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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2020

Zweiter Band mit ein paar Längen

Der Rosie-Effekt
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Band zwei der „Rosie-Reihe“

Don und Rosie sind glücklich verheiratet und dann wird Rosie unerwartet schwanger. Für Don ist das nicht so einfach, denn er tut sich schwer seine Gefühle auszudrücken und ...

Band zwei der „Rosie-Reihe“

Don und Rosie sind glücklich verheiratet und dann wird Rosie unerwartet schwanger. Für Don ist das nicht so einfach, denn er tut sich schwer seine Gefühle auszudrücken und überhaupt Gefühle aufzubauen. Und dann passieren andauernd Missgeschicke, denn Don ist eben ein wenig speziell.

Da mir der erste Band mit der Suche nach der perfekten Frau sehr gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen. Hier habe ich aber auch immer mal zum Hörbuch gewechselt und dieses hat mir sehr zugesagt, der Sprecher macht seinen Job echt gut. Klar ist hier, dass etwas passieren muss. Etwas Unvorhergesehenes, was Don aus seiner Bahn wirft. Denn ohne seine Ordnung läuft nichts. Also musste ich schmunzeln wie Don mit dieser neuen Situation umgeht. Er versucht alles auf seine Art zu lösen und zwar mit Statistiken und Forschungen. Denn Gefühle sind bei ihm eher schwierig. Er spricht aus, was er denkt und tritt dabei seinen Mitmenschen nicht nur einmal auf die Zehen. Und bei seinen ganzen Versuchen in die Vaterrolle zu schlüpfen, schlittert er von einem Malheur ins Nächste.
Graeme Simsion schreibt ein wenig speziell, was bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Doch wenn man sich auf seinen Stil einlässt, findet man hier eine sehr unterhaltsame Geschichte. Leider ist sie nicht so fesselnd wie Band 1, hat ein paar Längen und Rosie und Don haben mich stellenweise genervt. Dennoch habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich möchte unbedingt die bald erscheinende Fortsetzung lesen. Die Dialoge mit Don haben mich perfekt unterhalten und seine Bemühungen waren teilweise von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Doch gerade das macht den Charme dieser Geschichte und des Charakters aus. Don ist eben anders.

Eine unterhaltsame Geschichte mit ein paar Längen im Mittelteil. Ich freue mich auch die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Eine angenehme, ruhige Familiengeschichte

Eisblaue See, endloser Himmel
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Band zwei nach „Rubinrotes Herz, Eisblaue See“.

Die Fortsetzung der Geschichte setzt knapp ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters ein. Florine heiratet Bud, denn das erste Kind ist unterwegs. Und nicht nur ...

Band zwei nach „Rubinrotes Herz, Eisblaue See“.

Die Fortsetzung der Geschichte setzt knapp ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters ein. Florine heiratet Bud, denn das erste Kind ist unterwegs. Und nicht nur diese Überraschung wartet auf Florine. Denn es tauchen Brief an Carlie auf und auch mit Bud läuft nicht alles wie erwartet.

Da ich bereits Teil eins gehört habe, wollte ich natürlich wissen, wie es sich noch entwickelt und ob wir wirklich erfahren, was mit ihrer Mutter Carlie geschehen ist. Die Sprecherin liest wieder sehr angenehm, es passt gut zu Florine und man kann es schnell und angenehm hören. Die Grundstimmung ist auch eher ruhig, man hört hier eher einen Familienroman. Florine macht eine Entwicklung durch, wächst durch ihre Mutterschaft und die Verantwortung, die sie übernehmen musste. Ihr Leben ist mit Höhen und Tiefen gespickt, so wie man es ja aus seinem eigenen Leben auch kennt. Für mich war vieles vorhersehbar und ohne großartige Überraschungen. Es gibt viele Themen, die hier angesprochen werden wie der Vietnam Krieg, die Ehe, Alkoholismus und einiges weiteres. Man denkt darüber nach, wobei es teilweise fast zu leicht läuft. Der erste Band verspricht schon so eine leichte Fortsetzung, ohne Überraschungen. Leider klärt sich erst am Ende die Suche nach Carlie, wobei es so wohl ein Abschluss der Reihe rund um Florine ist.

Die Geschichte bleibt sehr ruhig, es gibt wenig Spannung und man findet hier eher Gefühle. Doch Luise Helm liest angenehm vor und ich konnte ihr gut folgen.

Veröffentlicht am 01.03.2020

Die Edition Piepmatz als Wimmelbuch - Gefällt uns

Edition Piepmatz: Such mich! Wo bin ich?
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Das Eichhörnchen sucht seinen Heimatort und dabei natürlich Nüsse und Samen für den Winter. So besucht es die verschiedensten Orte und lernt die unterschiedlichsten Tiere kennen.

Wir kennen die Edition ...

Das Eichhörnchen sucht seinen Heimatort und dabei natürlich Nüsse und Samen für den Winter. So besucht es die verschiedensten Orte und lernt die unterschiedlichsten Tiere kennen.

Wir kennen die Edition Piepmatz bereits und haben bereits „Wenn der Bauernhof erwacht“ als Geschenk von meiner Schwester bekommen. Und sind so auf diese neuen Bücher aufmerksam geworden. Die Bücher sind alle im gleichen Zeichenstil, relativ weich gezeichnet und man kann jedes Mal viel darauf entdecken. So kann man die Bücher nicht nur einmal betrachten und es macht immer wieder Spaß diese zur Hand zu nehmen. Das kleine Eichhörnchen hat ein Erkennungsmerkmal, nämlich das schwarze Ohr, so können die Kinder es von den anderen umhertollenden Eichhörnchen gut unterscheiden. Mir gefällt die Reise quer durch die verschiedenen Orte beginnenden mit dem Park, zwischendurch im Park oder Bauernhof und am Ende im Wald, dem natürlich Lebensraum eines Eichhörnchens. Auf den Doppelseiten findet man dann viele Tiere, die an eben jenen Orten heimisch sind. So können die Kinder viel lernen und Neues entdecken. Was hier abweichend zu den normalen Wimmelbüchern ist, sind die Erweiterung. Es steht nicht nur „Igel“ dort, sondern „der schnüffelnde Igel“. So lernen Kinder auch wie man Worte verknüpfen kann. Auf jeder Seite findet man unten fünf Tiere, die man im großen Bild suchen soll und am linken Rand einen kleinen Text in Reimform, der kurz den Ort beschreibt und den Hinweis gibt, dass es hier eben nicht zuhause ist. Das lässt sich schön vorlesen und ist ausreichend, damit den Kindern nicht langweilig wird.

Nicht unser erstes Edition Piepmatz – Buch und definitiv nicht unser letztes. Uns gefallen die Illustrationen und hier natürlich auch die Suche und das Kennenlernen der Tiere.

Veröffentlicht am 01.03.2020

Schönes Kinderbuch

Ei, Ei, Ei! Die Maus hilft aus
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Ein wundervolles Kinderbuch über eine kleine Maus, die aushilft und auf die Eier bzw. Kinder aufpasst.

Die Maus ist heute faul, weiss nicht was sie machen soll. Dann kommt eine Amsel und will ihren Schwanz ...

Ein wundervolles Kinderbuch über eine kleine Maus, die aushilft und auf die Eier bzw. Kinder aufpasst.

Die Maus ist heute faul, weiss nicht was sie machen soll. Dann kommt eine Amsel und will ihren Schwanz schnappen, da sie Futter braucht. Denn die Eier wollen gebrütet werden. Also entschließt sich die Maus ganz spontan und kümmert sich darum.
Eine süße Idee, auch wenn mich etwas gestört hat, dass eine Maus ja viel zu klein dafür ist, um all die Eier zu wärmen. Und wenn nicht richtig gebrütet wird, kann auch nichts schlüpfen. Und im Hintergrund hockt die schlaue Elster und krächzt ihre Besserwisserei dazwischen. Die Elster hat mich amüsiert, denn so ist es im realen Leben ja auch. Da gibt es immer jemanden, der dir sagt, das geht so nicht oder Zitat: „So etwas gibt es gar nicht!“. Die Zeichnungen im Buch sind liebevoll gestaltet und die Geschichte beginnt schon vor dem Text. Man sieht wie die Amsel sich der Maus nähert und sie am Schwanz packt, am Ende sieht man die Kinder gemeinsam spielen. Sozusagen ein erweiterter Beginn und ein abschließendes Ende. Die großen Bilder sind recht einfach gehalten und man kann die Geschichte auch ohne Text verstehen. Der Text ist recht groß geschrieben und kann so auch von Erstlesern gelesen werden, wobei die Zielgruppe klar Kindergartenkinder bzw. welche, die dort bald hingehen. Für mich war die Geschichte aber zu strukturiert, der Text zu klar und nicht wirklich kindgerecht. Mein Sohn mochte die Geschichte aber und es hat ihm gefallen, welche Tiere auftauchen und was die Maus alles erlebt.

Für mich zu klar und strukturiert, ich mag bunte, verspielte Kinderbücher lieber. Da es meinem Sohn aber gefallen hat, gebe ich 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.02.2020

Immer aktuelles Thema dem die Tiefe fehlt

Ich bin V wie Vincent
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Ein Jugendbuch über ein immer aktuelles Thema.

Milo ist mit seiner Familie von Namibia nach Deutschland gezogen. Doch dieser Umzug tut der Familie nicht gut und entfremdet sie immer mehr. Und in der neuen ...

Ein Jugendbuch über ein immer aktuelles Thema.

Milo ist mit seiner Familie von Namibia nach Deutschland gezogen. Doch dieser Umzug tut der Familie nicht gut und entfremdet sie immer mehr. Und in der neuen Schule läuft es auch nicht so gut, denn Max hat es auf Milo abgesehen.

Das Thema dieses Buches ist nicht neu, Mobbing ist überall. Entweder hat man es selbst erlebt als Opfer, war Täter oder eben einer der Zuschauer, der sich nicht getraut hat etwas zu unternehmen. Ich kenne niemanden, der nicht irgendwie damit in Berührungen gekommen ist. Somit ist es brandaktuell, aber auch teilweise schon ein wenig „ausgelutscht“. Hier bedient sich die Autorin auch wieder vieler Klischees, der Neue aus dem Ausland mit komischem Nachnamen, der dem Klassenchef in die Quere kommt. Und ehrlich gesagt verrät mir der Klappentext schon zu viel. Da hätte ein kürzerer Aufhänger gereicht.
Milo ist ein lieber Charakter, möchte nicht zu sehr auffallen und bleibt so in der Schule eher zurückhaltend, was er aber durch „V wie Vincent“ kompensiert. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, wechselt aber auch zu Nike und am Ende auch kurz zu Carl, dem Bruder. Das hat mir gut gefallen, um die Gedankengänge besser verstehen zu können. Doch trotz diesem Wechsel ist der Funke nicht komplett übergesprungen. Ich denke, ich bin schon zu alt für dieses Buch, für jüngere Leser passend zur Altersgruppe der Schüler ggf. etwas jünger kann ich es definitiv empfehlen. Sie werden sich besser damit identifizieren können. Was mich besonders gestört hat, waren teilweise die Lehrer und ihr Verhalten. Und leider ist das aber wirklich so. Es gibt wenige Lehrer, die agieren und reagieren, wenn sie Mobbing bemerken.
Für mich war die Geschichte und der Hergang zu konstruiert und vorhersehbar. Dennoch bin ich gut unterhalten worden und die Geschichte lässt sich gut und schnell lesen. Und dieses Thema kann man nicht oft genug erwähnen. Hier ist es wenigstens angenehm verpackt.

Ein schönes Buch mit einem wichtigen Thema.