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Veröffentlicht am 25.03.2025

Beim Wandern eine neue Liebe finden

Zwei in einem Leben
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Cleo war in dieser Geschichte das Bindeglied zwischen unseren beiden einsamen Herzen Marnie und Michael. Sie überredete ihren frisch getrennten Lehrerkollegen und ihre geschiedene Freundin und Patentante ...

Cleo war in dieser Geschichte das Bindeglied zwischen unseren beiden einsamen Herzen Marnie und Michael. Sie überredete ihren frisch getrennten Lehrerkollegen und ihre geschiedene Freundin und Patentante ihres Sohnes Anthony gemeinsam mit ihrer Familie und einem weiteren Freund auf einen mehrtägigen Wanderausflug zu gehen. Michael hatte diese Coast to Coast Wanderung eigentlich für sich alleine geplant, aber Cleo ließ nicht locker und kaperte seinen Urlaub für ein langes Wochenende in geselliger Runde, damit er nicht komplett vereinsamte.

Marnie packte als freie Lektorin ihre Auftragsarbeit kurzerhand in den Wanderrucksack. Das Wandern war komplettes Neuland für sie, und es brauchte von Cleo‘s Seite einiges an Überredungskunst für dieses Abenteuer, dem sie aber schließlich zustimmte.

Das Wetter war schlecht, das Wandern mühsam und nach und nach sprangen bis auf Marnie und Michael alle Mitreisenden ab. Man ahnte schnell was passieren würde. Beim gemeinsamen Wandern entstand durch intensive Gespräche allmählich eine zarte Verbindung zwischen den beiden Singles . Doch Michael kämpfte noch mit seinen Dämonen und trauerte seiner Ex hinterher, so dass der hoffnungsvolle Anfang ins Stocken geriet.

Sehr schade, dass ich weder mit Marnie noch mit Michael richtig warm werden konnte. Die Geschichte war dann auch nicht nur sehr vorhersehbar sondern stellenweise auch zäh. Man merkte, dass Marnie schon als eine Person mit Witz und Selbstironie angelegt war und trotzdem kam das bei mir nicht wirklich an. Michael war zwar ganz sympathisch aber auch etwas dröge und sehr schüchtern . Was komplett fehlte waren Romantik oder gar erotische Spannungen, die Hauptzutat für einen Liebesroman würde man meinen. Nein, es war wirklich nicht der große Wurf und kam leider so gar nicht an das bekannteste Buch des Autors „Zwei an einem Tag“, welches auch verfilmt wurde, heran.




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Veröffentlicht am 20.03.2025

Plötzlich allein

Von hier aus weiter
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Nach 30 Ehejahren mit Rolf steht Marlene plötzlich alleine da und ist furchtbar wütend. Ihr Mann war schwer krank,und da es keine Aussicht auf Heilung gab, hat er sich das Leben genommen. Doch Marlene ...

Nach 30 Ehejahren mit Rolf steht Marlene plötzlich alleine da und ist furchtbar wütend. Ihr Mann war schwer krank,und da es keine Aussicht auf Heilung gab, hat er sich das Leben genommen. Doch Marlene wollte mit ihm gehen und das hat Rolf zu verhindern gewusst. Sie fühlt sich betrogen und muss doch weitermachen. Der Wunsch vom eigenen Suizid ist noch da, aber erst mal muss sie funktionieren und die Beerdigung überstehen.

Susanne Pásztor schreibt überraschenderweise leicht und humorvoll über das schwere Thema Trauer und Verlust. Ihre Protagonistin mochte ich gleich, war sie doch eine Person, die über sich selbst auch lachen konnte. Zum Glück gibt Marlene‘s Umfeld keine Ruhe und kümmert sich wunderbar und gar nicht aufdringlich um die selbstmordgefährdete Witwe. Selbst der Klempner, den sie rufen muss, als ihre Dusche nicht funktioniert, ist ihr zugetan. Er entpuppt sich als ein ehemaliger Schüler, und da er selbst in einer Lebenskrise steckt, helfen sich die beiden gegenseitig.

Ich mochte diesen ruhigen, unterhaltsamem Roman, der später noch einen Roadtrip beinhaltet sehr. Das Hörbuch wurde gelesen von Ruth Reinecke, die der Protagonist die perfekte Stimme geliehen hat.

Lediglich das Ende war mir etwas zu abrupt. So schnell wollte ich mich noch gar nicht von der Geschichte verabschieden.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Langatmig und anstrengend

Die Fletchers von Long Island
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„Die Fletcher‘s von Long Island“ ist ein opulente Familiengeschichte, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

Die Fletcher‘s sind eine jüdisch - amerikanische Familie, in der der Großvater einst ...

„Die Fletcher‘s von Long Island“ ist ein opulente Familiengeschichte, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

Die Fletcher‘s sind eine jüdisch - amerikanische Familie, in der der Großvater einst aus Deutschland nach New York fliehen konnte und es mit einer cleveren Geschäftsidee zu einem beachtlichen Vermögen brachte. Sein Sohn Carl trat in die Fußstapfen des Vaters, übernahm dessen Fabrik und lebte ebenfalls mit seiner Frau und den beiden Söhnen in einer großzügigen Villa in Middle Rock auf Long Island.

Das Leben veränderte sich jedoch schlagartig als Carl auf dem Weg zur Arbeit entführt wurde. Er überlebte den Überfall zwar körperlich, war aber nie wieder der, der er vor diesem Ereignis gewesen war.

Das Trauma des Vaters beeinflusst nachhaltig das Leben seiner Kinder, selbst die zum Zeitpunkt der Entführung noch gar nicht geborene Tochter Jenny erbt dieses Trauma.

Die Autorin erzählt sehr langatmig in teils komplexen Schachtelsätzen wie jedes der Kinder im Erwachsenenleben scheitert.

Der Älteste Nathan hat Panikattacken und erwartet ständig die große Katastrophe. Bernhard, genannt Beamer ist Drehbuchautor, kann aber nur Drehbücher schreiben in denen es um Entführungen geht. Er lebt seine perversen sexuellen Fantasien im Drogenrausch aus, und es war wirklich nicht angenehm seitenlangen Praktiken mit seiner Domina und Zusammensetzungen seiner Drogencocktails zu lesen. An dieser Stelle war ich kurz davor das Buch auch abzubrechen.

Jenny weiß überhaupt nicht was sie will, studiert mal dies mal das, hat keine Freunde und vereinsamt immer mehr.

Die Eltern sind ihren erwachsenen Kindern keine Hilfe. Sie kommen kaum selbst zurecht. Die angeheirateten Ehepartner sind mit der Heirat gesellschaftlich und finanziell aufgestiegen und verstehen die Gefühlswelt ihrer Partner nicht wirklich.

Die Geschichte ist insgesamt sehr skurril und gesellschaftskritisch. Ich hätte mir die Erzählweise etwas humorvoller gewünscht.

Gemeinsam ist dieser Mehrgenerationenfamilie ihr Unglück. Jeder ist auf seine Weise unglücklich.

„ Ob du aus eigener Kraft erfolgreich bist oder einen Sprung in der Schüssel hast, wird von den Umständen bestimmt, in die du geboren wirst.“

Armut ist einerseits ein starker Antrieb alles zu geben sein Leben zu verbessern. Hat man es dann geschafft, ist die Verlustangst allgegenwärtig.

Ist man in Reichtum geboren, wird man leicht träge, was kein Wunder ist, da man sich nie aus eigener Kraft ernähren musste.

Die Lektüre dieses Buches verlangt einiges vom Leser, besonders Durchhaltevermögen. Als ich Beamer‘s Geschichte einmal durchgestanden hatte, gab es aber auch durchaus interessante Passagen, die ich gerne gelesen habe.

Insgesamt war mir dieses Buch aber viel zu langatmig. 200 Seiten weniger hätten dem Roman sicher gut getan.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Mutig sein

Die kleine Ratte Kwiik macht stark. Weil ich mutig bin
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Die kleine Ratte Kwiik liebt die Musik. Sie singt für ihr Leben gern.

Doch leider gibt es andere Ratten, die sich über sie lustig machen, so dass Kwiik den Mut verliert. Doch tief im Herzen würde sie ...

Die kleine Ratte Kwiik liebt die Musik. Sie singt für ihr Leben gern.

Doch leider gibt es andere Ratten, die sich über sie lustig machen, so dass Kwiik den Mut verliert. Doch tief im Herzen würde sie zu gerne beim Schrottplatzfestival mitmachen. Dort treten andere musikbegeisterte Tiere auf einer Bühne auf. Als sich Kwiik endlich traut hier mitzumachen, geht ihm das Herz auf und auch das Publikum ist begeistert.

Was für eine schöne Botschaft: Trau Dich und lass Dich nicht verunsichern. Hör auf Dein Herz und werde glücklich mit Deiner Leidenschaft. Du bist besonders, und das ist gut so.

Nicht nur der Text ist toll auch die Zeichnungen sind so niedlich, dass man Kwiik sofort ins Herz schließt.

Was mir auch besonders gefällt sind die vielen liebevollen Details auf jeder Seite, so dass man mit den Kindern ganz viel entdecken kann. Da die kleine Ratte weder männlich noch weiblich ist, kann sich jedes Kind gut mit Kwiik identifizieren. Positive Glaubenssätze sind wichtig, um kleine Menschen stark zu machen. Das schafft dieses Kinderbuch ganz wunderbar.

Ein tolles Bilderbuch für zu Hause oder im Kindergarten.


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Veröffentlicht am 09.03.2025

Es gibt noch viel zu tun in der Frauenbewegung

Was wir Frauen wollen
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Die 1942 in Lima geborene und in Chile aufgewachsene Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende hat sich tatsächlich schon von Kindesbeinen an für Frauenrechte interessiert. Dies ist sicherlich den ...

Die 1942 in Lima geborene und in Chile aufgewachsene Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende hat sich tatsächlich schon von Kindesbeinen an für Frauenrechte interessiert. Dies ist sicherlich den Umständen geschuldet, dass ihre Mutter Panchita vom Ehemann mit zwei Säuglingen und einem Kleinkind sitzengelassen wurde. Aufgewachsen ist die Autorin dann im Haus der Großeltern, wo sie ihre Mutter, sowie die weiblichen Hausangestellten als Opfer des Patriarchats erlebte, was später dazu führte, dass sie sich aktiv für Frauenrechte stark machte.

„ Das -Wer zahlt, sagt wo‘s langgeht-, meines Großvaters wurde zum ersten Lehrsatz in meinem erwachenden Feminismus.“ S. 134

„Was wir Frauen wollen“ ist sowohl ein Rückblick auf das bewegte Leben dieser tollen Frau, als auch ein Plädoyer für Frauenrechte zu kämpfen und sich mit anderen Frauen zu solidarisieren, denn es gibt nach wie vor noch viel zu tun.
Die Tonalität ihres inspirierenden Textes ist locker, leicht und humorvoll . Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und sehr gemocht.

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