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Veröffentlicht am 01.11.2025

Weihnachtliche Leckereien

Sallys Weihnachtsbäckerei
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Sally ist unbeschreiblich sympathisch und ihre Rezepte sind immer geling-sicher. Da wundert ihr Erfolg nicht. Obwohl ich sie erst vor wenigen Jahren entdeckt habe, freue ich mich immer sehr über Neues ...

Sally ist unbeschreiblich sympathisch und ihre Rezepte sind immer geling-sicher. Da wundert ihr Erfolg nicht. Obwohl ich sie erst vor wenigen Jahren entdeckt habe, freue ich mich immer sehr über Neues von ihr. Ihr kleines Imperium ist erstaunlich und faszinierend. Das neue Weihnachtsbackbuch liegt voll auf meiner Linie.

Der Theorieteil am Anfang ist auch für Backprofis nicht uninteressant. Die Symbole an den Rezepten sind selbsterklärend und helfen, schnell das Wichtigste auf einen Blick zu sehen. Bevor es mit den Kapiteln Ausstecherle; Plätzchen ohne Ausstechen; Weihnachts-Gebäck; Desserts ohne Backofen losgeht, gibt es noch zwei Grundrezepte.

Die Rezepte sind alle mit einem tollen Foto versehen, was mir immer sehr wichtig ist. Nährwertangaben gibt es nicht, dafür natürlich die sinnvoll geordneten Zutatenlisten und gut erklärte Zubereitungsschritte. Außerdem findet man in einem farbig unterlegten Kästchen oder Balken noch hilfreiche Extrahinweise. Ab und an verweisen diese auf ihren Blog und ihre App. Das finde ich etwas weniger nice. Obwohl ich seit vier Jahrzehnten backe, habe ich kein Lochblech. Das wird bei einigen Rezepten empfohlen. Ich backe diese Rezepte auf meinem herkömmlichen Backblech mit Backpapier.

Mein Highlight ist gleich das erste Rezept für die Frankfurter Kränzchen. Die kann man zwar nicht länger lagern, aber für die Kaffeetafel sind sie echt ein Hingucker. Überhaupt mag ich besonders die Rezepte der ersten beiden Kapitel. Auch der Rest ist flott, modern und lecker, trifft aber nicht ganz so ins Schwarze bei mir. Auf alle Fälle decken die Rezepte eine breite Bandbreite an Geschmäckern und Vorlieben ab.

Für mich ein sehr schönes Backbuch, das abzüglich meiner Kritikpünktchen vier Sterne von mir bekommt!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Momente sammeln

Jetzt gerade ist alles gut
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Der namenlose Ich-Erzähler überdenkt das ganze Leben völlig neu, als ein unbedeutender, harmloser Schnitt in den Finger beim Zwiebelschneiden ihn fast das Leben kostet. Er beginnt, Momente zu sammeln und ...

Der namenlose Ich-Erzähler überdenkt das ganze Leben völlig neu, als ein unbedeutender, harmloser Schnitt in den Finger beim Zwiebelschneiden ihn fast das Leben kostet. Er beginnt, Momente zu sammeln und das Leben bewusster wahrzunehmen, bewusster zu leben. Der Leser oder Hörer darf ihn dabei begleiten und mit ihm bereichert werden.

Dies ist so ein kleines Büchlein, das beweist, dass es nicht immer dicke Wälzer sein müssen, um großartige Literatur zu sein. Stephan Schäfer hat mit schon mit 25 letzte Sommer begeistern können und auch mit Jetzt gerade ist alles gut schafft er das wieder. Er trifft mich mitten ins Herz, bestätigt einige meiner eigenen Gedanken und schenkt mir neue, wunderbare zusätzlich.

Eigentlich erzählt er von ganz alltäglichen Momenten, aber er lenkt den Blick anders darauf. Der leicht geänderte Blickwinkel lässt so viel mehr erkennen, als man zunächst dachte. Vielleicht ist der Trick des Lebens tatsächlich, nichts von nur einer Warte aus zu sehen, sondern rundum anzusehen, zu drehen und zu wenden und dadurch zu begreifen.

Die Sprachmelodie ist bezaubernd und auch die kleinen weniger schönen Momente in den Geschichten haben ihre Daseinsberechtigung, ihren Sinn und ihre Wirkung. Man sollte nicht auf eine Katastrophe warten, um sich daran zu erinnern. Und jeden Moment intensiv erleben!

Dass hier eine Reihe einzelner Momente aneinandergegliedert wird, die insgesamt kaum etwas miteinander zu tun haben, macht den Reiz des Buches noch größer. Es sind nicht gerade Kurzgeschichten, aber eben Episoden, die so oder so ähnlich jeder von uns erleben kann.

Ein tolles Buch, das so viel größer ist, als es von außen erscheint. Wie das Leben und die Kernaussage der Story! Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Der Weihnachtsmann kommt

Geschenkt
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Weihnachten steht vor der Tür, auch im Berliner Zoo. Sogar Schnee fällt! Das mag nicht jeder, einige, beispielsweise die Flamingos, fürchten sich sogar. Aber alle warten auf den Weihnachtsmann und Ray ...

Weihnachten steht vor der Tür, auch im Berliner Zoo. Sogar Schnee fällt! Das mag nicht jeder, einige, beispielsweise die Flamingos, fürchten sich sogar. Aber alle warten auf den Weihnachtsmann und Ray bringt es nicht übers Herz, diese Freude zu zerstören, indem er den Tieren sagt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Nur Benni, der herrenlose Bernhardinerwelpe, der Ray heiß und innig liebt, ist ein wenig nervig und anstrengend. Woher kommt der überhaupt? Aber das wird schnell zweitrangig, als es plötzlich Geschenke regnet!

Ich bin beeindruckt, wie viel Wortwitz Moritz Matthies immer wieder einfällt, ohne dass er sich durch Wiederholungen abnutzt. Genauso umwerfend ist, wie Christoph Maria Herbst das verbal umsetzt. Köstlich, immer wieder! Da kommt es fast nicht auf eine sinnige Story an, ich könnte einfach ewig zuhören!

Diese Geschichte ist im Grunde als Vorgeschichte zur Ermittlerkarriere von Ray und Rufus, lange bevor sie den Zoo verlassen mussten. Mir gefallen die Zoobewohner unbeschreiblich gut. Christoph Maria Herbst schafft es erschreckend gut, jedem eine eigene Stimme und damit einen unverwechselbaren Charakter zu geben.

Der weihnachtliche Touch passt genial und ist nicht kitschig, nur sehr erstaunlich. Durch die Suche nach dem i-phone, das der Weihnachtsmann doch ganz sicher für Rufus gebracht hat, konnte Moritz Matthies wunderbar andere Zootiere einfügen und vorstellen. Nebenbei kann Rufus so genial philosophieren. So wird ganz nebenbei aus einer witzigen Story noch ein wenig Lebenshilfe. Und Sozialkritik findet man ohne Frage auch genug!

Die Krönung ist jedoch, wie die Tiere versuchen, Benny nach Hause zu bringen. Da geht jedes noch so harte Herz ganz weit auf!

Hach ja, ich bin merklich begeistert. Dass es deshalb fünf Sterne gibt, dürfte nicht verwundern.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Geht die Sonne auf oder unter?

Sonnenaufgang Nr. 5
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Jonas ist 19 und läuft ein bisschen vor sich selbst davon. Seine Vergangenheit will er nicht an sich heranlassen, das Germanistikstudium hat er hingeschmissen und nun will er Ghostwriter für andere werden. ...

Jonas ist 19 und läuft ein bisschen vor sich selbst davon. Seine Vergangenheit will er nicht an sich heranlassen, das Germanistikstudium hat er hingeschmissen und nun will er Ghostwriter für andere werden. Seine erste Klientin ist die alternde Filmdiva Stella, die sich die Erinnerungen so zurechtlegt, wie es in ihr glamouröses Selbstdarstellungs-Bild passt. Jonas lernt viel über das Leben, über Erinnerungen und sich selbst.

Dieses Buch, auch als Hörbuch, ist unbeschreiblich bereichernd. Natürlich dient Stella an vielen Stellen als Beispiel, wie es nicht richtig ist, doch am Ende stellt man fest, dass genau dieser falsche Weg den richtigen zeigt und das Ziel erreicht wird. Alles hat einen tieferen Sinn und auch die unschönen Momente gehören zum Leben. Und von diesen gibt es in jedem Leben welche, mal mehr, mal weniger.

