Hier wird ausführlich und informativ über Bräuche in Österreich rund um das Räuchern berichtet. Damit ist nicht das Räuchern von Lebensmitteln gemeint, sondern eine Art der traditionellen Aromatherapie. ...
Hier wird ausführlich und informativ über Bräuche in Österreich rund um das Räuchern berichtet. Damit ist nicht das Räuchern von Lebensmitteln gemeint, sondern eine Art der traditionellen Aromatherapie. Dazu gehört schon das Sammeln und Trocknen der Kräuter, die Verwendung dieser und auch alles über Harze und Hölzer. Wir kennen die Raunächte oder Rauhnächte – diese entsprechen im Grunde den Rauchnächten.
So erfährt man auf unterhaltsame Weise viel über die Wirkung der einzelnen Kräuter, Harze und Hölzer, wann und wo man sie am besten sammelt, wie man räuchert und wie es zu den Traditionen kam. Das Büchlein ist durchgehend schön bebildert, was die Informationen optisch stark unterstützt. Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichte, der Theorie, den Traditionen. Der Teil zu den Kräutern ist etwas kleiner.
Im Großen und Ganzen bietet das Büchlein wie alle „Das kleine Buch“-Titel einen guten Überblick über das Räuchern, doch konnte es mich nicht so begeistern, wie viele seiner „Kollegen“. Die praktische Umsetzung dürfte sich auch schwer gestalten. Zwar lebe ich auf dem Land, aber ich merke deutlich den Unterschied zwischen Deutschland und Österreich.
Als Vorabinformation für Österreich-Urlauber, die in den Rauchnächten in unserem Nachbarland sind oder an anderen Räucherritualen teilnehmen, finde ich das Büchlein sehr empfehlenswert. Insgesamt gebe ich deshalb vier Sterne.
Nachdem der Serienmörder Francis Ackerman jr. seinem Bruder Marcus Williams schon mehrfach bei der Aufklärung übelster Verbrechen geholfen hat, ist er selbst von der Shepherd-Organisation akzeptiert und ...
Nachdem der Serienmörder Francis Ackerman jr. seinem Bruder Marcus Williams schon mehrfach bei der Aufklärung übelster Verbrechen geholfen hat, ist er selbst von der Shepherd-Organisation akzeptiert und ein wichtiger Teil der Ermittlerteams geworden. Als die Agentin Maggie, Marcus‘ große Liebe, durch „The Taker“ entführt wird, ist für ihn klar, dass er „seine kleine Schwester“ finden wird. Gemeinsam mit Marcus beginnt er eine Art Krieg, denn die Spur führt zu einem Indianerreservat in New Mexico und ist überaus blutig …
Dieses Buch gilt als Finale der Shepherd-Reihe. Gleich vorweg – mir kommt das Ende recht offen vor. Ohne extremen Cliff-Hanger, aber doch dergestalt, dass es interessant und spannend weitergehen kann. Wir werden sehen, was wird!
Von Anfang bis kurz vor Ende wird hier mit Vollgas gefightet und mit Tricks und „Special Effects“ nur so um sich geworfen. Auf allen Seiten stehen regelrechte Superhelden, schurkige und gute. Mir hat das sogar gefallen, aber so wirklich ernst nehmen kann ich das alles jetzt nicht. Die Bände zuvor haben in ihrer Qualität meiner Meinung nach immer mal geschwankt, aber dieser ist für mich der unterhaltsamste, zugleich aber auch der unrealistischste. Alle Charaktere (auf beiden Seiten) haben Fähigkeiten entwickelt, die geradezu überirdisch sind. Besonders Francis wird zu einer Mischung aus Rambo und McGyver, ein Ein-Mann-A-Team, fast schon einem X-Man.
Das hat mich grandios unterhalten, dennoch glaube ich, dass genau das die meisten Fans der Serie doch stark schockieren wird. Das Ende wird dann ruhiger und wir erleben einen Ackerman, der wieder mehr er selbst ist, aber dennoch mit ein paar Überraschungen aufwarten kann.
