Profilbild von NalasBuchBlog

NalasBuchBlog

Lesejury Star
offline

NalasBuchBlog ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit NalasBuchBlog über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Schauriges Setting, aber die Geschichte trifft nicht ganz meine Erwartungen

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
1

‚Zeig mir dein Haus und ich sag dir wer du bist‘
Mit diesen einfachen Worten kann es meinem Gegenüber durchaus gelingen, mir einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Denn das eigene Zuhause ist das ...

‚Zeig mir dein Haus und ich sag dir wer du bist‘
Mit diesen einfachen Worten kann es meinem Gegenüber durchaus gelingen, mir einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Denn das eigene Zuhause ist das intimste, was es gibt. Doch gibt es dennoch Menschen, die unbekümmert anderen ihren Schlüssel überlassen, damit diese auf das Haus aufpassen, wenn es längere Zeit leer steht.

Unsere Protagonistin ist eine von den Menschen, die auf ebensolche Häuser aufpasst und dadurch Johannes kennenlernt, mit dem sie kurz darauf eine Beziehung eingeht. An einem Wochenende trifft dieser auf ihre Freunde und man kann sich durchaus vorstellen, dass nicht alle begeistert sein werden, auf ihn zu treffen.

Der Auftakt der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das lag zum einen an dem schaurig schönen Setting, was dazu einlädt, dass hier die Fantasie mit einem durchgeht. Zum anderen an den Handlungen und Schreckmomenten im ersten Teil des Buches, die einen nicht kaltlassen.
In den darauffolgenden Teilen lernen wir mehr über die weiteren Personen und erhalten wertvolle Hintergrundinformationen, die uns das aktuelle Geschehen in ein Gesamtbild einordnen lassen. Zwar ist dies mitunter sehr interessant, allerdings geht dadurch auch ein wenig von der Spannung verloren und die wirklichen Aha-Effekte bleiben aus.
Neben Nick, Johannes und Cecilia gibt es auch noch zwei weitere Personen: Anastasia und Ying. Beide sind Freunde bzw. Partner von Nick und Cecilia. Zu gern hätte ich über diese beiden Figuren noch mehr gewusst, da diese eher am Rande bleiben und sehr oberflächlich beschrieben werden und agieren.
Das Ende war wiederum sehr spektakulär und hat mich sehr verblüfft zurückgelassen. Allerdings waren manche Lösungen und Vorgehensweisen zu konstruiert und glatt, wodurch die Geschichte wiederum etwas an ihrem Reiz verloren hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2026

Eher enttäuschend - nur die Vergangenheit war interessant

Death at Morning House
0

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hat mich hier sofort das Setting angesprochen: eine abgelegene Insel mit einer alten Villa, wo ein Mord vor langer Zeit passierte.
Nun gilt es natürlich herauszufinden, ...

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hat mich hier sofort das Setting angesprochen: eine abgelegene Insel mit einer alten Villa, wo ein Mord vor langer Zeit passierte.
Nun gilt es natürlich herauszufinden, was damals geschah und nachdem auch noch eine weitere Person vermisst wird, stellt sich die Frage, ob diese Fälle etwas miteinander zu tun haben oder ob es doch alles nur Zufall ist.

Was mir hier besonders gut gefallen hatte, waren die Rückblicke in die 30er Jahre, wo wir immer mehr über die Familie, die in der alten Villa lebte, kennenlernen und wie sich ihr Tagesablauf gestaltete. Sehr schnell war bei mir der Punkt erreicht, an dem ich immer mehr aus der vergangenen Zeit wissen wollte und mich die Gegenwart so gar nicht mehr interessiert hatte. Das lag nicht nur an der Erzählperspektive, sondern auch an den Charakteren und dem Spannungseffekt.
In der Gegenwart erfahren wir alles aus Sicht der Protagonistin Marlowe, die eigentlich schon 14 ist, aber oftmals Erklärungen liefert, als wäre sie noch im Grundschulalter. Gleiches gilt für ihre Interaktionen. Die Gedankenwelt, in der wir uns befanden, fand ich irgendwann nur noch abstoßend. Denn alle weiblichen Wesen, die Marlowe begegnen sind unglaublich gutaussehend und potentielle Kandidatinnen für sie – das war mir schlichtweg einfach zu viel. Denn niemand läuft durch die Welt und denkt sich bei jedem Gegenüber ‚dich will ich küssen‘ und ‚dich will ich küssen‘ und ‚oha…diese wunderbaren Augen und diese Hände. Sie müssen mich berühren‘.
Ebenfalls entzog es sich mir, warum die Teenager plötzlich alleine auf der Insel verbleiben, nachdem ein Erwachsener verschwunden ist und keiner sich wirklich darum zu kümmern scheint.

