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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2019

Mir fehlte die Spannung

Einer wird sterben
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Stella Johannsen lebt mit ihrem Mann in der Blumenstraße. Seit dem schweren Unfall vor sechs Jahren, leben sie in Angst. Und dann steht plötzlich ein Auto in der Straße. Ein Auto mit zwei Insassen, die ...

Stella Johannsen lebt mit ihrem Mann in der Blumenstraße. Seit dem schweren Unfall vor sechs Jahren, leben sie in Angst. Und dann steht plötzlich ein Auto in der Straße. Ein Auto mit zwei Insassen, die dort tagelang sitzen. Haben sie eine Ahnung, was in der Vergangenheit passiert ist?

Dieses Buch klang vielversprechend, nervenaufreibend und spannend. Leider muss ich sagen, dass ich doch sehr enttäuscht von der Geschichte bin. Mir hat ab Beginn die Spannung gefehlt, denn es sind zwar viele Seiten, letztendlich passiert aber eher wenig. Und dann ist da noch Stella, zu der ich einfach keinen Bezug herstellen konnte. Sie kam mir so unselbstständig vor und ging mir schnell auf die Nerven mit ihrer Art. Sie lebt wie in einem Käfig, ganz allein und isoliert. Auch die Nachbarschaftsgeschichte und ihre Vergangenheit haben mich zwar unterhalten, aber haben die Geschichte nicht spannender gemacht. Der Stil von Wiebke Lorenz hat mir hier schon gefallen und das Buch war schnell gelesen, doch von der Geschichte her, hatte ich mehr erwartet. Mehr Psychothrill, mehr Überraschungen und dann nicht so ein abruptes Ende, das doch sehr konstruiert wirkte.

Mir fehlte durchweg die Spannung. Stellenweise musste ich mich zum Lesen zwingen.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Regt zum Nachdenken über die heutige Gesellschaft an

Der Wal und das Ende der Welt
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Das Fischerdorf St. Piran ist fast wie das Ende der Welt. Ein winzig kleiner Küstenort, abgeschieden vom Rest der Menschheit. Und ein gestrandeter Mann wirbelt das ganze Leben durcheinander.

Dieses Buch ...

Das Fischerdorf St. Piran ist fast wie das Ende der Welt. Ein winzig kleiner Küstenort, abgeschieden vom Rest der Menschheit. Und ein gestrandeter Mann wirbelt das ganze Leben durcheinander.

Dieses Buch wurde mir mehrfach empfohlen und ich muss sagen, dass ich eine andere Geschichte erwartet hatte. Joe, ein ehemaliger Banker, und das kleine Dort St. Piran sind eine interessante Konstellation. Unterschiedlicher können Menschen eigentlich nicht sein. Doch Joe integriert sich sehr gut in die fast ein wenig rückständige Welt der Dorfbewohner. Sein großes Geheimnis gibt er erst im Laufe der Geschichte preis und nur die kurzen Einblicke in seine Vorgeschichte geben schon einen kleinen Hinweis in welche Richtung es denn gehen könnte. Dieses mögliche Szenario mit dem Kollaps hat mich sehr zum Nachdenken über das heutige Leben und Konsumverhalten der Menschen gebracht. Eigentlich ist so eine Situation unvorstellbar und doch kann eine falsche Entscheidung so etwas auslösen. Der Mittelteil hatte zu viel Informationen, auch über das kleine Dorf und seine Einwohner und am Ende gab es das große Happy End, was mir persönlich zu viel des Guten war.

Ein großartiges Buch, welches Raum für Spekulation lässt und zum Nachdenken über das eigene Leben und die Gesellschaft lässt. Hat mir gefallen.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Interessante Idee, aber zu langwierig

Secret Keepers 1: Zeit der Späher
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Ruben lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und verbringt die Tage draußen, obwohl er das eigentlich nicht soll. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er eine Taschenuhr, die nur einen Stundenzeiger ...

Ruben lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und verbringt die Tage draußen, obwohl er das eigentlich nicht soll. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er eine Taschenuhr, die nur einen Stundenzeiger hat. Bei der Suche nach der Herkunft stößt er auf ein großes Geheimnis und gerät in Gefahr.

Dieses Kinderbuch hat mich gleich angesprochen. Die Idee mit der unsichtbarmachenden Uhr ist außergewöhnlich, die Umsetzung war mir etwas zu langwierig. Im Verlauf der Geschichte fehlt ein wenig die Spannung, es gibt zwar haufenweise kurze Momente, die wirklich interessant sind, doch das hält sich einfach nicht. Man wartet dauernd auf den großen Knall oder die Entdeckung des Geheimnisses, doch das zieht sich durch die komplette Geschichte und dann hört sich plötzlich auf. Mittendrin, ohne weitere Erklärungen. Gut ist, dass der zweite Teil mit dem ersten erscheint, aber eventuell hätte man die beiden zusammenfassen können oder wenigstens diesen ersten Teil straffen. Denn es gibt viele Informationen, die man einfach nicht benötigt. Dann finde ich auch das Armutsthema für ein Kinderbuch zu heftig, wie auch die Schatten an sich. Da kann man regelrecht Angst bekommen. Zudem ist Ruben kein Vorbildcharakter. Sein Verhalten ist nicht entgegenkommend und er ist ein wirklicher Einzelgänger. Den Großteil seiner Mitmenschen, egal, ob sie ihm helfen wollen oder nicht, stößt er vor den Kopf und macht sein Ding allein.
An sich hat mir die Geschichte gefallen, es hat sich gut lesen lassen. Aber es ist definitiv ausbaufähig.

Ein interessantes Buch, aber nicht für ganz so junge Kinder geeignet. Man kann hier schnell die Leselust verlieren.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Schönes Setting

Nayla 1: Die Tochter des Paradieses
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Teil 1 der Dilogie

Nayla lebt gewissermaßen im Paradies. Auf einer wunderschönen Insel mit faszinierenden Kräften. Doch diese traumhafte Welt wird immer wieder von Flutwellen erfasst und überflutet. Als ...

Teil 1 der Dilogie

Nayla lebt gewissermaßen im Paradies. Auf einer wunderschönen Insel mit faszinierenden Kräften. Doch diese traumhafte Welt wird immer wieder von Flutwellen erfasst und überflutet. Als eines Tages ihre Adoptivschwester Opfer dieser Gewalt wird, versucht sie alles um sie zu rächen.

Hier hat mich das Cover angesprochen und auch der Klappentext hat mir direkt zugesagt. Anfangs hatte ich leider so meine Probleme, was einerseits etwas an Nayla lag, an ihrer doch recht großen Klappe und weil mir der rote Faden und der Durchblick gefehlt haben. Anderseits lag es dann der Vielzahl an Rechtschreib- und Grammatikfehler, als ob das Buch noch nicht korrekturgelesen wurde. Das hat während des gesamten Buches die Lesefreude etwas getrübt. Doch ansonsten hat es mich ab der Flutwelle, bei der Anela verschwindet, gefangen genommen. Ich wollte unbedingt mehr von den Moana erfahren, wie alles zusammenhängt und was dahintersteckt. Die Autorin hat hier eine zauberhafte Geschichte mit erbitterten Feinden geschaffen und hat so manche Überraschung im Gepäck. Nayla erzählt größtenteils die Geschichte, wobei es auch kurze Abschnitte aus Thien’s Sicht in kursiver Schrift gibt. Letztendlich gibt es aber auch zum Schluss kein wirkliches Ende und es bleiben noch jede Menge Fragen offen, die hoffentlich in der Fortsetzung der Dilogie beantwortet werden.

Eine schöne Geschichte mit einem wunderschönen Setting.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Hat noch Luft nach oben

Hunting the Beast 1: Nachtgefährten
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Eine etwas andere Adaption des Märchens „Rotkäppchen“.
Dot ist eine Red und macht Jagd auf die Werwölfe. Doch plötzlich ist die Jagd verboten und Dot soll gemeinsam mit einem Werwolf einen Mordfall klären.

Der ...

Eine etwas andere Adaption des Märchens „Rotkäppchen“.
Dot ist eine Red und macht Jagd auf die Werwölfe. Doch plötzlich ist die Jagd verboten und Dot soll gemeinsam mit einem Werwolf einen Mordfall klären.

Der Einstieg hat mich direkt neugierig gemacht. Der Stil war direkt fesselnd und ich wollte unbedingt mehr über Dot und den Angriff wissen. Der Sprung in die aktuelle Zeit war mir dann fast zu schnell, da man zuerst wenig über die Rotkäppchen erfährt. Auch Dot blieb mir anfangs ein Rätsel. Sie war sehr wankelmütig und eigentlich ja schlau, aber in einem Punkt wirklich total schwer von Begriff. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Dot und Ben geschildert (beides nur Abkürzungen) und so bekommt man doch einen guten Einblick in die doch sehr verschiedenen Welten der beiden. An manchen Stellen gab es meiner Meinung nach zu viele unwichtige Details, an anderen Stellen hätte ich mir ein paar mehr Informationen gewünscht. Vorallem zum Schluss haben sich die Ereignisse überschlagen und ich hätte hier gerne ein paar Seiten mehr gehabt, um zu einem abschließenden Ende zu kommen. So kam mir der Abschluss etwas zu hastig und nicht voll vor. Die Autorin schreibt aber sehr angenehm und mir hat es Spaß gemacht in die Welt der Reds und der Nachtwesen einzutauchen.

Ein angenehm zu lesendes Buch, das noch ein wenig Luft nach oben hat. Zum Ende hin ging es mir persönlich zu schnell.