Profilbild von MitKindundBuch

MitKindundBuch

Lesejury Star
offline

MitKindundBuch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MitKindundBuch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Große Liebe trotz einiger Schwächen

When I fall for you
0

"If it makes you happy" war nicht perfekt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber ich habe es so genossen und mich darin so wohlgefühlt, dass es für mich trotzdem ein 5-Sterne-Buch ist.
Es hat ...

"If it makes you happy" war nicht perfekt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber ich habe es so genossen und mich darin so wohlgefühlt, dass es für mich trotzdem ein 5-Sterne-Buch ist.
Es hat mich zum Beispiel irritiert, dass Michelle kaum um ihre Mutter trauert. Ja sie ist sehr "sparsam" mit ihren Gefühlen und macht alles mit sich selbst aus, aber dennoch konnte ich das nicht nachvollziehen. Auch war die Beziehung zwischen ihr und Cliff an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen. Ich wollte beide die ganze Zeit schütteln und sagen, dass sie einfach endlich mal miteinander reden sollen. Auch die eine Sache mit Emily war so vorhersehbar und auch wenn ich verstehe, was dadurch verdeutlicht werden sollte, hätte ich mir einfach was anderes gewünscht, um das darzustellen. Auch war das Thema dann so schnell abgehakt, als wäre es nie gewesen, es hatte keine Konsequenzen für Emily, das fand ich etwas schade. Hier hätte man gut Verantwortungsbewusstsein rüber bringen können.
Ich habe die Wortgefechte zwischen Cliff und Michelle und Cliffs Umgang zu seinen Töchtern so geliebt. Generell ist Cliff ein so toller Book Boyfriend, verständnisvoll, zuvorkommend und einfach liebevoll. Die Geschichte spielt Ende der 90er und es war so erfrischend, dass nicht alle ständig am Handy hingen und es kein Social Media gab. Die Bewohner von Copper Run waren zum Teil schrullige Individuen, aber liebenswert.
Das Ende war so schön und ich habe vor allem den Epilog aus Rockets Sicht gefeiert. Hier werden einige Blicke in die Zukunft geworfen, wobei gleichzeitig einiges unklar bleibt und so jeder für sich die Geschichte weiterspinnen kann.
Herbst Vibes kamen definitv bei mir an und am Ende bin ich sogar richtig in Weihnachtsstimmung gekommen, weil die Geschichte im Dezember endet.

Ich habe das Buch im englischen Original gelesen, es war verständlich und lies sich flüssig lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2025

Konnte mich emotional nicht abholen

Falling Like Leaves
1

Die Geschichte von Ellis und Cooper hatte für mich großes Potential, das perfekte Herbstbuch zu werden. Leider hat es mich emotional nicht abgeholt und mich eher enttäuscht.

Die Protagonistin Ellis war ...

Die Geschichte von Ellis und Cooper hatte für mich großes Potential, das perfekte Herbstbuch zu werden. Leider hat es mich emotional nicht abgeholt und mich eher enttäuscht.

Die Protagonistin Ellis war mir schon zu Beginn unsympathisch. Ich finde es toll, dass sie für ihre Träume arbeitet und alles gibt, um ihre Ziele zu erreichen. Dadurch wirkt sie aber unnahbar und ein wenig egoistisch. Das wandelt sich im Laufe der Handlung und sie erkennt, was sie wirklich will und was ihr wirklich wichtig ist. Das hat mir dann gut gefallen.

Auch die Beziehung zwischen ihr und Cooper, mit dem sie vor drei Jahren einen unvergesslichen Sommer verbrachte, war für mich nicht ganz greifbar. Das Hin und Her war mir etwas zu viel, auch wenn ich Coopers Ängste nachvollziehen kann.

Ich mochte, wie die Freundesgruppe und allen voran Jake Ellis in ihre Runde aufgenommen haben, und sie zusammen die typischen High School Erlebnisse durchmachen. Allerdings blieben mir auch hier die Charaktere zu blass, so dass ich keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Auch bin ich kein Fan von Liebesdreiecken, auch wenn es hier gut gemacht war, denn Ellis hat Jake nie etwas vorgemacht und das klärende Gespräch zwischen den beiden war sehr erwachsen und hat mir gut gefallen.