Sowohl Ackerman als auch Marcus haben sich weiterentwickelt. Vielleicht auch ein bisschen zu sehr. Irgendwie ist übergangslos Ackerman weicher und menschlicher geworden, wogegen Marcus sich einige Härten von seinem Bruder abgeguckt hat und nun kaum wiederzuerkennen ist. Kurz mal zieht er die Bremse bei Francis, aber dann legt er selbst ordentlich los. Das ist ein bisschen aus dem Ruder gelaufen, finde ich. Aber: Unterhaltsam ist das!
Diesmal sind die beiden allein unterwegs, ohne das Team im Rücken. Sozusagen privat und deshalb auch nicht so ganz im Rahmen der Legalität. Zu Francis passt das ja, aber bei Marcus musste ich mich da erst dran gewöhnen. Auch dass Maggie sich gelinde gesagt sehr dumm in diese Lage gebracht hat, stört ein bisschen. Das passt so gar nicht zu den sonstigen Büchern dieser Serie von Cross und auch nicht zur Figur.
Es gibt immer mal wieder Stellen, die mich laut auflachen ließen. Das mag ich sehr, ist aber nicht jedermanns Sache bei einem Thriller. Zugleich hat Cross hier aber auch Themen aufgegriffen bzw. angeschnitten, die brisant und gar nicht lustig sind. Hier muss der Leser dann aber selbst weiterdenken. Wirklich sozialkritisch ist das (Hör-)Buch hier nicht, es geht nicht wirklich in die Tiefe.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen oder gehört, das von Anfang bis (kurz vor) Ende dermaßen viel Gas gibt. Hier ist wirklich kaum Zeit zum Aufatmen – ein Kampf jagt den nächsten und eine Spannungsspitze die nächste. Zwar wird das mit der Zeit relativ vorhersehbar, dennoch finde ich es gelungen, was sich Cross hier immer wieder hat einfallen lassen. Es gibt die eine oder andere interessante Wendung, die, man glaubt es kaum, noch mehr Schwung in das Geschehen bringt.
Entsprechend ist der Stil – ein bisschen reißerisch, ein bisschen brutal, ein bisschen schwarzhumorig und sehr spannend. Die Mischung ist einzigartig und hat mir sehr gefallen. Ob ich das aber öfter brauche, weiß ich nicht!
Dem Hörbuch verleiht Thomas Balou Martin auf wunderbare Weise seine Stimme. Herrlich, wie er die „Schurken“ mit kratzig-rauer Stimme spricht und die Frauen meist doch mit einer etwas fisteligen, höheren, fast schon heißeren Stimme. Ganz große Kunst!
Insgesamt kann ich das alles nicht wirklich als vollwertigen Thriller sehen, aber genossen habe ich es dennoch. So gebe ich die vollen fünf Sterne, auch wenn das die Fans des Genres sicher nicht ganz unterschreiben werden. Es ist ein (Hör-)Buch, fast wie ein Chuck-Norris-Film. Muss man mögen, aber wenn man’s mag, ist man eben begeistert.
Geben wir es doch zu – wir Katzenmenschen sind unseren Fellnasen komplett untertan. Meist denkt man ja, das geht niemand anderem genauso, doch dann begegnet einem dieses Buch. Die Entdeckung, dass nicht ...
Geben wir es doch zu – wir Katzenmenschen sind unseren Fellnasen komplett untertan. Meist denkt man ja, das geht niemand anderem genauso, doch dann begegnet einem dieses Buch. Die Entdeckung, dass nicht nur Otto Normalverbraucher, sondern auch große Persönlichkeiten der Weltgeschichte für Katzen sehr viel mehr zu tun bereit waren, als ihnen ein weiches, warmes Plätzchen, Futter und Auslauf zu bieten, geschweige denn von Pflege und Liebe, ist doch sehr beruhigend. Gegen den einen oder anderen Herren der Runde wirken wir doch alle recht blass! Und ja, Herren – im Buch sind tatsächlich nur fünf Frauen (gegenüber 25 Herren) vertreten. Und dabei werden doch wir Frauen immer als so katzenverrückt dargestellt!
