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Mirja103

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Alltag einer Familie mit Migrationshintergrund?

»Mama, bitte lern Deutsch«
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Der Autor erzählt Episoden aus dem Leben seiner Familie. Er zeigt dabei auf, wie weit verbreitet der Alltagsrassismus noch ist. Der Förderunterricht in der Schule besteht nur aus Arbeitsblättern ohne irgendwelche ...

Der Autor erzählt Episoden aus dem Leben seiner Familie. Er zeigt dabei auf, wie weit verbreitet der Alltagsrassismus noch ist. Der Förderunterricht in der Schule besteht nur aus Arbeitsblättern ohne irgendwelche Erklärungen oder Hilfestellungen. Ich bin mir sicher, dass dies in vielen Schulen anders ist. Andere Situationen wird es dagegen noch sehr häufig gehen. Beim Lesen habe ich gedacht, dass das Leben einer Familie mir Migrationshintergrund vor 40 Jahren beschrieben wird, weil ich angenommen hatte, dass die Situation inzwischen anders sei. Da kommt es aber vielleicht auch arauf an, wo man lebt.

Die Situationen sind sehr anschaulich und eindrücklich beschrieben. Die Sprache war mir aber stellenweise zu salopp und manchmal auch zu respektlos (er beschreibt z.B. seine Schwester sähe aus wie ein Kondom).

Es wäre gut und wichtig, dass viele Menschen dieses Buch lesen und hinterfragen, ob sie im Alltag rassistisch sind.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Von Föhr nach New York und zurück

Das Licht in den Wellen
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Eher unfreiwillig wandert Inge 1947 nach New York aus. Alles ist ihr fremd: die große Stadt, die Sprache, die Menschen. Immerhin gibt es viele weitere Auwanderer, mit denen sie ihre Muttersprache Friesisch ...

Eher unfreiwillig wandert Inge 1947 nach New York aus. Alles ist ihr fremd: die große Stadt, die Sprache, die Menschen. Immerhin gibt es viele weitere Auwanderer, mit denen sie ihre Muttersprache Friesisch sprechen kann. Schließlich lebt sie sich doch ein und fühlt sich wohl dort. Irgendwann gibt es Gründe, dass sie zurück auf die Insel zieht.

Der Klappentext trifft für mich nicht ganz zu. Inges Leben wird geschildert, unterbrochen von Abschnitten in der Gegenwart. Da gibt es dann auch Szenen, in denen Inge ihrer Enkelin aus ihrem Leben erzählt. Irritierend fand ich, dass ein Abschnitt plötzlich aus Sicht von Inges Sohn erzählt wurde und deswegen statt Inge und Hauke Mom und Dad verwendet wurde.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Der Autor schildert sehr anschaulich, welche Schwierigkeiten Inge hat und wie sie sich weiterentwickelt. Das Geheimnis, warum sie auswandern "musste" schwingt zwischen den Zeilen immer mal mit und wird erst zum Ende gelüftet. Dadurch wurde ich immer neugieriger. Aufgrund des flüssigen Schreibstil fliegt man geradezu durch die Seiten. Ich freue mich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr!

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Anstrengend

Die Fletchers von Long Island
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Ich fand das Lesen dieses Buches überwiegend anstrengend und habe mich ziemlich gequält, es zu Ende zu lesen. Es ist sehr langatmig. Die Sätze sind teilweise lang und verschachtelt. An vielen Stellen wäre ...

Ich fand das Lesen dieses Buches überwiegend anstrengend und habe mich ziemlich gequält, es zu Ende zu lesen. Es ist sehr langatmig. Die Sätze sind teilweise lang und verschachtelt. An vielen Stellen wäre weniger mehr gewesen. Der Wechsel in den Zeiten ist (zumindest beim Ebook) nicht gekennzeichnet und war für mich manchmal sehr abrupt. Der angekündigte Humor ist bei mir leider nicht angekommen. Die Charaktere kreisen mehrheitlich um sich selbst und den äußeren Schein und häufig konnte ich über ihr Verhalten und ihre Äußerungen nur den Kopf schütteln. Aus meiner Sicht wurde das Trauma bis zum Ende innerhalb der Familie nicht wirklich thematisiert.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Spannend und informativ

Happiness Falls
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Die Ich-Erzählerin Mia erzählt von dem Tag, als ihr Vater verschwand und der Zeit danach. Ihr Bruder war bei ihm, kann aber aufgrund seiner Erkrankungen nicht erzählen, was passiert ist. Wo ist der Vater? ...

Die Ich-Erzählerin Mia erzählt von dem Tag, als ihr Vater verschwand und der Zeit danach. Ihr Bruder war bei ihm, kann aber aufgrund seiner Erkrankungen nicht erzählen, was passiert ist. Wo ist der Vater? Was ist mit ihm geschehen? Die Geschichte hat immer wieder überraschende Wendungen, wenn es eine neue, scheinbar plausible Theorie gibt, was mit dem Vater passiert sein könnte. Ich fand es sehr spannend. Mia reflektiert, wie es damals war und wie sie und die Familie gehandelt haben. Dabei gibt es immer mal wieder sarkastische, humorvolle Kommentare. Sehr interessant ist, was man über die Erkrankungen und mögliche Kommunikationswege erfährt. Und man lernt, dass man jedem Menschen mit Respekt begegnen und genau hinschauen sollte, was dieser kann.

Ich fand die Geschichte sehr spannend und habe viele interessante Informationen erhalten. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Etwas zäh

Wo wir uns treffen
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Mich hat das Buch nicht so richtig überzeugt. Ich fand die meisten Charaktere und ihr Verhalten etwas schwierig. Innerhalb der Familie fehlt der Zusammenhalt und jeder scheint nur um sich selbst zu kreisen ...

Mich hat das Buch nicht so richtig überzeugt. Ich fand die meisten Charaktere und ihr Verhalten etwas schwierig. Innerhalb der Familie fehlt der Zusammenhalt und jeder scheint nur um sich selbst zu kreisen und zu erwarten, dass die anderen sie in den Mittelpunkt stellen. Zusammenhalt ist erst ganz am Ende spürbar. Der Weg bis dahin war mir zu lang und manche Gespräche sehr anstrengend. Der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen. Manchmal gab es Wörter, die mir unbekannt waren. An manchen Stellen gab es unnötige Ausschweifungen und Wiederholungen. Für mich war auch nicht ganz nachvollziehbar, warum Isa den Brief geschickt hat und Clara sich in die Geschichte der Familie vertieft hat und ihre Ergebnisse unbedingt vor Ort präsentieren musste.

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