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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine faszinierende Welt

Die Hüterin der Welten
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„Die Hüterin der Welten“ von Sabine Schulter ist 2016 im Verlag Books on Demand erschienen.

Néle, eine ganze normale junge Frau, führt ein Leben das mit Arbeit voll gepackt ist. Sie ahnt nichts davon, ...

„Die Hüterin der Welten“ von Sabine Schulter ist 2016 im Verlag Books on Demand erschienen.

Néle, eine ganze normale junge Frau, führt ein Leben das mit Arbeit voll gepackt ist. Sie ahnt nichts davon, dass ihr Leben bald eine ungeahnte Wendung machen wird. Denn der Schleier zwischen den einzelnen Welten wird immer dünner und so landet Néle plötzlich in dem Land Loreen. Dort trifft sie auf eine faszinierende Welt mit vielen ihr unbekannten Lebewesen, die leider gerade mitten im Krieg steckt. Und so muss sich Néle entscheiden: Nimmt sie ihr Schicksal an oder nicht? Denn es scheint, als wäre sie die einzige Person, die es schafft die Weltenuhr und die Schleier wieder zu festigen…


"Die richtig guten Dinge weiß man erst zu schätzen, wenn man sie verloren hat"
Ein wunderschönes Zitat, mit dem die Autorin so recht hat.
Ich durfte ein Freiexemplar in der Leserunde mitlesen. Allein schon das zauberhafte Cover ist wunderschön und hat meine Neugier geweckt, wie auch der Prolog in dem man kurz etwas über die Weltenuhr und die Welt Loreen erfährt. Ich war ab Beginn gefesselt, schon allein die Idee mit der Weltenuhr, den verschiedenen Welten, die aneinander grenzen konnte die Autorin mich richtig begeistern. Und der Schreibstil passt perfekt zur Geschichte und passt sich auch den Personen immer ein wenig an. Die Wörter sind nur so an mir vorbei geflogen und ich konnte gar nicht mehr aufhören. Mit den atembaurenden Ortsbeschreibungen habe ich mich sofort in dieser Welt wohlgefühlt und den Aufenthalt so sehr genossen. Auch die faszinierende Tierwelt hat mich begeistert. Die Autorin hat hier eine Geschichte mit umfangreicher Tier- und Naturwelt erschaffen und all ihre Ideen sind super umgesetzt. Es passt einfach alles und es gibt keine Unstimmigkeiten.
Auch die Charaktere sind sehr ausdrucksstark und waren mir gleich sympathisch. Néle macht eine richtige Wandlung durch und lernt durch diese Weltenwanderung viel über sich und über das Leben. Die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt, ergänzen sich und machen dieses Buch zu einem unvergleichen Leseerlebnis mit vielen Emotionen, das mir sehr angenehmen Lesestunden beschert hat.


Die Autorin hat mit diesem Buch eine faszinierende Welt erschaffen, in der man richtig tief eintauchen kann und sich sofort wohlfühlt. Ich war richtig traurig, dass die Geschichte zu Ende war. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, denn es hat mir bezaubernde Lesestunden geschenkt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine bewegende Lebensgeschichte

Die Frau, die allen davonrannte
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„Die Frau, die allen davonrannte“ von Carrie Snyer ist 2016 im btb Verlag als Hardcoverausgabe erschienen.

Aganetha Smart, einst Gewinnerin einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen als Läuferin, ...

„Die Frau, die allen davonrannte“ von Carrie Snyer ist 2016 im btb Verlag als Hardcoverausgabe erschienen.

Aganetha Smart, einst Gewinnerin einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen als Läuferin, ist mittlerweile in einem Altenheim und alle ihre Verwandten sind bereits gestorben. Sie bekommt nie Besuch, bis eines Tages zwei junge Leute auftauchen um ein Interview mit ihr zu führen. Ein Interview über ihren Erfolg und ihre Vergangenheit, in der Aganetha oft davon lief. Aber vor der eigenen Vergangenheit kann man nicht davon laufen..

Ich durfte ein Freiexemplar von diesem besonderen Buch lesen. Das Cover hat mich schon angesprochen, ich konnte mir aber nicht wirklich viel darunter vorstellen, um was es denn nun geht. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive verfasst und erzählt Aganetha's Geschichte. Wir beginnen in der Jetzt-Zeit, aber der Großteil des Buches besteht aus Erinnerungen und Rückblenden in die Vergangenheit. Das hat mir gut gefallen, die Erinnerungen anfangs sogar besser wie das aktuelle, da ich in diesen Abschnitten nicht wirklich wusste, was ich mit Kaley usw. anfangen soll.
Der Erzählstil ist angenehm zu lesen und einzig durch die übergangslosen Zeitsprünge, war ich manchmal ein wenig verwirrt, in welcher Zeit die Geschichte gerade spielt. Auch die langen Kapitel waren ungewohnt, aber doch in angenehm kurze Abschnitte eingeteilt, so dass ich auch mal unterbrechen konnte.
Bei mir kamen die Gefühle intensiv an, ich war sehr bewegt. Den Kampf den Aganetha ausführt, jede Entscheidung, jede Erfahrung, die sie erlebt, haben sie zu dem Menschen gemacht, der sie am Ende ihres Lebens ist. Dieses Buch handelt vom Lauf des Lebens, ist auch immer wieder etwas ernst, und man sieht wieder einmal, dass die Vergangenheit einen immer wieder einholt. Ich konnte mich gut in Aganetha versetzen und auch ihre Gefühle nachvollziehen. Sie kämpft gegen die Tücken des Lebens, hat mit unvorhergesehenen Schicksalsschlägen zu kämpfen und versucht dabei eigentlich nur ihren Platz im Leben zu finden.


Für mich ein schönes Buch, das eine bewegende Lebensgeschichte erzählt. Ich kann es empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eines meiner Highlights in 2016

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" von Petra Hülsmann ist 2016 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Isabelle braucht ihre feste Planung und zwar bis ins allerkleinste Detail. Dazu gehören z. B. ihre Daily ...

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" von Petra Hülsmann ist 2016 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Isabelle braucht ihre feste Planung und zwar bis ins allerkleinste Detail. Dazu gehören z. B. ihre Daily Soap, ihr Arbeitsplatz im Blumenladen und auch die tägliche Mittagssuppe im Restaurant gegenüber.
Doch damit ist eines Tages Schluss, denn der ambitionierte Koch Jens übernimmt das Restaurant und schmeißt alles über den Haufen. Im Schlepptau hat er seine aufmüpfige Teenieschwester Merle. Und prompt ist Isabelle's ruhiges Leben vorbei. Merle bringt alles durcheinandern und jeder Versuch, Merle nicht zu mögen, scheitert kläglich und das ist noch lange nicht das Ende der Veränderungen...
Eine Geschichte über das Leben, dass man einfach nicht planen kann!


Dies ist mein erstes Buch der Autorin und mich hat das Cover gleich verzaubert. Die Farben und die Blumen harmonieren einfach perfekt.
Der locker-flockige Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an gefesselt und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen (außer ich musste :D)
Isabelle ist ein richtiges Gewohnheitstier und fast ein bisschen durchgeknallt, da wirklich alles 100 % geplant sein muss und jede Abweichung ihrer Planung wirft sie aus der Bahn. Trotz alledem ist sie ein sehr sympathischer Charakter und auch die liebevollen Sticheleien zwischen Isabelle und Jens haben es mir regelrecht angetan. Die anderen Charaktere sind auch so bildlich beschrieben und ich habe mich in Knut den Taxifahrer mit seinen Liebestipps verliebt!
Die komplette Geschichte ist stimmig und flüssig und die Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen. Ich war von Anfang an mitten in der Geschichte dabei und die Autorin schafft es ein Feuerwerk der Gefühle an den Leser zur bringen, mit Höhen und Tiefen, so wie das wirkliche Leben eben auch ist, es ist von allem etwas dabei.
Die Gefühle kamen 100 % bei mir an und ich habe mitgefiebert, gelittet, geliebt und auch getrauert.
Jens Kochkünste und die Gerichte lassen dem Leser nur so dahinschmelzen, vor allem das Schokoladenmalheur. Dieses Rezept findet man sogar im Buch!

Eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte, die mich geplättet zurück gelassen hat. Ich kann sie nur empfehlen! Dieses Buch ist eines meiner Highlights in 2016!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schwacher Anfang, starkes Ende

Touched 2: Die Schatten der Vergangenheit
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Das Hörbuch zum zweiten Teil der Touched-Reihe "Die Schatten der Vergangenheit" von Corrine Jackson ist 2013 im Silberfisch Verlag erschienen und ist eine gekürzte Lesung mit der Sprecherin Annina Braunmiller.


