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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2018

Man muss nur wissen, wie es geht!

Dein Gehirn kann mehr, als Du vermutest
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In Frankreich ist Fabien Olicard einem großen Publikum bekannt. Mir sagte dieser Name nichts, doch sein Buch liegt total auf meiner Wellenlänge. Ich liebe Spielereien, die verblüffen und/oder helfen, sich ...

In Frankreich ist Fabien Olicard einem großen Publikum bekannt. Mir sagte dieser Name nichts, doch sein Buch liegt total auf meiner Wellenlänge. Ich liebe Spielereien, die verblüffen und/oder helfen, sich Dinge besser merken zu können. Eselsbrücken jeglicher Art sind genau mein Ding. Doch Olicard baut das noch aus und hilft dem Leser, auf unterhaltsame, interessante, spannende und erstaunliche Art und Weise das Gedächtnis zu trainieren.

Die Kapitel „Hypnose und Suggestion“, „Theorie“, „Gedächtnistraining“, „Kopfrechentraining“, „verblüffende Tricks“, „nonverbale Kommunikation“ und „persönliche Entwicklung“ gehen quasi ineinander über, dennoch kann man auch wild durcheinander im Buch schmökern. Mit jedem einzelnen Kapitel staunt man mehr – und wird schlauer! Das macht – zumindest mir – unfassbar Spaß.

Noch dazu ist das Buch sehr liebevoll gestaltet. Es wird mit Schriftarten und Farben gespielt, man findet jede Menge kleine Grafiken, immer wieder gibt es speziell hervorgehobene Notizen, einige Seite sind liniert, andere kariert, wieder andere haben einfach nur einen weißen Hintergrund. So wird schon beim Lesen das Gehirn mit bildlichen Informationen gefüttert, um gar nicht erst durch das Auge gelangweilt zu werden. Das ist schon das erste Geheimnis – man lernt leichter, wenn es nicht langweilig wird!

Die vorgestellten Übungen und Techniken machen neugierig und reizen, sich tiefer in das Thema einzuarbeiten. Vielleicht raubt es auch ein klein wenig vom „Zauber“ bei Shows, doch überwiegt in meinen Augen doch, dass man immer noch dazulernen kann. So ist dieses Buch für Jung und Alt ein Gewinn. Es hilft, leichter und effektiver zu lernen, aber es hilft auch, das Gehirn aktiv zu halten und bis ins hohe Alter fit im Kopf zu bleiben.

Nicht alles Wissen im Buch ist für das Leben wichtig, aber alles regt das Gehirn an. Selbst die einfach zu merkenden Zahlentricks machen schlauer – denn man ruft sie ab, um sie anzuwenden, nachdem man sie quasi auswendig gelernt hat. Da diese Dinge Spaß machen, lernt man sie leichter – und lernen hält das Gehirn fit!

Das Buch macht Spaß – immer und immer wieder. Es bekommt deshalb von mir die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 11.04.2018

Beilage oder Hauptspeise – Salat ist toll!

Salate
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Das Buch ist fast wie ein Bilderbuch für Kinder gemacht – die äußeren Seiten sind aus dickem Pappkarton. Das finde ich auffällig und ansprechend, wie auch den orangenen Buchschnitt. Die einzelnen Buchseiten ...

Das Buch ist fast wie ein Bilderbuch für Kinder gemacht – die äußeren Seiten sind aus dickem Pappkarton. Das finde ich auffällig und ansprechend, wie auch den orangenen Buchschnitt. Die einzelnen Buchseiten sind schön stabil, aber nicht mehr so dick. Sie sind ohne Glanzüberzug.

Mir immer sehr wichtig bei Rezepten aller Art: es gibt genug Bilder zu allen Gerichten. Besonders gut gefallen mir die Übersichts-Fotos zu Salaten, Tomaten, Gewürzen usw. Noch dazu erhält man nicht einfach nur Rezepte für Salate, sondern lernt noch sehr viel über die Bestandteile eines Salates, Getreide (und wie man es kocht), das Schneiden von Gemüse.

Unterteilt ist das Buch in die Bereiche „Für jeden etwas“, „Veggie“, „Alles roh“, „Super“ und „Saucen“. Am Ende findet sich dann natürlich auch ein Rezeptregister. Letzteres ist jedoch ein wenig unglücklich gestaltet – man findet hier die Rezepte leider nicht nach Zutaten gelistet, sondern nach Namen. Das ist deshalb nicht so gelungen, weil ich beispielsweise gern mal nach Rezepten mit Kartoffeln suche und dann nicht unter „Fantasie“ nachsehen würde. Die Rezepte selbst sind aber abwechslungsreich und lecker – mit vielen überraschenden Zutaten, auch mal etwas außergewöhnlicheren Zutaten, die aber im gut sortierten Supermarkt zu bekommen sind.

