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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Die Problemlöserin

Tödliches Angebot
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Margo will ein ganz bestimmtes Haus um jeden Preis. Nach langer erfolgloser Suche hat sie nun Pläne, wie sie bekommt, was sie will. Und das ist ganz wichtig, denn ohne Haus kein Kind und ein Kind will ...

Margo will ein ganz bestimmtes Haus um jeden Preis. Nach langer erfolgloser Suche hat sie nun Pläne, wie sie bekommt, was sie will. Und das ist ganz wichtig, denn ohne Haus kein Kind und ein Kind will sie nun mal unbedingt. Also drängt sie sich immer mehr in das Leben des schwulen Paares mit Adoptivtochter, um das erste Angebot abgeben zu können, denn ausschließlich das gewinnt doch! Sie tut, was sie ans Ziel führt und das ist alles, aber nicht nett.

Die Buchbeschreibung verspricht, dass man Margo lieben wird, trotz ihrer üblen Taten. Nun, das kann ich so leider dann doch nicht bestätigen. Sie wirkt auf mich von Anfang an überspannt und geistig nicht so ganz auf der Höhe. Die Besessenheit ist nicht nur unsympathisch, sondern auch wirklich krankhaft. Etwas amüsant sind ihre Ideen auf alle Fälle. Sehr unterhaltsam ist auch, dass sie die Fehler anderer Menschen exakt erkennt, ihre eigenen jedoch nicht.

Irgendwie scheint es jetzt kaum noch ein Buch zu geben, in dem nicht ordinär und überdeutlich über Sex gesprochen werden muss. Das nervt inzwischen ein wenig. Ist nämlich für die Story weder wichtig, noch macht es die Frauen stärker. Auch hier finde ich das völlig fehl am Platz. Nicht jedes Buch muss einen erotischen Touch bekommen.

Der Verlauf der Story ist relativ absehbar, doch durch den einen oder anderen Twist auf gewisse Art spannend. Es vergeht keine Minute, in der man nicht darüber staunt, wie gerissen und bösartig Margo ist. Insofern wünscht man ihr nicht wirklich Erfolg. Bleibt also die Frage, wie ich dieses Hörbuch insgesamt finde. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Rebecca Veil hat als Sprecherin einen großartigen Job gemacht und Margo sehr treffend dargestellt. Auch wenn ich Menschen, die wie Margo rücksichtslos ihr Ziel anpeilen und ihre Vorstellungen mit Gewalt umsetzen, nicht ausstehen kann, wurde dieses Verhalten von Marisa Kashino teuflisch gut beobachtet und in diesem Psycho-Thriller verarbeitet. Daher finde ich meinen Impuls, drei Sterne zu geben, nicht angemessen und erhöhe auf vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Inspiration

Woman Down
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Seit dem Shitstorm um die Verfilmung ihres letzten Bestsellers hat die Schriftstellerin Petra Rose eine Schreibblockade. Wie so oft zieht sie sich in eine abgelegene Hütte am See zum Schreiben zurück und ...

Seit dem Shitstorm um die Verfilmung ihres letzten Bestsellers hat die Schriftstellerin Petra Rose eine Schreibblockade. Wie so oft zieht sie sich in eine abgelegene Hütte am See zum Schreiben zurück und hofft, endlich Inspiration zu finden. Ihre Kollegin Nora holt sie in ihrem Podcast in die Online-Welt zurück. Und dann steht plötzlich Detective Nathaniel Saint vor ihrer Tür. Er könnte direkt aus ihrem neuen Plot gesprungen sein. Und genau das ist das Verhängnisvolle daran!

Von Colleen Hoovers Erstling Weil ich Leyken liebe war ich total begeistert. Erstaunlicher Weise habe ich dann keine Bücher mehr von ihr gelesen und auch erst kürzlich davon gehört, dass sie und ihre Bücher in der Kritik stehen. Die Gründe fand ich etwas seltsam und daher wollte ich mich selbst davon überzeugen und griff zu Woman Down.

Die Plot-Idee gefällt mir außerordentlich gut, die Wendungen sind überraschend und klug gemacht. Hier bin ich wirklich hin- und hergerissen. Die Grundidee ist super, aber ich persönlich brauche diese detaillierten Sex-Szenen einfach nicht. Auch ohne sie hätte man verstehen können, was Sache ist.

Petras Story, wie es zur Schreibblockade kam, empfinde ich als gute Kritik an der Unsitte, dass Lesende übergriffig und persönlich werden in ihrer Kritik am Gelesenen. Hoover stellt gut dar, was das mit Schreibenden macht. Wie sich Petra dann wandelt, finde ich fast schon amüsant und wie Saint auf gewisse Dinge reagiert, typisch männlich, gekränkte Eitelkeit, gekränkter Stolz. Saint selbst hat mich immer etwas verwirrt und unsicher gemacht. Einerseits ist sein Handeln weitestgehend zu verstehen, andererseits geht er oft eindeutig übers Ziel hinaus und lernt nicht daraus. Hoover gibt dem Verhalten aber am Ende eine erstaunliche Logik.

Man könnte die Beziehung der beiden als toxisch ansehen, allerdings bin ich der Meinung, das ist sie gar nicht. Weder ist Petra schwach und unterwürfig, noch sind die beiden Gift füreinander. Es ist einfach nur so, wie Fremdgehen nun mal funktioniert. Das ist nicht romantisch, das ist immer mit Misstrauen und einem gewissen Schmerz verbunden. Es gibt immer Verlierer dabei. Ist das Buch sexistisch? Na, wenn so viel Erotik und Sex drin vorkommt, muss es das ja in gewisser Weise sein, oder? Aber hier wird nicht nur die Frau sexualisiert, sondern auch der Mann. Hier sollte man also mal doch die Kirche im Dorf lassen.

Besonders mag ich die Vermieterin Mari. Die hätte ich trotz allem sehr gern als Nachbarin! Ihr Mann ist knuffig und ein wenig einfältig, aber super herzlich. Saint ist der typische Bad Boy. Petra spielt mit dem Feuer und das macht ihr mehr Spaß, als sie vor sich selbst zugeben will, macht sie aber auch unvorsichtig. Nora ist eine echt gute Freundin und bei gewissen anderen Figuren kann ich aufgrund von Spoilergefahr nichts sagen. Der Schreibstil ist eingängig zu lesen, auch wenn man die eingewebte und sehr gewichtige Erotik nicht mag.

Das Buch ist komplett anders, als ihr Erstling. Ich möchte fast sagen, Weil ich Leyken liebe ist ein Jugendroman und Woman Down ist erwachsen geworden und lebt sich in jeder Hinsicht aus. Schlecht ist das nicht. Es liest sich flott weg, ist nicht langweilig. Und ohne den, wie man heute sagt, Spice fände ich es sogar toll. Spannender Roman? Romantic Thriller? Egal. Von mir jedenfalls tatsächlich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Wenig Neues

Pflück dich glücklich!
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Das Buch bietet jede Menge Lesestoff und damit Informationen rund um alles, was im Naschgarten wachsen kann. Sehr in die Tiefe geht es dabei leider nicht. Vieles wird für mein Verständnis zu oberflächlich ...

Das Buch bietet jede Menge Lesestoff und damit Informationen rund um alles, was im Naschgarten wachsen kann. Sehr in die Tiefe geht es dabei leider nicht. Vieles wird für mein Verständnis zu oberflächlich behandelt, sodass man am Ende noch weitere Literatur heranziehen muss.

Der Inhalt ist unterteilt in die Kapitel Naschgarten; Planung; Gemüse; Obst & Beeren; Kräuter & essbare Blüten; Terrasse, Minibeet, Balkon; Entspannt Gärtnern; Sandras Lieblingssorten; Sandras Gartenjahr. Diese Kapitel sind dann in Unterkapitel unterteilt und informieren über alles von Vorbereitung über Anzucht bis Ernte. Zusätzlich gibt es Step-by-step-Anleitungen und Rezeptideen.

Trotz der vielen Fotos fehlen mir an vielen Stellen noch mehr davon. Gerade bei den Erklärungen der einzelnen Obst-, Gemüse- und Kräuterpflanzen hätte ich gern jeweils mindestens ein Foto. Ebenso bei Schnitttechniken und anderen Arbeitsschritten. Dafür hätte ich auf einen Teil der Fotos der Autorin verzichten können.

Inwieweit mir dieses Buch einen Mehrwert gegenüber meiner bisherigen Erfahrungen und Garten- bzw. Hochbeet-Ratgeber bietet, sehe ich bisher noch nicht. Selbst bei den Gartentricks für entspanntes Gärtnern fehlen mit innovative Ideen. Alles in meinen Augen absolut logisch und auch für Anfänger keine Überraschung. Viele der beschriebenen Möglichkeiten fallen bei mir unter die Rubrik da ist noch Platz! So entstand mein persönlicher Naschgarten und funktioniert bisher prima. Die mir erhofften Erkenntnisse, wie man diese Philosophie etwas professioneller umsetzt und damit noch erfolgreicher ernten kann, fehlen mir leider. Ebenso Informationen zu Frühbeet und Erntezeitverlängerung.

Man merkt definitiv in jeder Zeile, dass Sandra Jägers ihren Garten liebt und diese Liebe an die Lesenden übertragen möchte. Allerdings empfinde ich den Informationswert des Inhalts des Buches als nicht ausreichend, besonders für alle, die schon einen Garten oder Hochbeete besitzen und bepflanzen. Um den bestehenden Garten umzugestalten oder einen Garten auch neu anzulegen, muss man sich beim Lesen jede Menge Notizen machen. Der chronologische Ablauf ist nicht sehr gut abzuleiten. Für mich wird zu wild durcheinander gearbeitet. Mal hier, mal da, mal dieses, mal jenes. Somit muss man hin- und herblättern. Das wiederum birgt die Gefahr, dass man zum falschen Zeitpunkt Arbeiten in Angriff nehmen möchte.

Insgesamt ist das Buch ansprechend, aber für 34 Euro erwarte ich einfach mehr. Daher ist es in meinen Augen im mittleren Bereich angesiedelt und bietet einen fundierten ersten Einblick in das Gärtnern im Naschgarten, womit es von mir entsprechend drei Sterne erhält.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Berührend!

Love and be loved
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Dieses Geschenkbuch steckt voller Liebe und positiver Gedanken. Jeder einzelne Satz hüllt in eine Umarmung, die sagt, Du bist wichtig! Cleo Wade bringt Themen zur Sprache, die uns alle immer wieder beschäftigen. ...

Dieses Geschenkbuch steckt voller Liebe und positiver Gedanken. Jeder einzelne Satz hüllt in eine Umarmung, die sagt, Du bist wichtig! Cleo Wade bringt Themen zur Sprache, die uns alle immer wieder beschäftigen. So ist dieses Buch auch eine Stütze, eine Hilfe, ein Trost, aber vor allem eben die Erinnerung daran, dass man geliebt wird und es so vieles gibt, das man liebt, lieben kann, lieben soll. Und es zeigt nebenbei auch auf, wo man selbst oft vergisst, sanfter zu sich, aber auch anderen zu sein. Ganz ohne moralisch erhobenen Zeigefinger, denn es sind die Worte aus dem Herzen einer Mutter.

Die Illustrationen sind sanft und zart und passen so perfekt zu den Sätzen, die, wie die Autorin am Ende anmerkt, ursprünglich ein Gedicht für ihre beiden Töchter waren. Das spürt man tatsächlich. Es spricht Kinder ebenso an, wie Erwachsene, es ist zeitlos und für jeden. Ich liebe die irischen Segenssprüche und diese Mögest-du-Wünsche erinnern mich sehr daran.

Mich berührt dieses Büchlein sehr. Ganz klare fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Zucchinischwemme? Kein Problem!

Zucchini
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Es ist ja wirklich so – selbst wenn man sonst keinen grünen Daumen hat, die Zucchini wachsen und gedeihen und oft ist schon eine Pflanze so ertragreich, dass man kaum noch weiß, wo hin damit. Da ist ein ...

Es ist ja wirklich so – selbst wenn man sonst keinen grünen Daumen hat, die Zucchini wachsen und gedeihen und oft ist schon eine Pflanze so ertragreich, dass man kaum noch weiß, wo hin damit. Da ist ein Büchlein mit ganz vielen Rezepten für dieses vielseitige Gemüse eine tolle Sache.

Sarah Tischer war mir bisher kein Begriff, aber sie kommt sympathisch und nett rüber. Außerdem ist das Buch nicht mit Fotos von ihr selbst überschwemmt. Dafür gibt es aber tatsächlich zu meiner großen Freude zu jedem Rezept ein Bild. Vorher gibt es aber erst noch Hinweise zu den Rezepten; Kleine Warenkunde; Tipps zu Anbau und Ernte; Zucchini haltbar machen, lagern und einfrieren. Dieser Theorieteil ist informativ und auch sehr interessant.

Die Rezepte sind dann in die Kapitel Vorspeisen, Beilagen & Snacks; Suppen & Eintöpfe; Hauptgerichte aus Topf & Pfanne; Hauptgerichte aus dem Ofen; Brot & Süßes Backen unterteilt, wobei es am Ende jedes Kapitels noch ein Special gibt. Diese sind immer kleine Highlights für mich.

Jedes Rezept startet mit dem Titel und einer kleinen Erklärung oder Geschichte dazu. Danach folgen klassisch die Zutatenliste, die meist für vier Portionen ausgelegt ist, und die Zubereitungsschritte daneben. Fast immer gibt es noch ein paar extra Tipps dazu oder Hinweise, wie das vegetarische Gericht veganisiert werden kann. Weder Angaben zu Zeitbedarf, Schwierigkeitsgrad noch zu Nährwerten findet man. Mich stört das nicht, ich kann mir aber denken, dass viele besonders bei den Nährwerten enttäuscht sein werden. Alle Rezepte sind vegetarisch und die meisten davon lassen sich leicht zu einer veganen Variante machen. Das grüne V kennzeichnet vegane Rezepte, das olivfarbene V zeigt an, dass diese Rezepte schnell und leicht veganisiert werden können.

Die Anweisungsschritte sind sehr leicht verständlich und die Zutaten klassisch und fast alle im Standardvorrat zu finden. Da ich Gemüseschnitzel sehr gerne esse, freue ich mich besonders über das Rezept für Zucchini Sesam Schnitzel. Eigentlich unverständlich, dass ich darauf noch nicht gekommen war! Aber auch die Spaghetti mit Zucchini-Bällchen haben es mir angetan, ebenso der Zucchini-Flammkuchen. Bis zur nächsten Zucchini-Schwemme habe ich noch etwas Zeit. Bis dahin probiere ich noch viele weitere der Rezepte schon mal aus mit Zucchini vom Markt.

Auch Nicht-Vegetarier werden hier viele Gerichte finden, die ihnen schmecken, ganz ohne dass sie das Fleisch vermissen werden. Und hin und wieder ein fleischloser Tag schadet nicht. Wir essen inzwischen erstaunlich oft fleischlos und merken, dass es nur das richtige Gericht braucht, um trotzdem den vollen Genuss zu haben.

Mir gefällt dieses Buch außerordentlich gut. Die Rezepte sind vielseitig und fast schon international. Auch Kochanfänger können sie locker hinbekommen. Ich gebe sehr gern die vollen fünf Sterne!

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