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Veröffentlicht am 30.03.2020

Was für ein grandioses Leseabenteuer

Der Atem des Lichts
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nhalt:

Kea und Zadjan setzen alles daran, rechtzeitig zu den Friedensverhandlungen zu kommen, denn von ihnen hängt die Zukunft der Guénnelande ab. Die junge Shedi soll den König der Bengieren mit Hilfe ...

nhalt:

Kea und Zadjan setzen alles daran, rechtzeitig zu den Friedensverhandlungen zu kommen, denn von ihnen hängt die Zukunft der Guénnelande ab. Die junge Shedi soll den König der Bengieren mit Hilfe des Gedankenformens dazu bringen, den Friedensvertrag zu unterschreiben. Doch das Volk der Shedi will Krieg mit Atroun und sich für all die Jahre der Unterdrückung rächen.

Das stürzt Kea in einen Gewissenskonflikt: Soll sie sich zu Nakush bekennen, sich den Rebellen anschließen und ihre Bestimmung unter ihrem Volk einnehmen oder darf sie ihren eigenen Weg gehen und den wachsenden Gefühlen zu Prinz Zadjan Raum geben? Egal, wie ihre Entscheidung ausfällt, einen von beiden wird sie auf jeden Fall verlieren. Muss Kea ihr persönliches Glück opfern, um ihrem Volk endlich den langersehnten Frieden zu bringen?

Meine Meinung:

Der erste Teil dieser Dilogie hat mich wirklich beeindruckt, deshalb wartete ich schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung, die ich natürlich sofort lesen musste.

Sehr schön finde ich, dass es zu Beginn des Buches ein „Was bisher geschah“ gab. So kann man die Ereignisse aus dem ersten Band noch einmal auffrischen. Wobei ich gestehen muss, dass ich das in diesem Fall gar nicht so dringend gebraucht hätte, denn das Buch hatte mich so beeindruckt, dass ich die wichtigsten Geschehnisse noch präsent hatte.

Der zweite Teil schließt auch nahtlos an den ersten an und man findet sich gemeinsam mit Kea und Zadjan in einem Zelt wieder. Sofort spürt man wieder die gegenseitig Anziehung zwischen den beiden und ich war schon wieder richtig am seufzen. Die beiden sind einfach so ein unglaublich schönes Paar und für mich war klar, dass sie ein Happy End brauchen. Doch so einfach macht es uns Mara Lang natürlich nicht, denn Kea steckt mit ihren Gefühlen ziemlich im Zwiespalt. Das zeigt sich auch deutlich in ihren Handlungen, aber ihre Zweifel gehen nur soweit, dass sie sich einfach selbst nicht eingestehen will, was sie für Zadjan empfindet, so dass es den Leser nicht anfängt zu nerven. Im Gegenteil, ich fand es wirklich authentisch, dass sie nicht sofort ihr Volk verleugnet, nur weil sie sich in einen Atrouner verliebt. Das hat Mara Lang in meinen Augen sehr gut gelöst.

Doch obwohl die Gefühle immer eine wichtige Rolle im Buch spielen, kommt auch die Handlung nicht zu kurz. Zu Beginn gönnt uns die Autorin zwar noch etwas Ruhe, aber nicht lange, dann stürzt man in einen Strudel aus Spannung, Emotionen und Überraschungen. Zwar hat Mara Lang im ersten Teil schon ein paar Hinweise gestreut und ich konnte das ein oder andere Ereignis schon erahnen, aber das heißt nicht, dass mich die Autorin nicht trotzdem noch überraschen konnte, denn nicht alles ist so, wie es zu Beginn scheint und die Geschichte geht noch tiefer als man denkt.

Dabei haben mich vor allem die Charaktere sehr begeistert, denn in diesem zweiten Teil lernt man sie noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Manche überraschten mich dabei positiv, andere dagegen entwickelten sich zum Negativen. Und doch gab es auch einige, die man nicht so einfach in eine Schublade stecken konnte, denn im Grunde sind die Charaktere auch nur das Ergebnis ihrer Vergangenheit und wurden oft zu dem gemacht, was sie sind. Deshalb ist es gerade auch für Kea und Zadjan so schwer, sich davon zu lösen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Das hat Mara Lang sehr gut ausgearbeitet, so dass man eine richtige Entwicklung bei den Figuren erkennen konnte, was ich in Büchern besonders gerne mag.

Und auch dieses Mal hat mich die Welt total verzaubert. Zwar taucht man im ersten Teil tiefer darin ein, weil uns die Autorin hier ihr Setting näherbringt und im zweiten Buch das Hauptaugenmerk einfach mehr auf der Geschichte liegt, aber ich habe mich bereits in „Das Juwel der Finsternis“ unwiederbringlich in dieses Setting verliebt. Es ist einfach so bildgewaltig und hat so viel Widererkennungswert, dass man gar nicht anders kann, als völlig darin zu versinken. Deshalb hat es mich auch etwas traurig gestimmt, dass wir diese Welt jetzt schon wieder verlassen müssen. Gerne hätte ich Zadjan und Kea noch weiter begleitet und hoffe, dass wir vielleicht doch noch einmal in diese zauberhafte, einzigartige Welt zurückkehren dürfen.

Fazit:

Nachdem mich Teil 1 absolut begeistert hat, freute ich mich unglaublich auf die Fortsetzung und muss gestehen, dass es mich wieder zu 100 % abgeholt hat. Mara Lang setzt in diesem zweiten Band ganz klar auf die Entwicklung der Figuren, die absolut authentisch, aber manchmal doch auch überraschend war. Die Liebesgeschichte hat mich richtig zum Seufzen und Mitfiebern eingeladen und die Handlung bereitete mir oftmals sogar Gänsehaut. Dabei konnte ich mich wieder im zauberhaften Setting verlieren und habe das Buch regelrecht durchgesuchtet. Und obwohl die Geschichte das perfekte Ende findet, hoffe ich doch auf ein Wiedersehen, weil ich mich einfach noch nicht von dieser einzigartigen Welt verabschieden möchte.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

4,5 Sterne für diese besonderen Helden

Halbe Helden
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Inhalt:

Eigentlich hat Dane schon genug Ärger am Hals, da braucht er nicht noch einen Jungen mit Downsyndrom, der ihm an den Fersen klebt, aber irgendwie hat er Billy D. nichts entgegenzusetzen, als dieser ...

Inhalt:

Eigentlich hat Dane schon genug Ärger am Hals, da braucht er nicht noch einen Jungen mit Downsyndrom, der ihm an den Fersen klebt, aber irgendwie hat er Billy D. nichts entgegenzusetzen, als dieser beschließt, dass Dane ihn fortan unterstützen soll. Er soll gemeinsam mit ihm zur Schule gehen, damit die Schläger aus den höheren Klassen ihn in Ruhe lassen. Doch damit nicht genug, Dane soll ihm auch noch beibringen, wie man sich prügelt und gemeinsam mit ihm nach seinem Vater suchen.

Seine Mum ist nämlich einfach mit Billy D. umgezogen, ohne ihm zu sagen, wo sein Vater sich aufhält. Doch dieser hat ihm einen Atlas mit Hinweisen hinterlassen, die ihn zu ihm führen sollen. Die Rätsel sind aber ganz schön knifflig, so dass der Junge wirklich Danes Hilfe braucht. Als sie der Lösung schon ganz nah sind, machen sich die beiden auf den Weg quer durchs Land. Doch wo sie am Ende herauskommen, damit hätte niemand von ihnen gerechnet.

Meine Meinung:

Gerade bin ich auf der Suche nach Lesestoff mit etwas mehr Tiefgang. Dem Klappentext nach hatte ich erwartet eines dieser Bücher in den Händen zu halten und wurde vom magellan Verlag mal wieder nicht enttäuscht.

Das Buch ist aus der Sicht von Dane geschrieben. Er erzählt von seinem Leben mit seiner alleinerziehenden Mutter, die ihn als Teenager bekommen hat und seither allein für ihren Lebensunterhalt sorgt. Das ist manchmal gar nicht so leicht, vor allem für einen jungen Mann, der nicht versteht, warum er als Einziger an seiner Schule kein eigenes Auto besitzt. Auch die Vorurteile, die gegenüber seiner Mutter und damit ihm herrschen machen Dane schwer zu schaffen, weswegen er diese häufig sofort mit Hilfe seiner Fäuste im Keim erstickt.

Als er auf Billy D. den Jungen mit Downsyndrom stößt, geht er mit diesem erst einmal eher unwillig eine Zweckgemeinschaft ein. Es ist also nicht so, dass Dane sich darum reißt, sich um einen „Schwächeren“ zu kümmern, dazu ist er eigentlich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Doch Billy D. drängt sich hartnäckig in sein Leben und lässt sich nicht so einfach abschütteln. Mir gefiel es wirklich sehr gut, wie man nach und nach miterlebt, wie die beiden sich immer mehr aufeinander einlassen, wie sich die Welten der beiden Jungen durch die Freundschaft ändern und wie die Beziehung der beiden immer enger und emotionaler wird. Mich hat das wirklich sehr gerührt, weil die beiden so unterschiedlich sind und doch so viele Gemeinsamkeiten haben. Eine sehr ungewöhnliche Freundschaft.

Allein diese Handlung an sich hätte mir schon gereicht, aber dann lässt Erin Jade Lange noch eine Bombe platzen, mit der ich anfangs so gar nicht gerechnet hätte und noch einmal ein ganz neues Bild auf die Geschehnisse wirft und neue Fragen entstehen lässt. Fragen, die tief gehen und in einem arbeiten. Und obwohl es eigentlich um Billy D.s Familiengeschichte geht, haben die Ereignisse doch auch etwas mit Dane zu tun und führen dazu, dass dieser sein Handeln ebenfalls hinterfragt. Manchmal braucht es eben einen Anstoß von außen, um zu erkennen, was in einem selber vorgeht. Mir gefiel es sehr gut, dass die Autorin hier zwar schon die Moralkeule schwingt, das aber auf eine andere Weise, als mit dem erhobenen Zeigefinger zu deuten. Das bringt nicht nur die Protagonisten zum Nachdenken, sondern auch die Leser selbst.

Ein paar kleine Schwierigkeiten hatte ich aber ehrlich gesagt mit der Darstellung des Downsyndroms. Natürlich ist jeder Mensch anders und es gibt nicht „den Menschen mit Downsyndrom“, aber in meiner Arbeit habe ich viele Teenager mit dieser Beeinträchtigung und keiner davon ist nur annährend wie Billy D. Ich hätte eher gedacht, er hätte Autismus. Für mich hätte das fast etwas besser gepasst muss ich gestehen, aber das ist wohl nur mein persönliches Problem.

Das Ende hat mich zwar einerseits etwas traurig gemacht, weil es anders ausging, als ich mir gewünscht hätte, aber andererseits passt es einfach wirklich gut zum Buch und bringt so viel Positives mit sich dass es mich doch begeistern konnte.

Fazit:

„Halbe Helden“ ist wirklich ein Buch, das bei mir Eindruck gemacht hat. Es geht hier nicht nur um eine ungewöhnliche und sehr schöne Freundschaft, nein, das Buch geht viel tiefer, als man zu Beginn hätte denken können. Mich hat Erin Jade Lange mit ihrer Geschichte jedenfalls sehr bewegt und berührt. Ein Buch, das auf jeden Fall noch nachhallt.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Genialer Plottwist

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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Inhalt:

Rache ist das Einzige, an das Erin denken kann, als ihre älteste Schwester stirbt. Hades nutzt das, um das junge Mädchen zu einer Rachegöttin zu machen. Fortan ist Erin dazu verdammt mit einem ...

