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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein Buch mit Herz und Verstand ❤️

Streuner - von der Straße direkt ins Herz
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Mit der Aufnahme von Bruno, einem Welpen aus Rumänien, nahm Vanessas und Rafaels Leben eine Wendung, denn sie nahmen sich fortan dem Schicksal von Straßenhunden an. In ihrem Buch „Streuner - von der Straße ...

Mit der Aufnahme von Bruno, einem Welpen aus Rumänien, nahm Vanessas und Rafaels Leben eine Wendung, denn sie nahmen sich fortan dem Schicksal von Straßenhunden an. In ihrem Buch „Streuner - von der Straße direkt ins Herz“ schildert Vanessa Magalhaes nicht nur ihre Erfahrungen, sondern teilt ebenso ihr Wissen rund um nachhaltigen Tierschutz, Adoption und gibt zudem wertvolle Tipps zur Eingewöhnung von Straßenhunden.

Da ich in der Vergangenheit so ziemlich die gleiche lebensverändernde Erfahrung gemacht habe, war ich natürlich sehr neugierig auf das Buch. Bei mir war es „Don“ der mein Leben veränderte und mich hat viele Jahre lang im Auslandstierschutz hat aktiv vor Ort tätig werden lassen. Nicht nur durch ihre Empathie ist mir Vanessa Magalhaes unglaublich sympathisch, sondern auch durch ihren liebevollen und zugleich authentischen Bericht, der sich auch in andere Länder - außer Portugal - übertragen lässt und zudem oftmals vorhandene Vorbehalte und Ängste abbaut. Die Tipps rund um Adoption, Eingewöhnung & Co. Vermitteln einen guten ersten Überblick und sind ebenso wertvoll wie stimmig.

Fazit: Ein emotionales Buch, das Empathie weckt und einem einmal mehr das Herz für Straßenhunde, deren Schicksal und Glück öffnet. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Grandioser Blick durch Kleopatras Augen

Kleopatra
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Wer kennt sie nicht, Kleopatra, die letzte altägyptische Königin. Bis heute Sinnbild für das alte Ägypten und Inbegriff der Schönheit und Verführungskunst. Doch kennen wir sie wirklich? Stimmt es, was ...

Wer kennt sie nicht, Kleopatra, die letzte altägyptische Königin. Bis heute Sinnbild für das alte Ägypten und Inbegriff der Schönheit und Verführungskunst. Doch kennen wir sie wirklich? Stimmt es, was uns unzählige Geschichtenschreiber seither über sie berichten? Saara El-Arifi hat da ihre ganz eigene Version über das Leben dieser faszinierenden Frau und gewährt uns in ihrem Roman „Kleopatra - Roman einer Königin“ einen Blick durch Kleopatras Augen. Lässt sie ihre eigene Lebensgeschichte erzählen, die bisher allzu oft nur auf ihren tragischen Tod reduziert wurde. Doch da gibt es eben nicht nur das Leben einer Pharaonin, da gibt es das Leben als Tochter, als Schwester, Mutter, Ehefrau, Geliebte, Freundin, als intelligente Strategin, Gelehrte und Heilerin.

Bereits in der Schulzeit haben mich Pyramiden, die Geschichte Ägyptens und natürlich Kleopatras fasziniert. Damals habe ich reihenweise Bücher und natürlich Liz Taylor im Fernsehen verschlungen. Logisch, dass ich da bei Saara El-Arifi’s neuem Roman nicht widerstehen konnte, auch wenn sich mein Interesse seit Schulzeiten deutlich abgekühlt hat. Zum Glück, sage ich da nur, denn der Roman hat es wirklich in sich, ist einfach grandios geschrieben und hat mir nochmal einen ganz neuen Blickwinkel beschert. Er hat meinen Horizont definitiv nochmal erweitert - auch wenn die Autorin natürlich schon im Vorfeld klarstellt, dass es sich bei dem Buch um einen fiktionalen Roman handelt, der sich nicht immer an alle geschichtlich belegten Fakten hält. Egal, er hat mich auf jeden Fall immer wieder dazu motiviert nach sämtlichen, beteiligten Personen und Orten zu googeln und nachzulesen, weshalb ich für das Buch auch etwas länger gebraucht habe, als üblich.

