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Veröffentlicht am 31.03.2023

Das letzte was die Opfer hören ist ein Wiegenlied

Das Wiegenlied: Thriller
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Endlich ein neuer Fall für die Ermittler in zwei Zeitebenen. Im Mittelalter hat es Bastian mit mehreren Morden an Ordensschwestern zu tun und Oliver muss einen Doppelmord an einem Ehepaar aufklären. Beide ...

Endlich ein neuer Fall für die Ermittler in zwei Zeitebenen. Im Mittelalter hat es Bastian mit mehreren Morden an Ordensschwestern zu tun und Oliver muss einen Doppelmord an einem Ehepaar aufklären. Beide Fälle weisen erstaunliche Ähnlichkeiten auf – was aber zunächst nur dem Leser klar ist.
Die Autorin ist wirklich eine Meisterin in Cliffhangern und baut dadurch eine immerwährende Spannung auf, die einen so in Atem hält, dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann. Schnell hat man einen Verdacht, aber wer Catherine Shepherd kennt, weiß dass er sich auf dem Holzweg befindet und erst ganz am Schluss wird aufgelöst, wie alles zusammenhängt.
Das Wiegenlied Suse, liebe Suse spielt eine große Rolle und auch da erfährt man erst auf den letzten Seiten was es damit auf sich hat. Verdächtige gibt es zuhauf, aber die Spuren verlaufen im Sande. Auch die mystische Verbindung zwischen Bastian und Anna spielt wieder eine Rolle, was mir sehr gut gefällt und was darauf hoffen lässt, dass es weitere Fälle geben wird.
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und war etwas traurig, dass der Fall dann irgendwann abgeschlossen war. Von mir eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 23.03.2023

Ein berüchtigter Serienkiller auf der Flucht

Morddurst
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Das Cover ist sehr aussagekräftig und zeigt ein Werkzeug, welches sich der Killer Richard Dorn zu eigen macht. Nachdem der sogenannte Aderlass-Mörder in den vorherigen Bänden gefasst wurde, sitzt er nun ...

Das Cover ist sehr aussagekräftig und zeigt ein Werkzeug, welches sich der Killer Richard Dorn zu eigen macht. Nachdem der sogenannte Aderlass-Mörder in den vorherigen Bänden gefasst wurde, sitzt er nun im Hochsicherheitstrakt in einem Frankfurter Gefängnis. Und dann gelingt ihm das Unfassbare: er kann fliehen und befindet sich nun auf der Flucht.
Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs und die Fallanalystin Lara Schuhmann sind ihm auf den Fersen und der Gejagte zieht eine blutige Spur durch die Stadt.
Mit seinen 620 Seiten zieht der Autor einen in seinen Bann und man jagt dem Mörder nach, sucht nach Spuren und Hinweisen, aber stellenweise ist es mir zu langatmig. Zumal dies mein erstes Buch von Hecker war und ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass es von Vorteil gewesen wäre, wenn ich die beiden Vorgängerbände gelesen hätte.
Dennoch war es spannend zu lesen, wie der Autor seine ursprüngliche Berufung mit hat einfließen lassen – viel fachärztliches Wissen, gut verpackt und plausibel beschrieben. Man merkt ihm an, dass er mit Leib und Seele Arzt ist und seine Leidenschaft Thriller zu schreiben nimmt man ihm voll ab.
Mich hat er nicht ganz so fesseln können, wie ich es von anderen Thrillern kenne – und es waren für meinen Geschmack etwas zu viele Seiten die gefüllt werden wollten. Aber die Exkursion innerhalb der Geschichte haben mich sehr interessiert. Wie kommt eine Frau dazu, einem Serienkiller Briefe ins Gefängnis zu schicken. Und was macht das mit dem Täter?
Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Abstrichen

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Veröffentlicht am 14.03.2023

Geschichten mitten aus dem Leben

Mathias
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Normalerweise lese ich keine Kurzgeschichten, aber das zarte Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht.
Schon gleich in der ersten Geschichte hatte die Autorin mich abgeholt. Klar und prägnant – ...

Normalerweise lese ich keine Kurzgeschichten, aber das zarte Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht.
Schon gleich in der ersten Geschichte hatte die Autorin mich abgeholt. Klar und prägnant – auf den Punkt gebracht. Geschichten aus dem Leben, heute und früher und alle gut recherchiert. Vor allem die Wendungen, die so manche Geschichte genommen hat, haben mir gut gefallen.
Die Autorin hat eine gute Beobachtungsgabe und ihr gelingt es mühelos, dies in Worte zu fassen und den Leser zu fesseln. Manches hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht und die Geschichten haben mich über den Tag begleitet.
Sie eignen sich gut, für Zwischendurch, als kleiner literarischer Happen. Voller Gehalt und Mehrwert.

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Bilder im Nebel

Elsbeth
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Selten hat mich ein Buch so berührt, dass ich es stellenweise erstmal an die Seite legen musste, weil es mich so bewegt hat und ich das Gelesene erstmal sacken lassen musste.
Der Roman handelt von Elsbeth, ...

Selten hat mich ein Buch so berührt, dass ich es stellenweise erstmal an die Seite legen musste, weil es mich so bewegt hat und ich das Gelesene erstmal sacken lassen musste.
Der Roman handelt von Elsbeth, einer Frau, um die 80, die auf ein bewegtes Leben zurückblickt. Und während sie in der Gegenwart immer mehr in die Demenz abgleitet, erinnert sie sich an ihre Kindheit und Jugend.
So spielt das Buch auf zwei Zeitebenen – einmal im Heute, in ihrem jetzigen Leben mit ihrem Mann Theo, der möchte, dass sie seine Einsamkeit vertreibt und Haus und Garten in Ordnung hält. Der ihr aber gleichzeitig das, was ihr am meisten am Herzen liegt untersagt: nämlich zu malen. Das ist ihre große Leidenschaft und Passion und sie malt so gut, dass ein befreundeter Arzt sie dazu drängt, weiter zu malen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Es kommt einem oft so vor, als wäre das der einzige Mensch, der sie in ihrer Ganzheit und ihrer gesamten Persönlichkeit wahr- und ernstnimmt.
Und während ihr die Tage unter den Fingern zerrinnt, erinnert sie sich an Früher – an den Krieg und an die Vertreibung aus dem Sudentenland. Die Flucht, das mühsame Überleben und an ihre erste große Liebe. An den Neuanfang und an die Familie. So schlimm diese Zeit auch für sie war, es kommt einem fast so vor, dass sie mit Theo an ihrer Seite schlimmere Dinge erlebt und das ist als Leser kaum aushaltbar. Aber man hat auch den Eindruck, dass ihre Demenz sie davor bewahrt den tatsächlichen Zustand ihres trostlosen Da-Seins zu erkennen.
Mich hat das Buch sehr berührt und manchmal war es kaum aushaltbar, vor allem weil man weiß, dass das in dieser Form kein Einzelfall ist.
Ein bewegendes Buch, welches mich noch lange beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Liebe in den Bergen Teil 2

Frühlingsglücksgefühle
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Wer schon „Herbstzeitleuchten“ geliebt hat, ist mit der Fortsetzung gut beraten. Allerdings lässt sich dieser Band auch ohne Vorkenntnisse lesen – allerdings ist es schon schön, auf alte Bekannte aus dem ...

Wer schon „Herbstzeitleuchten“ geliebt hat, ist mit der Fortsetzung gut beraten. Allerdings lässt sich dieser Band auch ohne Vorkenntnisse lesen – allerdings ist es schon schön, auf alte Bekannte aus dem ersten Band zu treffen und mitzuverfolgen, wie es mit ihnen weitergegangen ist.
Diesmal steht Leni im Mittelpunkt – jene Leni, die eine Hütte auf einer Alm betreibt und sich damit einen langgehegten Wunsch erfüllt. Da der Vorbesitzer krank geworden ist, konnte sie die Hütte nun vollständig übernehmen und ist damit auch für die Instandsetzung der Gebäude zuständig und nach einen harten Winter ist einiges zu tun.
Und dann ist da noch eine alte Wunde, die noch nicht verheilt ist und an der sie noch schwer trägt. Eine Enttäuschung aus der Schulzeit, die sie noch immer verfolgt und die wieder aufreißt, als der Verursacher plötzlich in der Tür steht. Ein Handwerker, der ihr geschickt wurde, um die Materialienhütte wieder aufzubauen, die den Schnee nicht gut überstanden hat… und dann bricht alles wieder auf. Alte Geschichten kommen hoch und auch der frühere Freund hat seine Geschichte und seine Vergangenheit.
Ein wundervoller Roman, rund ums Erblühen der Krokussen auf den Almen, um zarte Bande und über eine alte Geschichte, die noch ihre Kreise bis in die Gegenwart zieht. Wird es den Beiden gelingen, die geschlagene Wunde zu reinigen und wird es einen Neuanfang geben?
Der Autorin ist wieder eine wundervolle Geschichte aus der Feder geflossen, die einen alles um einen herum vergessen lässt. Sie hat eine warme Art zu erzählen und eine Szenerie vor dem inneren Auge entstehen zu lassen, dass man längst mitten in den Geschehnissen dabei ist und ein Teil von ihr wird. Ich liebe ihre Art zu schreiben und kann mich voll in die Geschichte fallen lassen – kaum jemand schafft es, mich so an eine Story zu fesseln, dass ich erst wieder zu mir komme, wenn das Buch gelesen ist.
Eine Hommage an das Leben und die Liebe und ein Aufruf, Dinge anzusprechen und zu klären und nichts auf die lange Bank zu schieben. Man kann ihnen nicht entfliehen, sie verfolgen einen auf Schritt und Tritt.

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