Struggeln mit dem Älterwerden
Fünf, sechs, sieben, achtDas neue Buch von Ewald Arenz handelt von einem Stepptänzer, der mit seinen 60 Jahren den Höhepunkt seiner Karriere überschritten hat. Während ihm das Engagement im Theater nicht mehr verlängert wird, ...
Das neue Buch von Ewald Arenz handelt von einem Stepptänzer, der mit seinen 60 Jahren den Höhepunkt seiner Karriere überschritten hat. Während ihm das Engagement im Theater nicht mehr verlängert wird, bekommt seine Tochter Emma die Chance Choreografin in „ seinem Haus“ zu werden. Die Tochter ersetzt sozusagen den Vater und das gefällt Anton ganz und gar nicht.
Wut und Trauer überlagern den Stolz auf Emma, den er als liebender Vater doch eigentlich spüren sollte.
Oder wird er sich nur der eigenen Vergänglichkeit bewusst und kann damit so gar nicht umgehen, hat Zweifel ob er das „richtige“ Leben geführt hat.
Vater und Tochter sind sich in ihrem Temperament sehr ähnlich. Deshalb erleben wir als Leser auch erbitterte Auseinandersetzungen fast wie die zwischen einer Teenagerin und ihrem Papa.
Das Thema Altern war mir in dem Roman zu redundant.
Bei aller Ichbezogenheit von Anton machte dieser doch im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch, was mir gut gefiel. Insgesamt kam ich Anton und auch Emma leider nicht so wirklich nah in dem Roman. Exfrau Katja mit ihrer besonnenen und auch weitsichtigen Art gefiel mir als Figur am besten. Sie machte auch den sympathischsten und erwachsensten Eindruck.
Ich mag die Art und Weise, wie Ewald Arenz Geschichten erzählt wirklich sehr. Diese hat mich nicht 100% überzeugt. Trotzdem bin Ich natürlich auch bei seinem nächsten Buch wieder dabei.