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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2025

Die Farben des Schnees

Drei Tage im Schnee
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Passend zum Jahreswechsel und den grauen, kalten Monaten bringt Ina Bhatter mit ihrem poetischen Selbstfindungsroman „Drei Tage im Schnee“ Licht in die Dunkelheit und erzählt die berührende Geschichte ...

Passend zum Jahreswechsel und den grauen, kalten Monaten bringt Ina Bhatter mit ihrem poetischen Selbstfindungsroman „Drei Tage im Schnee“ Licht in die Dunkelheit und erzählt die berührende Geschichte von Hannah. Nachdem sich im Leben der Mittdreißigerin immer mehr Unzufriedenheit breit macht, mietet sie sich für drei Tage in eine kleine, an einem See gelegene, Hütte auf dem Land ein, um dort dem geschäftigen Großstadtleben zu entfliehen. Inmitten der idyllischen, schneebedeckten Landschaft lernt Hannah die kleine Sophie kennen und mit ihr, einen Weg zurück zu sich selbst zu finden.

Da ich einfach mal so richtig faul sein wollte, habe ich zu der wunderschön eingesprochenen Hörbuchversion von „Drei Tage im Schnee“ gegriffen, völlig die Zeit vergessen und das Buch in einem Rutsch durchgehört. Bei vielen Selbstfindungsromanen habe ich Eindruck, das mit Macht eine Botschaft verkündet werden soll und sie dadurch irgendwie erzwungen wirken. Das war bei diesem Buch überraschenderweise überhaupt nicht der Fall. Während die Autorin eine wirklich stimmungsvolle, berührende Geschichte erzählt, erinnert sie den Leser nicht nur daran was im Leben wirklich zählt, sondern auch daran, wie wichtig Ruhephasen und eigene Auszeiten sind. Zudem konnte ich mich in den Erinnerungen, an die Träume und Wünsche der kindlichen Hannah, die im Laufe des Lebens in Vergessenheit geraten sind, absolut wiederfinden und in ihnen Inspiration finden. Und die Motivation manche Dinge in Zukunft wieder mit anderen Augen zu betrachten.

Fazit: Ein wirklich schönes und stimmungsvolles, kluges Buch zum runterkommen, erinnern, nachdenken.. und einfach zum Wohlfühlen!

Ein Buch, das ich sicherlich auch dieses Jahr noch, an Menschen die mir wichtig sind, zu Weihnachten verschenken werde.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Die unbekannte Seite der Medea

Medea
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Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen ...

Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen Leidensgeschichte, denn von Kinderbeinen an wird sie nicht nur von ihrer eigenen Mutter gemieden, von ihrem Vater und auch Bruder gequält, sondern auch von ihrer geliebten Schwester getrennt.

Im Gegensatz zu anderen Erzählungen setzt Autorin Rosie Hewlett mit ihrer Medea Version bereits hier an, bei der noch kleinen Medea. Sie erzählt also nicht nur von ihren bekannten Gräueltaten, sondern ihre ganze Geschichte und macht diese damit nachvollziehbarer. Bis auf das letzte Kapitel, in dem Medeas Schwester Chalkiopes zu Wort kommt, geschieht dies aus der Ich-Perspektive von Medea. Die Autorin wirft somit ein ganz neues Licht auf die Hexe von Kolchis, schreibt emotional packend und wahnsinnig spannend.

Als großer Fan der griechischen Mythologie hat es mir sehr gefallen, dass sich die Autorin dicht an die „Überlieferungen“ gehalten, die Geschichte nicht in der Neuzeit erzählt hat und auch weitere mythologische Personen und Zusammenhänge mit eingebracht hat. So erlebt man nebenher nicht nur hautnah die Abenteuer von Jason und den Argonauten, bei denen auch die berüchtigten Sirenen sehr bildhaft ihren Platz gefunden haben, sondern erfährt auch in Ansätzen vom Schicksal der Zauberin Circe. Was sicherlich auch für Mythologie-Unkundige sehr faszinierend dargestellt sein dürfte, für mich war es das in jedem Fall.

Fazit: Rosie Hewlett liefert mit ihrem Roman eine ebenso spannende, wie bildgewaltige, aber eben auch emotionale Neuerzählung von Medea, die mich sehr gefesselt hat. Für mich auf jeden Fall ein Highlight mit klarer Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Dankbarkeit

Dein Glück kommt von Herzen
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Als Mina nach dem Tod ihrer Oma das Ahnenbuch liest, wird sie mit dem Vertrauensbruch ihrer Mutter und dem weitervererbten Schweigen ihrer Familie konfrontiert. Der innere Schmerz lässt sie kurz aus dem ...

Als Mina nach dem Tod ihrer Oma das Ahnenbuch liest, wird sie mit dem Vertrauensbruch ihrer Mutter und dem weitervererbten Schweigen ihrer Familie konfrontiert. Der innere Schmerz lässt sie kurz aus dem Gleichgewicht geraten, doch Naturverbundenheit und eine Reise zu Wurzeln zeigen ihr schließlich einen versöhnlichen Weg, den sie achtsam und mit Dankbarkeit beschreitet.

Kathrin Sohst hat mit ihrem Buch „Dein Glück kommt von Herzen“ eine ganz wundervolle Kombination aus achtsamem Dankbarkeitsratgeber und beispielhaftem Roman geschaffen, um uns Lesern andere, friedvollere Wege aufzuzeigen. Dabei hat mir ihre eingebundene Naturverbundenheit ganz besonders gut gefallen. Inhaltlich ist die Geschichte in Jahreszeiten aufgeteilt, die sich symbolisch wunderbar auf die einzelnen Lebensphasen beziehen lassen. Leider leidet in meinen Augen der Verlauf der Handlung dadurch ein wenig, da er manchmal ein wenig lückenhaft erscheint. Allerdings ist die Erzählweise so herzerwärmend, dass ich darüber gern hinweg geschaut habe. Alles in Allem hat die Autorin hier ein sehr inspirierendes Kleinod geschaffen, das mich viele Male hat innehalten und nachdenken lassen. Schön fand ich auch die immer wiederkehrende Motivation Dankbarkeit zu üben, sowie den anschließenden Freiraum und die Möglichkeit, die ersten Seiten eines eigenen Dankbarkeitstagebuchs zu füllen.

Fazit: Zwar war mir das Buch an manchen Stellen ein wenig zu „glatt“, dennoch hat es sehr gut getan es zu lesen. Zudem ist es der Autorin durchaus gelungen positive Achtsamkeits- Impulse zu setzen und mich darin bestärkt, mein Leben in meinem eigenen Rhythmus zu gestalten. Und ja, auch über ein Dankbarkeitstagebuch denke ich natürlich nach.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Wer ist Mom?

Love, Mom
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War es tatsächlich nur ein tragischer Unfall bei dem die gefeierte Thriller-Bestsellerautorin Elizabeth Casper, alias E.V. Renge, ums Leben kam? Und was hat es mit den mysteriösen Briefen auf sich, die ...

War es tatsächlich nur ein tragischer Unfall bei dem die gefeierte Thriller-Bestsellerautorin Elizabeth Casper, alias E.V. Renge, ums Leben kam? Und was hat es mit den mysteriösen Briefen auf sich, die ihre Tochter Mackenzie Casper, nach ihrem Tod, plötzlich, mit ziemlich verstörenden Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter, erhält? Diese und weitere düstere (Familien)Geheimnisse gilt es in Iliana Xanders Thriller „ Love, Mom - Kennst Du ihr Geheimnis?“ zu lüften.

Ich hatte bereits viel Positives über diesen Thriller, mit seinen gelungenen Plottwists, gehört und ihn mir daraufhin kurzerhand als Hörbuch zugelegt. Welches im Übrigen total fesselnd eingesprochen und absolut wärmstens zu empfehlen ist! Kaum hatte ich die Kopfhörer auf, war ich auch schon mittendrin im Geschehen und auf E.V. Renges Trauerfeier. Von da an hatte mich die spannende Story dann auch gleich so arg am Wickel, dass ich bei wirklich jeder Gelegenheit weiterhören MUSSTE. Besonders positiv empfand ich dabei den lockeren, und unkomplizierten Schreibstil, der einem das Zuhören sehr leicht gemacht hat und sicher auch beim Lesen positiv auffallen wird. Wie angepriesen, kommt es in der Story wirklich zu so manchem gewieften Plottwist, den ich so nicht kommen gesehen habe und „Love, Mom“ für mich zu einem richtig spannenden Leseerlebnis gemacht hat.

Fazit: Ein echter Pageturner! Hier ist alles mit dabei - familiäre Geheimnisse, ebenso wie düstere Abgründe, eine spannende Story mit raffinierten Rätseln und unvorhergesehenen Wendungen. Kurzum: Ich bin absolut begeistert!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Schweres Thema, rührend und liebevoll verpackt!

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
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Sicherlich werden viele Tierschutzaktivist Malte Zierden, seine Freundin Phia und natürlich seinen besten Taubenfreund Oßkar, sowie das berühmte Taubenwohnzimmer bereits von Social Media oder mittlerweile ...

Sicherlich werden viele Tierschutzaktivist Malte Zierden, seine Freundin Phia und natürlich seinen besten Taubenfreund Oßkar, sowie das berühmte Taubenwohnzimmer bereits von Social Media oder mittlerweile auch aus anderen Medien kennen. Gemeinsam mit Amia von Arenberg wurde ihre ungewöhnliche Freundschaft dann erstmals mit „Malte & Oßkar und das Glück, Pech zu haben“ als Bilderbuch zu Papier gebracht. „Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge„ ist nun der zweite Band, der sich diesmal auf berührende und trostspendende Weise den schweren Themen des Verlustes und der Verlustangst annimmt, Zuversicht spendet, sowie Erinnerungen und Freundschaft Kraft verleiht.

Auf das Buch aufmerksam geworden bin natürlich auch ich dadurch, dass ich Malte Zierden auf Social Media folge und sowohl seine Tierschutzarbeit, als auch seine, zu Herzen gehende, emphatische, humorvolle und tollpatschige Art sehr schätze. Doch war dies nicht der einzige Grund mich für das Buch zu entscheiden, denn auch bei mir als Erwachsene sind Verlust und Verlustängste derzeit leider große, aktuelle Themen, die nach liebevollem Trost verlangen, ohne in eine Standard-Schublade zu passen und mit den üblichen Floskeln aufzuwarten. Was also passt da besser als ein Kinderbuch, das mit wunderschönen Illustrationen, einer tierliebenden, herzerwärmenden, nachvollziehbaren Geschichte und behutsamen, berührenden Worten daher kommt!?

Fazit: Tatsächlich passen weder Geschichte, noch Bilder in eine Schublade. Ganz im Gegenteil drücken viele liebevolle Details die Individualität aus, die mit den behandelten Themen unweigerlich einhergehen. Allein das macht dieses Buch für mich schon ganz besonders wertvoll.

Ein wundervolles, trostspendendes Buch, sowohl für kleine, als auch für große Menschen!

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