Der Aufbau erinnerte stark an „One of the girls“.

Ganz schön leichtsinnig, derart schlecht vorbereitet diese schwierige Bergtour zu unternehmen. Da wurde nicht trainiert, die nagelneuen Wanderschuhe nicht mal eingelaufen und die schlechte Wetterprognose ignoriert.

Natürlich konnte das nicht gutgehen. Die Stimmung kippte schnell, und die Freundschaft der Frauen wurde auf eine harte Probe gestellt. Zusätzlich gab es dann noch eine Bedrohung von außen.

Es war ein Spannungsroman mit typischem Schnittmuster, der mich trotz meiner Kritikpunkte ganz solide unterhalten hat, Durchschnitt halt, nichts Besonderes!

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Bedrohliches Tierverhalten - Ein spannender Umweltthriller

Die Herde
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„Die Herde“ ist ein Umweltthriller, in dem es um ungewöhnliches Tierverhalten geht, dass für den Menschen zur Bedrohung wird.

Sofort hat man Filme wie „ Die Vögel“ von Alfred Hitchcock im Kopf, oder auch ...

„Die Herde“ ist ein Umweltthriller, in dem es um ungewöhnliches Tierverhalten geht, dass für den Menschen zur Bedrohung wird.

Sofort hat man Filme wie „ Die Vögel“ von Alfred Hitchcock im Kopf, oder auch „Der Schwarm“ von Frank Schätzing.

Und auch diesen Roman von Thilo Winter könnte ich mir sehr gut als Actionfilm vorstellen.

Der schwedische Zoologe Peter Danielsson ist eigentlich mit einer Mission für die Zwerggänse in China unterwegs. Er will unbedingt ein geplantes Staudammprojekt verhindern, um die selten gewordenen Tiere zu schützen.

Doch ein anderes Ereignis rückt in den Vordergrund. Eine Herde Elefanten hat ihr ursprüngliches Habitat verlassen und wandert unkontrolliert vom Südwesten China‘s in den Norden. Das zwangsläufige Eindringen in den Lebensraum des Menschen wird zur Gefahr, so dass der Gouverneur der Region Kunming beschließt die Herde abzuschießen, eine Großwildjagd, die Peter unbedingt verhindern will. An seiner Seite hat er die chinesische Ingenieurin Dayan Sui und deren Mutter Bao, eine Schamanin.

Weitere ungewöhnliche Tierwanderungen rund um den Globus lassen die Wissenschaft aufhorchen.

Peter‘s Vater, der Archäologe Abel, erforscht derweil in México die Ursache für die Aufgabe der heutigen Ruinenstadt Teotihuacán.

Irgendwann werden die Handlungsstränge zusammengeführt und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild.

Die kurzen Kapitel und die vielen Sprünge in die verschiedenen Handlungsorte ist gerade zu Beginn etwas anstrengend, da sich dem Leser die Zusammenhänge noch nicht erschließen. Zum Ende wird es aber immer spannender und auch das Nachwort verdient Beachtung. Hier klärt der Autor auf, welche wahren Begebenheiten ihn inspiriert haben und was er phantasievoll ergänzt hat.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, bringen einen Romane, die wissenschaftlich untermauert sind doch immer auch zum Nachdenken. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Besonders die Entwicklung der Ingenieurin hat mir gut gefallen. Der Roman liest sich dank des fesselnden Schreibstils des Autors schnell weg. Lediglich die Auflösung für das ungewöhnliche Tierverhalten fand ich ein bisschen unbefriedigend, vorstellbar ja, aber auch etwas unspektakulär.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Schönes Sommerbuch

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Schon das Cover mit dem perfekten Sonnenuntergang zog mich magisch an. Die Geschichte, eine Kombination aus Liebesroman und Kriminalfall erinnert vage an „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens.

Auch ...

Schon das Cover mit dem perfekten Sonnenuntergang zog mich magisch an. Die Geschichte, eine Kombination aus Liebesroman und Kriminalfall erinnert vage an „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens.

Auch hier gibt es wunderbare Naturbeschreibungen. Das Setting in der Kleinstadt Point Orchards am pazifischen Puget Sound, in der Nachbarschaft zu Seattle gelegen, könnte schöner nicht sein.

Es geht um Elijah Leith und seine Jugendliebe Nakita Mills. Elijah kehrt als Gescheiterter in seine Heimatstadt zurück. Das Buch, dass er hat schreiben wollen, das sogar verlegt wurde, ist gefloppt, sein Traum ein Schriftsteller zu werden, geplatzt. In der Zwischenzeit ist sein Vater gestorben und hat ihm seine Waldhütte hinterlassen. Elias versucht sich eine neue Existenz aufzubauen und Nakita, die er immer noch liebt zurückzuerobern.

Die Leiche der ortsansässigen Ärztin wird ausgerechnet auf seinem Grundstück gefunden und macht ihn zum Hauptverdächtigen, denn das Drehbuch zu diesem Mord liefert die Handlung aus seinem Buch.

Die Geschichte ist flüssig und atmosphärisch geschrieben, und ich bin mehr oder weniger durch das Buch geflogen. Die Charaktere waren gut gezeichnet, und ich fühlte mich schnell mit ihnen verbunden. Bei den Nebencharakteren ist der väterliche Freund Chitto , der sich nach Elijah‘s Rückkehr um ihn kümmert, wie um einen Sohn, besonders zu erwähnen. Das Buch legt im letzten Drittel des Buches an Tempo und Spannung nochmal deutlich zu. Man wusste gar nicht mehr was man noch glauben sollte. Die Geschichte kratzt aber zugegebenermaßen oft auch an die Kitschgrenze.

Ich mochte es trotzdem. Für mich ist es ein tolles Sommer-Sonnen-Freibadbuch , dass auch gut in den Urlaubskoffer passt.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Pageturner

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Auch der 3.Band der Thrillerreihe rund um Nele Tschaikowski und Art Meyer konnte mich wieder begeistern.

Dieses Mal erfahren wir die Hintergründe zum Verschwinden von Dana, Art Meyer‘s Nachbarin, die ...

Auch der 3.Band der Thrillerreihe rund um Nele Tschaikowski und Art Meyer konnte mich wieder begeistern.

Dieses Mal erfahren wir die Hintergründe zum Verschwinden von Dana, Art Meyer‘s Nachbarin, die ihre achtjährige Tochter Milla bei ihrer zunehmend dementen Mutter zurückgelassen hat, was Art mit großer Sorge sieht. Er kümmert sich ein bisschen um die Kleine, aber es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das Jugendamt aufmerksam wird. Milla ist übrigens ein ganz pfiffiger Charakter, den man einfach mögen muss.

Zusammen mit seiner sich in Elternzeit befindlichen Kollegin Nele, ermittelt Art mal wieder am Rande der Legalität . Dana‘s Vergangenheit, ihre prekäre Wohnsituation auf einem Campingplatz mit ihrer Mutter, ihrem Bruder Rocko und ihrem gewalttätigen Stiefvater Walter, wird von dem Ermittlerduo aufgedeckt. Vor 15 Jahren hat auf dem Campingplatz wohl eine Tragödie stattgefunden, bei der unter anderem Dana‘s kleiner Bruder verschwunden ist.

Jetzt steht der Campingplatz in Flammen und mehrere Leichenfunde geben Rätsel auf.

Erzählt wird aus zwei Zeitebenen und auch Privates von Art und Nele fließt wieder in die Geschichte mit ein, dieses Mal allerdings weniger als in den Vorgängerbänden, was ich ein bisschen schade fand.

Der Fall war flüssig und fesselnd erzählt und ist besonders als Hörbuch zu empfehlen. Am Ende gibt es ein paar überraschende Wendungen, es werden aber nicht alle offenen Fragen geklärt. Ganz offensichtlich war Band 3 noch nicht der Abschlussband, so dass es in naher Zukunft ein Wiedersehen mit dem sympathischem Ermittlungsteam, dass mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist, geben wird. Ich freue mich drauf.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Deep Fakes

Reset
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Peter Grandl ist auch mit seinem neuen Buch „Reset“ wieder am Puls der Zeit.

Die KI wird immer perfekter, das merken wir tagtäglich. Gut vorstellbar also, dass es in naher Zukunft kaum mehr möglich sein ...

Peter Grandl ist auch mit seinem neuen Buch „Reset“ wieder am Puls der Zeit.

Die KI wird immer perfekter, das merken wir tagtäglich. Gut vorstellbar also, dass es in naher Zukunft kaum mehr möglich sein wird eine echte Nachricht von einem Fake zu unterscheiden.

Somit ist Peter Grandl‘s Horrorszenario, welches nebenbei bemerkt im Jahr 2024 spielt, eine Welt in der sämtliche Kommunikationskanäle mit Fakes überschwemmt werden leider durchaus realistisch. Schon die Eingangsszene in der ein Passagierflugzeug abgeschossen wird, ist mehr als gruselig. Die Welt ist so abhängig von Computern und hat die modernen Medien so vollständig in den Alltag integriert, dass man meinen könnte, es geht nicht mehr ohne sie. Da die Welt im Roman durch die massenhaften Deepfakes aber im Chaos zu versinken droht, denkt eine internationale Expertengruppe über einen Reset nach. Es scheint die einzige Lösung zu sein weltweit den Stecker zu ziehen. Eine riskanter Weg mit ungewissem Ausgang! Vielleicht ist auch ein Vernichtungsschlag gegen den Urheber des Computervirus ratsam. Auf jeden Fall drängt die Zeit.

Der Autor hat einen rasanten, packenden Schreibstil . Das Buch war beängstigend und spannend bis zum Schluss. Die Vielzahl der eingeführten Charaktere macht es dem Leser allerdings nicht leicht den Überblick zu behalten. Mir hat es geholfen, dass die wichtigsten Figuren auf den ersten Seiten des Buches nochmal extra aufgelistet werden.

Nicht so gut gefallen haben mir private Verstrickungen und einen etwas schnell abgehandelten Schluss. Außerdem wurde es für mich zum Ende hin zunehmend unglaubwürdig. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, ich fand es mega spannend, ein Buch, dass zum Nachdenken angeregt.

Ich würde auch beim nächsten Roman von Peter Grandl wieder bedenkenlos zugreifen, auch wenn „Reset“ nach meinem Empfinden etwas schwächer war als der Vorgänger „Höllenfeuer“.

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