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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Spannend, mit interessanten Einblicken

Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht
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„Die Ärztin“ ist Meike Dannenbergs Hauptprotagonistin Dr. Eva Mares, Gynäkologin, an einem Bremer Krankenhaus. „Gefährliche Nachtschicht“ ist Band 1 von bislang zwei Veröffentlichungen, in dem Dr. Mares ...

„Die Ärztin“ ist Meike Dannenbergs Hauptprotagonistin Dr. Eva Mares, Gynäkologin, an einem Bremer Krankenhaus. „Gefährliche Nachtschicht“ ist Band 1 von bislang zwei Veröffentlichungen, in dem Dr. Mares an einer jungen Frau eine anonyme Spurensicherung vornimmt, nachdem diese brutal vergewaltigt wurde. Als wenig später eine weitere junge Frau Opfer einer ähnlichen Tat wird, hegt Dr. Mares den Verdacht eines Serientäters und schwebt plötzlich selbst in größter Gefahr.

Zugegebenermaßen hatte ich zunächst meine Problemchen mit den vielen Charakteren und den schnellen Perspektivwechseln, durch zumeist sehr kurze Kapitel. Da mich die Story jedoch vom ersten Moment an Extrem gefesselt hat, war dies schnell überwunden und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch die kurzen Kapitel wusste ich sehr schnell zu schätzen, da diese, trotz bildhafter, ausführlicher Beschreibungen, die Spannung stets aufrecht erhalten haben und Tempo reingebracht haben, so habe ich an keiner Stelle unnötige Längen empfunden! Sowohl Dr. Mares samt Familie, als auch die Ermittler seitens der Kriminalpolizei empfand ich als überaus authentisch, nahbar und sympathisch. Neben dem Lesen eines spannenden Thrillers, fand ich es insgesamt auch wahnsinnig interessant Einblicke in deren Arbeit zu erhalten und im Nachwort über die Inspiration und Intention der Autorin aufgeklärt zu werden.

Fazit: Spannender Thriller mit interessanten Einblicken in Arbeitsbereiche, die sich sowohl mit der Hilfe, als auch der Aufklärung bei „Gewalt an Frauen“ beschäftigen. Zudem eine großartige, wichtige und unterstützenswerte Botschaft der Autorin - bitte holt Euch Hilfe! Bundesweite Notrufnummer für Betroffene von Gewalt: 116 016

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Spannende Idee, mittelmäßige Umsetzung

Woman Down
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Groß beworben, ist Colleen Hoover mit ihrem neuen Romantik-Thriller „Woman Down“ zurück. Darin nimmt sie uns mit in die abgründige Welt von Thrillerautorin Petra Rose, die nach der verheerenden Verfilmung ...

Groß beworben, ist Colleen Hoover mit ihrem neuen Romantik-Thriller „Woman Down“ zurück. Darin nimmt sie uns mit in die abgründige Welt von Thrillerautorin Petra Rose, die nach der verheerenden Verfilmung ihres letzten Buches, von ihren Fans fallen gelassen und geradezu angefeindet wird. Während sie sich zunächst aus der Öffentlichkeit zurückzIeht, sammelt sie dank Kollegin und Freundin Nora neuen Mut und versucht ihrer Schreibblockade in einer abgeschiedenen See-Hütte entgegenzutreten und ihren neuen Roman zu schreiben.

Als plötzlich ein Detektive vor ihrer Tür auftaucht und Petras Fiction zur Wirklichkeit wird.

Ich kannte bisher nur Verity von Colleen Hoover, bin also dementsprechend mit recht hohen Erwartungen in die Hörbuchversion von „Woman Down“ gestartet. Während mich Sprecherin Marlene Rauch auch gleich mit ihrer Stimme überzeugen konnte, hat es die Story leider von Anfang an nicht geschafft, vielmehr empfand ich sie irgendwie als schleppend und eintönig. Bei mir wollte einfach keine wirkliche Spannung aufkommen, was wohl ein Stück weit an der Vorhersehbarkeit lag, aber sicherlich auch daran, dass ich die Protagonisten ziemlich platt und keinen richtigen Zugang zu ihnen fand. Schade, ich hatte mir mehr erwartet.

Fazit: Spannende Idee, mittelmäßige Umsetzung, die mich nicht vom Hocker reißen konnte. Vielmehr eine Handlung und insbesondere Ende ziemlich vorhersehbar fand. Kann man sicherlich lesen/hören, man verpasst aber auch nichts, wenn nicht.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Achtsames Einatmen, unterhaltsames Ausatmen!

Einatmen. Ausatmen.
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Spitzenmanagerin Marlene Buchholz ist ebenso erfolgreich, wie empathielos. Für ihre große Chance, die oberste Stufe der Karriereleiter zu erklimmen, ist sie jedoch angehalten, an ihrer Sozialkompetenz ...

Spitzenmanagerin Marlene Buchholz ist ebenso erfolgreich, wie empathielos. Für ihre große Chance, die oberste Stufe der Karriereleiter zu erklimmen, ist sie jedoch angehalten, an ihrer Sozialkompetenz und ihrem fehlenden Einfühlungsvermögen zu arbeiten. Kurzerhand wird Marlene zu Alex Grow - DEM Seelenguru schlechthin - geschickt, um bei ihm an einem Achtsamkeitsseminar teilzunehmen. Doch was, wenn besagter Guru gerade selbst, in einer von Panikattacken begleiteten Sinnkrise steckt und kurz vor dem Bankrott steht?

Dann kommt dabei eine humorvolle Sinnsuche und ein absolut wundervoller Roman heraus! Bis zu „Einatmen. Ausatmen.“ war mir Autor Maxim Leo eigentlich gar kein Begriff, vielmehr waren es Titel, Klappentext und das wunderschöne Cover, die mich sofort angesprochen haben und mir ins Auge gesprungen sind. Von der ersten Seite an hatte mich der Autor dann jedoch auch gleich mit seinem tollen Schreibstil eingefangen und lies mich, mit einem bunten Potpourri an Emotionen, auch bis zum Ende des Buches nicht mehr los. Die Charaktere sind gegensätzlich, sympathisch, eigenwillig und dadurch auch irgendwie skurril. Doch im Verlauf der durchaus auch tiefgreifenden, berührenden Geschichte, entwickeln sie sich und es hat einen wahnsinnigen Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Fazit: Ich bin begeistert und habe mich daher auch direkt schon nach anderen Büchern des Autors umgeschaut. „Einatmen. Ausatmen.“ ist nicht nur herzerfrischend humorvoll und unterhaltsam, sondern ebenso tiefsinnig, wie metaphorisch und absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Falsche Erwartungen an eine wirre Story

Es war nicht anders möglich
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Martina, Mitte dreißig, arbeitslos, stets mit einem Glas Hochprozentigen in der Hand, ist sie mit den Helden der Nacht in Berlins Bars und Kneipen Zuhause. In ihrem Debütroman „Es war nicht anders möglich“ ...

Martina, Mitte dreißig, arbeitslos, stets mit einem Glas Hochprozentigen in der Hand, ist sie mit den Helden der Nacht in Berlins Bars und Kneipen Zuhause. In ihrem Debütroman „Es war nicht anders möglich“ erzählt Svenja Liesau die Geschichte einer jungen Frau zwischen Wahrheit, Liebe, Wahnsinn, Trauer, Schmerz und Absturz.

