Bisher hat Gerda ganz nach den Wünschen ihres Mannes gelebt. Aber während des Krieges verändert sie sich nach und nach. Sie beginnt, sich mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Sie richtet in ...
Bisher hat Gerda ganz nach den Wünschen ihres Mannes gelebt. Aber während des Krieges verändert sie sich nach und nach. Sie beginnt, sich mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Sie richtet in ihrer Wohnung ein Versteck ein und als ihr Mann eingezogen wird, versteckt sie zunächst eine und dann zwei Personen, die verfolgt werden. Nach dem Krieg erwartet ihr Mann, dass das Leben wieder ist wie vorher. Aber Gerda versucht, auch ihre Wünsche und Vorstellungen durchzusetzen. Dafür muss sie allerdings viel Kraft sammeln. Wird sie ihren Weg gehen?
Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, selbstständig zu denken und zu handeln. Viele Aspekte und Schwierigkeiten während des Krieges und danach werden aufgegriffen. Richtig fesseln konnte mich die Geschichte leider nicht. Dafür waren die Zeitsprünge zu groß und mir fehlten noch genauere Einblicke in den Alltag und das Gefühlsleben der Figuren.
Cassie hat sich von allem und allen zurückgezogen und ernährt sich überwiegend von Alkohol. Im Rausch hält sie den Kauf eines Hauses auf dem Land für eine sehr gute Idee. Den Besichtigungstermin nimmt ...
Cassie hat sich von allem und allen zurückgezogen und ernährt sich überwiegend von Alkohol. Im Rausch hält sie den Kauf eines Hauses auf dem Land für eine sehr gute Idee. Den Besichtigungstermin nimmt sie vor allem wahr, um nicht arbeiten zu müssen. Obwohl das Haus heruntergekommen ist, entscheidet sie sich sehr spontan zum Kauf und findet sich plötzlich in einem Dorf wieder. Zunächst genießt sie die Ruhe. Als sie die ersten Bewohner trifft, stellt Cassie fest, dass der Makler verbreitet hat, dass sie ein Selbsthilfe-Guru ist. Anstatt dies klarzustellen, lässt sie sich auf die Wünsche und Anforderungen ein und geht sehr kreativ damit um. Ihre Angst, dass herauskommt, dass sie gar kein Profi ist, vergeht irgendwann und sie hat zunehmend Freude an ihrer neuen Arbeit. Wird das auf Dauer gut gehen?
Die Geschichte sorgt für viele amüsante Momente und vor allem am Ende gibt es sehr berührende Szenen. Die Autorin beschreibt sehr eindrücklich, wie die Menschen sich gegenseitig beeinflussen können und dass man dem Leben und anderen Menschen eine neue Chance geben sollte.
Obwohl man relativ schnell ahnen kann, was mit Ruthie passiert ist, war ich sehr neugierig, wie sich das Leben von allen entwickelt. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und man ...
Obwohl man relativ schnell ahnen kann, was mit Ruthie passiert ist, war ich sehr neugierig, wie sich das Leben von allen entwickelt. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und man erfährt immer Neues über die aktuelle Situation und die Vergangenheit. Ich mochte diese Wechsel sehr und war immer gespannt, wie es weitergeht. Das Ende war sehr berührend und stimmig.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Man kann die Felder zum Beeren pflücken vor sich sehen und die unterschiedlichen Charaktere. Diese lernt man nach und nach besser kennen und kann dadurch ihr Handeln nachvollziehen. Mir hat die Geschichte gut gefallen.
Leider entspricht der Titel meinem Urteil: geht so. Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass die Geschichte schnell auf das Teambuilding-Wochenende zusteuert. Stattdessen geht es seitenweise um Marisas ...
Leider entspricht der Titel meinem Urteil: geht so. Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass die Geschichte schnell auf das Teambuilding-Wochenende zusteuert. Stattdessen geht es seitenweise um Marisas Gejammer über die Arbeit und was sie sich auf YouTube anguckt. Das Wochenende ist erst im letzten Drittel. Was Marisa dort macht, fand ich sehr extrem und unverantwortlich.
Es gibt immer mal wieder kleine Momente, die mich amüsiert haben, aber insgesamt konnte mich die Geschichte nicht so richtig überzeugen und Marisa wurde zunehmend nervig. Ich hatte mir wesentlich mehr von der Geschichte erwartet.
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Rezension zu Flusslinien von Katharina Hagena
Weiteratmen
von Mirja103 vor ein paar Sekunden
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Mirja103vor ein paar Sekunden
Margrit ist 102 und lebt in einer Seniorenresidenz. Sie war Atemtherapeutin und kann am Atmen der Menschen hören bzw. spüren, wie es ihnen geht. Sie merkt, dass ihre Enkelin Luzie etwas verschweigt, was sie belastet, kann aber nicht sagen, was es ist. Auch bei ihrem Fahrer Arthur spürt sie ein belastendes Geheimnis. Margrit denkt viel über die Vergangenheit nach - die ihrer Mutter und ihre eigene. Alle drei Personen setzen sich mit Ereignissen aus ihrem Leben auseinander und müssen lernen, diese loszulassen, um weiter atmen zu können. Erzählt wird in wechselnden Perspektiven. Das mochte ich sehr, aber manchmal waren die Wechsel zu schnell. Es werden viele wichtige Themen angesprochen (Krieg, sexuelle Gewalt, Tod, Freundschaft). Mir hätte es besser gefallen, wenn die Autorin sich auf weniger Themen konzentriert und diese vertieft hätte. Dann wäre ich den Figuren näher gekommen, so blieb manches eher an der Oberfläche. Gut gefallen hat mir, wie die drei miteinander umgehen und sich besser kennenlernen. Den Schreibstil und den Wortwitz mochte ich sehr. Es gab immer mal Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben.