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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2025

Auch diesmal einfach richtig gut!

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
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Achim und Angela sind froh, endlich wieder zu Hause zu sein. Der Urlaub mit den Obamas war nicht das, was sie erwartet hatten. Wie konnten sie überhaupt denken, dass Weihnachten auf Hawaii schön sein kann? ...

Achim und Angela sind froh, endlich wieder zu Hause zu sein. Der Urlaub mit den Obamas war nicht das, was sie erwartet hatten. Wie konnten sie überhaupt denken, dass Weihnachten auf Hawaii schön sein kann? Da fehlen doch der Glühwein und der Schnee! Gerade wollen sie es sich gemütlich machen, da steckt in ihrem Kamin ein toter Weihnachtsmann. Angela freut sich natürlich klammheimlich, dass sie wieder ermitteln kann. Dass Puffel und Puffeline nun doppelt vorhanden sind und im kleinen Ort in der Uckermark noch vier weitere Weihnachtsmänner und Frauen herumschwirren, führt zu einigen Komplikationen.

Vielleicht ist der Krimi an sich etwas weniger spannend geraten, aber die Wortwitze, die Situationskomik, die Gesellschaftskritik und die Zusammenhänge sind urkomisch und so pointiert, dass man beim Hören nicht mehr aus dem Grinsen rauskommt. Allein schon die vielen Kosenamen machen echt Laune! Aber auch die Nebenschauplätze, wie die Actionfigur, die Mike unbedingt noch für Adrian auftreiben möchte, sind so irre, dass sie wieder total cool sind. Nach den irrsten Kaffeesorten geht es hier jetzt um Biere. Und damit trifft Safier wieder genau meinen Humor.

Die wiederkehrenden Figuren entwickeln sich kontinuierlich. Sie verändern sich nicht krass, sondern stimmig. Neue Figuren passen ins Bild sehr gut und schlagen quasi nicht aus der Reihe. Es menschelt ganz gewaltig und das mag ich sehr. Bezaubernd ist auch der eine Weihnachtsmann, der sich für den echten hält. Was ist da dran? Dieser Faden hat mich trotz tollem Septemberwetter tatsächlich in Weihnachtslaune versetzt! Auch Achim als Josef und noch dazu rappend macht was her! Ein kleiner Wehrmutstropfen ist jedoch vorhanden, der einen Stern kostet. Das Hörbuch ist super kurz, eigentlich halb so kurz, wie die Bücher sonst. Auch das Print mit unter 200 Seiten erstaunt in seiner Kürze. Trotzdem war das mal wieder Unterhaltung vom Feinsten. Daher vier Sterne!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2025

Wieder ein Glanzstück!

Einfach backen mit Sauerteig
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Das Wichtigste gleich vorweg. Sauerteig und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Obwohl Christina Bauer eine idiotensichere Anleitung liefert, geht mir mein Sauerteigansatz mit schöner Regelmäßigkeit ...

Das Wichtigste gleich vorweg. Sauerteig und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Obwohl Christina Bauer eine idiotensichere Anleitung liefert, geht mir mein Sauerteigansatz mit schöner Regelmäßigkeit kaputt, weil ich irgendwann schlicht und ergreifend vergesse, ihn zu füttern, zu hegen und zu pflegen. Die gute Nachricht ist aber, dass sich die Rezepte im Buch hervorragend auch mit Trockensauerteig realisieren lassen! Noch besser ist natürlich, wenn man von Freunden, Bekannten oder einem der wenigen noch existierenden echten Bäcker ein wenig frischen Sauerteigansatz bekommen kann.

Der Theorieteil ist ausführlich und sehr aufschlussreich. Man lernt nicht nur, wie der Sauerteigansatz gemacht wird, sondern auch, warum Sauerteig so genial ist. Viel nützliches Fachwissen rund um Mehl und Brot allgemein runden diese Einführung ab.

Christina Bauers Rezepte sind wie immer und gewohnt sehr gut beschrieben und die Ergebnisse wahre Gaumenfreuden. Jedes Rezept kommt mit tollem Foto. Noch besser aber finde ich die Zeittabelle. Klar, die mag nicht für jeden passen, aber sie ist sehr leicht anpassbar auf die eigenen Bedürfnisse, auch ohne den QR-Code, der dafür zur Verfügung gestellt wird. Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Brote, Brote, Brote; Klein und sauerteigfein; Sweet Sauerteig; Panini, Pizza & Pikantes; Wenn einmal etwas übrig bleibt. Für die etwas komplizierteren Vorgänge finden sich Bilderstrecken, die jeden Schritt genau erklären.

Natürlich fehlt auch das alphabetische Rezeptregister nicht. Und auch, wenn ich nach wie vor kein Sauerteigheld bin, sondern mit Trockensauerteig arbeite, liebe ich diese Rezepte. Und mein Mann liebt meine Brote. Perfekt! Das sind ganz klare fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Dekorationsinspirationen

Meine zauberhafte Dekowelt
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Obwohl ich super kreativ bin und als Dekoqueen gelte, habe ich in diesem Buch noch zusätzliche Anregungen gefunden. Das angemalte und mit Blumen bestückte Fahrrad ist in meinen Augen schon ein Klassiker ...

Obwohl ich super kreativ bin und als Dekoqueen gelte, habe ich in diesem Buch noch zusätzliche Anregungen gefunden. Das angemalte und mit Blumen bestückte Fahrrad ist in meinen Augen schon ein Klassiker und muss nicht noch einmal gezeigt werden, doch finden sich hier ja noch viel mehr Ideen, Vorschläge und Anleitungen. Nach einer kleinen Vorstellung und Einführung folgen Basiswissen und Materialien. Danach kommen die nach Jahreszeiten sortierten Vorschläge für selbstgemachte Dekorationen.

Michaela Waldl zeigt, wie man vorhandene Gegenstände mit Phantasie und Kreativität in traumhafte Deko verwandeln kann. Natürlich benötigt man auch das eine oder andere zusätzlich, besonders Pflanzen und Blumen, dennoch muss man nicht allzu viel Geld investieren. Die Arbeitsschritte sind liebevoll und ausführlich beschrieben und es gibt zu jedem Projekt natürlich auch eine Liste der benötigten Gegenstände und Materialien. Da mag man gleich loslegen!

Mich hat das Buch enorm inspiriert. Vorgestellte Ideen haben mich auf eigene Varianten gebracht und jetzt habe ich einen Berg Materialien zusammengesammelt, die dafür verwendet werden wollen. Vorsicht also, das Buch macht bastelsüchtig! Daher liebend gerne die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Schwieriger Mix

Protokoll eines Verschwindens
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Normalerweise mag ich es sehr gern, wenn der Autor auch das Hörbuch einspricht. Hier allerdings musste ich mich genau deshalb echt durch die 491 Minuten kämpfen. Das war leider sehr unglücklich gewählt! ...

Normalerweise mag ich es sehr gern, wenn der Autor auch das Hörbuch einspricht. Hier allerdings musste ich mich genau deshalb echt durch die 491 Minuten kämpfen. Das war leider sehr unglücklich gewählt! Nicht nur die Sprachmelodie gefällt mir hier nicht, auch die Aussprache ist oft sehr schwer erträglich für meine Ohren. Da werden aus so einigen i mal eben ü gemacht, beispielsweise zu würklich statt wirklich, ürgendwo statt irgendwo, stümmte statt stimmte, Gehürn statt Gehirn, Fürma statt Firma, Schürm statt Schirm, ürgendwann statt irgendwann. Mit dem G ist es ähnlich, das wird gern mal zum K, wie Klaube statt Glaube, klühend statt glühend.

