Profilbild von Monina83

Monina83

Lesejury Star
offline

Monina83 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Monina83 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2020

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen

Blaues Gold
0

Inhalt:

Vor Jahren hat eine Pflanze alles Wasser ungenießbar gemacht, doch einem Wissenschaftler ist es gelungen mit Hilfe einer streng geheimen Formel das Wasser wieder zu säubern. Diese wird seither ...

Inhalt:

Vor Jahren hat eine Pflanze alles Wasser ungenießbar gemacht, doch einem Wissenschaftler ist es gelungen mit Hilfe einer streng geheimen Formel das Wasser wieder zu säubern. Diese wird seither von Generation zu Generation weitervererbt und unter Verschluss gehalten. Nur die Reichen und Mächten haben deshalb genug Wasser, um gut leben zu können. Die Armen müssen sich und ihre Kinder versklaven, um ihre Existenz zu sicher.

Auch Ella wurde als Kind weggegeben und lebt seither in „Wonderland“, um dort ausgebildet zu werden. An ihrem 18. Geburtstag soll sie an den Meistbietenden verkauft werden. Doch bevor das passiert, wird sie von Cole gerettet. Er ist Soldat des Widerstands und möchte mit ihrer Hilfe die Welt verändern.

Schnell wird Ella jedoch klar, dass die Freiheit ihren Preis hat und sie weiß nicht, ob sie bereit ist, diesen zu bezahlen … .

Meine Meinung:

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Schon seit ich das Cover und den Klappentext zum ersten Mal gesehen habe, war mir klar, dass ich, als Dystopie-Fan dieses Buch lesen muss.

Als es jetzt endlich herauskam, habe ich mich sofort drauf gestürzt.

Anfangs lernt man Ella kennen, die mit vielen anderen Jugendlichen in „Wonderland“ lebt und dort ausgebildet wird. Schnell wird klar, dass ihr Leben im Grunde nichts wert ist und auch ihre Zukunft nicht viel besser aussieht. Kurz bekommt man auch einen Einblick, wie das damals mit dem Wasser passiert ist und was das bedeutet. Trotzdem konnte ich die Welt nicht wirklich greifen. Man erfährt kaum etwas über die Aquas oder wie die Hierarchie zustande kommt. Die Wissenschaftlerin, in deren Besitz sich die geheime Formel befindet, wird zwar als der Bösewicht schlechthin aufgeführt, aber wir als Leser bekommen schlichtweg zu wenige Informationen, um uns ein genaues Bild von den wirklichen Lebensumständen zu machen. Das gesamte System blieb für mich undurchsichtig und ich konnte mich kaum in dieser Welt zurechtfinden, die Christelle Zaurini in dieser Geschichte geschaffen hat.

Auch die Charaktere selbst blieben mir zu „farblos“ und gewannen kam an Tiefe. Zunächst begleiten wir Ella und ihren einzigen Freund Silas in ihrem Alltag, doch hier passiert nicht wirklich viel. Es gab genau eine Szene, in der ich ein wenig von Ellas Charakter erkennen konnte, als sie sich gegen eine Ungerechtigkeit stellt. Ansonsten erträgt sie jede Situation stumm und fügt sich immer sang- und klanglos in ihr nächstes Schicksal. So stolpert sie geradezu von einem Ereignis ins nächste, wobei sie dabei meist einen passiven Part einnimmt. Da hatte Cole für mich noch mehr Substanz, da er von Anfang an weiß, was er möchte und sein Motiv für den Kampf wirklich überzeugend ist. Er bekommt auch deutlich mehr Hintergrund, als Ella ihn hat und setzt sich für das ein, was ihm am Herzen liegt. Dabei ist er aber fast schon etwas „zu perfekt“, was ich aber in diesem Fall gerne durchgehen lasse.

Spätestens als Ella und Cole gemeinsam fliehen und sich dem Widerstand anschließen wollen, habe ich damit gerechnet, dass das Buch an Fahrt aufnehmen, dass Spannung in die Geschichte hineinkommen würde. Stattdessen gab es für mich eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die oftmals ausgeschmückt wurden, dann aber keinerlei wirkliche Bedeutung für die Story an sich hatten. Ich dachte dann immer, dass am Ende noch etwas kommen müsste, was dann jedoch leider nicht der Fall war. Vielleicht dienten manche Situationen dazu, die Hintergründe der Geschichte noch deutlicher zu machen, mir hat dabei jedoch oftmals einfach der rote Faden gefehlt.

Im Mittelteil gibt es dann tatsächlich eine sehr schöne Wendung, eine Überraschung, die wirklich Potenzial hat und die Ereignisse noch einmal in ein anderes Licht rückt oder sollte ich sagen rücken könnte, denn leider wird hierauf nicht viel Zeit verschwendet und während das Buch an manchen Stellen unnötig langgezogen wird, kam es an anderen dann zu kurz. Insgesamt ging es mir einfach zu wenig in die Tiefe, so dass ich beim Kampf ums Überleben nicht wirklich mitfiebern konnte, was mir echt leid tat, da mich die Idee an sich sofort gefesselt hatte.

Der Schreibstil der Autorin ist trotz allem sehr angenehm zu lesen. Es gibt keine langen Schachtelsätze oder Begriffe, über die man stolpern könnte. Insgesamt liest es sich sehr flott und schnell und man hat die knapp 300 rasch durchgelesen.

Fazit:

Trotz faszinierender Idee konnte mich „Blaues Gold – Wasser wie Blut“ leider nicht überzeugen. Insgesamt fehlte es mir sowohl am Weltenbau, als auch den Charakteren und der Handlung selbst an Tiefe. Ich konnte mir weder ein Bild von den Hintergründen, noch von den Protagonisten machen, so dass ich nicht wirklich mitfiebern konnte.

Von mir bekommt das Buch 2 Punkte von 5.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Ein Buch, das mit leisen Tönen ganz laut ist ... ein absolutes Must-Read

Das Gegenteil von Hasen
0

Inhalt:

Obwohl Julia zur Clique der beliebten Schüler an ihrer Schule zählt, hat sie niemanden, mit dem sie wirklich reden kann. Deshalb hält sie ihre Gedanken auf einem geheimen Blog fest und schreibt ...

Inhalt:

Obwohl Julia zur Clique der beliebten Schüler an ihrer Schule zählt, hat sie niemanden, mit dem sie wirklich reden kann. Deshalb hält sie ihre Gedanken auf einem geheimen Blog fest und schreibt sich dort alles von der Seele. Hier kann sie ganz sie selbst sein und muss ihre Worte nicht in Watte packen, um ihre beste Freundin Marlene und ihren festen Freund Leonard nicht zu verletzten und zu verlieren.

Doch dann begeht Julia einen fatalen Fehler: Sie lässt ihren Laptop im Bus liegen und am nächsten Tag ist ihr Blog plötzlich öffentlich und ihre ungefilterten Gedanken für alle lesbar. So muss Julia erkennen, dass Worte mehr verletzen können als Taten und dass der Fall vom beliebten Mädchen zur Außenseiterin sehr tief sein kann.

Aber wer hat die Einträge veröffentlicht und Julia damit zum Mobbingopfer gemacht? Die Liste der Verdächtigen ist lang und die Motive könnten unterschiedlicher nicht sein. Fakt ist, nach der Veröffentlichung wird nichts mehr sein, wie zuvor, für niemanden … .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich das Buch zunächst aufgrund seines ungewöhnlichen Titels gar nicht im Kopf hatte. Erst als es dazu eine Kampagne von „ehrlich & anders“ gab und ich deswegen den Klappentext gelesen hatte, wollte ich es lesen. Außerdem war ich sehr neugierig auf Anne Freytag, deren Bücher von vielen Bloggern und Lesern sehr gelobt werden, von der ich aber noch nichts gelesen hatte.

Als ich zu lesen begann, war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Man erfährt sofort, dass die Einträge von Julia veröffentlicht wurden und diese eingeschlagen sind, wie eine Bombe, aber im negativen Sinne. Was jedoch wirklich in den Beiträge steht, bleibt zunächst geheim, was bei mir die Neugierde bis ins Unermessliche gesteigert hat. Es werden immer nur Andeutungen gemacht, Personen erzählen, dass sie schockiert sind, mit den Worten verletzt wurden, dass sie das nie von Julia gedacht hätten usw. aber was sie denn nun wirklich geschrieben hat, erfährt man erst nach dem ersten Viertel des Buches. Ich muss ja gestehen, das hat mich fast wahnsinnig gemacht, ist aber natürlich ein gekonnter Trick der Autorin, ihre Leser am Ball zu behalten. Mich hat sie damit jedenfalls gekriegt und ich war richtig an die Seiten gefesselt und das obwohl ich mich erst einmal an den Schreibstil gewöhnen musste. Tatsächlich verbringt man als Leser nämlich viel Zeit in der Gedankenwelt der einzelnen Charaktere. Jeder erzählt aus seiner Sicht, wie er die Dinge erlebt hat, schildert seine Gefühle und Gedanken, berichtet von seinen Erfahrungen mit Julia und vom Umgang mit der ganzen Situation. Dadurch bekommt man vor allem anfangs wenig Dialoge, dafür viele Erzählungen. Eigentlich mag ich das ja nicht besonders, weil ich finde, dass Dialoge ein Buch flüssiger machen, aber in diesem Fall hat es perfekt zur Geschichte und zu den Protagonisten gepasst und nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fiel es mir auch gar nicht mehr großartig auf.

Die Story an sich ist durch die ganzen Verdächtigungen wirklich sehr spannend. Als Leser versucht man Hinweise zu finden und das Rätsel zu entschlüsseln, wer hinter der Veröffentlichung steckt. Doch obwohl mich das brennend interessiert hat, geriet es irgendwann doch in den Hintergrund, weil es viel wichtiger wurde, was zwischen den Protagonisten passiert. Die Veröffentlichungen der Beiträge zieht nämlich einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her und wirkt sich auf das Leben aller aus, manchmal im negativen, manchmal aber auch im positiven Sinne.

Dabei versteht es Anne Freytag sehr gut, die Probleme von Jugendlichen in all ihrer Vielfältigkeit darzustellen und so geschickt in die Geschichte einzuflechten, dass sie einfach zu den Protagonisten dazugehören. Es geht um die erste Liebe, um Sex und Sexualität, um Verhütung, um Aussehen, um Schönheitsideale und Mobbing. Es geht um Freundschaft, ums anders sein, darum, sich anzupassen oder seinen Weg zu gehen, es geht um Erwartungen, um Familie und wie man als Jugendlicher in all dem seinen Platz findet. Dabei geht Anne Freytag auch wie selbstverständlich (und genau so sollte es sein), mit den Themen Homosexualität und verschiedene Ethnien um. Es gibt ein Mädchen, das auf Mädchen steht und eines, das bi ist. Da gibt es eine Protagonistin mit asiatischen Wurzeln und einen mit dunkler Haut, alles ganz normal und kein großes Thema. Genau so sollte das meiner Meinung nach in Büchern sein.

Aber dieses Buch hat mich überhaupt dahingehend fasziniert und begeistert, dass es ohne großartige Effekthascherei auskommt. Natürlich werden Wahrheiten ausgesprochen, die man vielleicht nicht gerne hört und Dinge werden veröffentlicht, die eigentlich privat bleiben sollten, aber DER große Skandal bleibt aus, denn das hat die Geschichte auch gar nicht nötig. Es gibt genug Sachen, mit denen sich Jugendliche herumschlagen müssen und damit ist das Buch herrlich authentisch und Leser in dem passenden Alter können sich sicher sehr gut damit identifizieren. Mich hat es jedenfalls schwer begeistert, wie dieses Buch mit leisen Tönen doch so laut sein kann.

Fazit:

Auf „Das Gegenteil von Hasen“ bin ich erst auf den zweiten Blick aufmerksam geworden, hätte aber wirklich einiges verpasst, wenn ich es nicht gelesen hätte, denn dieses Buch hat mich schwer beeindruckt. Sehr authentisch schreibt Anne Freytag über die Probleme von Jugendlichen und nimmt dabei auch verschiedene Arten der Sexualität oder Ethnien wie selbstverständlich in den Alltag mit auf. Ohne Effekthascherei, aber sehr einfühlsam geht sie auf verschiedene Themen wie Mobbing, Outing, familiäre Probleme, Freundschaft, erste Liebe, Enttäuschungen, Schönheitsideale, Erwartungen der Eltern oder der Gesellschaft, Sex und Verhütung und vor allem die Macht der Worte ein. Denn manchmal tut die Wahrheit weh, aber manchmal kann sie auch eine neue Chance eröffnen. Ein Buch, das zeigt, dass es mit leisen Tönen doch so laut sein kann.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Ein echtes Highlight

Frozen Crowns 1: Ein Kuss aus Eis und Schnee
0

Inhalt:

Die Prinzessin von Fryske soll die Allianz zwischen ihrem Land und den Feuerlanden sichern, indem sie König Esmond heiratet. Doch auf dem Weg zum Schloss wird die Eskorte der Prinzessin überfallen ...

Inhalt:

Die Prinzessin von Fryske soll die Allianz zwischen ihrem Land und den Feuerlanden sichern, indem sie König Esmond heiratet. Doch auf dem Weg zum Schloss wird die Eskorte der Prinzessin überfallen und die Prinzessin und ihre Kammerzofe müssen fliehen.

Davina überlebt nur, weil Leander, der erste Ritter der Feuerlande eingreift und sie rettet. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Prinzessin zu suchen. Doch während dieser Suche kommen sie sich immer näher und schließlich erweckt ein Kuss, uralte Kräfte, die in Davina geschlummert haben.

Doch Davina wollte diese Kräfte nicht, denn diese stehen ihrem Traum von Freiheit im Weg … .



Meine Meinung:

Von Asuka Lionera hatte ich noch kein Buch gelesen, aber nach dem Klappentext wusste ich, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen muss. Wenn es um Prinzessinnen, Ritter und geheimnisvolle Magie geht, kann ich einfach nicht widerstehen.

Schon mit dem ersten Satz „Eine Faust landet krachend in meinem Gesicht und für einen Moment sehe ich Sterne“ hatte die Autorin mich gepackt. Ich mag es einfach, wenn Bücher ungewöhnlich beginnen. In dieser kurzen Szene erfahren wir, wie Leander sich mit König Esmond anfreundet und ihm fortan treue Dienste leistet. Danach springen wir drei Jahre in die Zukunft und erleben mit, wie Leander alles dafür gibt, gegen die Erdländer zu kämpfen. Ein Schicksalsschlag hat dazu geführt, dass er nur noch seine Rache im Kopf hat, sich ansonsten aber leer fühlt. Zunächst erfährt man nicht, was ihm wirklich passiert ist und was dazu geführt hat, dass er die Erdländer so abgrundtief hasst. Das bleibt auch erst einmal ein Geheimnis, denn so wirklich Zeit hat man nicht, um Leander und die Feuerlande näher kennenzulernen, da trifft er schon auf Davina.

Und sie ist wirklich eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nicht unterkriegen, trotzdem weiß sie auch, wo ihre Schwächen sind und wann es besser ist, andere um Hilfe zu bitten. Ich liebe die Wortgefechte, die sie sich mit Leander liefert, aber auch, dass sie weiß, wann sie besser schweigen sollte. Sie hat ganz klar ihre Stärken, ist aber keine Heldin, die alle im Alleingang retten könnte. Tatsächlich fand ich sie sehr authentisch (auch für eine Fantasy-Figur) und habe sie sofort in mein Herz geschlossen.
Leander ist für mich der perfekte Bookboyfriend. Man weiß sofort, dass er das Herz am richtigen Fleck, dass er selbst im Krieg Prinzipien hat und diesen treu bleibt. Trotzdem lastet etwas Dunkles auf ihm, das ihn manche Dinge nicht klar sehen lässt. Als man schließlich erfährt, was passiert war, konnte ich ihn noch besser verstehen und wollte gerne an seiner Seite gegen die Ungerechtigkeit kämpfen.

Besonders gut gefiel mir in diesem Buch, dass sich die Liebe zwischen den beiden Protagonisten nach und nach aufbaut. Es ist nicht sofort Liebe auf den ersten Blick oder dieses „sie sind füreinander bestimmt“, das man häufig in Romantasy-Reihen trifft. Hier verbringen die beiden wirklich Zeit miteinander, lernen sich kennen und merken schließlich, dass sie vielleicht doch mehr für den anderen empfinden, als sie sich eingestehen wollten. Schön ist aber auch, dass es trotzdem nicht dieses Hin und Her gibt, sondern dass es tatsächlich nach diesem Eingeständnis auch zu einem Kuss kommt. Hach, das war so schön, ich bin förmlich dahingeschmolzen. Diese beiden passen einfach so perfekt zusammen, dass man gar nicht anders kann, als mit den beiden mitzufühlen.

Doch dann lässt Asuka Lionera eine Bombe platzen und plötzlich ist nichts mehr so, wie ich gedacht habe. Ich muss gestehen, damit hatte ich so gar nicht gerechnet und ich musste das erst einmal für mich sortieren, aber dazu ließ mir die Autorin gar keine Zeit, denn mit dieser Wendung hat sie gleich mehrere Herzen gebrochen, auch meines und ich war damit beschäftigt die Scherben aufzusammeln. Gleichzeitig fand ich diese Überraschung aber richtig genial und war sehr gespannt, was damit noch auf mich zukommen würde.

Obwohl es in diesem ersten Band doch sehr viel um die Gefühle, vor allem die Liebe geht, war es für mich auf keiner Seite langweilig. Es passiert einfach so viel und es gibt so viel zu entdecken, dass man gar nicht merkt, wie die 500 Seiten verfliegen und dann schließt die Autorin ihren ersten Band auch noch mit so einem fiesen Cliffhanger, dass ich einen dermaßen großen Bookhangover hatte und mich auf kein anderes Buch konzentrieren konnte, weil ich immer noch in den Feuerlanden gefangen war.

Fazit:

„Frozen Crowns“ war für mich ein wahres Highlight unter den Romantasy-Büchern. Es hat alles, was für mich ein gutes Buch braucht: Eine starke weibliche Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt, einen männlichen Protagonisten zum Verlieben, liebenswerte Nebencharaktere, jede Menge Gefühl, eine glaubhafte Liebesgeschichte, spannende Wendungen und Überraschungen und eine schöne Portion Magie. Ich konnte mich kaum von dieser Geschichte lösen, so begeistert war ich davon. Dieses Buch hat mir wohl den schlimmsten Bookhangover ever beschert.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Ich liebe diese Geschichte

Anything for you
0

Inhalt:

Maya ist Cheerleaderin, Freundin des beliebten Quaterbacks Nate und wird nach der Woodland Academy Jura studieren. Doch all diese Dinge hätte sie sich selbst nie ausgesucht. Wenn es nach ihr ginge, ...

Inhalt:

Maya ist Cheerleaderin, Freundin des beliebten Quaterbacks Nate und wird nach der Woodland Academy Jura studieren. Doch all diese Dinge hätte sie sich selbst nie ausgesucht. Wenn es nach ihr ginge, würde ihr Leben ganz anders aussehen. Vielleicht an der Seite des sensiblen Musikers Luke. Aber es geht nicht nach Maya und sie hat keine Wahl.

Genauso wenig wie Nate. Deswegen halten sie ihre Maskerade weiter aufrecht. Auf ihrem Weg verletzten sie aber viele Menschen, darunter auch Luke und Lana. Doch am meisten verletzen sie sich selbst. Plötzlich müssen sie sich eine Frage stellen: Hat man tatsächlich IMMER eine Wahl?

Meine Meinung:

Schon in den ersten beiden Bänden der Woodland Academy stößt man immer wieder auf Maya, Nate, Lana und Luke und bekommt da schon mit, dass das zwischen den vieren eine ganz besondere Geschichte ist. Deshalb war ich schon sehr gespannt, was dahinter stecken würde und freute mich schon sehr auf den dritten Band der Woodland Academy.

Die Ereignisse beginnen ein Jahr vor der Abschlussrede. Die Stipendiaten sind gerade am Internat angekommen und die Schule nimmt seit kurzem auch Tagesschüler auf. So trifft Maya auf Luke und Lana auf Nate. Schon in den ersten beiden Bänden ist klar, dass Maya und Nate nicht wirklich das Traumpaar sind, wie es eigentlich sein sollte, aber was genau dahinter steckt, das weiß man nicht und erfährt man auch erst nach und nach. Ehrlich gesagt hätte ich nie damit gerechnet, was es damit wirklich auf sich haben könnte. Natürlich bekommt man in den ersten beiden Bänden schon ein paar kleine Hinweise, aber die Geschichte ist tatsächlich so viel größer, als ich gedacht hätte. Das machte die Story richtig spannend und ich war sehr neugierig darauf, ob es den Protagonisten gelingen würde, sich aus diesen scheinbar ausweglosen Situationen zu befreien. Ich wurde dadurch jedenfalls richtig an die Seiten geklebt, weil ich unbedingt wissen musste, wie es für die vier enden würde. Dabei merkte ich gar nicht, wie schnell die Seiten verflogen, da Marcella Fracchiolla so einen schönen fließenden und locker-leichten Schreibstil hat, der perfekt zu diesem Genre passt.

Auch Allie und Leah die ersten beiden Protagonistinnen aus Teil 1 und 2 haben eine wirklich schwierige Familiensituation, aber was Maya und Nate durchmachen müssen, puh, die beiden hatten wirklich mein vollstes Mitleid. Es ist halt nicht immer alles Gold, was glänzt und hier sind die Schönen und Reichen tatsächlich mehr Schein, als Sein. Maya und Nate haben also mit wirklichen Problemen zu kämpfen und können es beide nicht gebrauchen, dass sie sich ausgerechnet jetzt verlieben. Mir gefiel es sehr gut, wie Marcella Fracchiolla hier anfangs ganz zarte Bande knüpft, die immer stärker werden. Nach und nach entwickeln sich hier echte Gefühle und ich konnte mich nicht entscheiden, welche Liebesgeschichte mir besser gefiel. Die von Maya und Luke oder die von Nate und Lana. Ich habe es beiden Pärchen auf jeden Fall gegönnt und richtig mit ihnen mitgefiebert. Das war richtig großes Gefühlskino. Bei mir hat es beim Lesen sogar selbst im Bauch gekitzelt, so sehr war ich in der Geschichte drin.

Dabei fand ich es vor allem schön zu sehen, wie unterschiedlich Maya und Nate mit der jeweiligen Situation umgehen. Beide werden von ihren Eltern zu etwas gedrängt, das sie so nicht möchten und versuchen auf ihre Art den besten Weg zu finden. Doch so unterschiedlich, wie die beiden sind, sind auch ihre Entscheidungen und diese ziehen natürlich auch wieder Kreise für alle Beteiligten. Ich fand es tatsächlich sehr interessant, zu verfolgen, wie die beiden sich aufgrund ihrer Herausforderungen entwickelten. Zwar konnte ich nicht jede Entscheidung verstehen und gutheißen, aber doch nachvollziehen.

Mit dem Ende hat mich Marcella Fracchiolla dann aber richtig überrascht und begeistert. Ich mag es jedenfalls sehr gerne, wenn Bücher anders ausgehen, als man es erwartet und hier ist das Ende absolut stimmig, aber doch auch ungewöhnlich. Das fand ich richtig gut.

Fazit:

Dieser dritte Band der Woodland Academy Reihe gefiel mir fast noch besser, als seine beiden Vorgänger, obwohl die schon richtig toll waren. Die Charaktere waren mir durch die ersten Bände schon ans Herz gewachsen und ich war sehr gespannt, was hinter all den kleinen Andeutungen stecken würde, die es in Teil 1 und 2 schon gab und machte mich auf die spannende Suche nach Antworten. Dabei fand ich es sehr interessant, wie unterschiedlich die Protagonisten mit ihrer Situation umgingen und wie sich ihre Entscheidungen auf alle weiteren Geschehnisse ausgewirkt haben. Es war eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle, die mich vollkommen mitgerissen und am Ende begeistert zurückgelassen hat.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2020

Ein unglaublich schönes Buch

Wie sagt man ich liebe dich
0

Inhalt:

Eigentlich hatte sich die gehörlose Maelys ihr Leben anders vorgestellt, als sie ein Kunststipendium in Paris angeboten bekam. Doch als ihre Tante erkrankt und die Mietschulden immer höher werden, ...

Inhalt:

Eigentlich hatte sich die gehörlose Maelys ihr Leben anders vorgestellt, als sie ein Kunststipendium in Paris angeboten bekam. Doch als ihre Tante erkrankt und die Mietschulden immer höher werden, bleibt ihr nichts anderes über, als ihr Talent auf dem Montmartre Touristen anzubieten.

Dort begegnet sie jedoch dem charismatischen António, der ihr prompt ein Angebot macht, das sie nicht ausschlagen kann. In Lissabon soll sie ein Porträt von seinem Großvater zeichnen.

Gemeinsam mit Valérie tritt sie diese Reise an und wandelt plötzlich auf den Spuren einer Liebesgeschichte, die nicht nur ihr Herz in Aufruhr versetzt … .

Meine Meinung:

Bücher von Claudia Winter sind seit ihren „Aprikosenküssen“ ein absolutes Muss für mich. Deshalb habe ich auch ihr neuestes Werk „Wie sagt man ich liebe dich“ sofort begonnen.

Von Maelys erfährt man ja schon ein kleines bisschen in „Die Wolkenfischerin“ und ich freute mich sehr, als ich erfuhr, dass sie einen eigenen Roman bekommen würde. Denn auch, wenn es in der Wolkenfischerin eigentlich um ihre Schwester ging, fand ich sie schon da wirklich interessant und wollte mehr über sie erfahren.

Im Prolog trifft man zunächst auf einen älteren Mann, der in Frankreich einer jungen Malerin mit einem gelben Mantel und einer Brosche begegnet, die ihn an jemanden erinnert. Schnell wird klar, dass es sich dabei wohl um Antónios Großvater und um Maelys handeln muss. Doch was wirklich dahinter steckt bleibt erst einmal geheim.

Danach findet man sich in Antónios Sicht wieder und erlebt, welch enge Beziehung er zu seinem Großvater Eduardo hat. Trotzdem ist es wohl für den jungen Mann nicht immer leicht, den Anforderungen gerecht zu werden. Ich fand António jedenfalls sehr sympathisch. Er liebt seinen Großvater und würde alles für ihn tun, selbst, wenn es noch so verrückt ist. Deshalb macht er sich auch sofort auf den Weg nach Paris und trifft dort auf Maelys. Sofort wird klar, dass zwischen den beiden eine besondere Magie besteht. Der junge Mann scheint keinerlei Berührungsängste mit der Gehörlosigkeit von Maelys zu haben, stattdessen ist er vom ersten Augenblick von ihr fasziniert. Ich fand es richtig schön, wie Claudia Winter diese erste Begegnung geschildert hat. Mit so viel Gefühl wird dem Leser sofort klar, dass es genau diese besondere Begegnungen sind, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die in einem nachhallen und das Leben von Grund auf verändern können.

Solch eine Begegnung hatte auch Valérie vor vielen Jahren. Wir erfahren, wie Maelys Tante in Paris gelandet ist und warum sie nie geheiratet hat. In diesem Buch bekommt man nämlich nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern gleich zwei, was ich sehr schön fand, denn auch Valéries Geschichte hält so viele schöne Momente bereit, dass man sie auf keinen Fall verpassen darf.

Als Leser springt man zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, zwischen Maelys Geschichte und der von Valérie hin und her. So wird es niemals langweilig, weil man immer nur kurze Ausschnitte bekommt, die man dann nach und nach zusammensetzen muss, um die gesamte Geschichte zu erfahren. Es hat mir großen Spaß gemacht die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen und so immer tiefer in das Leben von Valérie einzutauchen, doch ich kann nicht wirklich sagen, welche Geschichte ich lieber gelesen habe. Dafür sind die beiden Protagonistinnen auch einfach zu unterschiedlich. Während die junge Valérie so einnehmend ist, dass sie jeden um sich herum einfach mitreißt (sogar den Leser), überzeugt Maelys ganz wie es zu ihr passt, eher mit den leisen, gefühlvollen Tönen.

Und Gefühle gibt es in diesem Roman wirklich viele und nicht nur die Liebe zwischen Mann und Frau. Wir versuchen mit Valérie ihre Träume zu leben und begleiten sie bei ihrem Versuch auf eigenen Beinen zu stehen. Mit Maelys erleben wir die Enttäuschung, wenn etwas nicht so gelingt, wie man es sich wünscht und die Frage, wohin einen die Zukunft führen wird. Mit António kämpfen wir gegen die Erwartungen, die seine Umgebung an ihn stellt und gemeinsam mit Eduardo werden wir von der Vergangenheit eingeholt. Dieses Buch ist wie eine Malerpalette voller Gefühle, bunt gemischt und manchmal kommt am Ende etwas anderes heraus, als man zu Beginn gedacht hat. Es hat großen Spaß gemacht, sich in diese Gefühlsvielfalt zu stürzen.

Doch „Wie sagt man ich liebe dich“ wäre kein Roman von Claudia Winter, wenn sie es neben ihren einzigartigen Protagonisten nicht auch schaffen würde, ihren Lesern die Liebe zu ihren Handlungsorten nahezubringen. Auch hier bekommt man dieses Mal einen Doppelpack. Zum einen findet man sich mit Valérie in Frankreich wieder, zum anderen mit Maelys in Portugal. Beide Orte werden dabei von der Autorin mit so viel Leben gefüllt und so liebevoll beschrieben, dass man sich selbst an diese versetzt fühlt. Gemeinsam mit Valérie genoss ich das Nachtleben und besucht all die Touristenorte, die man sehen muss, wenn man zum ersten Mal in Frankreich ist, während ich mich mit Maelys am Tejo wiederfand und dort die Farben in aller Ruhe bewundert habe. Ich liebe es, wenn ich in Büchern an verschiedene Orte reisen kann und diese in meinem Kopf lebendig werden. Genau das schafft Claudia Winter mit ihren Büchern jedes Mal und auch mit diesem Roman hat sie mein Fernweh wieder geweckt und mir einen Urlaub für Geist und Seele beschert. Die Rezepte, die es im Anhang gibt, waren dann noch das i-Tüpfelchen auf meiner Reise.

Sehr spannend fand ich, dass die Gehörlosigkeit von Maelys zwar thematisiert wird, aber nicht im Mittelpunkt steht. Die Autorin sensibilisiert ihre Leser zwar für dieses Thema, aber ohne es unnötig aufzubauschen. Es gehört einfach zur Protagonistin dazu, es ist Teil ihrer Welt, aber eben nur ein kleiner Teil. Das hat Claudia Winter in meinen Augen wirklich sehr schön gemacht.

Natürlich weiß man bei diesem Genre schon, wie die Geschichte enden wird, aber dieses Mal hat mich die Autorin mit Valéries Sicht wirklich überrascht, denn da ist nicht alles, wie ich gedacht habe und trotzdem passt es am Ende doch perfekt zusammen.



Fazit:

„Wie sagt man ich liebe dich“ von Claudia Winter ist ein Buch, das mich wirklich berührt hat. Ich habe mir unglaublich viele Stellen markiert, denn diese Geschichte ist wie eine Malerpalette voller Gefühle, bunt gemischt und manchmal kommt am Ende etwas anderes heraus, als man zu Beginn gedacht hat. Es hat großen Spaß gemacht, sich gemeinsam mit den Protagonisten in diese Gefühlsvielfalt zu stürzen. Denn es sind diese besonderen Begegnungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die in einem nachhallen und das Leben von Grund auf verändern können. Und genau so eine Begegnung ist dieses Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere