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Veröffentlicht am 03.12.2025

Wenn die Art, wie du deinen Lebensunterhalt verdienst dir zum Verhängnis wird…

Im Kopf des Bösen – Der Happy Face Killer
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Im neuen Band von Petermann und Mattfeldt geht es um den ‚Happy Face Killer‘, der Frauen aus dem horizontalen Gewerbe mitnimmt, um diese auf kaltblütige Weise zu töten und sich ihrer zu entledigen.

Das ...

Im neuen Band von Petermann und Mattfeldt geht es um den ‚Happy Face Killer‘, der Frauen aus dem horizontalen Gewerbe mitnimmt, um diese auf kaltblütige Weise zu töten und sich ihrer zu entledigen.

Das Besondere an dieser Reihe ist, dass es sich hierbei um reale Täter und Tathergänge handelt – welche mit aktuellen Fallmethoden aufgeklärt werden. Mit dabei sind wieder unsere Autistin Sophie Kaiser und ihr Kollege Leonhard Michels.



Ich persönlich bin ein totaler Fan von Sophie und finde ihre Herangehensweise vollkommen faszinierend. Sie verfolgt ihre Ziele und lässt sich nicht durch üble Nachrede beirren oder kleinmachen. Gerade ihr analytisches Denken beeindruckt mich.

Doch leider war dieses Buch etwas schwächer, da ihre Fähigkeiten nicht so stark zur Geltung kamen, wie bisher. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass den Behörden vieles in den Schoß fällt und es eine Sophie gar nicht gebraucht hätte. Zwar hat sie gewisse Zusammenhänge verstanden, aber der Rest war eher….wie Zufall.

Auch konnte ich manche Entscheidungen nicht so recht nachvollziehen. So gibt es eine Szene, wo eine Person den Tatort nicht betreten darf, eine andere hingegen schon und dadurch Spuren hätten verwischt werden können. Das erschien mir unlogisch.

Ebenso hatte ich das Gefühl, dass es keinen richtigen Aufbau gab, sondern lediglich diverse Fakten genannt und die Hinweise miteinander verknüpft wurden. Somit war auch der Fall für mich eher mäßig und nicht wirklich spannend. Viel mehr hätte mich da auch interessiert, wie das Umfeld damit umgeht und wie diese auf bestimmte Entdeckungen reagieren.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Unglaublich tiefgehend und mit langem Nachklang

Wasser
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Der erste Band der Elemente-Reihe beruht auf einem sehr heiklen Thema, was nicht nur das Leben der Opfer durcheinanderbringt, sondern auch das der Familie des Täters.
Die Frage, die hierbei im Raum steht ...

Der erste Band der Elemente-Reihe beruht auf einem sehr heiklen Thema, was nicht nur das Leben der Opfer durcheinanderbringt, sondern auch das der Familie des Täters.
Die Frage, die hierbei im Raum steht ist: Wussten Mutter und Tochter Bescheid oder haben sie etwas davon geahnt?

Das Buch ist mit seinen knapp 150 Seiten relativ dünn und dennoch schafft es der Autor, eine so tiefgehende Geschichte zu schreiben, dass der Leser vollkommen in die Geschehnisse abtauchen kann. Denn viele Themen und Ereignisse werden angedeutet, aber nicht ausformuliert und dennoch weiß man ganz genau Bescheid, worum es geht.
Es ist sehr spannend geschrieben und durch geeignete Teaser hat die eine oder andere Beschreibung auch bei mir Unglauben oder Wut entfacht.

Die Geschehnisse werden aus der Sicht einer Frau beschrieben, wobei die Vergangenheit, welche zur aktuellen Situation führt, perfekt in die aktuellen Ereignisse eingewoben wird. Mir haben die Beschreibungen der Gedankengänge und Gefühle sehr gut gefallen und zwischenzeitlich kam bei mir auch das Gefühl auf, dass ich es mit einer weiblichen Autorin zu tun habe.

Ich bin immer noch fasziniert von diesem Schreibstil und der Geschichte selbst. Denn auch Tage nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich mich immer wieder gefragt, was ich wohl in dieser Situation getan hätte. Wie meine Reaktion ausgefallen wäre und wie ich an der Stelle der Mutter oder der Tochter reagieren würde, wenn manche ‚Geheimnisse‘ offengelegt würden.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Spannender Fantasy-Roman mit wenigen Schwächen

Das Totenvlies - Verbotenes Wissen
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Man startet direkt im Geschehen, was bei mir zunächst für eine kurze Verwirrung gesorgt hatte, weil ich es nicht gewohnt bin/war. Doch die hier entstandenen Fragen, wurden im Laufe des Buches geklärt und ...

Man startet direkt im Geschehen, was bei mir zunächst für eine kurze Verwirrung gesorgt hatte, weil ich es nicht gewohnt bin/war. Doch die hier entstandenen Fragen, wurden im Laufe des Buches geklärt und ich konnte mich nach und nach immer mehr auf das Buch einlassen.
Gerade das Glossar am Ende hat mir hier geholfen, einen groben Überblick über die Welt zu bekommen und die Figuren oder Elemente einzuordnen.

Die Perspektiven wechseln zwischen drei Personen, die unterschiedlicher nicht sein können. Damit meine ich nicht nur deren Charaktereigenschaften, sondern auch deren Wesen und Ziele. Ich fand das spannend, da ich dadurch mehrere Einblicke bekam. Doch leider ging hier auch ein bisschen die Tiefe verloren. Hier hätte mich mehr interessiert, was in den jeweiligen Charakter in bestimmten Situationen vorgeht, was ihn zu seinen Handlungen antreibt und wie der innere Monolog aussieht.

Der Schreibstil ist angenehm und die Kapitel kurz. Durch die unterschiedlichen Abbildungen am Kapitel Anfang erhält man den Einblick, aus welcher Perspektive erzählt wird, was mir gut gefallen hat.
Manchmal habe ich mir aber auch gewünscht, mehr Details aus der Welt zu erhalten und kurz anzuhalten, um ein genaueres Bild über die aktuelle Situation oder Szene zu erhalten. Hier musste ich mich an der einen oder anderen Stelle stark konzentrieren, um alles in das Gesamtbild einzuordnen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wunderbar und einfühlsam geschrieben

Rock in Peace
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Bei diesem Buch habe ich lange Zeit gehadert, wann der passende Zeitpunkt ist, um mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn primär geht es hierbei um den Verlust eines geliebten Menschen.

Die Geschichte ...

Bei diesem Buch habe ich lange Zeit gehadert, wann der passende Zeitpunkt ist, um mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn primär geht es hierbei um den Verlust eines geliebten Menschen.

Die Geschichte wird in drei große Teile aufgegliedert:
Zu Beginn findet der Unfall statt, bei dem der Musiker Erik ums Leben kommt und die Auswirkungen auf Freunde und Familie. Gerade Themen wie Vorwürfe, Schuldzuweisungen und Selbsthass werden hier aufgegriffen, wie auch die Trauer selbst.
Im zweiten Teil findet der Protagonist langsam wieder zu sich selbst zurück. Es wird beschrieben, wie schwer es ist, ins Leben zurückzufinden, welche Gedanken und Gefühle vorherrschen und wie unterschiedlich Menschen trauern können.
Am Ende steht die Heilung oder besser gesagt – der Blick in die Zukunft und wie die Erinnerungen zwar noch Schmerzen, aber ebenso schön sein können.

Im Buch wird wirklich nichts beschönigt, denn die Gefühle, Gedanken und selbstzerstörerischen Handlungen des Protagonisten werden sehr eingehend beschrieben. Ich konnte es sehr gut nachempfinden und fand mich in verschiedenen Situationen und Gedankenspiralen sehr gut wieder.
Ich mochte es, dass hier nichts vereinfacht dargestellt wird und Sibi nicht nur Fortschritte macht, sondern auch zurückfällt und in verschiedenen Situationen an die Vergangenheit erinnert wird, die wiederum etwas in ihm und seinem Umfeld auslöst.
Doch gerade das Ende hatte es in sich, da es auch zeigt, dass wir nicht allein sind mit unserer Trauer und es immer Menschen gibt, die für uns da sind und uns auffangen.

An dieser Stelle gibt es hier eine ganz klare Leseempfehlung !

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Starke Atmosphäre und sehr gelungene Wendungen

Schwarzer See
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Nach 15 Jahren eröffnet ein altes Sommercamp erneut seine Pforten, welches geschlossen hatte, nachdem drei Mädchen spurlos verschwunden sind. Um die alten Wogen zu glätten und ein bisschen publicity zu ...

Nach 15 Jahren eröffnet ein altes Sommercamp erneut seine Pforten, welches geschlossen hatte, nachdem drei Mädchen spurlos verschwunden sind. Um die alten Wogen zu glätten und ein bisschen publicity zu betrieben, lädt die Betreiberin unter anderem alte Campbewohner ein, damit diese als Betreuer dort arbeiten. Darunter auch die Person, die sich damals die Hütte mit den Verschwundenen teilte.

Gleich zu Beginn war ich Feuer und Flamme für dieses Buch.
Der Grund ist hierbei nicht nur das Thema, was mich irgendwie ein bisschen an sehr bekannte Horrorfilme erinnerte, sondern auch das Setting und die düstere Atmosphäre.
Die Geschichte beginnt zunächst noch recht ruhig, sodass man Zeit hat, sich einen Überblick über das Camp, die Personen und die Umstände zu verschaffen. Nach und nach treten seltsamen Begebenheiten auf, die im Laufe des Buches immer weiter zunehmen und sich nach und nach wie ein Puzzle zusammenfügen.

Neben den aktuellen Ereignissen erfahren wir mittels Rückblenden auch, was sich damals zugetragen hat und rollen die Geschichte langsam auf.
Die Parallelen aus beiden Zeiten fand ich spannend. Wobei ich mitunter das Gefühl hatte, dass unsere Protagonistin in der Gegenwart manchmal zu sehr in der Vergangenheit gefangen war. Das zeigt jedoch auch, welches Trauma das damalige Ereignis ausgelöst hat.

Bis zum Ende hat mich das Buch gefangen genommen, da ich ständig am rätseln war, wer für das Verschwinden der jungen Frauen verantwortlich war und welches Geheimnis Vivian und auch Emma auf der Spur sind bzw. waren.
Durch die unterschiedlichen Wendungen und die Erzählperspektive hat es der Autor perfekt geschafft, auch mich in die Irre zu leiten, da die Indizien und Beweise auf bestimmte Personen zu lenken.

Von mir gibt es an dieser Stelle eine klare Leseempfehlung!

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