Mein nächstes Problem ist die Story selbst. Es ist kein True Crime, wie ich das gewohnt bin und kenne. Hier hat der Autor quasi aufgefüllt. Nicht wirklich erfunden, aber doch auch keine belegten Fakten, sondern für ihn logische Schlussfolgerungen. Damit wird daraus ein etwas seltsamer und holpriger Krimi. Gefällt mir das? Nun, es verwirrt mich. Ich würde mir das nicht so wünschen. Allerdings gewöhnt man sich im Laufe der Zeit etwas daran. Die oft pathetischen Sätze passen aber weder zur Story, noch zum Genre.

Es ist anzunehmen, dass Alexander Rupflin damit erreichen wollte, dass man sich besser und tiefer hineinfindet, sich gefühlsmäßig auf die Story einlässt und für Isabella und Gabriel Zuneigung, Empathie empfindet. Bei mir klappt das aber eher semigut und gibt mir eher das Gefühl, dass etwas fehlt, als dass etwas aufgefüllt wurde. Insgesamt habe ich leider immer wieder den Faden verloren und musste mich neu in die Story hineinfinden. So richtig spannend war es an keiner Stelle für mich. Die Perspektiven von Täter, Angehörigen und Nachbarn ergeben für mich nicht das klare Bild, das eigentlich entstehen sollte und müsste. Ich habe auch bis zum Schluss nicht nachvollziehen können, wie der Täter darauf kommt, unschuldig zu sein oder warum er die Leiche einfach monatelang im Nebenzimmer liegen ließ.

Schade. Ich hatte mir da echt viel versprochen. Leider gefiel mir das Hörbuch nicht sehr gut. Aber auch als Print gelesen wäre mir das zu konfus gewesen. Daher reicht es leider nur für zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Ein Feuerwerk an Ideen

Bringst Du was Leckeres mit?
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Nudelsalat macht jeder gern. Nudelsalat isst auch jeder gern. Aber stimmt, eigentlich ist das langweilig. In diesem Buch finden sich für mein Verständnis aber zu viele zu abgehobene Mitbringessen. Mir ...

Nudelsalat macht jeder gern. Nudelsalat isst auch jeder gern. Aber stimmt, eigentlich ist das langweilig. In diesem Buch finden sich für mein Verständnis aber zu viele zu abgehobene Mitbringessen. Mir sind zu viele Zutaten verarbeitet, die nicht ganz in meinen klassischen Vorrat gehören. Klar, das finden andere toll, ich bin mehr für das Regionale und Saisonale, das man im Übrigen auch super raffiniert zubereiten kann.

Trotzdem gefällt mir das Buch. Es bringt mich auf Ideen, die Rezepte mit regionalen und saisonalen Zutaten abzuwandeln und auszuprobieren. Es regt mich an, bei der Dekoration etwas mehr Phantasie walten zu lassen. Es inspiriert mich, Gläschen-Portionen hübsch anzurichten und mitzubringen. Einen Nudelsalat findet man hier übrigens auch! Restlos überzeugt hat mich aber die Bratwurst-Kartoffel-Quiche, auch wenn dafür fertiger Blätterteig verwendet wird.

Die Rezepte kommen, mit wenigen Ausnahmen, mit ansprechenden Bildern. Die Ausnahmen bilden die Vier-sind-ne-Party-Rezepte, bei denen die Fotos für mich dennoch schön gewesen wären. Die Angaben umfassen die Personen bzw. Portionen, die Zubereitungszeiten, die Kalorien, die Zutaten und die Zubereitungsschritte. Alles ist übersichtlich angeordnet und verständlich formuliert. Die Zusammenstellungen sind hin und wieder überraschend. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert. Ein gesondertes Kapitel ist für Rezepte, die das ganze Jahr passen, eingefügt.

Aus allen Bereichen der Küche, sei es Salat, Suppe, Dips, Brot, Kuchen oder Quiche finden sich hier Rezepte. Am Ende gibt es noch Tipps für Transport und Verpackung. Liebevoll und phantasievoll, abwechslungsreich und ein wenig abgehoben, aber ideal für das Besondere und damit auch als Geschenk. Von mir daher vier Sterne.

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