Soweit, so gut, denn der Klappentext las sich wirklich interessant, das Buch versprach „Wild, witzig und wagemutig“ zu sein und hat mich somit echt neugierig gemacht. Der Anfang hat mir auch wirklich ganz gut gefallen, da die Autorin es geschafft hat, Martinas Empfindungen mit einer großen Dynamik nachvollziehbar rüber zu bringen. Dann wurde es jedoch von Seite zu Seite immer chaotischer, abgedrehter und unverständlicher, bis ich der Story schließlich zum Ende hin gar nicht mehr folgen, geschweige denn nachvollziehen konnte und sie mich einfach nur ziemlich ratlos zurückgelassen hat. Wobei ich es an keiner Stelle „witzig“ fand. Das mit dem „wild und wagemutig“ kann ich hingegen absolut bestätigen.

Fazit: Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an das Buch, die es nicht erfüllen konnte. Teilweise hatte ich sogar gar nicht mehr das Gefühl einen Roman zu lesen, sondern nur noch aneinandergereihte wirre Texte. Kurz gesagt - das Buch hat mich ziemlich rat- und sprachlos zurückgelassen, so das ich hinsichtlich der Bewertung zunächst zwischen einem bis zwei Sternen schwankte. Da ich den Ansatz und die transponierten Gefühle im ersten Drittel jedoch gut gelungen finde und auch den Mut bewundere etwas Derartiges zu Papier zu bringen, habe ich mich schlussendlich für die zwei Sterne entschieden.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Schicksal, Schuld & Vergesserungen

Ein weites Leben
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M.L. Stedman Roman „Ein weites Leben“ spielt Ende der 50er Jahre im westaustralischen Outback, wo Familie McBride bereits seit Generationen Schafzucht betreibt. Angepasst und im Einklang mit der kargen ...

M.L. Stedman Roman „Ein weites Leben“ spielt Ende der 50er Jahre im westaustralischen Outback, wo Familie McBride bereits seit Generationen Schafzucht betreibt. Angepasst und im Einklang mit der kargen Natur, führen Phil und Lorna, gemeinsam mit ihren drei Kindern Warren, Matt und Rose, auf Meredith Downs, ein zwar arbeitsames, aber zufriedenes und glückliches Leben. Bis eines Tages ein großes Unglück über sie hereinbricht, bei dem Phil und ihr ältester Sohn Warren auf tragische Weise bei einem Autounfall ums Leben kommen und nur Matt, mit großem Glück, jedoch starker Beeinträchtigung überlebt. Von einem auf den anderen Tag verändert sich für die McBrides alles und es soll nicht bei diesem einen Schicksalsschlag bleiben.

Vielleicht lässt sich daraus schon erahnen, dass „Ein weites Leben“ definitiv keine leichte Kost, sondern sehr tiefgreifend ist. In die Erzählweise musste ich erst einmal hineinfinden, wobei M.L. Stedman unheimlich atmosphärisch schreibt und es dabei auch wahnsinnig gut schafft Stimmungen und Schwingungen rüberzubringen. Ohne dass es jetzt total negativ klingen soll, hat es der erste Teil der Geschichte sogar geschafft, mich in meiner Stimmung so runterzuziehen, mir eine solch spürbare Beklemmung zu verschaffen, dass ich das Buch erstmal für ein paar Tage zur Seite legen und unterbrechen musste. Die Story ist nicht nur tragisch, berührend und fesselnd, sondern eben auch nachvollziehbar, ebenso wie die Handlungen und Gedanken der Protagonisten, die ich durchweg sehr gelungen und authentisch fand. Ebenso die Nebencharaktere, deren Geschichten und Schicksale auch teilweise sehr geschickt mit eingeflochten werden. Ein wenig Probleme haben mir die vielen Zeitsprünge bereitet, auf die ich mich nicht immer sofort einlassen konnte, auch mit den vielen Namen bin ich teilweise ganz schön ins Stolpern geraten.

Fazit: Alles in Allem eine wirklich interessante und ebenso bewegende Familiengeschichte mit sehr viel Leid, Scham, Schuld und Unausgesprochenem. Auf jeden Fall sehr lesenswert, wenn auch nichts für nur mal so „zwischendurch“.

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