Der Aufbau der Rezepte ist ebenfalls stimmig – nach der Auflistung der Zutaten für vier Personen wird leicht verständlich die Zubereitung erklärt. Ganz schlicht, ganz passend, ganz klar. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein, wage ich zu behaupten. Und wer beispielsweise keine Tintenfischringe mag, kann diese ja weglassen und/oder durch etwas anderes ersetzen. Auf alle Fälle sind die Rezepte wunderbar abwechslungsreich, vielfältig und alles andere als langweilig!

Dennoch bin ich streng und ziehe einen Stern ab – bleiben aber vier strahlende Sterne für dieses wunderbare Salatbuch!

Veröffentlicht am 09.04.2018

Jeden Tag ein wenig (mehr) für sich selbst tun

Yoga im Büro
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Manchmal sind die scheinbaren Zufälle im Leben schon sonderbar. Anne-Charlotte Vuccino war in ihrem Berufsleben immer sehr erfolgreich. Dann ein böser Unfall – sie wurde von einem Polizeimotorrad überfahren. ...

Manchmal sind die scheinbaren Zufälle im Leben schon sonderbar. Anne-Charlotte Vuccino war in ihrem Berufsleben immer sehr erfolgreich. Dann ein böser Unfall – sie wurde von einem Polizeimotorrad überfahren. Die Diagnose war nicht gerade vielversprechend. Durch Zufall kam sie mit Yoga intensiver in Berührung, interessierte sich für die Hintergründe und Methoden und entwickelte ihre Büro-Variante, die ungeplant zu einem Start-Up wurde. Der Erfolg gibt ihr mehr als Recht. Die Übungen sind einfach, aber effektiv, und können jederzeit im Büro, unterwegs und zu Hause durchgeführt werden.

Zunächst erklärt die Autorin ihr Prinzip, erzählt von sich selbst und ihrem Weg zum Yoga und gibt einen kleinen Einführungskurs mit theoretischem Wissen. Hierzu gehört auch die Nahrung: Essen und Trinken als Teil des YOGIST. Doch nicht nur die Nahrungsmittel spielen eine Rolle, auch die Zubereitung und das Würzen. Auch das Schlafen, Bewegen, Pflegen und Arbeiten wird unter die Lupe genommen und „verbessert“.

Nach diesem informativen Teil folgen die Übungen. Diese sind aufgeteilt in die Bereiche Die Atmung, Die richtige Haltung, Die Augen, Der Hals, Der obere Rücken, Finger und Handgelenke, Die Beine, Die Lendenwirbel, Das Becken, Der ganze Körper und Entspannung. Am Ende des Buches findet sich noch ein zweites, ausführliches Inhaltsverzeichnis, das alles auflistet. So kann man gezielt Übungen heraussuchen, die man gerade am meisten für sich braucht.

Nach und nach kann man mit dieser Methode sein Wohlbefinden verbessern, die Gesundheit stärken und Unwohlsein vermeiden. Auch „Bürokrankheiten“, wie Sehnenscheidenentzündungen, kann damit vorgebeugt werden.

Die 70 Übungen haben blumige Bezeichnungen, wie man das vom Yoga kennt. Die einzelnen Schritte werden genau erklärt. Zusätzlich gibt es aussagekräftige Fotos. Tipps und Erklärungen, aber auch Ratschläge zur Vorsicht, finden sich ebenfalls bei jeder Übung.

Diese Übungen kann wirklich jeder zwischendurch einschieben. Körper, Geist und Seele danken diese kleinen Pausen vom Stress, von den ewig gleichen Bewegungen, vom Sitzen, von falschen Haltungen. Stück für Stück entfaltet sich die Wirkung und ohne großen Aufwand hat man „so nebenbei“ seine Lebensqualität erhöht.

Mir gefällt sowohl die Idee, die hinter dem Prinzip steht, als auch das Buch. Schon allein, dass diese Übungen auch von Ungeübten, weniger Sportlichen leicht nachgemacht werden können, ist ein dickes Plus. Auch ist keinerlei „Zubehör“ erforderlich. Das Buch genügt vollkommen. Ich gebe die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 09.04.2018

Leider nicht das, was ich erwartet hatte

Wen der Rabe ruft
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Blue wächst von klein auf mit der Prophezeiung auf, der Junge, der ihre wahre Liebe ist, wird sterben, wenn sie ihn küsst. Schlimm genug, aber dann hält sie mit ihrer Halbtante Kirchenwache, um herauszufinden, ...

Blue wächst von klein auf mit der Prophezeiung auf, der Junge, der ihre wahre Liebe ist, wird sterben, wenn sie ihn küsst. Schlimm genug, aber dann hält sie mit ihrer Halbtante Kirchenwache, um herauszufinden, wer in den nächsten 12 Monaten sterben wird. Blue sieht einen Geist und ihre Halbtante erklärt ihr, dass dies ihre wahre Liebe ist oder sie ihn getötet hat – in Blues Fall dann wohl beides in einem!

Vielleicht habe ich einfach zu lange gewartet, um das Hörbuch endlich zu genießen. Als das Buch ganz neu war, hat mich der „Blick ins Buch“ enorm begeistert. Diese Begeisterung hielt leider nicht bis zum Ende des Buches an.

Es beginnt schon mit den drei Sprechern. Ich mag sie ansonsten recht gern, aber sie lesen dieses Hörbuch fast schon depressiv und monoton ein und das gefällt mir gar nicht. Besonders Blue war mir zu blass.

Dass Fantasy-Elemente in die reale Welt eingefügt werden, ist absolut mein Geschmack. Doch gab es hier Szenen, die mir dann doch zu arg unrealistisch waren und zu sehr in den Bereich Fantasy gingen. Gleichzeitig fehlten mir immer wieder Zusammenhänge und Informationen. Das liegt vermutlich daran, dass es sich um eine Reihe handelt und eben gewisse Dinge noch kommen. Dennoch möchte ich auch in einer Serie keine Lücken beim Lesen oder Hören haben. Das bremst mich im Fluss und stört mich sehr.

Der Zusammenhalt der Gruppe war mir auch zu schwach, das Zusammenfinden zu langatmig. Das Ende kommt mir zu abrupt und „herzleer“ daher. Nun bin ich altersmäßig auch schon etwas länger aus der Zielgruppe heraus und bin mir nicht ganz so sicher, ob diese eher Zugang zu den Figuren und der Story findet.

Ich bin mir dennoch nicht wirklich sicher, ob ich Band zwei eine Chance geben möchte. Schlecht war „Wen der Rabe ruft“ definitiv nicht, aber es kommt leider bei weitem nicht an das heran, was ich von einem Buch in dieser Art erwarte. Deshalb gebe ich schweren Herzens auch nur drei Sterne.

Veröffentlicht am 09.04.2018

Nicht nur für Männer ein Genuss!

Bacon
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Speck gibt es in vielen Varianten. Jedes Land hat seine eigenen Sorten und so gibt es in diesem wunderbaren Kochbuch auch viele länderspezifische Gerichte. Aber keine Sorge – auch wenn man nicht den angegebenen ...

Speck gibt es in vielen Varianten. Jedes Land hat seine eigenen Sorten und so gibt es in diesem wunderbaren Kochbuch auch viele länderspezifische Gerichte. Aber keine Sorge – auch wenn man nicht den angegebenen Speck bekommen kann, gelingen die Rezepte mit anderen Sorten. So kann man immer prima variieren und den Gerichten die eigene Note geben.

Die ersten Seiten sind dem Speck in Bezug auf Herkunft, Herstellung, Lagerung, Zubereitung und Aufbewahrung gewidmet. Ein wenig Theorie also vor der Praxis. Die anschließenden Rezepte sind kategorisiert nach Canapés and Appetizer, Frühstücks- und Brunchgerichte, Suppen, Eintöpfe und Kasserollen, Salate und Sandwiches, Hauptgerichte, Obst und Gemüse, Nudeln und Reis und Brote. Im Index sind die Rezepte dann natürlich alphabetisch geordnet.

Vor jeder Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert James Villas ein wenig Wissen über das Gericht und empfiehlt eventuelle Ausweich-Zutaten. Neben dem Rezept wird übersichtlich gelistet, welche Zutaten verwendet werden. Diese sind durchweg ziemlich einfach im Lebensmittelhandel zu bekommen. Schade finde ich, dass es nur wenige Fotos zu den Gerichten gibt. Ich mag es, wenn ich vor der Zubereitung durch Abbildungen der Gerichte schon Appetit darauf bekomme. Rezepte ohne Bild werden bei mir meist seltener gekocht, als welche mit Foto.

Meine liebste Kategorie sind die Brote. Nicht nur in der Grillsaison hat man damit immer eine ausgefallene, leckere Beilage, die nicht jeder bieten kann! Aber keine Sorge – auch die anderen Speisen bekommen durch den Speck eine wunderbare Note. Speck ist hier immer das i-Tüpfelchen, das den Geschmack anhebt und besonders macht. Deshalb muss man auch keine Angst vor den Kalorien haben, denn die restlichen Zutaten machen den größeren Teil aus.

Einfach lecker – und von mir vier Sterne!