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Veröffentlicht am 09.06.2022

Kompaktes Wissen rund um das Hochbeet

Hochbeete für jeden Garten: Pflanzen - Pflegen - Ernten
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Schon seit meiner Kindheit gärtnere ich zwar super gern, aber auf meine eigene Weise. Für mich ist Mischkultur schon immer ganz normal – und mit den Hochbeeten ist diese Ansicht wieder viel mehr verbreitet ...

Schon seit meiner Kindheit gärtnere ich zwar super gern, aber auf meine eigene Weise. Für mich ist Mischkultur schon immer ganz normal – und mit den Hochbeeten ist diese Ansicht wieder viel mehr verbreitet worden. In diesem Buch ist alles super übersichtlich und gut verständlich erklärt und dargestellt, was mit dem Anlegen, Bepflanzen und Pflegen von Hochbeeten verbunden ist. Anfänger sowie Fortgeschrittene finden hier Ideen, Anregungen und Tipps, die viele Fragen beantworten und die Erträge erhöhen können.

Die Texte sind so kurz wie möglich und dennoch informativ. Alle Fotos sind passend zu den Themen und verdeutlichen die Texte noch visuell. Der Aufbau des Buches ist sehr sinnvoll – von der Ur-Idee über die Vorteile und Varianten von Hochbeeten über Standort und Fruchtfolge bis zu Pflanzen, die nicht ins Hochbeet müssen und solche, die ideal dafür sind, ist alles vorhanden. Am Ende findet sich noch ein „Jahres-Arbeits-Kalender“, der auf einen Blick alles zusammenfasst.

Natürlich ist mein Lieblingsteil des Buches der mit den Portraits von Gemüse und Kräutern, die sich besonders wohl im Hochbeet fühlen. Hier erfährt man jeweils alles von der Aussaat bzw. dem Vorziehen bis zum Einpflanzen, der Pflege, dem Wachstum und der Ernte. Zusätzlich gibt es fast immer noch Hinweise oder Tipps.

Ob man ein kleines Hochbeet hat oder ein großes, ob man eins oder mehrere bepflanzen möchte – das Buch hilft bei der Entscheidung, was und wie man pflanzt. Und ich wage zu behaupten, dass man sehr schnell mehr als ein Hochbeet haben möchte, denn es ist super bequem, praktisch und die Ernte ist eindeutig größer – und Erfolg macht bekanntlich süchtig!

Für mich ist dies ein gelungenes Nachschlagewerk, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt. Die Reihe „Land & Werken“ vom Heel-Verlag überzeugt eben immer wieder. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 07.06.2022

Gleichstand

Gwendys letzte Aufgabe
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Seit ihrer Kindheit spielt der Wunschkasten eine große Rolle in Gwendys Leben. Immer wieder muss sie für Mr Farris auf ihn aufpassen, doch diesmal ist ihre Aufgabe unermesslich groß. Der Wunschkasten ist ...

Seit ihrer Kindheit spielt der Wunschkasten eine große Rolle in Gwendys Leben. Immer wieder muss sie für Mr Farris auf ihn aufpassen, doch diesmal ist ihre Aufgabe unermesslich groß. Der Wunschkasten ist zu mächtig geworden und hat eine immense Zerstörungswut. Doch nicht nur das – er hat auch mächtige Helfer gewonnen. Gwendy muss die Welt retten, doch der Preis dafür könnte hoch sein …

Ich gebe zu, der erste Band um Gwendy und den Wunschkasten hat mir am besten gefallen. Dieser letzte Band beinhaltet ein paar Punkte, die mich innerlich aufstöhnen ließen. Vermutlich werden sich viele Leser genau darüber freuen, für mich sind sie leider eher Grund zur Enttäuschung. Auch wenn das typisch für King ist und im Grunde auch die Erklärung für viele offene Fragen ist, hätte ich es mir einfach anders gewünscht. So oft sich King neu erfindet und neue Wege beschreitet, hier kehrt er an einen Punkt zurück, den ich nicht als seinen besten sehe. Doch wie gesagt, die Mehrheit der Fans wird das genau anders sehen.

Ansonsten gefällt mir sehr, wie Gwendy immer wieder Kraft und Mut findet, die ihr gestellten Aufgaben zu meistern. Ihre Entwicklung ist nicht selbstverständlich, aber großartig. Das Ende ist gleichzeitig überraschend, als auch vollkommen logisch und in sich stimmig. Im Grunde möchte ich sagen, dass man das am Anfang schon hätte wissen können oder gar müssen, wenn man wie ich alle Bücher Kings gelesen hat und seine Art, seinen Stil und seine Tricks kennt. Dennoch hat er mich völlig überrumpelt und mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Auch das ist typisch King, oder?

Das Setting ist hier sehr speziell. Die Querverweise (wovon eben ein paar der Grund meines „Unmutes“ sind) werden King-Fans mehr oder weniger stark auffallen. Ob Neulinge etwas damit anfangen können, bezweifle ich stark. Am Ende des Buches kam mir gar nicht die auffälligste Verbindung in den Sinn, sondern „Erhebung“. Das hat mich dann sogar wieder ein wenig mit der Geschichte versöhnt. Dass King und Chizmar hier auch ein bisschen die Pandemie verarbeiten, finde ich richtig und gut.

Trotz allem freue ich mich auf weitere Werke des Autors, der mich so viele Jahre schon mit seinen Büchern begleitet und mal mehr, mal weniger begeistert, der aber immer authentisch ist. Ich gebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Salate modern und alles andere als langweilig

Salate zum Sattessen
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Salat ist einfach nur, Zeugs zusammenwürfeln und mit Dressing vermischen? Jo, könnte man so sehen. Der Trick liegt aber darin, die richtigen Zutaten zu kombinieren. Kann man einfach selbst ausprobieren, ...

Salat ist einfach nur, Zeugs zusammenwürfeln und mit Dressing vermischen? Jo, könnte man so sehen. Der Trick liegt aber darin, die richtigen Zutaten zu kombinieren. Kann man einfach selbst ausprobieren, stimmt. Aber so die eine oder andere Anregung und Idee findet man immer bei anderen. Und Tanja Dusy hat hier wunderschöne Ideen zusammengestellt, die mir schon beim Blättern nicht nur Appetit, sondern gleich Hunger machen!

Die Zutaten sind nicht sonderlich ausgefallen und dürften keine Schwierigkeiten beim Einkauf machen. An jeden Geschmack ist gedacht, auch wenn auch hier nicht jedem alles schmecken wird. Das fängt bei mir schon bei der Avocado an – die mag ich einfach nicht. Aber zur Not wird der Grüne Nudelsalat mit Schinken eben ohne sie gemacht. Und den Tofu ersetze ich durch das, was mir gerade passend erscheint – mal Käse, mal Schinken, mal Fleisch, mal gar nichts!

Aufgeteilt sind die Rezepte in die Kategorien „ganz pur“, „ganz klassisch“ und „ganz kreativ“. Der Aufbau ist, wie man das mag – neben einer Zutatenliste sind die Zubereitungsschritte aufgeführt. Zum aussagekräftigen Foto werden auch immer eine „Prise Magie“ und/oder eine „Zauberformel“, also spezielle Extra-Tipps, die speziell zum Rezept passen, geliefert. Das ist humorvoll und fröhlich aufgemacht und spricht mich sehr an. Zwischendurch tauchen noch Doppelseiten auf, die einige zusätzliche Informationen, Tipps und Tricks zu Salaten und Dressings bieten.

Für Eilige sind die Rezepte eher nichts, denn eine halbe Stunde ist fast immer das Minimum, das für die Zubereitung erforderlich ist. Bei einigen Rezepten kommt noch Zeit fürs Marinieren oder Ziehen dazu, wodurch schnell mehr als eine Stunde benötigt wird.

Ich finde die Zusammenstellung, sowie die Aufmachung, sehr gelungen. Noch dazu ist das Buch handlich und kommt ohne große Selbstdarstellung oder Selbstinszenierung der Autorin aus. Das mag ich! Man mag sagen, es ist ein sehr dünnes Kochbuch, doch für mich ist genau das der Vorteil, denn so verzettelt man sich nicht zwischen endlos vielen Vorschlägen und kommt schneller auf den Punkt. Ja, für mich ist dieses Rezeptbuch rundum gelungen und deshalb gebe ich fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Das kennt jeder – und so geht’s richtig!

Das große kleine Buch: Das Wiener Schnitzel
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Vermutlich ist dies das bekannteste Gericht überhaupt: Das Wiener Schnitzel oder aus anderen Fleischsorten als Kalb dann das Schnitzel Wiener Art. Es muss toll aussehen, die Panade muss fluffig sein, das ...

Vermutlich ist dies das bekannteste Gericht überhaupt: Das Wiener Schnitzel oder aus anderen Fleischsorten als Kalb dann das Schnitzel Wiener Art. Es muss toll aussehen, die Panade muss fluffig sein, das Schnitzel dünn und dennoch saftig – und für mich ist es eine Sünde, wenn mir jemand Soße draufklatschen will! Himmel, das zerstört doch die tolle Panade!

Dieses Büchlein erzählt die Geschichte des leckeren Fleischgerichtes, erklärt die Zubereitung, die Unterschiede in den regionalen Arten und gibt Auskunft über Fleischsorten und Beilagen.

Wichtig mag das alles nicht sein, aber es ist sehr interessant, gerade für Kochfans und Fleischfans. Die Zubereitung wird Schritt für Schritt sehr ausführlich erklärt und es wird auch über die Fehler, die man dabei machen kann, eingegangen.

Für mich ist erstaunlich, dass nur am Rande von der bei uns immer wieder so hochtraditionell und deshalb wichtig hingestellten „Wiener Garnitur“ gesprochen wird. Diese besteht aus Sardelle, Kaper und Zitrone. Und siehe da – der österreichische Autor Jakob Maria Berninger selbst sagt, dass dies nicht jedermanns Sache ist. Wunderbar – mir reicht der Schnitz Zitrone völlig!

Die vorgestellten Varianten Pariser Schnitzel, Mailänder Schnitzel, Cordon Bleu und Schnitzel Holstein sollte man definitiv auch mal probiert haben!

Wie immer, so ist auch dieses „Kleine große Buch“ ein kleiner Wissensschatz. Es lohnt sich und macht Freude, diese Büchlein zu sammeln und sich eine kleine Bibliothek mit Wissen anzulegen. Es ist quasi das Pendant zu den Was-ist-Was-Büchern für Kinder. Ich bin mal wieder total begeistert und gebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Großartige Idee, kleine Schwäche – dennoch super Unterhaltung

Schreib oder stirb
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David Dolla ist Literaturagent und gerät unvermittelt in eine kuriose Situation – ein Häftling bekennt sich der Entführung der kleinen Pia, verrät ihren Aufenthaltsort aber nur dann, wenn Dolla seine Story ...

David Dolla ist Literaturagent und gerät unvermittelt in eine kuriose Situation – ein Häftling bekennt sich der Entführung der kleinen Pia, verrät ihren Aufenthaltsort aber nur dann, wenn Dolla seine Story schreibt und einen ein-Million-Dollar-Vertrag für die Veröffentlichung an Land zieht. Dieser glaubt kein Wort und lehnt dankend ab, doch da wird seine große Liebe überfallen und liegt im Koma. Die Nachricht löst viele unerwartete Ereignisse aus und Dolla landet quasi mitten in der Geschichte, ohne zu wissen, wohin sie führt. Nur eines ist sicher – nichts ist so, wie Dolla dachte!

Ein wenig störend sind die vielen Vergleiche. Gefühlt jeder vierte Satz besteht aus einem solchen. Zwar sind sie bildhaft und schon witzig, aber in dieser inflationären Nutzung lässt es mich innerlich dann doch irgendwann nur noch aufstöhnen.

Dennoch ist „Schreib oder stirb!“ ein amüsanter und zugleich spannender Thriller mit gelungenen Ideen, Twists und Zusammenhängen. So sehr ich mich wundere, dass Fitzek schneller schreibt als andere lesen (ich bin noch immer nicht sicher, ob er tatsächlich eine Einzelperson ist oder eher „Frontmann“!) und ich staune, dass manche Bücher super, andere total daneben sind und ich nie weiß, was mich bei ihm erwartet, diesmal war es keine Zeitverschwendung, sondern – bis auf die Vergleiche – richtig gelungene Unterhaltung.

Ich fand „Der erste letzte Tag“ sehr gelungen und urkomisch, trotz aller Tragik. Deshalb hatte ich etwas Ähnliches erwartet. Hier kommt aber Beisenherz mit seinen Vergleichen zu stark durch. Das ist anfangs lustig, wird aber mit der Zeit anstrengend. Dennoch schlägt Fitzek durch mit seiner Art, Fallstricke zu legen, den Leser zu verwirren, falsche Fährten zu legen und unerwartet alles zu drehen – und das auch noch ziemlich logisch und in sich stimmig.

Ich mag Experimente und ich mag es, wenn jemand aus seiner Schiene herausgeht, sich dabei aber dennoch treu bleibt. Ich mag schrägen Humor und ich mag Thriller. Aber besonders mag ich es, überrascht zu werden. Das ist gerade im Bereich Thriller gar nicht mehr so einfach – irgendwie war immer alles schon mal da. „Schreib oder stirb!“ ist erfrischend anders, wenn auch teils nervig (aber das bin ich selbst auch – passt also bestens). Ich kann deshalb nur einen Stern abziehen und gebe damit vier Sterne. Kleiner Tipp: Einfach mal auf ein Experiment einlassen, alles andere vergessen und sich in die Story fallen lassen. Es lohnt sich!

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