Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut und habe auch das erwartete Kleinstadt-Feeling und eine gute Unterhaltung bekommen. Die Geschichte hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber es war ein schönes ...
Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut und habe auch das erwartete Kleinstadt-Feeling und eine gute Unterhaltung bekommen. Die Geschichte hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber es war ein schönes Buch für zwischendurch.
Der Schreibstil war sehr angenehm und ich konnte mir alles wunderbar bildlich vorstellen. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, sie ließ sich flüssig lesen und enthielt einige schöne Formulierungen. In der gewählten auktorialen Erzählperspektive verfolgen wir die Handlung aus Sicht beider Protagonisten und erfahren so direkt, was in beiden vorgeht, von ihren Gefühlen und Sorgen.
Auch die Charaktere waren gut ausgearbeitet, beide Protagonisten und auch Isobell, dessen Tierarztpraxis sowohl von Julia als auch von Henry weitergeführt werden wollen. Es hat mir gefallen, wie die zwei um die Praxis und das dazugehörige Cove Cottage gekämpft haben und wie sie sich dabei näher gekommen sind. Es war auch schön zu sehen, dass sich Julia von ihrer Vergangenheit und ihren Unsicherheiten nicht hat unterkriegen, sondern für ihre Träume und Ziele gekämpft hat, das hat mir imponiert.
Das Setting war wirklich malerisch, nach Cornwall möchte ich sehr gern einmal reisen. Ich hätte mir hier aber noch mehr zauberhafte Einblicke gewünscht.
Am Ende gab es noch ein bisschen Drama und Spannung, was ich mochte, und der Schluss war für mich auch stimmig.
Fazit
Eine schöne Geschichte für zwischendurch, nur leider ist bei mir der Funke nicht gänzlich übergesprungen.
Allgemeines zum Buch
Autor: Kathryn Taylor
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 22.03.2023
Seiten: 320
Genre: Zeitgenössischer Liebesroman
Erster Band einer Companion-Dilogie
Meine Bewertung: 3/5 Sterne
Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!
In „Seelenband“ kehren wir zurück nach Prag, einer Stadt, in der es von Geistern nur so wimmelt. Soul Huntress Ella hat sich der Aufgabe angenommen, die verlorenen Seelen in die Geister-/Unterwelt zu schicken, ...
In „Seelenband“ kehren wir zurück nach Prag, einer Stadt, in der es von Geistern nur so wimmelt. Soul Huntress Ella hat sich der Aufgabe angenommen, die verlorenen Seelen in die Geister-/Unterwelt zu schicken, und ist deshalb nicht mit Roxy und Shaw weitergereist, um Roxys aus der Unterwelt befreite Spirits zu finden. Ich mochte es, Ella dabei zu begleiten.
Da wir mittlerweile im vierten Band der sechsteiligen Reihe angekommen sind, wird es immer schwerer, eine Rezension möglichst spoilerfrei zu schreiben. In diesem Buch allerdings lernen wir ein neues Paar kennen, Ella und Wayne wurden zwar bereits in den bisherigen Bänden vorgestellt, allerdings erfahren wir jetzt alles zu ihrer Geschichte. Anfangs haben mich die Rückblicke sehr verwirrt, denn diese haben mich immer wieder aus der Handlung rausgerissen und es fiel mir etwas schwer, alles zeitlich einzuordnen.
Ab der Hälfte des Buchs wurde es so richtig spannend, bis dahin war es aber nicht langweilig, was vor allem an Laura Kneidls super angenehmen Schreibstil lag. Als die Protagonisten dann jedoch plötzlich eine Entdeckung machten, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Das „Finale“, ich nenne es mal so und schreibe es in Anführungszeichen, um Spoiler zu vermeiden, ging mir allerdings zu schnell. Verglichen mit vorherigen Auseinandersetzungen war mir das Ganze zu einfach.
Ich kann wirklich nicht viel zum Buch sagen, wie bereits erwähnt. Was ich jedoch wirklich schade finde, ist die Tatsache, dass der Klappentext einfach nichts zur Geschichte sagt. Wahrscheinlich wollte auch der LYX Verlag nicht spoilern, aber die Liebesgeschichte zwischen Ella und Wayne ist nur ein kleiner Teil der Handlung. Es passiert hier so viel mehr als das, „Seelenband“ ist kein reiner Liebesroman.
Fazit
Lange hatte ich keine Ahnung, wohin der Roman führen wird. Die Rückblenden zu Beginn haben mich verwirrt und das Ende war mir zu schnell und zu einfach. Trotzdem hat mich „Seelenband“ sehr gut unterhalten, es war spannend und flüssig zu lesen. Ich kann die Reihe absolut empfehlen.
Allgemeines zum Buch
Autor: Laura Kneidl, Bianca Iosivoni
Verlag: LYX
Erscheinungsdatum: 23.02.2022
Seiten: 464 (inkl. Glossar und Personenverzeichnis)
Genre: Urban Fantasy
Vierter Band einer Trilogie / Einzelband
Meine Bewertung: 4/5 Sterne
Eine neue Urban Fantasy-Dilogie aus der Feder von Valentina Fast? Seelenverwandtschaft? Spannung, Geheimnisse und Gefühle? Das klang so unglaublich gut! Voller Vorfreude begann ich zu lesen, der flüssige ...
Eine neue Urban Fantasy-Dilogie aus der Feder von Valentina Fast? Seelenverwandtschaft? Spannung, Geheimnisse und Gefühle? Das klang so unglaublich gut! Voller Vorfreude begann ich zu lesen, der flüssige Schreibstil der Autorin ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Leider merkte ich recht schnell, dass mir irgendwas fehlt, das gewisse Etwas, so dass mich das Buch nicht gepackt hat.
Das Setting war wirklich spannend und interessant, erinnerte mit der geheimen Liga, Elizas anfänglicher Weigerung, dieser zu vertrauen und verheimlichten Informationen, aber sehr stark an die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier. Das war an sich nicht schlimm, es wirkte aber irgendwie zu gewollt und konstruiert. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte mehr Raum gebraucht hätte. Vieles passierte zu schnell, die Dialoge konnte ich manchmal nicht nachvollziehen und die Charaktere blieben mir zu blass. Gerne hätte das Buch mehr Seiten haben dürfen, um der Geschichte mehr Entwicklungsspielraum zu geben.
Was mich gestört hat, einfach, weil ich so etwas persönlich nicht gerne lese, ist das Liebesdreieck. Ich werde nicht verraten, um wen es sich handelt, um euch nicht zu spoilern, aber ich möchte es auch nicht unerwähnt lassen. Da gab es so viel Hin und Her und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum die Personen einander nicht einfach vertrauen können. Insgesamt waren die Beziehungen zwischen den Charakteren nicht wirklich greifbar und eher schwierig, weil, wie schon erwähnt, nicht genug Raum für deren Entwicklung war.
Am Ende gab es einen Plottwist, der mich kurz sprachlos gemacht hat, weil ich damit wirklich nie gerechnet hätte. Ich bin super neugierig, wie die Autorin das auflösen wird.
Ich finde es so schade, dass mich „Flüsternde Schatten“ nicht umgehauen hat. Nichtsdestotrotz möchte ich den finalen Band der Dilogie, „Steinernes Herz“, das am 28.10.2022 erscheint, lesen. Denn auch wenn mich einiges gestört hat, möchte ich wissen, wie es weiter- und ausgeht. Es gibt so viele offene Fragen, so viele Vermutungen und Geheimnise, die ich einfach nicht offen stehen lassen möchte.
Fazit
Spannendes Setting und fesselnder Schreibstil. Leider blieben die Charaktere viel zu blass und der gewisse Funke ist nicht übergesprungen. Mehr Seiten wären gut gewesen, um der Geschichte den benötigten Entwicklungsspielraum zu geben. Werde den zweiten Band aber dennoch lesen, um alle offenen Fragen zu klären.
Allgemeines zum Buch
Autor: Valentina Fast
Verlag: ONE
Erscheinungsdatum: 25.03.2022
Seiten: 383
Genre: Urban Fantasy
Erster Band einer Dilogie
Meine Bewertung: 3/5 Sterne
„In einem Kopf voller Ängste ist kein Platz für Träume.“
Zitat Seite 317
Meine Meinung
Der Klappentext von „Words I Keep“ hatte mich sofort überzeugt. Eine Buchbloggerin als Protagonistin, ein malerisches ...
„In einem Kopf voller Ängste ist kein Platz für Träume.“
Zitat Seite 317
Meine Meinung
Der Klappentext von „Words I Keep“ hatte mich sofort überzeugt. Eine Buchbloggerin als Protagonistin, ein malerisches Setting in den Rocky Mountains, ein Bad Boy als Love Interest. Muss ich noch mehr sagen?
Leider hat der Klappentext nicht nur meine Erwartungen sehr hoch geschraubt, er hat auch nicht viel mit dem tatsächlichen Inhalt des Debüts von Josi Wismar zu tun, was mich super enttäuscht hat.
Protagonistin Emely liebt Bücher, hat einen eigenen Blog, zweifelt an ihrem Studiengang und isst gerne. Sie hat heftige Schicksalsschläge erlitten und leidet verständlicherweise noch immer darunter. Sie wohnt deshalb mit ihrer Schwester Cassidy zusammen und liebt ihre besten Freunde Lexie und Will über alles. Das ist alles, was ich über Emely erfahren habe, das meiste davon steht in der Inhaltsangabe des Buchs.
Leider blieben auch die übrigen Charaktere so blass, dass ich nichts über sie sagen könnte, geschweige denn, dass sie mir hätten ans Herz wachsen können.
Diese Blassheit zieht sich durch die gesamte Geschichte. Die Dialoge wirkten gewollt und konstruiert, und auch wenn ich Wills ruhige Art und seine überlegten Aussagen irgendwie mochte, so ging mir auch das irgendwann auf die Nerven, denn auch wenn ich als Leserin seine Andeutungen direkt verstanden habe, so hätte er Emely einfach mal klipp und klar sagen sollen, was er eigentlich meint.
In allen Beziehungen fehlten Entwicklungen, nichts war nachvollziehbar, die Handlung sprang von Szene zu Szene und verlor dabei das Wesentliche. Die Freundschaft zwischen Emely, Lexie und Will war auch nur einseitig. Will und Lexie gaben Emely Halt, waren immer für sie da und unterstützten sie in all ihrem Tun. Em dagegen? Nicht einmal erkundigte sie sich, wie es den beiden ging. Immer ging es nur um Ems Probleme.
Love Interest David hatte ich mir als Bad Boy vorgestellt, schließlich bringt er laut Klappentext Emelys Leben so richtig durcheinander und entzweit die beiden Schwestern, so dass Em sich entscheiden muss, ob er das alles wirklich wert ist.
Beim Lesen hatte ich durchgängig dieselben Fragen im Kopf: Wo ist der Bad Boy? Wo bleibt das Knistern? Wann fliegen die Funken? Wo ist überhaupt die Beziehung?
Keine der Beziehungen in diesem Buch hat für mich irgendeinen Sinn ergeben. Das hing auch wieder damit zusammen, dass ich die Charaktere gar nicht richtig kennenlernen konnte und es an allen Stellen an Emotionen und greifbarer Handlung gefehlt hat.
David war irgendwie nur dazu da, um Emely gewisse Einsichten zu geben, aber das alles ging schlussendlich von Emely aus. David selbst verhielt sich ständig anders. Mal war er super lieb, aufmerksam und einfach ein wundervoller Freund. Dann wiederum irgnorierte er Emelys Gefühle völlig. Und das Kennenlernen seiner Familie? Selten habe ich eine so schlechte Szene gelesen.
Die Schwestern-Beziehung zwischen Emely und Cas war toxisch. Anders kann man es nicht ausdrücken. Sie redeten nicht ehrlich miteinander, Cas schrieb Em alles vor, Em ließ sich alles gefallen. Und am Ende? War alles plötzlich rosarot und viel zu schnell gelöst.
Josi Wismars Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lies sich schnell und flüssig lesen, es gab einige wundervolle Sätze und auch gute Denkanstöße. Aber diese ganzen „Kalendersprüche“ und Weisheiten passten nicht zum Rest des Buchs. Die tiefgründigen Gedanken standen im kompletten Gegensatz zur lückenhaften Handlung. Alles wirkte zu gewollt und erzwungen.
Klischees in New Adult-Romanen finde ich grundsätzlich nicht schlimm. Taucht aber immer wieder das Marvel-Universum auf, von dem die Protagonistin keine Ahnung hat, ihre besten Freunde sie damit aber aufziehen und ständig darüber reden, nur weil es eben gerade der Hype ist, dann ist es bei mir auch vorbei. Für mich wirkte die Einbindung dieser ganzen Filme und Comics nicht wie etwas, das eben den Charakter von Lexie ausmacht, sondern nur erzwungen, damit der Hype auch im Buch ist.
Und natürlich war Bücherwurm Emely schüchtern und zurückhaltend, so zumindest wurde das Bild von ihr vermittelt. Tatsächlich zeigte sie aber in vielen Szenen das genaue Gegenteil, denn sie sprach Dinge an, sie stellte sich Herausforderungen. Das passte irgendwie einfach nicht zusammen.
Alles rund um Bookstagram wirkte auf mich eher wie aus einem Ratgeber. Einerseits wurde einiges erklärt, aber eine richtige Handlung dahinter fehlte. Das fand ich mehr als schade, denn ich hätte mir hier mehr Einblicke gewünscht.
Fazit
Wunderschöner Schreibstil, der aber nicht zum zusammenhangslosen Inhalt passte. Blasse Charaktere, die Beziehungen waren absolut nicht nachvollziehbar und der Klappentext weckt komplett falsche Erwartungen. Schade!
Das Buch hätte ein absolutes Highlight werden können, die Idee ist super, die Umsetzung aber leider nicht gelungen. Die Geschichte hätte mehr Raum für Entwicklungsspielraum gebraucht, mehr Seiten, dafür weniger unnötige Klischees. Vielleicht hätte es nicht mal die Figur David gebraucht.
Allgemeines zum Buch
Autor: Josi Wismar
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 10.01.2022
Seiten: 389
Genre: New Adult
Erster Band einer Trilogie
Meine Bewertung: 2/5 Sterne
„The Inheritage Games“ ist ein wirklich einzigartiges Buch mit einer Geschichte, die es so wohl kein zweites Mal gibt und die sich zu so viel mehr entwickelt, als der Klappentext verrät.
Geheimnisse, ...
„The Inheritage Games“ ist ein wirklich einzigartiges Buch mit einer Geschichte, die es so wohl kein zweites Mal gibt und die sich zu so viel mehr entwickelt, als der Klappentext verrät.
Geheimnisse, Rätsel und Herausforderungen warten auf Avery, als sie nach dem Tod des Multi-Milliardärs Tobias Hawthorne als dessen Erbin in das gigantische Familienanwesen zieht. Und natürlich auch die frisch enterbte Familie samt attraktiven, aber auch gefährlichen Enkelsöhnen.
Im Laufe der Handlung treten mehr und mehr Personen in Erscheinung und die Schnitzeljagd zu Antworten auf die Frage, warum T. T. Hawthorne ausgerechnet Avery sein gesamtes Vermögen hinterlassen hat, wird immer tiefgreifender. Am Schluss des Buchs blieb ich mit offenem Mund und noch mehr offenen Fragen zurück. Ich bin so gespannt, wie es weitergeht und welche neuen Geheimnisse uns im zweiten Band der Trilogie erwarten. Und natürlich auf das Ende in Band 3.
Trotz des spannenden Plots fiel es mir oft schwer, dran zu bleiben und überhaupt zum Buch zu greifen, denn beim Lesen musste ich mich sehr konzentrieren, damit mir nichts entging. Die ungewöhnlichen Namen der Hawthornes und deren oftmals hochgestochene Sprechweise taten ihr Übriges.
Leider konnte ich zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen, dafür war mir alles irgendwie zu „nüchtern“ erzählt. Avery reagiert zwar angemessen auf bestimmte Ereignisse, aber sie blieb mir irgendwie fremd.
Fazit
Eine einzigartige Geschichte voller Wendungen und Geheimnisse, die mir aber zu sachlich und emotionslos erzählt war.
Allgemeines zum Buch
Autor: Jennifer Lynn Barnes
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 10.01.2022
Seiten: 392
Genre: Jugendbuch-Thriller
Erster Band einer Trilogie
Meine Bewertung: 3/5 Sterne