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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2026

Dystopie

Insel der Ratten
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Dieses Buch stürzt mich in einen Zwiespalt:
Ich mag Jo Nesbø, ich mag vor allem seine Art zu schreiben, er hat keine Berührungsängste mit schwierigen sozialen und gesellschaftlichen Themen.
Aber ...

Dieses Buch stürzt mich in einen Zwiespalt:
Ich mag Jo Nesbø, ich mag vor allem seine Art zu schreiben, er hat keine Berührungsängste mit schwierigen sozialen und gesellschaftlichen Themen.
Aber ich mag keine Dystopien.

Dieses Buch ist also sehr gut geschrieben, es ist atmosphärisch dicht und düster und es passt alles. Vor allem passt es zur Kernfrage: Rache oder Gerechtigkeit.

Schwere Schicksale, für mich teilweise nicht nachvollziehbar, wie es noch arbeitende Beamte geben kann, wenn Jugendbanden marodieren.
Diese Welt passt für mich hinten und vorne nicht.

Aber der Kern, das Thema, das ist großartig. Großartig umgesetzt.

Ein kurzes kompaktes Buch, das aber noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.
Aber für mich auch wieder eine Bestätigung: ich mag keine Dystopien, auch nicht wenn sie herausragend geschrieben sind.

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Veröffentlicht am 16.06.2026

Großartige Satire

Verlorene Schäfchen
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Dieses Buch hat mich vollends begeistert!

Madeline Cash schreibt über eine dysfunktionale amerikanische Familie.
Die einzelnen Charaktere sind wunderbar spitz überzeichnet, das ganze Buch, ...

Dieses Buch hat mich vollends begeistert!

Madeline Cash schreibt über eine dysfunktionale amerikanische Familie.
Die einzelnen Charaktere sind wunderbar spitz überzeichnet, das ganze Buch, die gesamte Geschichte ist herrlich frech und spritzig geschrieben.
So werden mit einem Augenzwinkern sämtliche aktuellen Themen verarbeitet: Religion, Untreue, Terror, Hochbegabung, Teenagerbeziehungen, Perspektivlosigkeit, Korruption, ach und noch so viel mehr.

Das hört sich nach schwerer Kost an, ist aber federleicht, ohne dabei jemals albern zu sein. Übertrieben, überspitzt und absurd, das ja, das macht auch den Zauber des Buches aus.

Auch den Aufbau mit den wechselnden Perspektiven finde ich absolut gelungen. Er passt perfekt zur Geschichte und lässt die Lesenden die Tragik und Komik der Situation spüren und die einzelnen Charaktere und ihre Beweggründe werden sehr nahbar dadurch.

Ich hoffe auf viele weitere Bücher dieser großartigen Autorin!


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Veröffentlicht am 16.06.2026

Knuffig

Klein aber tot
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Klein aber tot ist ein solider Kriminalroman.
Das Besondere an ihm ist sein Setting, er spielt in den Miniaturwelten des Miniaturwunderlandes in Hamburg, dort sind die Schauplätze und die Personen ...

Klein aber tot ist ein solider Kriminalroman.
Das Besondere an ihm ist sein Setting, er spielt in den Miniaturwelten des Miniaturwunderlandes in Hamburg, dort sind die Schauplätze und die Personen auch zu bewundern.

Ansonsten ist es ein ganz solider Kriminalroman mit einer gut nachvollziehbaren Geschichte und überraschenden Wendungen.
Der eine Fall wird gelöst, der nächste bleibt offen, wir werden Jojo also wieder treffen. Und dann vielleicht auch mal den abwesenden Chef. Wobei ich da so meine Vermutungen habe.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, weder besonders anspruchsvoll noch fantasielos und platt.
Dieses Buch ist durchaus auch für jugendliche Miniaturfans geeignet, es ist recht kurz und absolut unblutig.

Gut gefällt mir auch das humorvolle, witzige in dieser Geschichte.
Klein aber tot ist insgesamt ein kleiner, kurzer und sehr unterhaltsamer Krimi für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Wunderschön und faszinierend

Supermond und Kugelblitz
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Dieses Buch ist eine wunderschöne Mischung aus Bilder- und Sachbuch für Kinder.
Die Illustrationen sind richtig künstlerisch und werden von kleinen Textblöcken ergänzt, die die verschiedenen ...

Dieses Buch ist eine wunderschöne Mischung aus Bilder- und Sachbuch für Kinder.
Die Illustrationen sind richtig künstlerisch und werden von kleinen Textblöcken ergänzt, die die verschiedenen Naturphänomene vorstellen und zum weiteren recherchieren anregen. Besonders ausführlich sind die Informationen nicht, aber sie sind kindgerecht aufbereitet und dargestellt und bieten einen guten Einstieg und Überblick.

Von einigen Naturwundern habe ich schon gehört, andere waren mir auch ganz neu. Das Thema des Buches ist wirklich faszinierend, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Es gibt so viel zu entdecken.

Dieses Buch bietet ganz viel Raum zum Entdecken und zum Staunen, das Highlight sind aber auf jeden Fall die Illustrationen. Die sind so vielfältig und abwechslungsreich und fesseln den Betrachter.

Wir sind begeistert von diesem Buch!


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Veröffentlicht am 19.05.2026

Unangenehm und unsympathisch

Strandopfer
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Strandopfer soll ein Reihenauftakt sein, für mich wird es definitiv keiner.

Die Geschichte ist wirr, konstruiert, es dreht sich permanent im Kreis, die Wendungen und Auflösungen, geschweige ...

Strandopfer soll ein Reihenauftakt sein, für mich wird es definitiv keiner.

Die Geschichte ist wirr, konstruiert, es dreht sich permanent im Kreis, die Wendungen und Auflösungen, geschweige denn die Motive sind nicht nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist mir wahnsinnig unsympathisch, es soll wohl schnodderig und lässig rüberkommen, aber es ist reine Fäkalsprache. Nicht schön zu hören!

Am schlimmsten aber sind die Charaktere, ganz besonders die deutsche Ermittlerin. Ich denke, egal wie gut die Hintergrundgeschichte auch gewesen sein könnte, mit dieser Person wird alles unerträglich.
Sie ist wohl traumatisiert, wird retraumatisiert, aber vor allem ist sie misstrauisch, paranoid und vorurteilsbelastet bis fremdenfeindlich.
Ich frage mich, ob das der Sinn dieses Buches sein soll: Vorurteile bezüglich Polen zu schüren, wenn ja, dann hat es sein Ziel erreicht. Und ich fremdschäme mich für diese unreflektierte und unsympathische Romanfigur.




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