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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Das Leben ist eine abenteuerliche Reise

Die Reise zum Glück
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Hier kann ich gar nicht sagen, was mich mehr anspricht und bewegt, die Texte oder die Illustrationen. Letztere sind so gekonnt aus unterschiedlichen, zum Teil außergewöhnlicher Perspektiven gewählt, dass ...

Hier kann ich gar nicht sagen, was mich mehr anspricht und bewegt, die Texte oder die Illustrationen. Letztere sind so gekonnt aus unterschiedlichen, zum Teil außergewöhnlicher Perspektiven gewählt, dass die sehr realistischen Bilder einen ganz besonderen Reiz haben. Es ist einfach ein Gesamtkunstwerk!

Man mag in den Bildern versinken und sich von den Texten tragen lassen. Die Gedanken machen sich auf eine eigene Reise und man überlegt, welche Momente im eigenen Leben zu welchen Bildern am besten passen, denn man spürt, dass man sich wiederfindet. Daher macht das Buch Mut und es tröstet und es feiert mit einem, passt zu jeder Stimmung und Lebenslage. Das empfinde ich als große Kunst und bewundere es sehr.

Damit ist das Buch ein tolles Geschenk für liebe Menschen, denen man auf ihrer persönlichen Reise durchs Leben etwas mitgeben möchte. Bestimmt wird das Buch nicht im Regal verstauben, sondern immer mal wieder zur Hand genommen, um sich den einen oder anderen Abschnitt der Reise, des Lebens, noch einmal anzusehen. Wie die eigenen Erinnerungen!

Wunderschön gemacht und sehr emotional. Von mir fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Wahnsinn

Station 22. Wo bist du sicher?
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Die Patienten mögen Krankenschwester Ida sehr. Dann verschwindet eine Patientin. Alle denken, sie ist geflohen, doch Ida ist von etwas völlig anderem überzeugt. Sie will die Wahrheit ans Licht bringen. ...

Die Patienten mögen Krankenschwester Ida sehr. Dann verschwindet eine Patientin. Alle denken, sie ist geflohen, doch Ida ist von etwas völlig anderem überzeugt. Sie will die Wahrheit ans Licht bringen. Dabei soll ihr ein Kollege helfen, der sie in Hypnose führt, um die verschütteten Erinnerungen hervorzuholen.

Ida war mir sehr schnell sympathisch, auch dann noch, als die erste Andeutung kam, dass sie ein Geheimnis hat. Sie nennt sich selbst dick, hat Ecken und Kanten, macht Dinge, die vielleicht nicht sehr angemessen sind und wird damit sehr nahbar. Man hat das Gefühl, sie kann nur unter Qualen an ihre Vergangenheit denken, womit auch klar ist, warum der Leser oder Hörer zunächst selbst drauf kommen muss, wohin die Reise geht.

Die Geschehnisse sind von Anfang an sehr ergreifend. Von der Arbeit in der Psychiatrie über die Gefühle und Distanz, die Ida den Patienten gegenüber hat und halten muss, bis zum Umgang der Angehörigen mit der Situation ist alles enorm tiefgreifend. Ich denke, da ist nicht nur für mich jede Menge Potenzial für Triggerpunkte.

Anne Elvedal hat mich immer wieder aufs Glatteis geführt. Wie ihre Protagonistin verdächtige ich immer wieder jemanden anderes und finde alle Überlegungen stimmig. Doch dann ändert sich wieder alles. Das erhöht natürlich die Spannung und fesselt an die Story, ebenso dass im Raum schwebt, dass Ida ebenfalls in Gefahr ist.

Nach und nach kommen die Dinge ans Licht und hier fängt es mit den Szenen an, die für mich enorm starke triggernde Wirkung haben. Zarte Gemüter müssen hier vorsichtig sein. Schön sind diese Szenen definitiv nicht und auch für einen Thriller heftig. Leider kippt der Thriller gegen Ende ins absolut Absurde und Unglaubwürdige. Daher verliert die Autorin mich und einen Stern hier, sodass ich gerade noch vier Sterne geben kann.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Die Bretagne für den Gaumen

Crepes & Galettes
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In diesem Büchlein finden sich je ein Grundrezept für Galettes und Crêpes, dazu gibt es dann viele Rezepte für die Füllung oder den Belag. Mir gefällt ausgesprochen gut, dass nicht einfach nur die Arbeitsschritte ...

In diesem Büchlein finden sich je ein Grundrezept für Galettes und Crêpes, dazu gibt es dann viele Rezepte für die Füllung oder den Belag. Mir gefällt ausgesprochen gut, dass nicht einfach nur die Arbeitsschritte aufgelistet sind, sondern noch zusätzliche Informationen gegeben werden. Die benötigten Zutaten sind weitestgehend klassisch und in vielen Vorratskammern zu finden. Das eine oder andere muss man erst noch kaufen, findet es aber im normalen, gut sortierten Einzelhandel. Die exotischste Zutat wird wohl das Buchweizenmehl sein, aber selbst das bekommt man inzwischen bei Drogeriemärkten und Supermärkten.

Zu jedem Rezept bekommt man ein ansprechendes Foto, das nicht nur Appetit macht, sondern auch Lust darauf, die Kreationen sofort nachzumachen. Zusätzlich sind ein paar Fotos aus der Bretagne und erklärende Texte eingestreut, die das Büchlein noch mehr auflockern und die Bretagne ins eigene Haus bringen. Es ist also ein kleines, aber wirklich feines Büchlein, das Crêpes und Galettes in unsere Küchen bringt und ihnen ein ganz besonderes Denkmal setzt. Sehr schön gemacht, auch als Geschenk geeignet und definitiv fünf Sterne wert.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Es wäre so einfach!

Was wäre, wenn ...
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Sabine Bohlmann stellt in diesem Buch vermeintlich ganz einfache Fragen. Doch mit jeder Seite spürt man, dass die Antworten vielleicht leicht zu finden und zu sagen sind, jedoch schwer tatsächlich umzusetzen. ...

Sabine Bohlmann stellt in diesem Buch vermeintlich ganz einfache Fragen. Doch mit jeder Seite spürt man, dass die Antworten vielleicht leicht zu finden und zu sagen sind, jedoch schwer tatsächlich umzusetzen. Und das nicht, weil sehr viel verlangt würde, sondern weil wir schlicht verlernt haben, uns so normal und nett zu verhalten, wie unser Kopf die Antworten geben möchte.

Die Illustrationen von Stella Dreis setzen diese Fragen und Antworten unbeschreiblich passend in Bilder um. Man verliert sich in ihnen und möchte darin eintauchen, Teil davon werden. Die Hauptfigur ist ein kleines Mädchen, ein Kind. Und dieses Kind zeigt uns, wie man es richtig macht. Lasst uns wieder wie damals als Kinder denken und fühlen, um bessere Erwachsene zu sein!

Das macht etwas mit einem! Und das ist sehr gut so! Das große Format erinnert an ein Kinderbuch, doch der Inhalt ist doch an die Erwachsenen gerichtet. Gleichzeitig ist genau das der beste Trick. Man fühlt sich wieder so unbeschwert und unvoreingenommen, wie damals als Kind. Wunderbar!

Die Figuren sind alle herrlich unterschiedlich. Der Norm entspricht irgendwie niemand. Genau das spricht Bände, tut gut, macht das Herz leicht und doch voll. Ich finde dieses Buch einfach zauberhaft und wundervoll, bewegend, ergreifend, erstaunlich und glücklichmachend. Ganz großes Kino! Dafür fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Spannender Jugendkrimi mit herrlichem Setting

Death at Morning House
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Marlowe ist in ihre Kollegin verliebt. Da sie für Bekannte das Haus während deren Abwesenheit versorgt, ist das der ideale Ort, um sich nach dem ersten Date ein wenig näher zu kommen. Dafür hat sie auch ...

Marlowe ist in ihre Kollegin verliebt. Da sie für Bekannte das Haus während deren Abwesenheit versorgt, ist das der ideale Ort, um sich nach dem ersten Date ein wenig näher zu kommen. Dafür hat sie auch eine Menge Geld für die Duftkerze mit dem Lieblingsduft von Akilah ausgegeben. Dass die Qualität so lausig ist, dass die Kerze explodiert und das Haus niederbrennt, konnte sie nicht ahnen. Am liebsten würde sie sich vergraben, um wie wieder unter die Menschen im Ort zu müssen, da bekommt sie das Angebot, auf einer abgelegenen Insel der Thousand Islands Führungen zu machen. Hier lebte vor fast einhundert Jahren ein Arzt mit seiner Familie, bis ein dramatisches Ereignis dazu führte, dass sie die Insel für immer verließen und das Haus ungenutzt blieb. Doch überschlagen sich die Ereignisse. Was geschah damals wirklich und was haben der Tod von Chris und das Verschwinden von Dr. Henson damit zu tun?

Dieses Jugendbuch macht echt Spaß zu lesen. Marlowes Art ist so erfrischend! Sie geht mit der Pubertät, der erwachenden Sexualität und den alles andere als normalen Ereignissen mit einem wunderbaren, fast schon makabren Humor um, der zum Teil aus der Verzweiflung entsteht, aber auch sehr viel Situationskomik birgt. Wo andere sich enorm verbiegen, ist es Maureen Johnson hier ganz locker und flockig gelungen, Diversität als das, was sie ist, darzustellen, völlig natürlich. Das Verhalten Jugendlicher im Alter der Protagonisten ist realistisch dargestellt. Die Ereignisse, auch die etwas abgefahreneren, lesen sich glaubhaft und stimmig. Besonders die Gedanken und Gefühle von Marlowe finde ich extrem gut geschildert. Langweilig wird das Buch an keiner Stelle, auch nicht für jemanden, der schon längst aus dem Alter der Zielgruppe heraus ist.

Die weiteren Figuren passen sowohl in die Geschichte, als auch zu dem Verhalten, das sie zeigen. Nicht jede/r Autor/in trifft das so gut! Die beiden Zeitebenen sind jede für sich authentisch getroffen und auch unterhaltsam. Man könnte fast sagen, hier hat man zwei Krimis in einem oder eben einen Krimi im Krimi. Ein klein wenig aufpassen muss man schon, um die Figuren nicht durcheinander zu bringen, egal in welchem Zeitstrang. Es ist also trotz Jugendbuch auch anspruchsvoll. Die Wendungen und Zusammenhänge sind logisch und stimmig, teils überraschend, aber dennoch nicht an den Haaren herbeigezogen. Das Ende gefällt mir ausgesprochen gut.

Ja, so macht Lesen echt Spaß! Marlowe erzählt die Story aus ihrer Sicht und in einer Sprache, die zur Jugend passt, aber nicht total abgedreht ist. Ihr Leben ist so, wie es bei Jugendlichen eben ist, und die außergewöhnlichen Ereignisse sind spannend, aber denkbar. So kann sich jeder gut mit ihr identifizieren. Besonders gelungen finde ich die Namenswahl, denn Marlowe ist ein altenglischer Vorname und bedeutet so viel wie „Überbleibsel eines Sees“ oder „vom Hügel am See“. Ein in meinen Augen rundum gelungenes Jugendbuch, somit vergebe ich fünf Sterne.

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