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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2025

Spiritueller Trost

Alle Tiere kommen in den Himmel
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In ihrem Buch „Alle Tiere kommen in den Himmel“ nähert sich Seelenforscherin, Medium und Buchautorin Sylvia Browne der Trauerbewältigung um ein geliebtes Tier von der spirituellen Seite, informiert und ...

In ihrem Buch „Alle Tiere kommen in den Himmel“ nähert sich Seelenforscherin, Medium und Buchautorin Sylvia Browne der Trauerbewältigung um ein geliebtes Tier von der spirituellen Seite, informiert und tröstet anhand bewegender Geschichten und Beispiele.

Ich bin im Rahmen einer Fortbildung zur „Sterbebegleiterin für Tiere“ zu diesem Buch gekommen, nach der ich mich breitgefächert nach weiterer Literur umgeschaut habe. Sagen wir es mal so - ich versuche zwar stets für alles offen zu sein und halte grundsätzlich auch nichts für unmöglich, glaube aber nicht wirklich daran, dass es nach dem Tod weitergeht. Und trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, da ich alleine die Vorstellung sehr tröstlich finde. Ich wollte mich mit dem Buch weder spirituell weiterbilden, noch in tiefere fachchinesische Sphären begeben, sondern einfach nur zu diesem Thema informieren und vielleicht eine weitere trostspendende Möglichkeit finden. So finde ich es schon immer sehr tröstlich mich mit dem Thema das mir Kummer bereitet auseinanderzusetzen, darüber zu lesen und mich mit meinen Gedanken darüber abzulenken. Deshalb hat mir an diesem Buch z.B. auch die Einführung in das Thema, die sich u.a. mit der (spirituellen) Rolle der Tiere im Altertum etc. beschäftigt, sehr gut gefallen. Die Beispielgeschichten waren interessant, auch wenn sie sich natürlich geähnelt haben, denn schließlich wollte die Autorin ja darauf hinaus, dass es sich nicht um ein vereinzeltes Phänomen handelt, sondern viele Menschen das gleiche berichten.

Fazit: Um mich in dieses Thema oberflächlich hineinzulesen und spirituell überhaupt mal damit auseinanderzusetzen, war das Buch für mich auf jeden Fall informativ, interessant, lesenswert und sicher auch ein stückweit tröstlich und hoffnungsspendend, wenngleich ich auch nicht ganz daran glauben kann (deshalb auch nur 3 Sterne), wofür ja aber grundsätzlich das Buch nichts kann

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Begehrte Musenküsse und gefährliche Tinte

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Sabine Schoder entführt mit „Palace of Ink & Illusions“ nicht nur ins Reich der griechischen Mythologie und Musen, sondern auch hinein in einen ebenso magischen, wie spannenden Autorenwettbewerb voll gefährlicher ...

Sabine Schoder entführt mit „Palace of Ink & Illusions“ nicht nur ins Reich der griechischen Mythologie und Musen, sondern auch hinein in einen ebenso magischen, wie spannenden Autorenwettbewerb voll gefährlicher Prüfungen, Tinte und prickelnder Romantik.

Genau diese Mischung aus Mythologie-Fantasy, Kreativität, Spannung, Romantik und sogar Humor ist es, was das Buch für mich so grandios und einzigartig macht. Davon abgesehen, dass die Hauptcharaktere nicht nur nahbar, sondern auch überaus sympathisch angelegt sind, beschreibt die Autorin alles insgesamt sehr mitreißend, atmosphärisch und detailreich. Da ich das Achilleon auf Korfu - in dem besagter Wettbewerb ausgetragen wird - selbst schon einmal besucht habe, konnte mir dadurch alles doppelt so bildhaft vorstellen und war eigentlich wieder vor Ort. Etwas verwirrend waren für mich allerdings die vielen Charaktere. In dem Buch ist sowieso schon mächtig was los, da ist es mir dann doch manchmal schwer gefallen, mich zusätzlich noch auf die ganzen Namen der Musen, Wettbewerbs-Konkurrenten & Co. zu konzentrieren. Da bin ich das ein oder andere Mal echt durcheinander gekommen und ins Stocken geraten, was den sonst so flüssig lesbaren Schreibstil der Autorin, etwas beeinträchtigt hat. Zudem ist mir - als großer Fan der griechischen Mythologie - etwas sauer aufgestoßen, dass Thalia und Erato als männliche Musen dargestellt wurden.

Fazit: Trotz meiner kleinen Kritik, war es ein Vergnügen das Buch zu lesen. Die Geschichte ist wirklich originell, spannend, gleichermaßen magisch wie tragisch und hat mich obendrein, durch die Schlagfertigkeit der Hauptprotagonistin Liv, so manches Mal schmunzeln lassen.

Da der Schluss definitiv nach Antworten verlangt, kann ich Bd. 2 der Dilogie kaum erwarten!

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Enttäuschender YA-Thriller

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Ein altes verlassenes Spukhaus in einer kalifornischen Kleinstadt, ein unheimlicher, scheinbar überaus rachsüchtiger Guhl, der dort sein rätselhaftes Unwesen treibt und vier befreundete Teenager, die, ...

Ein altes verlassenes Spukhaus in einer kalifornischen Kleinstadt, ein unheimlicher, scheinbar überaus rachsüchtiger Guhl, der dort sein rätselhaftes Unwesen treibt und vier befreundete Teenager, die, nach dem grausamen Tod zweier Mitschüler, zu ermitteln beginnen - der Stoff, aus dem die Alpträume in „Let’s split up“, dem ersten Young Adult Thriller von BookToker Bill Wood gesponnen sind.

In Kombination mit dem wirklich gelungenen Cover, klang dies für mich als - mittlerweile zwar etwas entwachsenem - aber dennoch großen Fan von den ???, Fünf Freunden, TKKG & Co., zunächst sehr vielversprechend. Ich hatte zwar keine Probleme in das Buch reinzukommen, doch begann mich die überaus plumpe Ausdrucksweise und der schnöde Schreibstil schnell an zu nerven. Es sollte sich um 17 jährige „ermittelnde“ Teenager handeln, deren Dialoge und Verhalten mich allerdings eher an Grundschüler erinnert haben. Gefallen hat mir lediglich, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde. Stellenweise war die Handlung nicht nur unlogisch, sondern absolut unrealistisch und wirkte auf mich dermaßen konstruiert, dass sich bei mir nicht nur absolut keine Spannung aufbauen konnte, sondern ich die Story auch gar nicht mehr ernst nehmen konnte.

Fazit: Natürlich darf man nicht aus den Augen verlieren, dass es sich um einen YA Thriller handelt, dessen bin ich mir auch bewusst - aber ganz ehrlich, es gibt so tolle, wahnsinnig spannende, logisch durchdachte und sprachlich hervorragende Kinder- und Jugendbücher, die zwar in ihrer Handlung abgemildert sind, ansonsten aber Erwachsenenbüchern und auch Thrillern wirklich in nichts nachstehen. Hier war ich leider einfach nur durchweg enttäuscht.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Spannung & Humor

Über die Toten nur Gutes
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Wenn Endzwanziger Mads Madsen nicht gerade mit seinem schrulligen Vater Fridtjof Bingoabende zelebriert, ist er mir Herz und Seele Trauerredner und somit immer auf der Suche nach den richtigen „letzten“ ...

Wenn Endzwanziger Mads Madsen nicht gerade mit seinem schrulligen Vater Fridtjof Bingoabende zelebriert, ist er mir Herz und Seele Trauerredner und somit immer auf der Suche nach den richtigen „letzten“ Worten. Kein Wunder also, dass es ihn im seltsamen Todesfall seines alten Freundes Patrick noch einmal mehr nach (Ant)Worten dürstet. Also begibt er sich kurzerhand auf eine gefährliche Spurensuche in die Vergangenheit, die in der Gegenwart nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Liebsten bedroht.

Mit lockerem und zudem äußerst humorvollem Schreibstil beschreibt Andreas Izquierdos nicht nur liebevoll und detailreich die Charaktere seines neuen Kriminalromans „Über die Toten nur Gutes“, sondern erzählt eine ebenso abgedrehte, wie spannende Geschichte. Dabei ist die Handlung zwar durchaus überraschend, da nach und nach immer wieder neue Geheimnisse gelüftet werden, aber auch ziemlich dubios und für mich als Kriminalroman, im eigentlichen Sinne, irgendwie nicht ernst zu nehmen. Was mir jedoch wirklich gut gefallen hat sind die absolut skurrilen Figuren des Buches und natürlich die grundsätzliche Idee, einen Trauerredner zum Ermittler zu machen.

Fazit: Auch wenn mir das Lesen des Buches stellenweise wirklich Spaß gemacht und mich zum Schmunzeln gebracht hat, so war mir die Geschichte alles in allem doch ein wenig zu unglaubwürdig und überspitzt. Ich hatte irgendwie etwas anderes erwartet. Von daher wird es für mich nach diesem Buchreihen-Auftakt wohl eher nicht weitergehen.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Grandiose Fortsetzung

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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Mit „Die Dämmerung“ schickt Marc Raabe das Ermittler-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski ein zweites Mal auf Serienmörder-Jagd. Diesmal wird im Berliner Umland eine, mit einem Geweih auf dem Kopf, grotesk ...

Mit „Die Dämmerung“ schickt Marc Raabe das Ermittler-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski ein zweites Mal auf Serienmörder-Jagd. Diesmal wird im Berliner Umland eine, mit einem Geweih auf dem Kopf, grotesk drapierte Frauenleiche gefunden. Bei der Toten handelt es sich um die, für den Medienpreis „Hirsch“ nominierte, Charity Lady Charlotte Tempel, deren Tochter Leo schnell in Verdacht gerät. Als dann jedoch eine weitere Nominierte auf ebenso brutale Weise ermordet wird, stehen Art und Nele vor einem Rätsel.

Obwohl ich ein großer Thriller-Fan bin, habe ich Marc Raabe erst vor Kurzem für mich entdeckt und war vom Auftakt seiner Art-Mayer-Reihe sofort vollauf begeistert. Ich mag die etwas spezielleren Ermittlertypen, mit Ecken, Kanten, Macken und Vorgeschichte, die aber durchaus einen Sympathiefaktor besitzen. Et voila, da habe ich bei Marc Raabe nun also Art Mayer gefunden. Der zusammen mit seiner, einerseits zwar „normaleren“, aber nicht weniger problembehafteten Kollegin Nele Tschaikowski ein wirklich tolles Team bildet. Vom eigentlichen Spannungs-Handlungsstrang einmal abgesehen, macht es ebenso Spaß die Entwicklung und das Leben der Beiden zu verfolgen. Um die ganzen Zusammenhänge überhaupt zu verstehen, sollte man den ersten Band „Der Morgen“ unbedingt gelesen haben. Die Handlung ist durchweg spannend und wendungsreich, zudem fantastisch und in hohem Tempo erzählt, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag und kann.

Fazit: Das Buch hat alles was ein guter Thriller braucht - es ist atemberaubend spannend, grandios und glaubhaft erzählt, mit vielschichtigen Charakteren. Absolute Leseempfehlung!

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