Die ...

Das Hörbuch zum zweiten Teil der Touched-Reihe "Die Schatten der Vergangenheit" von Corrine Jackson ist 2013 im Silberfisch Verlag erschienen und ist eine gekürzte Lesung mit der Sprecherin Annina Braunmiller.


Die Geschichte um Remy und Asher, um Heilerinnen und Beschützer geht weiter.
Remy hat von ihrer Mutter noch als letzte Information bekommen, wie sie Kontakt zu ihrem Großvater aufnehmen kann. Und als dieser Remy bittet, dass sie ihn besucht, kommt sie dieser Bitte nach. Er scheint sehr nett zu sein und ist sehr besorgt um sie. Dennoch verrät sie ihm nicht allzu viel, da auch Asher sehr misstrauisch ist. Dann wird eine Heilerin der Gruppe ermordet und ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse. Wer hat sie verraten?


Da ich bereits den 1. Teil gehört habe, habe ich mir diesen auch geholt. Die Cover der Reihe haben mich nie so ganz angesprochen, aber die Hintergrundfarbe finde ich wirklich schön. Die Sprecherin Annina Braunmiller macht ihre Sache wieder gut, sie bringt die Emotionen stimmlich super rüber und spielt auch mit verschiedenen Stimmlagen.
Ich muss sagen ich war anfangs ein wenig enttäuscht, da sich die erste Hälfte ein wenig hinzieht und die Szenen nur so vor sich hin plätschern. Man lernt viele neue Personen kennen und es passiert nichts großartiges. Zur Hälfte hin, kommt aber die Spannung und ich habe regelrecht mit gefiebert.
Meine Ahnungen zum Thema Großvater wurden dann auch bestätigt und die Geschichte war dann fesselnd und ich musste unbedingt zu Ende hören.
Durch das offene Ende, das mich bewegt hat, will ich unbedingt noch Teil 3 haben. Aber leider nur als Buch, da keine Hörbuchfassung in Planung ist.


Trotz schwächelndem Anfang in diesem Teil kann ich die Reihe an sich empfehlen. Ich bin auf Teil 3 gespannt und werde mir diesen noch zulegen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat mich nicht gepackt

Saukerl
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Das Verlags-Debüt von Ulrich Radermacher "Saukerl" ist 2016 im Gmeiner Verlag erschienen.

Der Schweinebauer Anton Huber wird erschossen im Stall gefunden. Es gibt viele die ein Motiv hatten, der Nachbar, ...

Das Verlags-Debüt von Ulrich Radermacher "Saukerl" ist 2016 im Gmeiner Verlag erschienen.

Der Schweinebauer Anton Huber wird erschossen im Stall gefunden. Es gibt viele die ein Motiv hatten, der Nachbar, die Ehefrau, die Geliebte und der halbe Ort. Doch dann wird auch seine Frau Maria tot gefunden. War es Selbstmord? Der Kommissar Alois Schön und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und decken ein Familiendrama auf, dass sie an den Menschen zweifeln lässt.

Das Cover ist recht einfach, passt aber zum Thema Stall und auch der Titel passt schon zum Buch.
Die Kapitel sind von der Länge her in Ordnung und auch immer wieder in Absätze unterteilt. Und gerade diese Absätze haben meinen Lesefluss noch gestoppt, da ich nicht verstehen konnte, warum mitten in der Szene ein Absatz gesetzt wurde. Wobei der Schreibstil des Autors flüssig ist und sich gut lesen lässt.
Ich habe schon schwer ins Buch hinein gefunden und das ist leider nicht wirklich besser geworden. Für mich war der Dialekt teils übertrieben und auch die Personen waren mir nicht wirklich sympathisch. Ich habe mich die ganze Zeit als Betrachter von außen gefühlt, da ich mir nicht mal die Orte richtig vorstellen konnte, es war mir nicht bildlich genug beschrieben.
Die Ermittlungen gehen recht langsam voran und die Ermittler versteifen sich teils auf Personen. Für mich war leider der Täter vorhersehbar und auch viele kleine Szenen und Reaktionen, die der Autor durch kleine Einschübe verraten hat.
Da habe ich definitiv schon bessere Krimis gelesen, die auch spannender waren.

Von mir gibt es keine klare Leseempfehlung, ich bin mit der Geschichte und den Charakteren nicht ganz warm geworden.