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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2021

Viel Drama

Der Himmel ist hier weiter als anderswo
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„Der Himmel ist hier weiter als anderswo“ hat mich zu Beginn rundum angesprochen.
Der Titel ist ungewöhnlich, das Cover so nett, so hell, so frisch. Der Klappentext verspricht viel und der Schreibstil ...

„Der Himmel ist hier weiter als anderswo“ hat mich zu Beginn rundum angesprochen.
Der Titel ist ungewöhnlich, das Cover so nett, so hell, so frisch. Der Klappentext verspricht viel und der Schreibstil packt. Auf den ersten Seiten.

Die verwitwete Musikerin Fee zieht mit ihren vier Kindern auf das Land, in das Alte Land an der Elbe, nachdem ihr in Hannover die Wohnung und der Job gekündigt wurde.
Da fängt es schon an. Gleich dreimal Drama: Tod, Jobverlust und drohende Obdachlosigkeit.

Und so geht es weiter. Innerhalb von wenigen Wochen gibt es dramatische Wendungen bei jedem Kind, mit dem Haus und den Beziehungen. Es ist einfach zu viel. Und gleichzeitig zu wenig, weil alles gefühlt nur angeschnitten wird.
Fee bricht ein Date ab und eilt nach Hause, weil ihre eine Tochter plötzlich überhaupt nicht mehr spricht. Diese Begebenheit ist danach vergessen. Das Kind wieder soweit ok.

Fee wirkt auf mich naiv, geradezu dumm und ist mir wahnsinnig unsympathisch. Die anderen Protagonisten mag ich mehr. Ich finde, man hätte ganz viel Tolles aus dem Buch, dem Thema, dem Setting machen können, auf diese Weise hat mich das Buch leider überhaupt nicht überzeugt. Zu viel Drama, zu wenig Hintergrund, zu seicht, zu oberflächlich.


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Veröffentlicht am 23.07.2021

Unsympathisch

Laudatio auf eine kaukasische Kuh
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Dieses Buch hat mich leider enttäuscht.
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, er versprach viel Spaß, viel Humor und eine interessante Entwicklung.
Das Cover beziehungsweise den Einband ...

Dieses Buch hat mich leider enttäuscht.
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, er versprach viel Spaß, viel Humor und eine interessante Entwicklung.
Das Cover beziehungsweise den Einband finde ich auch prima, hübsch bunt und künstlerisch.

Aber die Geschichte hat mich dann überhaupt nicht überzeugt.

Die Protagonistin Olga ist mir unsympathisch, eine Endzwanzigerin, die Medizin studiert und sich nicht gegen die Mutter durchsetzen kann. Sie verleugnet ihre georgischen Wurzeln, die Familie ist ihr peinlich. Sie tut alles um ihre Studienwelt und ihren festen Freund von ihrer Familie zu trennen. Da lügt sie lieber, dass sich die Balken biegen, nicht einmal eine medizinisch nötige Untersuchung der Mutter lässt sie ihr Rückgrat finden.

Der stalkende Jack ist auch nicht besser. Das soll wohl sehr romantisch sein, ich finde es furchtbar und gefährlich und genauso unsympathisch wie Olga.

Trotz dieser Mängel konnte ich das Buch gut lesen. Es hat einen gewissen Witz und der Schreibstil ist angenehm.

Trotzdem würde ich es keines Falls weiterempfehlen, an den furchtbaren Figuren ändert leider der beste Ausdruck nichts.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Zu viel des Guten

Eine Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule - Erstlesebuch für Kinder ab 5 Jahren
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„Eine Freundin für Mia“ ist ein Buch zum Mitlesen für Vorschüler beziehungsweise eher für Vorschülerinnen.

Das Layout ist sehr gelungen, die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und sehr ...

„Eine Freundin für Mia“ ist ein Buch zum Mitlesen für Vorschüler beziehungsweise eher für Vorschülerinnen.

Das Layout ist sehr gelungen, die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und sehr kindgerecht.

Das Thema des Buches, die kleine Mia auf der Suche nach einer Freundin in der neuen Schule ist durchaus ein Thema, dass Kinder im Vorschulalter anspricht, es entspricht ihrem Weltbild, ihrer Erfahrungswelt.
Allerdings ist Mia schon ein bisschen blöder und oberflächlicher als Kinder in dem Alter eigentlich sind. Meine Tochter fand es sehr dumm, dass sie eine Prinzessin sucht und keine nette Spielkameradin. Außerdem ist es definitiv too much, dass Klettergerüste für Jungs sind.
Selbst für kleine Mädchen mit Prinzessinenallüren entspricht dieses absolut nicht der Wahrheit.

Auch die Umsetzung der Mitlesebilder ist nicht wirklich gut gelungen.
Die Idee Bilder der Mädchen anstatt der Namen zu benutzen, stört den Lesefluss und sorgt regelmäßig für Verwirrung und sogar Frust.

Schade finde ich auch die Kürze, drei Kapitel und das Buch ist durchgelesen.

Gelungen finden wir die Leserätsel zum Schluss.


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Veröffentlicht am 23.07.2021

Vielfalt, Toleranz und Freunde

Die Schlotterbeck-Chroniken
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Die Schlotterbeck Chroniken sind ein ganz großartiges Buch für Jugendliche. Junge Jugendliche, denke ich.

Aber auch als Erwachsene hatte ich viel Spaß beim Lesen.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam ...

Die Schlotterbeck Chroniken sind ein ganz großartiges Buch für Jugendliche. Junge Jugendliche, denke ich.

Aber auch als Erwachsene hatte ich viel Spaß beim Lesen.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und rasant und richtig spannend. Mitunter auch ganz schön gruselig.

Die Charaktere sind sehr detailliert beschrieben und mehr oder minder sympathisch. Nett fand ich auch die Zusammenkunft verschiedener Arten von Monstern, nicht nur die üblichen Vampire und Zombies, es gibt auch Schreckritter und Doppelköpflinge.

Allerdings gab es für mich auch einige Ungereimtheiten.
Die Abenteuer folgten sehr schnell aufeinander und trotzdem waren plötzlich die Sommermondferien bereits vorbei.

Dieses Buch ist der Beginn einer Reihe. Es birgt viele Möglichkeiten für neue Abenteuer, ein paar werden schon angerissen. Es wird spannend weiter gegen.

Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, trotz einiger logischer und grammatikalischer Schwächen.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Tierisch gut

Evie und die Macht der Tiere
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Das Titelbild ist schon alleine ein Hingucker. In Signalgelb macht es auf sich aufmerksam und das weit aufgerissene Löwenmaul wird doch wieder durch das pfiffige Lächeln von einem Mädchen, ...

Das Titelbild ist schon alleine ein Hingucker. In Signalgelb macht es auf sich aufmerksam und das weit aufgerissene Löwenmaul wird doch wieder durch das pfiffige Lächeln von einem Mädchen, Evie, relativiert.

In diesem Tierbuch geht es weniger um Kuscheltiere, als um sämtliche reale Vertreter ihrer Spezies, bis hin zu Insekten. Mit ihnen allen kann Evie durch ihre außergewöhnliche Begabung kommunizieren.

In diese außerordentlich fantastische Geschichte verpackt Matt Haig ganz unauffällig zwei pädagogische Gedanken.

Erstens kann man nicht zwischen wertvollen und weniger wertvollen Lebewesen unterscheiden, denn das Leben geht nur weiter, wenn alle überleben, es bedingt sich gegenseitig.
Zum anderen geht es um das Wertschätzen seiner Gaben, so wie Evie mit ihrer ja Großes bewegen kann, in dem sie mit den Tieren sprechen kann. Und natürlich auch um die Verantwortung, die mensch dadurch besitzt.


Ich finde dieses Buch durchweg empfehlenswert, es ist altersangemessen aufgebaut und geschrieben.
Die Geschichte ist unterhaltsam und fesselnd.

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