Inhalt:

Rache ist das Einzige, an das Erin denken kann, als ihre älteste Schwester stirbt. Hades nutzt das, um das junge Mädchen zu einer Rachegöttin zu machen. Fortan ist Erin dazu verdammt mit einem Kuss die Seele junger Männer zu stehlen und sie Hades zu übergeben.

Doch während es anderen Rachegöttinnen egal ist, wen sie küssen, achtet Erin genau darauf, dass es Männer sind, die es wirklich verdient haben. Trotzdem wird Erin dadurch nie das Glück haben, einen Jungen zu küssen, den sie wirklich liebt. Als Arden an ihrer Uni auftaucht, wird ihr das zum ersten Mal richtig bewusst. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die das junge Mädchen quält … .

Meine Meinung:

Von Alana Falk habe ich schon einige Bücher gelesen und jedes konnte mich bis jetzt begeistern, deswegen musste ich natürlich auch „Gods of Ivy Hall“ unbedingt lesen.



Das Thema „Götter“ ist ja momentan sehr beliebt und auch ich liebe Geschichten rund um Zeus, Hades und wie sie alle heißen. In diesem Fall geht es vor allem um Hades, der Rachegöttinnen und –götter rekrutiert, um jungen Männern und Frauen die Seele zu rauben und sie ihm zu übergeben. Sehr gut gefiel mir dabei, dass Alana Falk hier auch keinen Unterschied in den Geschlechterrollen macht. Es gibt Rachegöttinnen, die Jungs küssen und welche, die Mädchen küssen. Genauso gibt es Rachegötter, die Frauen küssen und welche, die Männer küssen. Es ist ganz selbstverständlich und wird nicht großartig zum Thema gemacht. Überhaupt war ich total begeistert davon, dass es gleich eine ganze Gruppe Rachegötter gab. Diese wohnen in einer Studentenverbindung zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Zwar dürfen Außenstehende nichts von ihnen wissen, aber innerhalb ihrer verschworenen Gemeinschaft wissen sie von ihrem Pakt mit Hades und können sich so gegenseitig helfen. Das fand ich herrlich erfrischend. Endlich einmal nicht eine einzelne Protagonistin, die ihre Kräfte vor allen geheim halten muss. Alana Falk hat hier wirklich eine sehr spannende Gruppe von Rachegöttinnen und –göttern gegründet, die ich total gerne begleitet habe. Es macht Spaß die einzelnen Personen kennenzulernen und man fliegt gerade so von Seite zu Seite.

Leider hielt diese anfängliche Euphorie bei mir jedoch nicht lange an, denn plötzlich schien die Story nicht weiterzugehen und die Ereignisse drehten sich im Kreis oder gingen nur sehr langsam vorwärts. Als Erin schließlich Arden kennenlernt, scheint sich alles plötzlich nur noch darum zu drehen, dass sich die beiden nicht küssen und deshalb nicht zusammen sein können. Das fand ich sehr schade, weil das Buch dadurch in meinen Augen an Spannung verliert. Ich sah kein Vorwärtskommen und deshalb war gerade der Mittelteil für mich doch etwas zäh.

Erst als der Pakt zwischen Hades und Erin wieder eine größere Rolle spielt, konnte mich das Buch wieder richtig fesseln, denn Alana Falk hat wieder einen genialen Plottwist eingebaut, den ich so niemals vorhergesehen hätte, so geschickt ist er getarnt. Und damit hat sie die gesamte Geschichte am Ende noch einmal umgeworfen und wir fangen quasi wieder bei Null an. Ich liebe es, denn jetzt scheint es für den zweiten Band noch einmal richtig spannend zu werden. Und obwohl das Buch nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet, bin ich doch wahnsinnig gespannt darauf, was sich die Autorin für den zweiten Band noch einfallen hat lassen.



Fazit:

Ich liebe die Idee hinter „Gods of Ivy Hall“ und das nicht nur, weil Alana Falk hier das beliebte Thema der Götter aufgegriffen hat, sondern weil es endlich mal eine ganze Gruppe von Rachegöttern gibt und die Protagonistin damit nicht allein dasteht. Leider flacht die Spannung im Mittelteil sehr ab und das Liebesdrama drängt sich in den Mittelpunkt, was für mich die Story leider etwas zäh gemacht hat. Dafür gibt es am Ende nochmal einen genialen Plottwist, der die Karten komplett neu mischt und ordentlich Spannung für den nächsten Teil verspricht. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Ein würdiger Abschluss für eine tolle Reihe

Gefühl und Gefahr (Kampf um Demora 3)
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Inhalt:

Sage wünscht sich nichts mehr, als endlich ihren Alex zu heiraten. Doch bevor sich dieser Traum erfüllen kann, bekommt sie eine wichtige Aufgabe: Als Botschafterin soll sie an den Friedensverhandlungen ...

Inhalt:

Sage wünscht sich nichts mehr, als endlich ihren Alex zu heiraten. Doch bevor sich dieser Traum erfüllen kann, bekommt sie eine wichtige Aufgabe: Als Botschafterin soll sie an den Friedensverhandlungen zwischen Demora und Kimisara teilnehmen.

Als diese jedoch ins Stocken geraten, bittet die kimisarische Königin Zoraya Sage um ein geheimes Treffen. Die Botschafterin sieht die Möglichkeit, der jahrelangen Fehde endlich ein Ende zu setzen und willigt ein. Doch dann gerät die Gruppe in einen Hinterhalt und Sage und Alex müssen sich fragen, von welcher Seite der Verräter kommt.

Erneut ist es an dem jungen Paar, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und alles aufs Spiel zu setzen um endlich Frieden für Demora und eine Zukunft für sich zu bekommen … .

Meine Meinung:

Die ersten beiden Teile dieser Reihe haben mir unglaublich gut gefallen, deswegen freute ich mich schon sehr auf den Trilogieabschluss und stürzte mich sofort ins Leseabenteuer.

Das Buch beginnt sehr ruhig. Man trifft Sage und Clare und erfährt langsam von den Entwicklungen der letzten Monate. Sage plagen immer noch Albträume wegen ihrer schweren Verbrennungen und auch die Trennung von Alex macht ihr sehr zu schaffen. Clare dagegen trauert noch um ihren Verlobten, der bei der letzten Schlacht ums Leben kam. Doch lange haben die Freundinnen nicht Zeit, um sich um ihre persönlichen Probleme zu kümmern, denn bald schon werden sie in die Hauptstadt zitiert, wo Sage erfährt, dass sie an den Friedensverhandlungen teilnehmen soll.

Sehr schön fand ich, dass man in diesem Band auch einen kleinen Einblick in das kimisarische Königreich bekommt und Königin Zoraya kennenlernen kann. Mit ihr scheint es tatsächlich die Hoffnung auf Frieden zu geben, doch anfangs konnte ich die Königin nicht so richtig einschätzen und hinterfragte ständig ihre Motive. Doch ich denke, dass das von Erin Beaty genau so beabsichtigt war, denn schon in den Vorgängerbänden versucht man ja ständig, die Figuren in „gut“ und „böse“ einzusortieren und trotzdem führt einen die Autorin häufig an der Nase herum.

Während der Friedensverhandlungen spielt sich vieles im Hintergrund ab, im Vordergrund scheint dieses Mal eher die Liebesgeschichte zu stehen, denn dort gibt es ordentlich Drama und die Liebe von Sage und Alex wird erneut auf die Probe gestellt.

Als die Gruppe jedoch in den Hinterhalt gerät, kommt so richtig Spannung auf. Gemeinsam mit Sage versucht man den Verräter ausfindig zu machen, achtet auf jede Kleinigkeit und setzt langsam die Puzzleteile zusammen. Während ich in den ersten beiden Bänden jedoch am Ende teilweise ziemlich überrascht war, hatte ich in diesem Buch schon zu Beginn einen Verdacht, der sich am Schluss dann bestätigt hat. Ganz so überraschend war es dieses Mal also nicht für mich. Trotzdem hatte ich großen Spaß daran, die Protagonisten bei ihrer Spurensuche zu begleiten. Für mich ist Erin Beaty trotz allem eine Meisterin im Verschleiern und der Wendungen. Jeder Plottwist ist gut durchdacht und am Ende laufen immer alle Fäden zusammen.

Überhaupt hat mich der Schluss wirklich zufrieden gestellt. Die Autorin hat jedem ihrer Protagonisten ein persönliches Ende geschrieben und ich fand es für jeden Charakter absolut stimmig. So konnte ich diese Reihe mit einem schönen Gefühl, aber auch mit etwas Wehmut abschließen, denn eigentlich hätte ich gerne noch mehr von Demora gelesen. Erin Beaty werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, denn sie ist mit dieser Reihe in meiner Top-Liste der Autorin nach oben gewandert.

Fazit:

Obwohl ich diesen Abschlussband ein kleines bisschen schwächer fand, möchte ich die volle Punktzahl vergeben, weil ich es toll finde, wie die Autorin jeden Plottwist genau durchdenkt und am Ende alle Fäden zusammenlaufen lässt. In diesem Buch konnte ich die Wendung zwar schon erahnen, trotzdem hat es mich wieder völlig begeistert. Sehr schön finde ich auch, wie Erin Beaty jedem ihrer Charaktere ein persönliches Ende schreibt. So konnte ich die Reihe zufrieden abschließen, freue mich aber schon sehr auf mehr Lesestoff dieser großartigen Autorin.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Die Schöne und das Biest im Piraten-Style

Die Kristallelemente (Band 1)
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Inhalt:

Amara konnte schon immer fühlen, wenn ein Sturm naht, doch ihre Großmutter hat ihr eingeschärft, nie jemandem von ihrer Gabe zu erzählen. Das macht das Leben der jungen Frau nicht gerade einfacher. ...

Inhalt:

Amara konnte schon immer fühlen, wenn ein Sturm naht, doch ihre Großmutter hat ihr eingeschärft, nie jemandem von ihrer Gabe zu erzählen. Das macht das Leben der jungen Frau nicht gerade einfacher. Als ihr Vater sie an einen skrupellosen Geschäftsmann verheiraten möchte, trifft sie einen folgenschweren Entschluss: Sie möchte fliehen.

Bevor sie ihren Plan jedoch in die Tat umsetzen kann, wird sie vom Captain der Piraten entführt und auf sein Schiff verschleppt. Dort soll sie ein Jahr lang unter den dunklen Gesellen leben. Doch was passiert nach diesem Jahr und welches Geheimnis verbirgt der Captain vor ihr? Weiß er etwa, wo sich das sagenumwobene silberne Herz des Meeres befindet? Eine gefährliche Reise beginnt an deren Ende sich das Schicksal der Beteiligten enthüllen wird … .

Meine Meinung:

Dieses Buch wurde vom Verlag als Adaption von „Die Schöne und das Biest“ angepriesen. Da ich dieses Märchen liebe, musste ich das Buch natürlich unbedingt lesen.

Zu Beginn erfährt man vom Schicksal von Amaras Großmutter und dass die alte Frau die einzige Bezugsperson des Mädchens war. Sie hatte eine ähnliche Gabe und wurde deshalb als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Deshalb schärft sie dem Mädchen ein, nie über ihre Magie zu sprechen. Das führt dazu, dass Amara ihre Fähigkeit nicht so wirklich einschätzen und auch nicht einsetzen kann. Deshalb weiß man als Leser auch nicht besonders viel darüber. Doch das ist anfangs gar nicht schlimm. Stattdessen lernt man Amara etwas kennen, wie sie denkt und fühlt und dass sie kein einfaches Leben führt. Man spürt ihre Einsamkeit auf jeder Seite und ich hatte richtig Mitleid mit dem Mädchen. Allerdings finde ich es auch immer etwas seltsam, wenn Eltern sich ihren Kindern gegenüber so hart benehmen. Das ist für mich leider absolut unverständlich, auch, wenn ich weiß, dass es so etwas durchaus gibt. Mir hat es jedenfalls das Herz gebrochen und ich war traurig, dass Amara nicht mal eine einzige Freundin hatte. Doch das ist wohl für den Fortgang der Geschichte wichtig, denn sobald das Mädchen auf das Piratenschiff entführt wird, werden alle Zelte zu ihrer alten Heimat abgebrochen.

Ich war wirklich sehr gespannt, was Amara auf dem Schiff erwarten würde, doch leider fällt hier erst einmal die Spannungskurve für mich ab. Es werden viele Andeutungen gemacht, es gibt viele Geheimnisse und Fragen, aber kaum Antworten. Ich muss gestehen, mir ging es hier etwas zu langsam. Zwar lernt man die Crewmitglieder etwas kennen und erlebt mit, wie sich Amara einlebt und anfängt, sich unter den Piraten immer wohler zu fühlen, aber die Spannung an sich hat mir etwas gefehlt. Mir war das einfach zuviel Geheimniskrämerei, vor allem, da die Geschichte, wie sich am Ende herausstellt, sehr komplex ist. Da hätte ich mir doch gewünscht, dass man die ganzen Informationen nach und nach bekommt und so vielleicht die Zusammenhänge besser versteht. So ganz habe ich es nämlich auch nach dem Lesen noch nicht verstanden, wenn ich ehrlich bin.

Bei der Liebesgeschichte dagegen fand ich es gut, dass es so langsam vorwärts ging. Wie es bei „Die Schöne und das Biest“ eben der Fall ist, muss die Frau erst hinter die Fassade des Biests sehen, um zu erkennen, was unter der rauen Schale steckt. Auch hier ist das der Fall und ich fand es sehr schön, dass die beiden sich erst richtig kennenlernen mussten, bevor sie Gefühle füreinander entwickelt haben. Ich habe es so genossen, die beiden zu begleiten, denn sie sind wirklich ein unglaublich süßes Paar.

Die Story um das silberne Herz gefiel mir im Grunde sehr gut, allerdings habe ich die ganzen Zusammenhänge, wie schon gesagt, noch nicht so ganz verstanden. Es gibt so viele Informationen im Hintergrund, die mich selbst am Ende noch etwas verwirrt haben, die vielleicht aber in den Folgebänden noch einen Zusammenhang und für mich einen Sinn ergeben. Und obwohl die Geschichte erst einmal einen Abschluss findet, freu ich mich doch auf die Fortsetzung, da es da sicher noch einiges zu entdecken gibt. Außerdem freu ich mich schon auf ein Wiedersehen mit Amara und ihrem Kai.

Fazit:

„Kristallelemente – Das silberne Herz des Meeres“ ist wirklich eine schöne Märchenadaption zu „Die Schöne und das Biest“. Genau wie im Original muss auch hier die Protagonistin hinter die raue Schale ihres Biestes blicken, um ihn lieben zu lernen. Überhaupt sind die beiden so ein süßes Paar, dass man sie einfach gerne begleitet. Die Hauptgeschichte rund um das silberne Herz des Meeres wird mir zu lange geheim gehalten, so dass ich am Ende die Auflösung dieser komplexen Welt nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich freue mich aber auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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