An alle, die ebenfalls das Buch gelesen haben: Habt ihr jetzt auch eine innige Faszination mit dem Thousand Island Dressing, welches gefühlt 10 Mal in jedem Kapitel erwähnt wird??

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2026

Leider traf das Buch so gar nicht meine Erwartungen

Tragödie in drei Akten
0

Dem Klappentext zu urteilen handelt es sich hier wiederum um einen sehr interessanten Fall oder sollte ich hier lieber sagen Fälle? Immerhin geschieht nicht nur ein Mord und Poirot ist der festen Überzeugung, ...

Dem Klappentext zu urteilen handelt es sich hier wiederum um einen sehr interessanten Fall oder sollte ich hier lieber sagen Fälle? Immerhin geschieht nicht nur ein Mord und Poirot ist der festen Überzeugung, dass beide in Zusammenhang stehen oder täuscht er sich?

Wie der Name schon sagt, ist das Buch selbst in drei verschiedene Akte unterteilt.
In den ersten geschehen die Morde, im Mittelteil wird ermittelt und im dritten Akt wird nach und nach die Auflösung herbeigeführt. Oder geleitet? Oder konstruiert?
Um ehrlich zu sein, kann ich das bei diesem Buch nicht genau sagen. Denn die Auflösung ließ mich nicht nur sehr enttäuscht, sondern auch unglaublich fassungslos zurück. Das liegt nicht unbedingt an Poirots Art und Weise die Fälle zu klären, sondern wie die Morde im Zusammenhang stehen, welches Motiv sich dahinter verbirgt und was genau geschehen ist.
Es war einfach ein bisschen zu viel und was mich genau hieran stört kann ich nicht sagen, ohne die Auflösung zu verraten.

Die Ausdrucksweise fand ich dieses Mal auch wieder sehr harsch. Entweder sind die Frauen in diesem Buch unglaublich hässlich oder aber so schön, dass die Männer dieser in Scharen hinterherlaufen müssen. Ebenso wurde das Frauenbild hier so dargestellt, dass diese viel öfters ihre Männer töten, als anders herum – ist dem wirklich so? Nun….Überlegen wir mal, warum das so ist 😉
Aber Spaß beiseite, mich konnte das Buch irgendwie nicht so ganz abholen und auch die Ermittlungen bzw. Befragungen von Zeugen und potentiellen Verdächtigen fand ich nicht wirklich gelungen.
Einzig Poirot hat es wieder rausgerissen mit seinen Bemerkungen, die ich manchmal ziemlich witzig fand, dann aber auch sehr schickierend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Dieses Buch sollte unbedingt gelesen werden

Please unfollow
0

In einer Welt in der uns Social Media nicht nur täglich begleitet, sind Bücher wie dieses unerlässlich, da es Schattenseiten aufzeigt und auch zum Nachdenken anregt.
Gerade, wenn es um das RealLife geht, ...

In einer Welt in der uns Social Media nicht nur täglich begleitet, sind Bücher wie dieses unerlässlich, da es Schattenseiten aufzeigt und auch zum Nachdenken anregt.
Gerade, wenn es um das

RealLife geht, was so viele von uns teilen ohne sich wirklich Gedanken darüber zu machen, welche Konsequenzen es haben kann. Denn anhand von verschiedenen Posts, Reels, Storys und Co zeigen wir uns nicht nur selbst von unserer verletzlichsten Seite, sondern mitunter auch die Menschen um uns herum. Und genau das ist es, worum es in diesem Buch geht.

