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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Verschenktes Potential

Training The Heart
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Nachdem mir Band eins der Reihe richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf die weiteren Geschichten um Familie Ashby gefreut. Der Beginn von „Training the heart“ ließ mich aufgrund des flüssigen ...

Nachdem mir Band eins der Reihe richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf die weiteren Geschichten um Familie Ashby gefreut. Der Beginn von „Training the heart“ ließ mich aufgrund des flüssigen und bildlichen Schreibstils wieder durch die Seiten fliegen. Auch war es schön, zurück bei Familie Ashby zu sein und Wade besser kennen zu lernen.

Wade ist tatsächlich ein wirklich interessanter Charakter, bei dem man aufgrund seiner rauen Schale kaum den sehr weichen Kern vermuten würde. Familie und Freunde stehen bei ihm an erster Stelle, er ist verlässlich und treu. Das mochte ich sehr an ihm. Auch Ivy kann man direkt ins Herz schließen, sie ist ein wahrer Sonnenschein, trotz ihrer schwierigen Familienverhältnisse, Verluste und Trauma.

Leider fehlte mir im zweiten Band die Tiefgründigkeit, die ich noch in Teil eins so gut fand. Auch in Wades und Ivys Geschichte wurde es irgendwann sehr spicy, aber ich empfand die Szenen immer unangenehmer. Konnte ich im Auftakt der Reihe noch gut drüberweg lesen, hat es mich hier nur immer mehr gestört, da die Szenen viel zu häufig waren und mir einfach zu derb. Vor allem dieser Epilog! Es mag Menschen geben, die solche „Praktiken“ feiern, und es soll auch jeder so wie er möchte, so lange niemand verletzt wird, aber ich habe diese Seiten nur überflogen.

Auch wurden mir einige Aspekte, die echtes Potential hatten, Tiefgründigkeit in die Geschichte zu bringen, zu schnell und einfach aufgelöst. Ivys Fruchtbarkeitsprobleme, die sogar an erster Steller der Triggerwarnungen aufgelistet sind, zum Beispiel. Ich möchte hier nicht näher drauf eingehen, um nicht zu spoilern, aber diesen Twist habe ich meilenweit kommen sehen.

Auch wenn ich kein Pferdemädchen bin, waren die Einblicke in das Training mit den Tieren und der ganze Derby-Ablauf sehr interessant. Leider kam auch hier wieder der Spice dazwischen, wodurch alles für meinen Geschmack zu kurz und wenig präsent war.

Es fällt mir sehr schwer, meine Meinung zum Buch wiederzugeben, denn wenn ich an „Training the heart“ denke, habe ich hauptsächlich den unangenehmen Spice und verschenktes Potential im Kopf, was so schade ist!


Fazit

Für mich viel zu viel unangenehmer Spice und verschänktes Potential.


Allgemeines zum Buch

Autor: Paisley Hope
Verlag: blush (Penguin Random House)
Erscheinungsdatum: 17.12.2025
Seiten: 480
Genre: Spicy Cowbow-/Hockey-Romance
Zweiter Band einer interconnected-Reihe
Meine Bewertung: 2/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Gute Denkanstöße, aber leider zu wiederholend

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Der Klappentext von „Der Laden in der Mondlichtgasse“ ließ mich auf zauberhafte Geschichten zum Wegträumen hoffen. Leider konnte mich das Buch aber nicht ganz so sehr begeistern.

Die Geschichten ließen ...

Der Klappentext von „Der Laden in der Mondlichtgasse“ ließ mich auf zauberhafte Geschichten zum Wegträumen hoffen. Leider konnte mich das Buch aber nicht ganz so sehr begeistern.

Die Geschichten ließen sich gut lesen, es gab interessante Einblicke in die japanische Kultur und den Alltag verschiedener Altersgruppen und auch einige Denkanstöße. Jedoch wiederholten sich vor allem die Ideen hinter den einzelnen Geschichten zu sehr, hier hätte ich mir mehr Varianz gewünscht.

Da ich vor allem als Jugendliche viele japanische Animes geschaut habe, konnte ich mir den Alltag vor allem von Schülern in Japan gut vorstellen. Auch in die Mondlichtgasse „verirren“ sich Schüler und der Eindruck von deren Schul- und Sozialleben erkannte ich aus meinen Animes wieder.

Unter den Süßigkeiten, die Koguma in seinem Laden in der Mondlichtgasse verkauft, konnte ich mir nicht viel vorstellen. Hier hat mir das Glossar am Ende des Buchs geholfen.

Die in den einzelnen Geschichten verpackten Denkanstöße liefen im Grunde immer darauf hinaus, dass wir alle mehr mit einander reden sollten. Missverständnisse oder Probleme ließen sich durch einfaches darüber reden aus der Welt schaffen oder kämen gar nicht erst auf. Oft vermutet man selbst nur, wie sein Gegenüber oder sein(e) Partner(in) fühlt und denkt, dabei kann das auch komplett anders sein. Das wurde sehr anschaulich dargestellt, wobei ich es toll fand, dass es durch verschiedene Altersgruppen und Situationen verdeutlicht wurde.


Fazit

Die Geschichten sind kurzweilig und liefern wichtige Denkanstöße und interessante Einblicke in die japanische Kultur und den Alltag unterschiedlichster Altersgruppen. Leider war die Moral in allen Situationen ähnlich, weshalb ich nicht so viel aus dem Buch für mich mitnehmen konnte.


Allgemeines zum Buch

Autor: Hiyoko Kurisu
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 01.09.2025
Seiten: 208
Genre: Roman/Healing Novel/Phantastische Belletristik
Einzelband
Meine Bewertung: 3/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Große Liebe trotz einiger Schwächen

When I fall for you
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"If it makes you happy" war nicht perfekt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber ich habe es so genossen und mich darin so wohlgefühlt, dass es für mich trotzdem ein 5-Sterne-Buch ist.
Es hat ...

"If it makes you happy" war nicht perfekt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber ich habe es so genossen und mich darin so wohlgefühlt, dass es für mich trotzdem ein 5-Sterne-Buch ist.
Es hat mich zum Beispiel irritiert, dass Michelle kaum um ihre Mutter trauert. Ja sie ist sehr "sparsam" mit ihren Gefühlen und macht alles mit sich selbst aus, aber dennoch konnte ich das nicht nachvollziehen. Auch war die Beziehung zwischen ihr und Cliff an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen. Ich wollte beide die ganze Zeit schütteln und sagen, dass sie einfach endlich mal miteinander reden sollen. Auch die eine Sache mit Emily war so vorhersehbar und auch wenn ich verstehe, was dadurch verdeutlicht werden sollte, hätte ich mir einfach was anderes gewünscht, um das darzustellen. Auch war das Thema dann so schnell abgehakt, als wäre es nie gewesen, es hatte keine Konsequenzen für Emily, das fand ich etwas schade. Hier hätte man gut Verantwortungsbewusstsein rüber bringen können.
Ich habe die Wortgefechte zwischen Cliff und Michelle und Cliffs Umgang zu seinen Töchtern so geliebt. Generell ist Cliff ein so toller Book Boyfriend, verständnisvoll, zuvorkommend und einfach liebevoll. Die Geschichte spielt Ende der 90er und es war so erfrischend, dass nicht alle ständig am Handy hingen und es kein Social Media gab. Die Bewohner von Copper Run waren zum Teil schrullige Individuen, aber liebenswert.
Das Ende war so schön und ich habe vor allem den Epilog aus Rockets Sicht gefeiert. Hier werden einige Blicke in die Zukunft geworfen, wobei gleichzeitig einiges unklar bleibt und so jeder für sich die Geschichte weiterspinnen kann.
Herbst Vibes kamen definitv bei mir an und am Ende bin ich sogar richtig in Weihnachtsstimmung gekommen, weil die Geschichte im Dezember endet.

Ich habe das Buch im englischen Original gelesen, es war verständlich und lies sich flüssig lesen.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Konnte mich emotional nicht abholen

Falling Like Leaves
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Die Geschichte von Ellis und Cooper hatte für mich großes Potential, das perfekte Herbstbuch zu werden. Leider hat es mich emotional nicht abgeholt und mich eher enttäuscht.

Die Protagonistin Ellis war ...

Die Geschichte von Ellis und Cooper hatte für mich großes Potential, das perfekte Herbstbuch zu werden. Leider hat es mich emotional nicht abgeholt und mich eher enttäuscht.

Die Protagonistin Ellis war mir schon zu Beginn unsympathisch. Ich finde es toll, dass sie für ihre Träume arbeitet und alles gibt, um ihre Ziele zu erreichen. Dadurch wirkt sie aber unnahbar und ein wenig egoistisch. Das wandelt sich im Laufe der Handlung und sie erkennt, was sie wirklich will und was ihr wirklich wichtig ist. Das hat mir dann gut gefallen.

Auch die Beziehung zwischen ihr und Cooper, mit dem sie vor drei Jahren einen unvergesslichen Sommer verbrachte, war für mich nicht ganz greifbar. Das Hin und Her war mir etwas zu viel, auch wenn ich Coopers Ängste nachvollziehen kann.

Ich mochte, wie die Freundesgruppe und allen voran Jake Ellis in ihre Runde aufgenommen haben, und sie zusammen die typischen High School Erlebnisse durchmachen. Allerdings blieben mir auch hier die Charaktere zu blass, so dass ich keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Auch bin ich kein Fan von Liebesdreiecken, auch wenn es hier gut gemacht war, denn Ellis hat Jake nie etwas vorgemacht und das klärende Gespräch zwischen den beiden war sehr erwachsen und hat mir gut gefallen.

Das Setting in der Kleinstadt Bramble Falls war wirklich schön und ganz besonders die Herbst-Vibes, die durch die vielen saisonalen Aktionen und Feste gefeiert wurden. Maislabyrinth, Apfeltauchen, Kürbisschnitzen, Äpfelpflücken, Kürbisball, Heuwagenfahrt, Erntefeuer, Horrorfilmnacht im Autokino, Herbst-Rallye – „Nirgendwo ist der Herbst so schön wie in Bramle Falls.“ (Zitat Position 195 im ebook).

Es gibt unheimlich viele Parallelen zu Gilmore Girls, einer Serie, die ich sehr liebe. An sich ist das wirklich schön und passt einfach super zum Herbst und zur Geschichte, aber es war mir oft einfach zu ähnlich. Ellis, die im Supermarkt aus Versehen mal etwas mitgehen lies, wie sich sich zum Zeichnen an den breiten Stamm eines Baums lehnt, wie sie eine Drei schreibt und völlig ausflippt und die Tage darauf nur noch mit Lernen verbringt, die schrullige, aber liebenswerten Kleinstadtbewohner – ich hatte beim Lesen oft Rory und die Bewohner von Stars Hollow vor Augen.

Sehr berührt haben mich gegen Ende die Worte von Ellis Mutter, als sie ihrer Tochter von den Schwierigkeiten erzählt, die das Elternsein mit sich bringt und wie sie sich während der Erziehung ihrer Tochter selbst verloren hat. Wie sie im Laufe der Handlung wieder zu sich selbst findet, war sehr schön und da ich selbst Mutter bin, kann ich ihre Worte sehr nachempfinden.

„Und wenn ich es nicht schaffe?“ „Und was, wenn du die Welt im Sturm eroberst?“
Zitat Position 4111 im ebook

Gegen Ende habe ich mir viele inspirierende Stellen markiert, zuvor plätscherte die Geschichte für mich zu sehr vor sich hin. Der Schreibstil war insgesamt angenehm und enthielt eben auch einige Passagen, die zum Nachdenken anregen.


Fazit

Ich liebe High School Geschichten, den Herbst und süße Love Storys. Leider habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr die Zielgruppe von „Falling Like Leaves“ bin. Jüngeren Lesern kann ich das Buch empfehlen, besonders, weil es auch Themen wie Freundschaft behandelt und die eigenen Träume gegen den Einfluss von außen abzugrenzen.


Allgemeines zum Buch

Autor: Misty Wilson
Verlag: Dragonfly
Erscheinungsdatum: 26.08.2025
Seiten: 352
Genre: Young Adult
Einzelband
Meine Bewertung: 3/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Spicy, witzig, tiefgründig

Holding The Reins
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Witz, Charme, Tiefgründigkeit und Spice – und das alles in der Wohlfühlatmophäre der Kleinstadt Laurel Creek. Ich liebe Small Town Romances und hier kommt noch ein bisschen Workplace Romance dazu – die ...

Witz, Charme, Tiefgründigkeit und Spice – und das alles in der Wohlfühlatmophäre der Kleinstadt Laurel Creek. Ich liebe Small Town Romances und hier kommt noch ein bisschen Workplace Romance dazu – die absolut perfekte Mischung. Ich habe es geliebt, wie CeCe und Nash zusammen mit den Einwohnern das Festival organisieren, wie sich alle gegenseitig unterstützen. Der Zusammenhalt der Familie Ashby und die traditionellen Montags-Dinner waren so schön, ich habe mich richtig zuhause gefühlt.

Die Tension zwischen den Protagonisten CeCe und Nash war von Beginn an spürbar und das Lesen hat mir viel Spaß gemacht. Der Schreibstil ist flüssig und bildlich, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es gibt auch etliche Chatverläufe, was eine Geschichte immer noch mehr auflockert.

Paisley Hope hat die perfekte Balance aus leichter Unterhaltung und tiefer, emotionaler Themen geschaffen. Die Charaktere sind komplex und machen neugierig auf die weiteren Bücher, die ich unbedingt lesen möchte. Die Familienmitglieder und FreundInnen sind nicht perfekt, jeder kämpft mit seinen eigenen Dämonen, ist verletzlich und authentisch. Der Verlust des Familienvaters der Ashbys hat eine tiefe Lücke hinterlassen, die deutlich spürbar ist. Da ist aber auch die Dankbarkeit für das, was er für Nash auf sich genommen hat und die Sätze, die er zu seiner Tochter CeCe sagte, haben mir wahrlich Tränen in die Augen getrieben.

„Ich mache mir Sorgen, dass du nicht das bekommst, was du verdienst – und das ist nicht weniger als all das Glück, das in ein Herz passt.“
Zitat Seite 33

Das Buch ist aber auch sehr spicy und explizit, mir waren es insgesamt zu viele spicy Szenen, weil dadurch die emotionale Bindung zwischen CeCe und Nash etwas auf der Strecke blieb und es nur noch körperlich war. Die Intensität und Häufigkeit der Szenen hätten etwas weniger sein dürfen, ohne dass die Geschichte an Leidenschaft verloren hätte. Dennoch war die Anziehung und Vertrautheit zwischen den beiden glaubhaft.

Trotz all des Spice war CeCes und Nashs Geschichte unglaublich emotional. Nash hat in seiner Jugend einen traumatischen Verlust erlitten und leidet noch sehr darunter. Auch CeCe vermisst ihren Vater jeden Tag und diese Verluste kann man wohl nie ganz überwinden. In solchen Moment steht die Welt still. Es gibt einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht und mit dem letzten Satz ein perfektes Ende findet. „… und sich unsere perfekte Welt um uns weiterdreht.“ (Zitat Seite 411.) Am Ende musste ich wirklich kurz schluchzen, weil sich hier ein Kreis schließt, dessen Teile die ganze Geschichte über immer mal wieder da waren und sich dann in seiner Gänze erschließenen.

Auch die optische Gestaltung des Buchs gefällt mir wahnsinnig gut. Es gibt keinen Farbschnitt, aber die hintere Buchklappe kann über die Seiten gelegt werden, wodurch quasi ein Farbschnitt entsteht. Aus dieser Klappe kann man ein Lesezeichen ausschneiden, auf dem „In my Cowbow Romance Era“ steht, ich liebe es.


Fazit

„Holding the Reins“ ist eine spicy Cowbow-/Hockey-Romance, die sowohl zum Lachen bringt, als auch zum Nachdenken anregt und die Seiten zum Glühen bringt.


Allgemeines zum Buch

Autor: Paisley Hope
Verlag: blush (Penguin Random House)
Erscheinungsdatum: 10.09.2025
Seiten: 411
Genre: Spicy Cowbow-/Hockey-Romance
Erster Band einer interconnected-Trilogie
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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