Alle Figuren in der Story sind unsagbar liebenswürdig. Ob nun die exzentrische Stella, Jonas, Paul, guter Junge, Nessa oder Bentje, ob Haupt- oder Nebenfigur, sie alle ergeben die Story, das Leben, die Erinnerungen. Der Gedanke, dass man zweimal lebt, nämlich einmal in der Wirklichkeit und einmal in der Erinnerung, gefällt mir sehr gut. Spricht man mit anderen über gemeinsame Erlebnisse, kann man tatsächlich feststellen, dass es jeder anders erinnert. Dazu passt, dass die Erinnerung nur einmal echt ist, danach eine Kopie von der Kopie von der Kopie.

Der Verlauf ist vielleicht zum Teil vorhersehbar, aber das schmälert den Genuss kein bisschen. Es ist eine ruhige, sanfte, liebevolle Geschichte, die tief geht und mit Sicherheit lange nachwirkt. Sie kann jedem ein Stückchen Lebenshilfe mitgeben, gerade wenn man traurig ist, aber auch schon vorweg für den Tag, an dem man es mal brauchen könnte. Ich kann gar nicht sagen, wen von den Figuren ich am liebsten mag. Sie sind alle so besonders und so wunderbar, dass man sie so gerne in seiner Nähe hätte.

So unterschiedlich der junge Jonas und die ältliche Stella sind, so viele Gemeinsamkeiten haben sie, ohne es zunächst zu wissen. Wie sich die beiden in ihren zunächst so unterschiedlichen Ausgangspositionen immer mehr annähern, ist faszinierend zu sehen. Es wird dadurch auch gezeigt, wie ähnlich man sich ist, obwohl es nicht so aussieht. Und gemeinsam geht es immer besser. Man kann voneinander lernen, aneinander wachsen und miteinander große Ziele erreichen. Und ab und an ein weißer Elefant. Manchmal muss man ihn übersehen, manchmal über ihn reden. Die Balance macht es aus.

Ein wunderbares Buch, ob gehört oder gelesen. Fünf Sterne plus fünf Herzen!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Da rockt der Backofen!

Einfach geil Backen
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Axel Schmitt ist ein Bäcker mit Leidenschaft, Humor und Rezepten, die man zu Hause bestens selbst hinbekommt. Mir gefällt an diesem Buch das Rock-Thema, mit dem er das Brotbacken vergleicht und umschreibt. ...

Axel Schmitt ist ein Bäcker mit Leidenschaft, Humor und Rezepten, die man zu Hause bestens selbst hinbekommt. Mir gefällt an diesem Buch das Rock-Thema, mit dem er das Brotbacken vergleicht und umschreibt. Es passt so gut! Entsprechend humorvoll und interessant ist dadurch der komplette Theorieteil und man merkt sich die Informationen viel besser. Unterstützt wird das dann noch durch reichlich Fotos, die alles bestens zeigen.

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Axel auf Reisen; Zuckerschock; Nix verschwenden, wiederverwenden; Abgefahrene Backwerke; Das haben wir nicht immer so gemacht – Klassiker neu interpretiert; Snacks. Man sieht, es ist an alles gedacht! Die Rezepte sind überraschend, auf den ersten Blick schon lecker, machen Lust aufs Nachbacken und überzeugen rundum.

Axel Schmitt baut seine Rezepte klassisch mit modernem Touch auf. Titel, Zutatenlisten, die Arbeitsschritte unterteilt in Poolish, falls benötigt, Teig, Topping, Füllung, Hülle oder ähnliches, Back ma’s und hin und wieder einem Tipp und zusätzlichem Foto. Manche Rezepte sind auf die Zutatenliste und die Zubereitungsschritte reduziert, ohne Axel-Schmitt-Note. Das ist schon fast schade! Nährwertangaben gibt es keine. Ist auch besser so!

Die exotischste Zutat bei den Rezepten dürfte das Reismehl sein, aber auch das erhält man im guten Supermarkt oder Drogeriemarkt problemlos. Jeder Geschmack kommt hier auf seine Kosten. Die Rezepte sind innovativ und decken ein super breites Spektrum ab. Anfänger finden hier Rezepte, die gelingen und schmecken, aber auch alte Hasen in der Backstube werden nicht enttäuscht. Auch als Buchgeschenk eignet sich Axel Schmitts neuester Hit. Hier kann man gar nicht anders, als die vollen fünf Sterne zu geben!

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