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Veröffentlicht am 01.08.2023

Anders als erwartet...

Jeder Tag für dich
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Das Cover zeigt uns eigentlich den Zustand von Mary, als wir sie im Buch kennenlernen, seit 7 Jahren steht sie Tag für Tag am Londoner Bahnhof Ealing Broadway mit dem Schild "Komm nach Hause, Jim".
Mary ...

Das Cover zeigt uns eigentlich den Zustand von Mary, als wir sie im Buch kennenlernen, seit 7 Jahren steht sie Tag für Tag am Londoner Bahnhof Ealing Broadway mit dem Schild "Komm nach Hause, Jim".
Mary O'Connor steht jeden Tag am Londoner Bahnhof Ealing Broadway und stellt sich mit einem Schild hin um nach ihrem Jim zu suchen, der sie einfach so verlassen hat und dann kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Mary gibt aber die Hoffnung nicht auf, weil sie an sich und Jim glaubt, aber es gibt ein Liebespaar mehr wie Mary es in Erinnerung hat.
Mary und Jim - das ist in Marys Erinnerungen ein Traumpaar gewesen, aber je weiter man in die Geschichte vordringt, desto weiter erlebt man, wie schwierig das alles war und wie schön es sich Mary nur zeichnet.
Der Schreibstil von Abbie Greaves hat etwas sogartiges, als Leser leidet man mit den Charakteren, man teilt sich die Emotionen mit ihnen. Marys Geschichte teilt sich in die Gegenwart und die Vergangenheit und so erfahren die Leser viel über alle Charaktere, aber besonders eben über Jim und Mary.
Aber auch der zweite Handlungsstrang mit Alice und Kit ist sehr interessant, vor allem weil man dadurch vieles aus der Beobachterperspektive erfährt.
Die Geschichte ist in zwei Ebenen geteilt, in der einen erfahren wir die Gegenwart, in der Mary lebt und nach Jim sucht, aber dann erfahren wir auch, wie die Lebensgeschichte sich zwischen Jim und Mary entwickelt hat, das ist dann die andere Ebene im Buch. Beide Ebenen sind gut durch die Kapitel getrennt und so muss man nicht überlegen, in welcher Ebene man sich gerade befindet.
Abbie Greaves zeichnet neben Mary auch die anderen Charaktere mit viel Liebe und auch mit Tiefgang, so dass man auch mit den Nebendarstellern im Buch wirklich greifbar gemacht bekommt.
Ein grosses Minus an dem Buch ist allerdings das Ende. Keine Angst, hier wird nicht gespoilert, aber
irgendwie ist das Buch mit einem recht offenen und auch traurigem Ende für den Leser, was auch nicht so ganz das ist, was man als Leser erwartet.
Trotz des Endes kann man sagen, dass das Buch sich wirklich gut lesen lässt, es fesselt einen und

Fazit:
Jeder Tag für dich ist definitiv anders als eine klassische Liebesgeschichte, weil wir uns hier in einer völlig anderen Konstellation wiederfinden. Mary und Jim habe eine Liebesgeschichte, die einfach nicht so klassisch ist und dann zerbricht sie unter sehr komischen Umständen, es gibt im ersten Moment kein echtes Ende, bis Alice und Kit die Sache in die Hand nehmen und erfahren, was wirklich passiert ist.
Das Buch ist ein echter Paigeturner mit einem schönen Schreibstil und wirklich schönen und traurigen Momenten, aber leider schafft man es nicht, es bis zum Ende zu geniessen, weil das Ende einfach unerwartet und nicht so abzusehen ist.

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Veröffentlicht am 25.05.2023

Ein modernes Märchen als Jugendbuch...

Cinder & Ella
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Das Cover ist an sich sehr schlicht gehalten, aber es muss auch nicht viel zeigen, weil die Geschichte in dem Buch ist einfach nur besonders.
Ella führt einen Blog über Bücher und Filme, den sie mit viel ...

Das Cover ist an sich sehr schlicht gehalten, aber es muss auch nicht viel zeigen, weil die Geschichte in dem Buch ist einfach nur besonders.
Ella führt einen Blog über Bücher und Filme, den sie mit viel Leidenschaft betreibt und da ist dieser einer Kommentator, der sich Cinder nennt, der ihr Chatfreund wird. Beide schreiben miteinander, aber plötzlich reisst der Kontakt ab. Was Cinder nicht weiss, Ella hat einen schweren Unfall, verliert dabei ihre Mutter und muss nach dem Unfall zu ihrem Vater und seiner neuen Familie ziehen, womit aber der Ärger erst richtig beginnt...
Über Cinder weiss Ella nichts, auch nicht, dass er einer der gefragtesten aufgehenden Sterne am Hollywoodhimmel ist, aber Cinder tut auch alles, um das vor Ella gemein zu halten.
Als Ella Cinder wieder eine E-Mail schreibt und er erfährt, was in den letzten Monaten los gewesen ist, flammt die Leidenschaft zwischen beiden wieder auf und die Ereignisse nehmen ihren Lauf...
Ella und Cinder ist ein Buch, was wirklich emotional berühret, es hat Tiefgang, aber auch die Momente, wo man als Leser einfach lächeln muss, weil das Geschehen im Buch einfach so wunderschön ist.
Kelly Oram schafft es in ihrem Buch viele Themen sehr gut zu verpacken, da haben wir die familiären Probleme in der "neuen" Familie von Ella, das Mobbing in der neuen Schule, die dunklen Schatten hinter dem Hollywoodhimmel und noch einiges mehr, was aber sich so in die Geschichte einbettet, dass man es nicht als gesondertes Thema sehen würde. An sich ist der Schreibstil sehr schön, er ist klar und gut zu verstehen und auch die Charaktere kommen gut heraus, sie haben alle ihre Tiefen und man fühlt sich einfach wohl in der Geschichte.
Ein kleiner Minuspunkt, deswegen gibt es auch keine volle Punktzahl ist für mich das Ende. Hier kommt kein Spioler, aber das Ende hat mich nicht mehr so gepackt wie die gesamte Geschichte davor, da wären ein paar mehr Seiten schön gewesen.

Fazit:
Cinder & Ella ist ein sehr vielschichtiges Buch, viele Themen werden in der Geschichte verarbeitet, die sich aber gut in die Geschichte einbetten lassen, es wirkt nicht zu überladen, aber gleichzeitig ist es auch ein echter Paigeturner, den man einfach son verschlingt, weil nicht nur der Schreibstil richtig gut gut sondern auch die Geschichte einen in den Bahn zieht.
Das Buch ist definitiv nichts für Jugendliche oder junge Erwachsene mit zarten Gemütern, weil viele Themen sehr emotional tief gehen, was aber auch einfach in die Geschichte passt.
Den Hype um das Buch kann man schon nachvollziehen, es ist wirklich eine Art modernes Märchen, aber fällt am Ende leider etwas ab, was so ein bisschen den Gesamteindruck zerstört.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Einblick in den Gefängnisalltag ...

Gangsterblues
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Zwölf Geschichten über 12 Menschen in einem der härtesten Gefängnisse Deutschland und ein Arzt, der nicht nur mit seiner Arbeit sehr ernst nimmt, sondern auch versucht, die Menschen, die vor ihm sitzen, ...

Zwölf Geschichten über 12 Menschen in einem der härtesten Gefängnisse Deutschland und ein Arzt, der nicht nur mit seiner Arbeit sehr ernst nimmt, sondern auch versucht, die Menschen, die vor ihm sitzen, nicht nur als Verbrecher zu sehen sondern als Menschen mit Vergangenheit, die seine ärztliche Hilfe benötigen. Das betont Joe Bausch auch immer wieder in dem Buch.
Ein guter Einblick in den Alltag einer deutschen Justizanstalt, erzählt durch einen der bekanntesten Gefängnisärzte und Schauspieler Deutschlands - Joe Bausch.
Seine Art des Erzählens sollte man schon mögen, weil sie ist sehr lebensnah und manchmal auch etwas schonungslos, aber so ist auch der Alltag in einer Justizvollzugsanstalt.
Ein Buch, was fesselt, aber auch nachdenklich macht, weil Verbrecher ist eben nicht gleich Verbrecher und das zeigt sich in den 12 Geschichten sehr gut.
Absolut empfehlenswert, nicht nur für True Crime Fans sondern auch für alle, die sich für den Alltag im Knast oder auch für spannende Biografien interessieren.

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Veröffentlicht am 08.04.2023

Humorvoller Einblick in den Pflegealltag...

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren
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Das Cover schaut sehr lustig aus, das Cover fällt auch einfach auf (auch im Buchhandel), auch wegen des Titels. Der Comic-Style hat schon was.
Sybille Bullatschek ist Altenpflegerin in einem Pflegeheim ...