Das Setting in der Kleinstadt Bramble Falls war wirklich schön und ganz besonders die Herbst-Vibes, die durch die vielen saisonalen Aktionen und Feste gefeiert wurden. Maislabyrinth, Apfeltauchen, Kürbisschnitzen, Äpfelpflücken, Kürbisball, Heuwagenfahrt, Erntefeuer, Horrorfilmnacht im Autokino, Herbst-Rallye – „Nirgendwo ist der Herbst so schön wie in Bramle Falls.“ (Zitat Position 195 im ebook).

Es gibt unheimlich viele Parallelen zu Gilmore Girls, einer Serie, die ich sehr liebe. An sich ist das wirklich schön und passt einfach super zum Herbst und zur Geschichte, aber es war mir oft einfach zu ähnlich. Ellis, die im Supermarkt aus Versehen mal etwas mitgehen lies, wie sich sich zum Zeichnen an den breiten Stamm eines Baums lehnt, wie sie eine Drei schreibt und völlig ausflippt und die Tage darauf nur noch mit Lernen verbringt, die schrullige, aber liebenswerten Kleinstadtbewohner – ich hatte beim Lesen oft Rory und die Bewohner von Stars Hollow vor Augen.

Sehr berührt haben mich gegen Ende die Worte von Ellis Mutter, als sie ihrer Tochter von den Schwierigkeiten erzählt, die das Elternsein mit sich bringt und wie sie sich während der Erziehung ihrer Tochter selbst verloren hat. Wie sie im Laufe der Handlung wieder zu sich selbst findet, war sehr schön und da ich selbst Mutter bin, kann ich ihre Worte sehr nachempfinden.

„Und wenn ich es nicht schaffe?“ „Und was, wenn du die Welt im Sturm eroberst?“
Zitat Position 4111 im ebook

Gegen Ende habe ich mir viele inspirierende Stellen markiert, zuvor plätscherte die Geschichte für mich zu sehr vor sich hin. Der Schreibstil war insgesamt angenehm und enthielt eben auch einige Passagen, die zum Nachdenken anregen.


Fazit

Ich liebe High School Geschichten, den Herbst und süße Love Storys. Leider habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr die Zielgruppe von „Falling Like Leaves“ bin. Jüngeren Lesern kann ich das Buch empfehlen, besonders, weil es auch Themen wie Freundschaft behandelt und die eigenen Träume gegen den Einfluss von außen abzugrenzen.


Allgemeines zum Buch

Autor: Misty Wilson
Verlag: Dragonfly
Erscheinungsdatum: 26.08.2025
Seiten: 352
Genre: Young Adult
Einzelband
Meine Bewertung: 3/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2025

Spicy, witzig, tiefgründig

Holding The Reins
0

Witz, Charme, Tiefgründigkeit und Spice – und das alles in der Wohlfühlatmophäre der Kleinstadt Laurel Creek. Ich liebe Small Town Romances und hier kommt noch ein bisschen Workplace Romance dazu – die ...

Witz, Charme, Tiefgründigkeit und Spice – und das alles in der Wohlfühlatmophäre der Kleinstadt Laurel Creek. Ich liebe Small Town Romances und hier kommt noch ein bisschen Workplace Romance dazu – die absolut perfekte Mischung. Ich habe es geliebt, wie CeCe und Nash zusammen mit den Einwohnern das Festival organisieren, wie sich alle gegenseitig unterstützen. Der Zusammenhalt der Familie Ashby und die traditionellen Montags-Dinner waren so schön, ich habe mich richtig zuhause gefühlt.

Die Tension zwischen den Protagonisten CeCe und Nash war von Beginn an spürbar und das Lesen hat mir viel Spaß gemacht. Der Schreibstil ist flüssig und bildlich, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es gibt auch etliche Chatverläufe, was eine Geschichte immer noch mehr auflockert.

Paisley Hope hat die perfekte Balance aus leichter Unterhaltung und tiefer, emotionaler Themen geschaffen. Die Charaktere sind komplex und machen neugierig auf die weiteren Bücher, die ich unbedingt lesen möchte. Die Familienmitglieder und FreundInnen sind nicht perfekt, jeder kämpft mit seinen eigenen Dämonen, ist verletzlich und authentisch. Der Verlust des Familienvaters der Ashbys hat eine tiefe Lücke hinterlassen, die deutlich spürbar ist. Da ist aber auch die Dankbarkeit für das, was er für Nash auf sich genommen hat und die Sätze, die er zu seiner Tochter CeCe sagte, haben mir wahrlich Tränen in die Augen getrieben.

„Ich mache mir Sorgen, dass du nicht das bekommst, was du verdienst – und das ist nicht weniger als all das Glück, das in ein Herz passt.“
Zitat Seite 33

Das Buch ist aber auch sehr spicy und explizit, mir waren es insgesamt zu viele spicy Szenen, weil dadurch die emotionale Bindung zwischen CeCe und Nash etwas auf der Strecke blieb und es nur noch körperlich war. Die Intensität und Häufigkeit der Szenen hätten etwas weniger sein dürfen, ohne dass die Geschichte an Leidenschaft verloren hätte. Dennoch war die Anziehung und Vertrautheit zwischen den beiden glaubhaft.

Trotz all des Spice war CeCes und Nashs Geschichte unglaublich emotional. Nash hat in seiner Jugend einen traumatischen Verlust erlitten und leidet noch sehr darunter. Auch CeCe vermisst ihren Vater jeden Tag und diese Verluste kann man wohl nie ganz überwinden. In solchen Moment steht die Welt still. Es gibt einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht und mit dem letzten Satz ein perfektes Ende findet. „… und sich unsere perfekte Welt um uns weiterdreht.“ (Zitat Seite 411.) Am Ende musste ich wirklich kurz schluchzen, weil sich hier ein Kreis schließt, dessen Teile die ganze Geschichte über immer mal wieder da waren und sich dann in seiner Gänze erschließenen.

Auch die optische Gestaltung des Buchs gefällt mir wahnsinnig gut. Es gibt keinen Farbschnitt, aber die hintere Buchklappe kann über die Seiten gelegt werden, wodurch quasi ein Farbschnitt entsteht. Aus dieser Klappe kann man ein Lesezeichen ausschneiden, auf dem „In my Cowbow Romance Era“ steht, ich liebe es.


Fazit

„Holding the Reins“ ist eine spicy Cowbow-/Hockey-Romance, die sowohl zum Lachen bringt, als auch zum Nachdenken anregt und die Seiten zum Glühen bringt.


Allgemeines zum Buch

Autor: Paisley Hope
Verlag: blush (Penguin Random House)
Erscheinungsdatum: 10.09.2025
Seiten: 411
Genre: Spicy Cowbow-/Hockey-Romance
Erster Band einer interconnected-Trilogie
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2025

Sehr enttäuschend

Spookily Yours
0

Ach ich hatte mich so auf das Buch gefreut und der Anfang der Geschichte war auch in Ordnung, (Die Beschreibungen der herbstlichen Landschaft und des Kürbisfestes brachten zuanfang ein wenig Herbststimmung.) ...

Ach ich hatte mich so auf das Buch gefreut und der Anfang der Geschichte war auch in Ordnung, (Die Beschreibungen der herbstlichen Landschaft und des Kürbisfestes brachten zuanfang ein wenig Herbststimmung.) aber was dann kam, habe ich nicht erwartet.
Die Empfehlung „Für Fans der Gilmore Girls“ kann ich leider null nachvollziehen. Es gibt zwar ein cosy Kleinstadtsetting und Found Family, das war es aber.
Dass auf 250 Seiten keine ordentliche Charakterentwicklung stattfinden kann, ist irgendwo nachvollziehbar, aber ich konnte mit keinem der Charaktere mitfühlen, sie blieben alle viel zu blass. Allen voran Damien, über den man so gar nichts erfährt.
Auch auf das ganze Thema Dämonen wurde überhaupt nicht eingegangen. Willow betont nur ständig, dass Hexen sich vor ihnen in Acht nehmen müssen, weil Dämonen böse sind, aner gezeigt wurde davon nichts. Ebenso fehlte das ganze Hexensein, nie wurde gezaubert, Willow und Luna hätten genau so ganz normale Menschen sein können, nicht mal in der Bäckerei wurde mithilfe von Magie gearbeitet. Und alles, was der Dämon scheinbar mit seinen Kräften anstellen kann, ist Willow zu befriedigen.
Der Spice kam unerwartet und plötzlich bestand die Handlung nur noch daraus. Die Beziehung zwischen den Protagonisten basiert einzig auf Körperlichem, da war keine emotionale Verbindung. Und es war nicht mal guter Spice, diese Szene auf dem Ball, ich weiß ja nicht ob ich nicht besseres zu tun hätte, wenn meine Schwester entführt worden wäre.
„Mein Damön“, „kleine Hexe“, ich konnte es gar nicht mehr hören, wie Willow und Dämien miteinander redeten.
Das Buch hat mich leider sehr enttäuscht und ich würde es auch nicht empfehlen, es sei denn, man mag spicy Geschichten mit wenig Handlung, die nicht mal großartig Sinn ergibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2025

Einfach magisch

Rewitched
1

„Rewitched“ ist genau das, was Cover und Klappentext vermuten lassen: eine wunderschöne und stimmungsvolle, aber auch spannende cosy Fantasy-Geschichte. Das Buch ist perfekt für Herbsttage, an denen man ...

„Rewitched“ ist genau das, was Cover und Klappentext vermuten lassen: eine wunderschöne und stimmungsvolle, aber auch spannende cosy Fantasy-Geschichte. Das Buch ist perfekt für Herbsttage, an denen man sich zu Hause einkuschelt und so richtig in Belles Geschichte eintaucht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und voller schöner Formulierungen. Ich bin durch die Seiten geflogen, habe aber auch immer wieder innegehalten und mir einige schöne und inspirierende Stellen markiert. Die Autorin beschreibt perfekt die Facetten der herbstlichen Jahreszeit, zum Beispiel „den Teppich aus nassen scharlachroten Blättern“ (Zitat Kapitel 10, Position 2291 im ebook) auf dem Boden.
Auch musste ich öfter schmunzeln oder sogar richtig lachen, weil die Dialoge einfach köstlich waren. „Morena verdrehte die Augen so dramatisch, dass sie sicher in ihren eigenen Hinterkopf gucken konnte.“ (Zitat Kapitel 7, Position 1494 im ebook)

Was die Geschichte für mich besonders gemacht hat, sind zum einen die herrlich schrulligen, aber liebenswerten Nebencharaktere, die sich aber doch irgendwie zu Hauptfiguren entwickeln. Die Wendungen und Enthüllungen, die im Laufe der Handlungen aufkommen, sind schlüssig und für mich leider manchmal zu offensichtlich, was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn ich konnte trotzdem mit rätseln und wurde öfter überrascht.

Außerdem gibt es so einige großartige Schauplätze im Setting, allen voran der Buchladen Lunar Books, in dem Belle arbeitet. Hier gibt es einen Bereich, in dem sich ein Fenster den gelesenen Seiten anpasst. „Es soll Lesende genau dorthin transportieren, wohin sie gern möchten. Die Magie passt sich an und refeltkiert die Seiten, die gelesen werden.“ (Zitat Kapitel 12, Position 2535 im ebook). Wie genial ist das? Stellt euch mal vor, ihr würdet „Rewitched“ lesen und dann direkt in den Buchladen eintauchen oder das gemütliche Café unter der Wohnung von Belle und ihrer Mitbewohnerin. Das wäre einfach perfekt!

Die Magie spielt eine große Rolle in der Geschichte und lief nicht nur so nebenbei, was mir richtig gut gefällt. Belle muss im Laufe der Handlung Entscheidungen treffen, an sich und ihrer Magie arbeiten und einfach zu sich selbst finden. Dann tauchen auch noch dunkle Machenschaften auf, die sie bedrohen, was dem ganzen noch eine gute Prise Spannung verleiht. Und dann ist da auch noch der fantastische Buchladen, in dem ich zu gern einmal stöbern möchte, der durch einen potentiellen neuen Eigentümer nach und nach seines Charmes beraubt wird.


Fazit

Schicksal, Selbstbestimmung und Selbstfindung, Freundschaft und der Glaube an sich selbst sind Themen, die die Geschichte ausmachen. Verpackt in ein cosy Setting mit wundervollen Charakteren und etwas Spannung, abgerundet durch einen wundervollen Schreibstil ist „Rewitched“ das perfekte Buch für gemütliche Herbsttage. Einfach magisch!


Allgemeines zum Buch

Autor: Lucy Jane Wood
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 01.09.2025
Seiten: 432
Genre: Cosy Fantasy
Erster Band Reihe
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir von Netgalley kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere