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Veröffentlicht am 17.01.2026

Nicht nur für Partylöwen!

Partyrezepte von A–Z
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Die Idee ist vielleicht nicht neu, aber die Rezepte finde ich super schön in diesem Buch. Alles geeignet, um die Gäste auf einer Party oder einem kleinen Fest zu verwöhnen und ein mehr oder weniger großes ...

Die Idee ist vielleicht nicht neu, aber die Rezepte finde ich super schön in diesem Buch. Alles geeignet, um die Gäste auf einer Party oder einem kleinen Fest zu verwöhnen und ein mehr oder weniger großes Buffet aufzubauen.

Die Darstellung der Rezepte ist klar strukturiert. Durch Linien sind die einzelnen Bereiche klar voneinander abgegrenzt, selbst die Zubereitungsschritte. Name des Gerichtes, Angabe zu Zubereitungszeiten, ggf. Angabe ob vegetarisch/vegan, Angabe der Menge Portionen, Zutaten aufgeteilt in die einzelnen Komponenten, wenn erforderlich, Nährwerte; Zubereitungsschritte, Tipps und Anmerkungen sowie ein aussagekräftiges Foto bilden eine gekonnte Einheit.

Die Zutaten empfinde ich durchweg als alltagstauglich und gut zu bekommen. Auch die Zubereitung ist selten wirklich anspruchsvoll und zeitraubend. Alles ist gut machbar und das in einem angemessenen Zeitrahmen, um auch mehrere der Rezepte für einen Anlass zuzubereiten. Für jeden Geschmack sollte sich genug finden lassen und gerade auf einer Feier sind ja viele unterschiedliche Geschmäcker gefordert. Auch für kleinere Gesellschaften kann man die Rezepte nutzen. Sie lassen sich gut auch herunterrechnen auf weniger Portionen.

Als schöne Idee empfinde ich auch, dass die Rezepte alphabetisch geordnet sind, eben von A-Z, nicht nach Zutat oder Gang. Dafür sind sie dann im Register sortiert in die Kapitel Alkoholhaltig; Backofengerichte; Desserts & Kuchen; Dips & Saucen; Fingerfood & Häppchen; Fisch & Meeresfrüchte; Fleisch & Wurst; Gebäck (herzhaft); Nudelgerichte; Salate; Spieße; Suppen & Eintöpfe; Vegane Gerichte; Vegetarische Gerichte. Entsprechend sind die Rezepte dann teilweise in mehreren Kategorien zu finden.

Ein wenig schade, gerade für Kochbuch-Sammler und Dr.-Oetker-Fans, finde ich, dass einige Rezepte dieses Buches auch im Buch Desserts von A-Z zu finden sind. Ansonsten ist dieses Buch eine echt tolle Sache, für Anfänger, für Fortgeschrittene, für Partyfans und Kochbuchsammler gleichermaßen. Daher trotz Wermutstropfen die vollen fünf Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Braucht einen sehr langen Anlauf

Minnesota
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Bob Oz kämpft mit seinen Dämonen. Der Tod der dreijährigen Tochter, das Scheitern seiner Ehe, der Rückzug seiner Freunde, all das kann er nur durch Ermittlerarbeit etwas verdrängen. Der Mörder, der offenbar ...

Bob Oz kämpft mit seinen Dämonen. Der Tod der dreijährigen Tochter, das Scheitern seiner Ehe, der Rückzug seiner Freunde, all das kann er nur durch Ermittlerarbeit etwas verdrängen. Der Mörder, der offenbar einen Rachefeldzug gegen Waffenhändler und Drogenbosse führt, hält ihn ordentlich auf Trab. Er scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein.

Mich konnten die Bücher von Jo Nesbø bisher nicht so sehr begeistern. Eine Ausnahme machte Das Nachthaus. Keine Frage, dass ich es einfach noch einmal mit diesem Autor versuchen musste, auch wenn Der König mich wieder unzufrieden zurückgelassen hatte. Ein neuer Serienstart macht eben neugierig.

Der Protagonist Bob Oz erinnert mich an einige andere Figuren aus der langen Reihe von Ermittlern. Verkrachte Existenz, von sich selbst überzeugt, von Dämonen getrieben. Trotzdem hat er etwas, das mich dazu bewegt hat, ihn zu mögen.

Beim Hörbuch verwirren die Perspektivwechsel und Zeitenwechsel von 2016 und 2022 ein wenig. Oder anders ausgedrückt, sie strengen ein wenig an, man muss sehr aufpassen. Daher zieht sich die Story auch etwas in die Länge. Die Nebenschauplätze dürften für weitere Bände wichtig sein, haben mich hier aber leider nur mäßig interessiert. Erst im letzten Fünftel wurde ich wirklich gefesselt und konnte mich für die Wendungen begeistern. Mir ist das zwar dann alles doch zu brutal und blutig, dennoch finde ich die Idee schon neuartig. Grausen kommt definitiv auf.

Es ist schwierig. Schlecht finde ich das Buch diesmal nicht. Aber es hallt eben nach dem langen Anlauf dann auch nicht lange nach. Die Ideen sind gut, erreichen mich aber nicht so sehr, wie ich das gerne hätte. Selbst der geniale Sprecher David Nathan kann keinen Extra-Stern drauflegen. Daher bleiben drei Sterne. Und die Erkenntnis, dass Das Nachthaus wohl doch einfach nur eine Ausnahme war.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Mit Zahlen Spaß haben im Comic-Stil

Rechnen NERVT! – Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1)
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Die Idee mit NERVT funktioniert offensichtlich prima. Nach bisher bereits vier Büchern ums Lesen ist nun hier das erste Buch ums Rechnen. Die Namen der Tierchen und Personen für Erwachsene schon lustig, ...

Die Idee mit NERVT funktioniert offensichtlich prima. Nach bisher bereits vier Büchern ums Lesen ist nun hier das erste Buch ums Rechnen. Die Namen der Tierchen und Personen für Erwachsene schon lustig, für Kinder dürften die Wortwitze ein bisschen schwerer zu erkennen sein.

Die Zeichnungen sind witzig, die Aufgaben abwechslungsreich und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass das Kind immer wieder mal ein Erfolgserlebnis hat und nicht nur drückend schwere Aufgaben lösen muss. Dabei werden auch unterschiedliche Fähigkeiten geschult. Beispielsweise beim Zählen der Geräusche, die unterschiedlichen Dingen zugeordnet werden müssen. Hier ist Konzentration wichtiger, als Rechenkunst. Oder die Frage zu den Öffnungszeiten. Hier ist das Verstehen der Frage und der Angaben im Mittelpunkt. Alle einzelnen Aufgaben sind dem Rechnen insgesamt förderlich und sehr bunt gemischt. Das kommt der kindlichen Spielfreude sehr entgegen.

Die Aufgaben mit einer durchgehenden Geschichte zu verbinden, finde ich sehr schön. Das fördert automatisch den Drang des Kindes, weiter dran zu bleiben und zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Für Fans der Vorgänger-Bücher zum Thema Lesen findet sich ein ganz besonderer kleiner Leckerbissen, denn unsere Karoline Kneberwecht ist Kundin im ALLES-MARKT.

Ich finde das Buch sehr gelungen und hoffe, die Kinder merken wie Konstantin, dass Zahlen immer und überall um uns herum sind und richtig Spaß machen können. Wer weiß, vielleicht folgen ebenfalls noch weitere Bände, wie bei Karoline? Fände ich gut! Fünf Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Entspricht nicht dem, was ich erwartet hatte

Gemüsepower
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Erwartet hatte ich mir bei diesem Buch eine Art Unterstützung, den Anbau im eigenen Gärtchen zu maximieren. Bekommen habe ich etwas völlig anderes.

Die Kapitel Los geht’s Von Februar bis Mai; Pflegen ...

Erwartet hatte ich mir bei diesem Buch eine Art Unterstützung, den Anbau im eigenen Gärtchen zu maximieren. Bekommen habe ich etwas völlig anderes.

Die Kapitel Los geht’s Von Februar bis Mai; Pflegen & Ernten Von Juni bis August; Ernten & Neue Beete Von September bis Oktober; Wintergemüse & Planung Von November bis Januar teilen das Gartenjahr in vier Teile ein. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man wie Lucia Schauerhammer insgesamt 4.500m² oder ein paar Gartenbeete bewirtschaftet.

Bei manchen gewählten Worten oder Ausdrücken musste ich echt schmunzeln. Ganzheitlichkeit bei Gartengeräten? Okay. Gemeint ist jedoch, dass man checken soll, ob alle Gartengeräte funktionstüchtig sind. Die Tipps zielen auf echte Selbstversorgung, teils sogar auf die Versorgung der halben Nachbarschaft ab. Dazu muss man aber nicht nur den großen Garten, sondern auch mindestens ein möglichst beheizbares Gewächshaus und jede Menge Zeit haben. So neben Haushalt, Job und Familie ist das kaum bis gar nicht umsetzbar, schon gar nicht ohne Hilfe. Für die aufgezählte Ausstattung muss man übrigens auch ordentlich in die Tasche greifen!

Als eine Art To-Do-Kalender kann man das Buch leider ebenfalls nur bedingt einsetzen. Als Beispiel möchte ich hier anführen, dass die Autorin die Kartoffeln ab Anfang April in den Boden stecken will, aber erst da erwähnt, dass diese vorgetrieben sein müssen. Wann und wie? Wird nicht erwähnt. Solche Dinge ärgern mich dann doch schon arg. Die To-Do-Listen sind somit unvollständig. Auch werden die einzelnen Punkte nicht intensiver erklärt oder behandelt. Ganz klar, wer so richtig einsteigen will, wird nicht allein mit diesem Buch auskommen und sich weitere Lektüre zum Thema besorgen müssen, die tiefer auf die einzelnen Bereiche eingeht. Dennoch hätte ich mehr echte Information erwartet.

Die vielen Fotos sind gelungen, aber wäre Lucia weniger oft darauf zu sehen und würde sie beispielsweise den Rasen nicht ausgerechnet mit einem Aufsitzmäher mähen, wäre sie wesentlich glaubwürdiger und sympathischer. Auch wiederholen sich einige Bilder. Immer wieder wird in Klammern auf eine andere Seite hingewiesen, sodass man ständig am Hin- und Herblättern ist. Die wenigen Rezepte an den Kapitel-Enden sind lieb gemeint, retten meine Stimmung dann aber doch nicht mehr. Beim Thema Geflügel war ich dann ganz raus. Das ist erstens nicht überall erlaubt und zweitens definitiv nur für ganz wenige Gartenfans möglich. Mir werden zudem zu wenige Pflanzen vorgestellt und die wenigen sind dann doch eher exotisch. Auch fällt die Information, welche Pflanzen sich gegenseitig unterstützen und welche sich nicht vertragen, erschreckend kurz aus. Am Ende empfinde ich das Buch einfach nur als Vorstellung des Gartens und des Projektes der Familie Schauerhammer. Für Otto Normalverbraucher ist da wenig Spielraum, ähnliches auf die Beine zu stellen. Schönes Buch, aber der Nutzen für die breite Masse ist mager. Anfänger können mit einem so großen Garten gar nichts anfangen, Fortgeschrittene wissen schon alles, was hier beschrieben wird. Schöne Bilder allein lösen bei mir keine Jubelstürme aus. Daher leider nur zwei Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Etwas überfrachtet und zäh

Wem du traust
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Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, springt immer wieder als Babysitter für den kleinen Linus ein. Eines Nachts bringt Daniel sie nach Hause, doch am nächsten Tag ruft Susanne aufgelöst ...

Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, springt immer wieder als Babysitter für den kleinen Linus ein. Eines Nachts bringt Daniel sie nach Hause, doch am nächsten Tag ruft Susanne aufgelöst an und fragt, wo Sofia ist. Trotz intensiver Suche bleibt Sofia verschwunden. Nach und nach gerät Eva ins Zweifeln. Was hat Daniel mit Sofias Verschwinden zu tun?

Die Kurzfassung des Inhalts erinnerte mich sofort stark an Happy New Year von Malin Stehn. Dennoch wollte ich mich überzeugen lassen, dass der Plot hier besser umgesetzt wurde. Da mir sämtliche Figuren nicht sonderlich sympathisch waren, blieb mein Abstand emotional leider sehr groß. Selbst Eva, die in einer Perspektive als Erzählerin auftritt und die Geschehnisse im Präsens erzählt, wodurch man als Hörer oder Leser eigentlich besonders stark mit einbezogen werden soll, gewinnt mich nicht komplett für sich. Das ist krass, denn so kann ich nur bedingt mit ihr fühlen. Ob das an der Sprecherin Sarah Dorsel liegt, kann ich nicht beurteilen. Deren Stimme mag ich eigentlich echt gern und ich habe auch nichts an der Art, wie sie die Story einliest, auszusetzen. Am meisten verbunden fühlte ich mich tatsächlich mit der Ermittlerin!

Die verschiedenen Perspektiven beleuchten das Verschwinden von Sofia von unterschiedlichen Seiten. Das versorgt Leser und Hörer mit einem Gesamtpaket von Informationen. Solange aber bei mir keine Emotionen geweckt werden, fühle ich mich nicht so sehr gut unterhalten. Die Entwicklung der Story tritt stellenweise arg auf dem Fleck, geht teilweise nur zäh voran. Über Sofia und ihr Sozialleben erfährt man nach und nach mehr und dieses Wissen macht ihre Mitmenschen arg unsympathisch. Man sieht also, viele mögliche Sympathien kann man auch hier nicht verteilen. Da hat man ganz oft das Gefühl, dass alle nur aneinander vorbei leben, nur an sich selbst denken und auf eigene Vorteile bedacht sind. Egal, was das andere kostet. Lügen, Intrigen, Geheimnisse, davon gibt es viele. So viele, dass es inflationär ist und ins Negative kippt. Diesen Effekt haben auch die erstaunlich vielen Themen, die angeschnitten werden.

Im letzten Viertel gibt es passend dazu enorm viele Wendungen, die für meinen Geschmack zu reißerisch und krass sind. Das macht die Story zu allem auch noch unglaubwürdig und realitätsfern. Ich erwarte von einem Thriller nicht, dass alles absolut realitätsnah ist, aber etwas als hier mehr darf es schon sein. Das Ende ist wirklich mal etwas anderes und für mich fast schon komisch im Sinne von humorvoll. Für zwischendurch oder nebenher ganz nett, aber nichts, das lang im Gedächtnis bleibt und beeindruckt. Daher von mir nur drei Sterne.

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