Das Cover schaut sehr lustig aus, das Cover fällt auch einfach auf (auch im Buchhandel), auch wegen des Titels. Der Comic-Style hat schon was.
Sybille Bullatschek ist Altenpflegerin in einem Pflegeheim mit sehr speziellen Bewohnern, die auch so ihre Eigenarten haben. Sie liebt ihren Job und arbeite auch gerne in ihrem Heim mit ihren Kollegen, aber dann taucht der Erbe des Heims - Rüdiger Otterle - auf, der von der Pflege keine Ahnung hat, aber unbedingt "Heim des Jahres" werden möchte. Toller Plot, der zu einem sehr unterhaltsame Buch führt, das man einfach schön zwischendurch lesen kann.
Der Schreibstil von Sybille Bullatschek ist echt toll, man hat sofort Bilder im Kopf und auch die Charaktere sind einfach nur sympathisch. Sybille Bullatschek schafft es, dem Leser Persönlichkeiten zu zeigen, die man einfach nur lieben muss, ob das nun der Hausmeister Sascha, der verwirrten Senior Herrn Bellies oder die liebenswerte Frau Spielmann ist.
Erzählt wird das Buch aus Sicht der Autorin und gliedert sich in 13 recht angenehm zu lesende Kapitel.
Man liest das Buch einfach so weg, weil es einfach so viele witzige Momente hat, trotzdem auch man nachdenklich macht, aber auch wenn es in manchen Momenten etwas übertrieben ist, aber wer jemanden kennt, der selber in der Pflege arbeitet, wird das Buch sehr gut nachvollziehen können.

Fazit:
"Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren" ist ein Roman für alle, die sich gerne mal auf eine unterhaltsame Art einen Einblick in ein Pflegeheim verschaffen möchte, aber dabei nicht nur die Probleme sehen möchten. Die Geschichte entwickelt sich sehr rasant, trotzdem wird man als Leser nicht überrannt oder überfordert.
Sybille Bullatschek beschreibt mit Humor den Alltag in einem Pflegeheim, der mal chaotisch, aber auch mal etwas angespannt sein kann. Ein kleines Manko ist sicherlich, dass man die grossen Themen in der Pflege wie öfters mal einspringen oder Personalmangel etwas zu wenig repräsentiert, aber das passt sicher auch nicht in ein Buch, das vor allem unterhalten soll und das tut es.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

Neue Perspektiven für True Crime Fans...

Das Leben ist zerbrechlich Teil 1
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Das Cover schaut richtig spannend aus, es zeigt einen leeren Gerichtssaal mit Blick auf den Richterstuhl und den Vernehmungsstuhl, auf den der Richter schaut. Komplett in Schwarz-weiss gehalten ist das ...

Das Cover schaut richtig spannend aus, es zeigt einen leeren Gerichtssaal mit Blick auf den Richterstuhl und den Vernehmungsstuhl, auf den der Richter schaut. Komplett in Schwarz-weiss gehalten ist das Cover, das kann man sich wirklich gut anschauen.
Im Buch werden 16 Kriminalfälle genau beleuchtet, auch aus Sicht von Opfer und Täter, aber auch wird genau auf die Verurteilung eingegangen, warum eben auch die Strafen so verurteilt wurden und dieser Aspekt ist sicher gerade für viele Leser interessant, weil so Urteile nachvollziehbarer werden.
In den Fällen werden verschiedene Konstellationen zwischen Täter und Opfer aufgezeigt, von einem Mord aus Depressionen, einem medial sehr verfolgten Ehrenmord bis hin zu Fällen, in denen die Täter für schuldunfähig befunden werden.
Wolfgang Backen war viele Jahre als Richter tätig und kann daher als echter Kenner des deutschen Rechtssystems bezeichnet werden, aber auch seine Herangehensweise an das Buch ist man etwas anderes. Man erkennt eben, dass da ein echter Rechtshintergrund dahinter steckt und so zeichnet er nicht einfach die Tat nach, er geht auf die Besonderheiten - auch innerhalb der Rechtssprechung - ein und erläutert, sofern bekannt, auch die Vorgeschichten des Täters.

Fazit:
Die 16 besprochenen, teilweise medienbekannten Kriminalfälle sind sehr interessant geschildert, es wird auch die Vorgeschichte und teilweise auch die Lebenswege der Täter beleuchtet und dadurch entsteht, zusammen mit Momenten aus der Hauptverhandlung ein komplettes Bild von der Tat und auch dem Täter, was auch das Nachvollziehen der Urteile sehr einfach macht.
Besonders lesenswert in den 16 Kriminalfälle sind die Begründungen für die Urteile, bei denen man auch mal den Hintergrund des Urteils erläutert bekommt und so auch etwas über das deutsche Rechtssystem erfahren kann, was sicher auch für Kenner von True Crime mal neu ist.
Ein richtig gut geschriebenes Buch mit einem neuen Blickwinkel (eben aus der Sicht eines Richters) auf tatsächlich gefällte Urteile in Deutschland, also ein Buch für alle True Crime Fans und Rechtsinteressierte.

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