Sehr informativ, aber auch unterhaltsam, erfährt man hier viel über die Menschen der Katzen. Ja, es geht nicht rein um die Katzen selbst, sondern das Werk, das Leben, das Besondere der Menschen. Somit hat man hier insgesamt 30 kleine Minibiografien vorliegen, die sich interessant lesen und noch dazu die wichtigsten Informationen zu diesen Personen liefern. Zu allen Personen gibt es mindestens ein Foto oder Bild – fast immer mit Katze. Bei Truman Capote findet sich beispielsweise sehr passend noch zusätzlich ein Foto von Audrey Hepburn mit Kater „Kater“ aus der Verfilmung seines Werkes „Frühstück bei Tiffany“. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und obwohl ich durch mein Hobby (ich sammle Katzenbücher aller Genre) einiges davon schon wusste, finde ich es sehr angenehm, dieses Wissen in einem Buch zusammengefasst in meiner „Katzenbibliothek“ stehen zu haben.
Zum „Trost“ für alle Untertanen der Katzen wird hier ganz klar, dass unsere Lieblingstiere nicht immer sanft und lieb, sondern sehr häufig wahre Diktatoren sind – und nicht nur bei uns, sondern auch bei berühmten Persönlichkeiten ihren Willen durchsetzen.
Doch auch für Nicht-Katzenpersonal sind die Geschichten um diese Persönlichkeiten interessant zu lesen. Die Kapitel sind nie zu lang, die Informationen vielschichtig und die Prise Katzeninfo nicht zu stark bemessen. Ein tolles Buch, schön aufgemacht, mit Lesebändchen und passender Aufmachung. Ganz klar: Fünf Sterne!
Tills Sohn Max ist verschwunden. Nach einem Jahr wird die Suche nach ihm abgebrochen. Der – mutmaßliche – Täter sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt sich aus. Für zwei grausame Morde ...
Tills Sohn Max ist verschwunden. Nach einem Jahr wird die Suche nach ihm abgebrochen. Der – mutmaßliche – Täter sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt sich aus. Für zwei grausame Morde an Kindern wurde er verurteilt und alles deutet darauf hin, dass er auch Max getötet hat. Till kann nicht aufgeben – und kommt auf eine grandiose und gleichzeitig dumme Idee: Er lässt sich ebenfalls einweisen, um das Tagebuch von Tramnitz zu finden und so zu erfahren, wo er Max bzw. dessen sterbliche Überreste findet.
Der Anfang ist richtig toll. So mag ich Thriller. Doch dann wird es schnell recht brutal und damit sogar abstrus und teils absurd. Die Idee, als Insasse der Psychiatrie dem verurteilten Mörder Guido Tramnitz zu entlocken, was mit Max geschehen ist, finde ich ja schon gut. Doch dass die Identität, die Max‘ Vater zur Deckung seiner Absichten annimmt, nicht ganz problemlos ist, ist fast schon lächerlich. Auch geht man ja davon aus, dass jemand sich sehr genau über die Person informiert, deren Identität man annimmt. Till weiß zunächst rein gar nichts, erst im Hochsicherheitstrakt kommt er nach und nach dahinter – und das hübsch verbunden mit Gewalt und Risiko. Oder ist es doch ganz anders?
Fitzek hat es in diesem Buch wirklich mit den ekligen, brutalen, überblutigen Szenen übertrieben. Noch dazu sind diese dermaßen detailliert beschrieben, dass dem normalen Leser/Hörer bis zum Erbrechen übel wird. Muss das echt sein? Seine vielen Tricks, den Leser quasi schwindelig zu reden, klappen super. Man hat das Gefühl, sich immer schneller um sich selbst zu drehen. Krass, heftig und erschreckend!
Stück für Stück gerät Till alias Patrick tiefer in einen wahren Alptraum. Der Leser/Hörer wird in die Rolle des hilflosen Zuschauers gedrückt und fragt sich irgendwann, wie schlimm es noch kommen soll. Ja, das ist Thrill, aber schön ist dennoch anders. Ich empfinde das als zu heftig, zu übertrieben und einfach „drüber“. Dennoch bleibt einem nichts anderes übrig, als Fitzek für seine Einfälle zu bewundern. Kaum glaubt man, die Sache durchschaut zu haben, erkennt man, wie man sich geirrt hat.
