Bemerkenswerte Sichtweise mit einem überraschenden Ende
Die Frau des SerienkillersWisst ihr alles über den Partner an eurer Seite? Oder gebt ihr nur vor, manches nicht zu kennen, um ihn und auch euch zu schützen und die Augen vor dem zu verschließen, was wirklich passiert?
Genau das ...
Wisst ihr alles über den Partner an eurer Seite? Oder gebt ihr nur vor, manches nicht zu kennen, um ihn und auch euch zu schützen und die Augen vor dem zu verschließen, was wirklich passiert?
Genau das gilt es auch in diesem Buch herauszufinden….
Gleich zu Beginn wird Beth ihr Mann verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, vor Jahren eine junge Frau umgebracht zu haben, da er der Letzte ist, der sie noch lebendig gesehen hat. Seither gerät das Leben von Beth immer mehr aus den Fugen und die dunklen Details aus der Vergangenheit geraten nach und nach an die Oberfläche.
Zu Beginn war ich sehr fasziniert von dem Buch, da wir meistens die Geschichten aus den Blickwinkeln der Ermittler, der Täter oder der Opfer kennen. Selten jedoch aus der Sicht der Angehörige, weshalb ich sehr angetan war. Gerade durch die wechselnden Perspektiven von Tom und Beth aus der Gegenwart und der Vergangenheit hat die Geschichte anschaulicher gestaltet.
Doch leider muss ich auch gestehen, dass dieses Interesse irgendwann verlorengegangen ist, da sich die Geschichte etwas zog. Die Auflösung und gestreuten Hinweise waren nicht wie Ostereier versteckt, sondern eher wie zäher Kaugummi, was das Lesevergnügen etwas gemindert hat.
Erst gegen Ende konnte mich das Buch wieder abholen und in seinen Bann ziehen, wo es um die Auflösung und die ganzen Hintergründe ging. Denn die hier beschriebene Wendung hätte ich so niemals kommen sehen.
Die Charaktere fand ich ganz gut gelungen. Von Tom bekommen wir jedoch nur zu sehen, was uns der Autor bzw. Beth sehen lassen möchte. Beth selbst fand ich zwischenzeitlich etwas anstrengend und wehleidig, weshalb ich sie nur zu gerne ab und zu geschüttelt hätte, damit sie aus sich herauskommt und nicht nur die Opferrolle annimmt.