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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2023

Der Schwerpunkt liegt bei veganen Rezepten

Silvis leichte Küche für alle Tage
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Ein paar Kalorien sparen, weniger Fleisch essen, gesünder leben, ja, das ist das, was ich möchte. Es ist auch klar, dass man da an sich selbst arbeiten muss und die Umstellung nicht ohne ein wenig Anstrengung ...

Ein paar Kalorien sparen, weniger Fleisch essen, gesünder leben, ja, das ist das, was ich möchte. Es ist auch klar, dass man da an sich selbst arbeiten muss und die Umstellung nicht ohne ein wenig Anstrengung möglich ist. Dennoch habe ich mir von diesem Buch doch etwas anderes erhofft. Es ist nicht, wie der runde Aufdruck verspricht, jetzt veggie, nein, es ist fast komplett vegan. Das ist leider so gar nicht das, was ich möchte! Ich verzichte gern auf Fleisch, aber Milchprodukte und Eier lasse ich mir dann doch nicht nehmen. Auch kann ich nicht so ganz verstehen, warum fast alles ausgetauscht werden muss, um leicht zu sein. Ich nutze gern Getreide und Mehl, da möchte ich keine Ersatzprodukte, auch kein Mandelmehl. Zuckerersatz möchte ich ebenfalls nicht zu mir nehmen – weniger Zucker ja, nicht-raffinierten Zucker auch, aber keine Süßstoffe, Zuckeraustauschstoffe, Ersatzstoffe. Leider ist das Buch voll davon.

Der Theorieteil ist ausführlich und informativ, das streite ich nicht ab. Die Entwicklung von Silvia Gasser bzw. wie sie dazu kam, ihre Ernährung im Laufe der Jahre komplett auf links zu drehen und die Erkenntnis, dass nichts im Leben beständig ist, außer der Veränderung ist nachvollziehbar und regt auch zum Nachdenken an. Gar keine Frage, ich finde Silvia Gasser ist eine großartige Frau, von der man viel lernen kann. Trotzdem bin ich ein bisschen traurig, denn für mich geht das Buch zwei Schritte über mein Ziel hinaus. Ja, es steht auf dem Cover, dass die 80 Rezepte kohlenhydratarm und glutenfrei sind, das zu überlesen, ist mein persönliches Problem. Aber nicht jeder Vegetarier möchte Veganer werden!

Die Rezepte selbst gefallen mir entsprechend nur teilweise. Manche kann ich problemlos auf meinen Geschmack umstellen, bei anderen ist das zu kompliziert. Natürlich mag man bei kaum einem Rezeptbuch alle Rezepte, aber doch mehr, als ich hier finde. Genial ist jedoch auf alle Fälle die Zucchiniroulade! Schon allein für dieses Rezept hat sich für mich das Buch gelohnt! Warum man aber bei Schupfnudeln Pfeilwurzelmehl und Leinsamenmehl nehmen muss und sie nicht ganz normal mit Kartoffeln zubereiten kann, verstehe ich nicht. Kartoffeln sind von Natur aus glutenfrei.

Der Aufbau der Rezepte ist klassisch. Zunächst erzählt die Autorin mal mehr, mal weniger darüber, dann kommt die Zutatenliste, daneben die Zubereitungsschritte. Ganz oben finden sich die Symbole, die anzeigen, ob ein Rezept glutenfrei, vegetarisch, vegan ist, für wie viele Personen oder Portionen es ist und wie viel Zeit benötigt wird. Sehr lobenswert finde ich, dass es wirklich zu jedem Rezept ein Foto gibt. Das ist mir immer sehr wichtig, da ich dazu neige, Rezepte ohne Bild zu ignorieren. Auch mag ich die Fotos im Theorie-Teil sehr. Sie wirken nicht wie eine Selbstdarstellung, sondern geben den Texten eine Seele. Sehr sympathisch!

Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel „Silvie on Tour“. Diese sind zwar auch relativ informativ, aber doch auch ordentlich Werbung für die entsprechenden Unternehmen bzw. Personen, nicht zuletzt auch für Produkte der Autorin.

Was ist also mein Fazit? Für mich persönlich ist dieses Buch nicht das richtige. Zu sehr vegan, zu viele Ersatzprodukte. Für alle, die sich im Übergang zwischen Vegetarier und Veganer befinden, ist es jedoch geradezu perfekt, vor allem, wenn man dazu noch glutenfrei kochen und backen möchte. Deshalb gebe ich drei Sterne, lege es aber der Zielgruppe definitiv ans Herz.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Die vegane Gemüse-Box

The Veg Box
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Das Buch startet mit fast fünfzig Seiten Theorie und Wissen rund um die Autoren, Gemüse, Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit. Das liest sich kein bisschen fade, sondern ist informativ und lehrreich. ...

Das Buch startet mit fast fünfzig Seiten Theorie und Wissen rund um die Autoren, Gemüse, Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit. Das liest sich kein bisschen fade, sondern ist informativ und lehrreich. Mit diesem Wissen geht man auch anders mit sich selbst und den Lebensmitteln um.

Die Idee, das Buch in zehn Gemüsearten zu unterteilen und jedem zehn Rezepte zu widmen, finde ich sehr gelungen. Doch dass es ausgerechnet mit der Aubergine startet, stört mich ein wenig. Nicht, dass ich die nicht gern essen würde, ganz im Gegenteil. Doch weder in England/Großbritannien noch in Deutschland lässt sich die Aubergine regional so anbauen, dass sie wirklich gedeiht. Aber gerade auf Regionalität legen die beiden Autoren ja großen Wert. Für mich passt das nicht so ganz zusammen.

Jedes Kapitel startet mit einer Art Portrait des Gemüses, wozu auch Einkauf & Lagerung, Anbau, Zubereitung und Nährwert gehören. Die Gerichte werden erst ein bisschen erklärt. Man erhält Informationen für Varianten oder Vereinfachungen bei der Zubereitung. Neben dem Kasten für die Zutaten (nette Idee: es wird angegeben, wie viele es insgesamt sind) steht wie gewohnt die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Diese ist knapp, aber gut verständlich, gehalten. Zubereitungszeit und Portionsmenge sind vermerkt, Nährwerte und Kalorienanzahl jedoch nicht. Für mich ist es schade, dass nicht bei jedem Rezept ein Foto zu finden ist. Ich habe die Tendenz, Rezepte zu ignorieren, für die ich keine Abbildung habe. Manche Gemüsesorten sind nicht nur als deftige Gerichte lecker, sondern eignen sich auch für süßes Backwerk. Entsprechend finden sich auch hierfür Rezepte.

Ein kleines Kapitel ist Saucen und Dips gewidmet. Danach ist eine Seite für Notizen eingefügt. Für mich ein bisschen zu wenig, allerdings habe ich schon vor Jahren damit begonnen, mit Bleistift Notizen direkt bei den Rezepten (z.B. eigene Abwandlungen, andere Mengenangaben oder sonstige Dinge, die ich zum Rezept anzumerken habe) einzutragen. Da ich Kochbücher sammle und nicht weggebe, stört das auch keinen! Mit einem Register und einer ausführlichen Danksagung der Autoren schließt das Buch dann ab. Fast dreihundert Seiten voller Liebe zum Detail rund um vegane Rezepte für zehn Sorten Gemüse, prall gefüllt!

Mein Fehler: Ich habe aus lauter Glück über die „Gemüse-Box“ glatt überlesen, dass die Rezepte vegan sind. Ich mag mich weitgehend fleischlos ernähren, aber ohne kompletten Verzicht auf tierische Produkte. Sprich: für mich kommt weder Fleischersatz noch Ersatz von jedweden Milchprodukten infrage. Insofern fließt nicht in die Wertung ein, dass dadurch eine ganze Reihe Rezepte nichts für mich sind. In vielen Fällen kann ich einfach die Ersatzprodukte ersetzen (was für ein Wortspiel!) und genieße die Gerichte dann vegetarisch statt vegan. Dennoch reicht es nicht für fünf Sterne. Ich gebe vier!

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Für Auge und Gaumen!

Fatmanurs fabelhafte Backwelt
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Da ich mit in den sozialen Medien nicht viel anfangen kann, ist dieses Buch meine erste Begegnung mit der TikTokerin. Umso erfreulicher für mich, dass GU mit ihr dieses Backbuch herausgebracht hat. Ich ...

Da ich mit in den sozialen Medien nicht viel anfangen kann, ist dieses Buch meine erste Begegnung mit der TikTokerin. Umso erfreulicher für mich, dass GU mit ihr dieses Backbuch herausgebracht hat. Ich bin da oldschool – ich mag niemandem folgen und blättere gerne in Printbüchern, wenn ich kochen oder backen möchte.

Der Anfang ist Fatmanurs Vorstellung und danach kommt ein kleiner Grundkurs, der aufzeigt, was man an Equipment und an Lebensmitteln haben sollte, wenn man gerne backt. Dann folgen Grundrezepte für Teige und Cremes – schon allein damit kann man eine Menge machen! Obwohl die Autorin gelernte Konditorin ist, spielt sie nicht den Überflieger. Sie erklärt alles so, als sei sie ein Profi, sondern würde einfach nur gerne backen.

Der eigentliche Rezeptteil ist in die Kapitel Klassiker à la Fatmanur; Easy peasy & megalecker; Schönes für besondere Anlässe; Kleine Köstlichkeiten & Desserts; Brot, Brötchen & Herzhaftes unterteilt. Für viele der Rezepte gibt es einen QR-Code, mit dem man zur Videoanleitung gelangt. Einige der Rezepte sind für kleinere Kuchen oder Torten ausgelegt. Hier muss man genau hinsehen, um am Ende nicht erschrocken feststellen zu müssen, dass es nicht für die Gäste reicht. Der Vorteil dieser kleinen Kuchen und Torten ist, dass man gleich zwei oder drei machen kann und die Gäste ohne Sorge von jedem ein Stück genießen können. Auch hier hält sich die Konditorin zurück und macht Backen so einfach wie möglich, dafür aber dennoch besonders lecker und ein bisschen raffiniert.

Mir fällt auf, dass die Autorin keine Mehltypen angibt. Das finde ich ein bisschen schade, denn unterschiedliche Mehltypen ergeben doch auch unterschiedliche Ergebnisse. Da findet sich nur im Theorie-Teil ein Hinweis, welche Sorten sie meist verwendet. Gelatine verwendet sie keine – das kommt mir sehr gelegen. Den Biskuit macht sie anders, als ich ihn bisher kannte – sie trennt die Eier nicht. Und dennoch wird er luftig und so lecker! Wieder etwas gelernt!

Die Ideen sind bunt gemischt und die Mini-Formen (Muffins) von Donauwelle und Maulwurfkuchen finde ich zauberhaft und mega lecker! Die Desserts sind optische Highlights und verwöhnen auch anspruchsvolle Gaumen. Das Kapitel Brot, Brötchen & Herzhaftes hat mich dann restlos überzeugt! Übrigens werden die Brötchen auch ohne Brötchen- oder Muffinform super toll und schmecken extrem gut! Mich freut außerdem, dass es zu jedem Rezept auch ein Foto gibt. Mir ist das immer ganz besonders wichtig.

Ich würde behaupten, mit diesen Rezepten zaubern auch Backanfänger tolle Kuchen, Torten und herzhafte Backwaren. Aber auch wer gern und viel backt kann hier neue Ideen und Varianten für sich finden. Fatmanur hat das Rad nicht neu erfunden, aber aufgepeppt. Mir gefällt das. Deshalb gebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Rezepte mit Raffinesse

Meine neuen besten Rezepte für den Slow Cooker. Sanft & langsam garen
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Vor fünf Jahren habe ich mir das Vorgängerbuch gekauft und bin nach wie vor davon (und vom Slow Cooker) begeistert. Dieser Nachfolger ist ebenfalls toll, für mich aber ein kleines bisschen weniger. Das ...

Vor fünf Jahren habe ich mir das Vorgängerbuch gekauft und bin nach wie vor davon (und vom Slow Cooker) begeistert. Dieser Nachfolger ist ebenfalls toll, für mich aber ein kleines bisschen weniger. Das liegt an den Gerichten, die etwas mehr Aufwand erfordern, weil sie zusätzlich noch zum Überbacken oder kross werden in den Backofen oder unter den Grill kommen. Das ist extrem lecker, aber eben mit zusätzlicher Arbeit und mehr Zeit verbunden, wodurch sich die Autorin ein wenig selbst widerspricht (siehe Vorwort, wenig Zeit in der Küche, dafür mehr mit der Familie). Auch ist ein Großteil vom Theorieteil aus dem ersten Buch übernommen, sowie das Nachwort der Autorin.

Wie im ersten Band sind auch hier die Rezepte sehr schön gestaltet. Es gibt immer ein paar erklärende Worte zum Gericht, hin und wieder ein Tipp extra, eine farblich abgehobene Zutatenliste, eine gut verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, eine tolle Übersicht über Portionen, Topfgröße, Vorbereitungszeit und Kochzeit (bei low und bei high). Auf Angaben zu Kalorien und Nährwerten wurde verzichtet. Für mich ist das okay, andere legen großen Wert darauf. Bei fast jedem Rezept ist auch ein Foto. Ich fände es schön, wenn zumindest ein kleines Bild bei allen Rezepten wäre. Für mich fallen Rezepte ohne Foto fast immer durchs Raster. Ich lasse mich durch Bilder inspirieren und zum Nachkochen anregen. Fehlen diese, bleibt irgendwie auch das Interesse auf der Strecke.

Auch finden sich nur selten Hinweise zu veganen Varianten. Für mich ist das okay, denn ich bin der Meinung, man kann selbst die tierischen Produkte gegen vegane Alternativen austauschen bzw. hält als Veganer gezielt Ausschau nach extra deklarierten veganen Kochbüchern. Ein Kapitel für vegetarische Gerichte ist vorhanden. Sehr nützlich und praktisch finde ich das Kapitel zu Saucen und Brühen. Gerade für diese ist der Slow Cooker geradezu ideal.

Die Geschmacksintensität von Gerichten aus dem Slow Cooker ist umwerfend! Gabriele Frankemölle hat hier wieder wunderbare Rezepte entwickelt und zusammengestellt. Sie ergänzen ihr erstes Buch sehr gut und runden es ab. Die kleinen eingangs erwähnten Kritikpunkte kosten einen Stern, dennoch bleiben hervorragende vier Sterne!

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Veröffentlicht am 03.03.2023

Geballtes Wissen informativ und unterhaltsam zusammengestellt

Alles über Kräuter
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Dieses großformatige Buch hat mich sehr überrascht. Es liefert so viel mehr Informationen, als ich erwartet hätte. Bevor die einzelnen Kräuter vorgestellt werden, erhält man erst mal geballtes Wissen zu ...

Dieses großformatige Buch hat mich sehr überrascht. Es liefert so viel mehr Informationen, als ich erwartet hätte. Bevor die einzelnen Kräuter vorgestellt werden, erhält man erst mal geballtes Wissen zu Anbau und Pflege. Das klingt erst mal normal, aber hier wird wirklich gut und ausführlich auf alles von gesundem Boden, Mulchen, Wurmfarmen, Vermehrung, Unkräutern, Pflanzgefäßen über Gesellschaft mit anderen Pflanzen bis zu Schädlingen und Krankheiten sowie der Ernte behandelt. So gerüstet kann man sich ans eigentliche Lexikon der Kräuter wagen.

Hier findet man zunächst eine alphabetische Übersicht der dann folgenden Portraits der Kräuter. Und auch hier habe ich nicht schlecht gestaunt, denn es finden sich Pflanzen, die ich nicht zu den Kräutern gezählt hätte! Man lernt einfach nie aus! Dazu zählen Buchsbaum, Klette, Nachtkerze, Pfingstrose und die Zwiebel (die hielt ich für Gemüse).

Sehr gefallen haben mir dann auch die anschließenden Kapitel mit Kräutern im Haushalt und natürlich die Kräuterküche. Besonders aufschlussreich und informativ fand ich aber tatsächlich den Einsatz der Kräuter im Haushalt. Die Tipps und Rezepte sind nicht nur für Umweltschützer super, sondern auch für Allergiker und alle, die einfach mal weg von den vielen Chemieerzeugnissen wollen.

Die Rezepte der „Kräuterküche“ allein hätten schon ein tolles Buch abgegeben! Wunderbar und sehr gut erklärt, mit herrlichen Fotos, laden die Gerichte dazu ein, sie sofort nachzukochen (oder auch backen). Die Gewürzmischungen und Marinaden kann man auch bestens in hübschen Gläschen zum Grillfest mitbringen als kleines Geschenk.

Alle Texte sind verständlich geschrieben, die Rezepte gut erklärt. Das Buch steckt zudem voller toller Fotos. Beim Liebstöckel bin ich ein bisschen stutzig geworden, denn meines wächst viel kräftiger und schöner, als das im Buch. Zudem vermehre ich es durch Teilung, nicht durch Samen. Schade finde ich auch, dass ich Oregano mit Majoran zusammen suchen muss, es also unter O im Lexikonteil nicht finde (auch keinen Hinweis dazu – ich muss im Register nachsehen). Dennoch kann ich mich in diesem Buch super gut verlieren und ich werde es tatsächlich immer mal wieder zur Hand nehmen. Nicht nur aufgrund der genialen Rezepte, sondern auch, um nach und nach mehr Kräuter im Garten und in der Küche zu haben.

Von daher – trotz kleiner Kritik die vollen fünf Sterne für dieses großformatige, wunderbare Buch.

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