Das Buch steckt voller böser Wendungen. Ob diese unerwartet sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Wendung zum Ende hin ist definitiv heftig. Aber stimmig zum Rest des Buches. Atemberaubend, beängstigend und schrecklich zugleich. Hier weiß man nicht, wie man bewerten soll. Klar, das Buch steckt voller Hochspannung, aber eben auch voller Perversitäten. Die muss man verkraften können. Mir ist das zu extrem – als hätte der Autor tatsächlich Spaß an solchen Dingen. Eigentlich würde ich deshalb drei Sterne geben, doch die Auflösung ist wirklich genial und kein bisschen vorhersehbar. So klettert meine Wertung trotz einiger echt unglaubwürdiger „Zufälle“ doch noch auf vier Sterne hoch.
In gut einhundert Jahren wird Technologie gesetzlich verboten. Die Welt hat sich verändert, die Länder werden von einem König regiert. Ganz klar – der Widerstand formiert sich. Ophelia, gerade 18 Jahre ...
In gut einhundert Jahren wird Technologie gesetzlich verboten. Die Welt hat sich verändert, die Länder werden von einem König regiert. Ganz klar – der Widerstand formiert sich. Ophelia, gerade 18 Jahre jung und extrem technikbegeistert, ist voller Hass auf das System, denn ihre große Liebe Knox fiel dem Clearing zum Opfer – einer drastischen Maßnahme, wenn jemand gegen das neue System kämpft und erwischt wird. Sie setzt alles daran, einen Platz im royalen Geheimdienst zu bekommen, um nahe an den König zu kommen und ein Attentat auf ihn auszuüben. Im Schloss angekommen überschlagen sich die Ereignisse jedoch …
Ophelia ist eine starke Teenagerin, deren Verzweiflung nachvollziehbar ist. Die Entscheidungen der Regierung machen – nicht nur für sie – keinen Sinn und was um sie herum und mit ihren Freunden, besonders ihrer großen Liebe Knox, geschehen ist und geschieht, ist nur schwer zu verarbeiten. Schon die kleinste technische Spielerei ist verboten und zieht drastische Konsequenzen nach sich. Für Ophelia besonders unverständlich, da sie aus gesundheitlichen Gründen auf Technik angewiesen ist, die ihr aber vorenthalten wird. Denn der König ist konsequent – es gibt keine Ausnahmen.
Der Weg Orphelias ins Schloss, ihre Erfahrungen dort, die Entwicklungen – das alles ist sehr ansprechend aufgebaut. Ophelia ist nicht perfekt, das macht sie authentisch. Sie ist stark, sie ist klug, sie ist schnell – aber sie macht auch Fehler. Genau das finde ich gut, besonders in einem Jugendbuch. So bleibt auch die Spannung durchweg recht hoch.
Mir gefällt, dass Ophelia zwar die Hauptfigur ist, einige Randfiguren aber ebenfalls sehr interessant sind und man die eine oder andere vielleicht sogar mehr als Ophelia mag. Die eingewebte Liebesgeschichte ist nicht zu ausgeprägt, die Konflikte, in denen Ophelia steckt, sehr „altersgerecht“ und für mein Verständnis gut gemacht.
Die große Frage, was nun wahr und was Lüge ist, schwebt über dem ganzen Buch. Schön wird gezeigt, dass selbst die Wahrheit zwei Seiten haben kann. Aber auch, wie wichtig Kommunikation, gerade von der Regierung mit dem Volk, ist, wird dargelegt. Und man kommt nicht umhin, darüber nachzudenken, was Technik mit uns macht, gemacht hat, machen wird – und was künstliche Intelligenz anrichten könnte.
Leider fällt das Buch am Ende trotz des gut gemachten Show-Downs ab. Für mich ist es nicht logisch und ich fragte mich die ganze Zeit, warum Ophelia nicht misstrauisch wird. Vielleicht irre ich mich ja auch – der zweite Band könnte mir diese Frage beantworten. Mal sehen! Bis hier hin jedenfalls vier Sterne.