Besonders fesselnd, neuartig und erfrischend fand ich die verwendete Ich-Perspektive Kleopatras, die nicht nur den Leser persönlich angesprochen hat, sondern auch echt authentisch und in ihren Handlungen nachvollziehbar rübergekommen ist. Überhaupt ist der gesamte Schreibstil sehr atmosphärischen und bildhaft, sodass es mir nicht schwer fiel, unter der Sonne Ägyptens mitzuschwitzen, mitzufiebern, mitzuleiden und mitzulieben. Ich war mittendrin in Alexandria und bin sogar durch das alte Antirhodos gewandelt. Toll!

Fazit: Mich konnte Saara El-Arifis Kleopatra Version absolut fesseln, mitreißen und begeistern. Ich hatte äußerst unterhaltsame und spannende Lesestunden, sodass ich das Buch nur wärmstens empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Märchenhafte Unterhaltung

Das Dreizehnte Kind
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Dass sie als dreizehntes Kind niemals hätte sein sollen, bekommt Hazel seit ihrer Geburt zu spüren und so wird sie schließlich einem Gott versprochen. Bei diesem Gott handelt es sich um keinen geringeren ...

Dass sie als dreizehntes Kind niemals hätte sein sollen, bekommt Hazel seit ihrer Geburt zu spüren und so wird sie schließlich einem Gott versprochen. Bei diesem Gott handelt es sich um keinen geringeren als dem Endgültigen, der Tod persönlich übernimmt ihre Patenschaft. Barmherziger als erwartet, verleiht er Hazel eine einzigartige Gabe als Heilerin, durch die sie entweder das Heilmittel jeder Krankheit erkennen oder aber sehen kann, dass keine Heilung mehr möglich ist und sie diesem Leiden endgültig ein Ende zu setzen hat. Ein Fluch und ein Segen zugleich, insbesondere als sie zum Krankenbett des Königs gerufen wird, sich in den Prinzen verliebt und eine verhängnisvolle Entscheidung zu treffen hat.

Ja, Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig ließt sich wie ein magisches, düster-schauriges Fantasy-Märchen und genau das ist es für mich auch gewesen. Allerdings habe ich nicht selbst gelesen, sondern lesen lassen und mir die wahnsinnig tolle und echt stimmungsvolle Hörbuchfassung angehört, die mich schon nach wenigen Minuten fest in ihren Bann gezogen und begeistert hat. Trotz Hörbuch konnte ich der Story durchweg problemlos folgen - was bei so manchem Fantasyhörbuch aufgrund der Komplexität echt schwer fällt - und auch wenn ich nebenher etwas anderes gemacht habe, war ich trotzdem stets mittendrin.

Schreibstil und Beschreibungen der Autorin sind richtig schön bildhaft und atmosphärisch, die Charaktere authentisch ausgearbeitet und die Story fließend erzählt. Sie ist sowohl mit der ein oder anderen überraschenden Wendung, als auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit versehen, was sie für mich sehr fesselnd und spannend gemacht hat.

Fazit: Die Geschichte hat mir sowohl schöne, wie auch traurige Momente beschert, mich bei Kerzenschein und Regenschauer auf jeden Fall märchenhaft gut unterhalten und in ihre Welt abtauchen lassen!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Kalí órexi - Griechische Lebensfreude auf dem Tisch!

Kaliméra
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Die typischen Standardgerichte finde ich in jedem meiner griechischen Kochbücher zu Hauf. „Kaliméra - Sommerküche aus Griechenland“ von Alina und Susanne Sawallisch bietet da mit den fruchtig-frischen ...

Die typischen Standardgerichte finde ich in jedem meiner griechischen Kochbücher zu Hauf. „Kaliméra - Sommerküche aus Griechenland“ von Alina und Susanne Sawallisch bietet da mit den fruchtig-frischen kleinen Gerichten und überaus kreativen Kochideen, die durchweg von den frischen Früchten Griechenlands inspiriert sind, mal eine willkommene Abwechslung und vermittelt griechische Lebensfreude - nicht nur auf dem Tisch.

Wunderschön gestaltet, mit vielen Fotos und persönlichen Geschichten aus Kymi, sowie allerlei Wissenswertem zu den verwendeten Früchten, wie Zitrone, Granatapfel und Olive, würde ich das Buch nicht als ein typisches Kochbuch bezeichnen. Ich verstehe es vielmehr als eine nachhaltige Liebeserklärung an Griechenland und an die griechische Küche.

Aufgewachsen mit griechischen Gastarbeitermädchen und später durch jahrelange Arbeit im Tierschutz auf einer Insel Griechenlands, bin ich ausgiebig mit der griechischen Küche, die sich fernab der typischen „Touristenküche“ bewegt, in Berührung gekommen. Und genau an diese erinnert mich dieses Buch. Gekocht wird einfach, aber schmackhaft und mit allem was der eigene Garten oder Markt hergibt. Trotz der derzeit „ungünstigen“ Jahreszeit habe ich bereits die ein oder andere Kleinigkeit zubereitet, bin jedoch nicht nur begeistert, sondern auch ziemlich neidisch auf die Vila Kéfi und den Garten der Autorinnen

Fazit: Eine liebevoll gestaltete, inspirierende Liebeserklärung mit kreativen Kochideen, rund um die beliebtesten Früchte des Südens. Der nächste Sommer kann kommen!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Spannender Einstieg, ernüchterndes Finale

Im Labyrinth der Furcht
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Im zweiten Band der Hüter-Reihe „Im Labyrinth der Furcht“ von Ethan Cross befindet sich der berühmteste Serienmörder der Welt, Francis Ackerman jr., in der Gewalt des Hüters, der als gefährlichster Verbrecher ...

Im zweiten Band der Hüter-Reihe „Im Labyrinth der Furcht“ von Ethan Cross befindet sich der berühmteste Serienmörder der Welt, Francis Ackerman jr., in der Gewalt des Hüters, der als gefährlichster Verbrecher der Welt gilt und dem einst lediglich Ackermans Vater, bekannt als Thomas White, entkommen konnte. Während Ackerman versucht den Experimenten des Hüters zu entkommen, folgt seine Partnerin Nadia der grausamen Spur eines Künstlerpaars, von der sie hofft, dass sie zu ihm führt.

Nachdem ich unglaublich viel Gutes über den Serienmörder von Ethan Cross gehört hatte, bin ich mit der Hüter-Reihe und hohen Erwartungen in die Welt von Ackerman eingestiegen. Auch ohne näheres Vorwissen, hatte der erste Band „Im Labyrinth der Rache“ es dann auch geschafft mich in seinen Bann zu ziehen, so dass ich schon sehr gespannt auf diese nahtlos anschließende Fortsetzung war. Dank des temporeichen, direkten Schreibstils des Autors startete die Geschichte auch direkt überaus spannend, wurde dann jedoch zunehmend langatmig, trat auf der Stelle und hat mich zum Ende hin dann ziemlich enttäuscht. Vielleicht wäre es mir als eingefleischter Ackerman-Fan, der bereits sämtliche Bücher gelesen hat, anders ergangen, doch so konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln. Schlussendlich hat das Ende des Buches bei mir sogar den Sinn des gesamten Verlaufs in Frage gestellt.

Fazit: Ein Buch, zwischen guter Unterhaltung und Langeweile, bei dem die Nebenerzählung auf jeden Fall deutlich spannender war, als die eigentliche Haupterzählung rund um Ackerman. Durch den Cliffhanger am Ende und meine Neugierde werde ich dem nächsten Band zwar sicherlich noch eine Chance geben, bin aber ansonsten eher enttäuscht.

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