Mehr Drama als Thriller
MeeresdunkelWas mich bei diesem Buch am meisten angesprochen hatte, war der Klappentext. Denn hier kommen verschiedene Faktoren zusammen, die einfach Bock machen: Urlaub, ein Family-Time, eine beeindruckende Finca ...
Was mich bei diesem Buch am meisten angesprochen hatte, war der Klappentext. Denn hier kommen verschiedene Faktoren zusammen, die einfach Bock machen: Urlaub, ein Family-Time, eine beeindruckende Finca mit Blick über die Bucht und dann noch eine Doppelbuchung.
Klingt zwar nicht ganz so nach Spaß, wie sich die Familie es wünschen würde, für mich als Leser aber nach einer Menge Konflikte, Spannungen und viel Potential. Gerade, wenn das Buch als Thriller-Highlight des Jahres betitelt wird.
Schon mit Beginn des Buches wird aber bewusst, dass es sich bei dem Ferienhaus nicht um einen Traum handelt, sondern viel eher um eine Bruchbude, wo ich mich niemals mit meinen Kindern hin getraut hätte. Gerade bei Löchern im Dach und feuchten Wänden schreit alles in mir nach einer von Schimmelversuchten Hütte, wo ich die Gesundheit meiner Liebsten niemals hätte aus Spiel gesetzt. Und dann dafür noch zahlen…. Nee Nee
Dennoch versprach es ein interessanter Urlaub zu werden. Doch leider wurde ich hier zunehmend enttäuscht. Denn mehr und mehr hatte ich das Gefühl, dass sich das Buch von einem Thriller in ein Buch voller Tragödien und Dramen entwickelt, was mir irgendwann einfach zu viel wurde. Gerade der letzte Teil hat es mir unglaublich schwer gemacht, hier noch Logiken und einen gewissen Wahrheitsgehalt zu erkennen. Da wirkte vieles einfach zu durcheinandergeworfen, unklar und nicht greifbar.
Eventuell lag es aber auch daran, dass einige der Hauptfiguren bis zum Schluss nur sehr blass blieben und ich daher nicht verstehen konnte, was diese zu der Handlung getrieben veranlasst hat oder woher plötzlich die Gefühlsregungen kommen. Wenn man mich fragt, hätten allein die Einführung von Juri und Hedwig genug Stoff geboten, um hier eine richtig gute und krasse Geschichte aufzubauen, aber irgendwie….