Das Hauptgeschehen spielt in der aktuellen Zeit, wo Sherry bereits 17 ist und sich aktuell in einem Camp für straffällige Jugendliche befindet, wo sie keinerlei Kontakt zu ihrem ‚alten‘ Leben, noch zum Internet besitzt. Dort soll sie lernen, was ihr Vergehen für Auswirkungen hat, Therapiestunden besuchen und nach und nach resozialisiert werden.
Nun wird sich der eine oder andere Fragen, was sie wohl verbrochen haben wird und wie sie dorthin gekommen ist. Genau das alles und wie sich ihr Leben bis dahin entwickelt hat wird in kleineren Rückblicken von YouTube-Posts klar, die ihre Eltern verfasst haben. Denn die beiden sind Stars und haben Sherry ihr ganzes Leben auf

SocialMedia gepostet, um es mit der ganzen Welt zu teilen. Dabei wurden nicht nur schöne Erlebnisse gezeigt, sondern vorzugsweise diese, die sie in ein schlechtes Licht rücken, sie verletzlich zeigen oder ihre intimsten Momente. Immer wieder wird ihr gesagt, dass die Zuschauer sie lieben, sie nur ein Goodie bekommt, wenn sie brav mitspielt und es nicht wichtig ist, wenn ihre Freunde sich nach und nach von ihr abwenden.
Was das mit einem Menschen anstellt und aus ihm macht, zeigt dieses Buch auch sehr deutlich. Denn in den Passagen, die ihr aktuelles Wesen beschreiben, bekommen wir immer tiefere Einblicke und welche Konflikte sie mit sich und der Welt hat, weil sie vieles nicht versteht oder nicht einordnen kann, ob es etwas ist, was wirklich sie möchte oder ihre Umwelt.

Für mich ein überaus großartiges Buch, welches in der heutigen Zeit mehr Präsenz haben und in keinem Klassenraum fehlten sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Gelungene Beschreibung über präsente Themen

Tausend Mal gedenk ich dein
0

Dieses Buch ist 2014 das erste Mal erschienen und eigentlich für ein Lesealter von 14 bis 17 Jahren geeignet, dennoch finde ich es durchaus spannend, dass die Themen, die vor einigen Jahren bereits präsent ...

Dieses Buch ist 2014 das erste Mal erschienen und eigentlich für ein Lesealter von 14 bis 17 Jahren geeignet, dennoch finde ich es durchaus spannend, dass die Themen, die vor einigen Jahren bereits präsent waren, heute wichtiger sind denn je. Da dieses Buch sich vor allem mit psychischen Krankheiten, Mobbing und Vorurteilen auseinandersetzt.

Auf den ersten Seiten lernen wir unsere Protagonistin Nelly und ihre beste Freundin Pina kennen, deren Freundschaft auf den ersten Blick durch nichts zu zerstören ist. Wäre da nicht die neue Mitschülerin, die aus London in Nellys Klasse gekommen ist oder die erste große Liebe.
Wird ihre Freundschaft diesen Veränderungen standhalten?

Die Geschichte ist gezeichnet von verschiedenen Vorkommnissen, die größtenteils Nellys Mitschüler betreffen. Vor allem diejenigen, welche Nelly gegenüber abfällige Kommentare äußern, geschieht kurz darauf etwas Schreckliches, was auch schnell hätte tödlich enden können. Doch auch Nelly geschehen schreckliche Dinge wie eine zerschnittene Jacke.
Schnell stellt sich hier die Frage, wer ist Opfer und wer Täter – was nicht nur im Auge des Betrachters liegt. Jeder Aktion folgt eine Reaktion. Und der Kreislauf beginnt von vorn. Auf den ersten Blick scheint hier kein entkommen aus dieser Spirale. Lediglich Elias versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen und bleibt trotz einigen Abweisungen immer an Nellys Seite.

Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und veranschaulicht nicht nur, wozu das menschliche Gehirn fähig ist, um sich selbst zu schützen. Es zeigt jedoch auch, dass es Konflikte gibt, über die wir Menschen ungern reden oder die oftmals hinter verschlossenen Türen und so lange unentdeckt bleiben, bis sie gewisse Grenzen überschreiten.

Bis auf kleinere Logikfehler ist es also durchaus ein sehr gelungenes Buch, wenn man sich mit den eingangserwähnten Gebieten beschäftigen mag.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere