Profilbild von Nancy0705

Nancy0705

Lesejury Star
offline

Nancy0705 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nancy0705 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Eine magische Geschichte

Hinter verzauberten Fenstern
0

Ich habe „Hinter verzauberten Fenstern“ von Cornelia Funke in der Hörbuchfassung mit Kathtarina Thalbach als Sprecherin gehört – ein kleines, märchenhaftes Juwel der Kinderliteratur, das viel mehr Tiefe ...

Ich habe „Hinter verzauberten Fenstern“ von Cornelia Funke in der Hörbuchfassung mit Kathtarina Thalbach als Sprecherin gehört – ein kleines, märchenhaftes Juwel der Kinderliteratur, das viel mehr Tiefe birgt, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Obwohl es sich klar an Kinder richtet, habe ich als erwachsene Hörerin einiges aus der Geschichte mitnehmen können – auf mehreren Ebenen.

Die Geschichte beginnt zur Weihnachtszeit und dreht sich um Julia, ein Mädchen, das kein besonders aufregendes Adventskalendergeschenk bekommt – jedenfalls glaubt sie das zunächst. Doch der unscheinbare Papierkalender entpuppt sich als Tor in eine andere, magische Welt, in der die Fenster nicht nur Bilder zeigen, sondern echte Türen in ein geheimnisvolles, liebevoll ausgestaltetes Paralleluniversum sind.

Was mich sofort berührt hat, ist die Grundidee: dass hinter scheinbar simplen, unscheinbaren Dingen eine ganze Welt voller Wunder liegen kann. Für Kinder ist das natürlich eine Einladung zur Fantasie, zur Vorstellungskraft, zum Staunen – aber auch für mich als Erwachsene steckt darin eine leise, fast melancholische Erinnerung daran, wie oft man im Alltag verlernt hat, das Wunderbare im Kleinen zu sehen.

Cornelia Funke schafft es, eine Geschichte zu erzählen, die kindlich und märchenhaft ist, ohne je kitschig zu werden. Sie lässt Raum für Abenteuer, aber auch für Nachdenklichkeit. Gerade die kleinen Momente, in denen Julia wächst – über sich hinauswächst – haben mich berührt. Es geht um Mut, um Verantwortung, um die Frage, was man bereit ist zu riskieren für andere. Alles verpackt in eine Geschichte, die eigentlich ganz leichtfüßig daherkommt – aber darunter einen warmen, ernsthaften Kern trägt.

Ich finde, dass das Hörbuch großes Potenzial für Kinder bereithält, und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch emotional. Die Geschichte bietet eine sanfte Einführung in Themen wie Freundschaft, Loyalität, Selbstzweifel und persönliches Wachstum – alles auf eine Weise, die zugänglich bleibt. Es gibt keinen moralischen Zeigefinger, sondern ein subtiles Erzählen, das zum Mitfühlen einlädt. Ich glaube, dass Kinder (je nach Alter) viel in Julia erkennen können – und vielleicht auch ermutigt werden, über ihre eigenen Gefühle, Ängste und Träume nachzudenken.
Auch die märchenhafte Struktur – das Spiel mit Parallelwelten, mit Rätseln und geheimen Orten – fördert die Vorstellungskraft und lädt zum „Mitträumen“ ein. Es ist eine Geschichte, die Kinder innerlich mitgestalten können, in der sie sich verlieren dürfen, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Ein zentrales Element eines jeden Hörbuchs ist natürlich die Stimme. In diesem Fall spricht Katharina Thalbach. Und hier bin ich ein wenig zwiegespalten: Thalbach liest mit viel Ausdruck und Schauspielkunst, das steht außer Frage. Sie versteht es, die verschiedenen Figuren klar voneinander zu trennen, gibt jeder Szene einen eigenen Tonfall und schafft eine lebendige Atmosphäre. Aber: Ihre Stimme ist sehr markant – rau, leicht krächzend, und sie klingt eben schon deutlich älter. Für einige Passagen funktioniert das wunderbar – etwa bei erwachsenen oder geheimnisvollen Figuren, da bekommt ihre Stimme sogar etwas Magisches. Doch bei den kindlichen Figuren, allen voran Julia, hat es mich tatsächlich ein wenig gestört. Die kindliche Leichtigkeit, die jugendliche Unsicherheit, das Staunen – all das kam bei mir nicht immer so an, wie ich es mir gewünscht hätte. Es fehlte mir manchmal an stimmlicher Frische oder jugendlicher Natürlichkeit. Die Stimme wirkt in diesen Momenten beinahe „überinszeniert“ – oder einfach zu weit weg vom kindlichen Erleben.
Natürlich ist das auch Geschmackssache – und ich kann mir vorstellen, dass einige Hörer*innen gerade diese spezielle Stimme sehr mögen. Mir persönlich hat sie den Zugang zur Hauptfigur hier und da etwas erschwert.

Fazit

„Hinter verzauberten Fenstern“ von Cornelia Funke ist insgesamt ein bezauberndes, kluges und sanftes Hörbuch, das ich trotz kleiner Kritikpunkte sehr empfehlen kann – gerade für Familien, die etwas suchen, das sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Die Geschichte hat Charme, Tiefe und einen Hauch von Magie – ohne die Realität aus den Augen zu verlieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2025

ein toller Abschluss

This could be forever
1

In Band 3 - und damit dem letzten Teil - der Hawaii Love Reihe "This could be forever" von Lilly Lucas begleiten wir Millie, die nach einer schweren Zeit zurück nach Hawaii kommt, um eine Dokumentation ...

In Band 3 - und damit dem letzten Teil - der Hawaii Love Reihe "This could be forever" von Lilly Lucas begleiten wir Millie, die nach einer schweren Zeit zurück nach Hawaii kommt, um eine Dokumentation zu drehen. Dort trifft sie auf Griffin „Chip“ Chipman, ihren Ex-Freund, mit dem sie eine gemeinsame, schmerzhafte Vergangenheit und nach wie vor tiefe Gefühle verbindet. Doch ist sie bereit, erneut ihr Herz zu verlieren?

Ich habe bereits alle Bücher der Hawaii Love-Reihe sowie andere Reihen von Lilly Lucas gelesen und sie allesamt geliebt. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf den dritten Band - und meine Erwartung an diesen. Und auch diesmal hat es die Autorin geschafft, mich mit ihrer warmherzigen Art zu schreiben nach Hawaii zu entführen und mir ein ganz besonderes Leseerlebnis zu schenken.

Der Schreibstil von Lilly Lucas hat mich wieder einmal begeistert. Er ist leicht, flüssig und gleichzeitig voller Emotionen. Es gibt keinen unnötigen Ballast, dafür aber viele kleine Details, die Atmosphäre schaffen: ein Blick, eine Berührung, das Rauschen der Wellen oder das Spiel des Lichts auf dem Meer. Besonders schön finde ich, dass die Autorin Emotionen so feinfühlig beschreibt, dass man sie unmittelbar nachempfinden kann – ohne je ins Kitschige abzurutschen. Ihre Sprache hat für mich genau die richtige Mischung aus Romantik, Tiefe und Leichtigkeit, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte - und das von den ersten Seite an.

Ein absolutes Highlight ist natürlich erneut das Setting: Hawaii wird nicht nur als Kulisse genutzt, sondern ist ein Teil der Geschichte selbst. Die Inseln sind für Millie Heimat, Erinnerung, Schmerz und Hoffnung zugleich. Die Autorin beschreibt das Meer, die Strände, den Wind und die Natur so lebendig, dass man sich sofort dort wähnt. Diese Atmosphäre ist paradiesisch und melancholisch zugleich – genau wie Millies innere Welt. Ich habe jede Seite genossen, weil die Autorin es schafft, eine Sehnsucht nach diesem Ort zu wecken und gleichzeitig zu zeigen, dass Hawaii für ihre Figuren auch ein emotionaler Anker ist.

Millie als Hauptfigur hat mir sehr gefallen. Sie wirkt authentisch, verletzlich und dennoch stark, und ich konnte ihre Zweifel und Hoffnungen sehr gut nachvollziehen. Auch Chip ist ein sympathischer Charakter, der durch seine Ecken und Kanten interessant bleibt. Die Dynamik zwischen den beiden funktioniert wunderbar, gerade weil so viel Vergangenheit mitschwingt.

Allerdings muss ich sagen, dass mir etwas gefehlt hat: Zum einen war der Band insgesamt recht kurz und ich hätte mir noch mehr kleine, intime Momente zwischen Millie und Chip gewünscht, die ihre Beziehung noch greifbarer machen. Zum anderen fand ich es schade, dass Millie kaum eigene Freundschaften hatte. Ein soziales Umfeld außerhalb der Liebesgeschichte hätte ihrer Figur noch mehr Tiefe verliehen und die Handlung lebendiger und authentischer gemacht.

Fazit

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte war "This Could Be Forever" für mich jedoch wieder ein traumhaftes Leseerlebnis. Lilly Lucas versteht es einfach, ihre Leser:innen mit einem Mix aus Romantik, Fernweh und emotionaler Tiefe zu verzaubern. Auch wenn mir dieses Mal das gewisse „Mehr“ an Szenen und Nebenfiguren gefehlt hat, bleibt der Roman ein wunderschöner, gefühlvoller Abschluss der Reihe, der mich bewegt und berührt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2025

ein warmherziges Adventshörbuch

Warten auf Weihnachten mit Lieselotte
0

"Warten auf Weihnachten mit Lieselotte – die schönsten Geschichten zum Fest" von Alexander Steffensmeier versammelt kurze, warmherzige Advents- und Weihnachtsgeschichten rund um Lieselotte, die liebenswerte ...

"Warten auf Weihnachten mit Lieselotte – die schönsten Geschichten zum Fest" von Alexander Steffensmeier versammelt kurze, warmherzige Advents- und Weihnachtsgeschichten rund um Lieselotte, die liebenswerte Kuh vom Bauernhof. In kleinen Episoden erlebt Lieselotte mit Nachbarn und Hofbewohnern die Vorfreude — vom Schmücken über kleine Missgeschicke bis zu gemütlichen Momenten, die den Alltag in der Adventszeit spiegeln.

Dieses Hörbuch funktioniert meiner Meinung nach hervorragend als kleiner Adventsbegleiter: Die Geschichten sind kurz genug, um sie mal eben zwischendurch zu hören, behalten aber durch Steffensmeiers typisch trockenen, kindnahen Humor eine eigene Wärme.

Besonders gelungen finde ich, wie die Episoden Alltägliches mit feinem Witz betrachten.
Die Texte sind knapp und prägnant formuliert, was dem Hörformat zugutekommt: Bilderbuch-Tempo trifft Hörbuch-Ökonomie. Die Figuren bleiben bewusst einprägsam skizziert — genug, damit Kinder sich identifizieren können, aber nicht so detailreich, dass die Geschichten überladen wirken. Steffensmeiers Ton liegt zwischen liebevoller Beobachtung und augenzwinkernder Ironie. Das passt für mich sehr gut zu einer familienfreundlichen Weihnachtsgeschichte.

Die sprecherische Leistung ist insgesamt solide: Sprechtempo und Betonung sind kindgerecht, die Lesart betont Pointen und sorgt für gute Verständlichkeit. Durch die klare Sprache werden kleine Zuhörer gut abgeholt. Persönlich hätte ich allerdings eine Sprecherin bevorzugt, da viele Personen die überwiegend sprechen, weiblich sind (Lieselotte selbst und die Bäuerin z. B.). Eine weibliche Stimme hätte aus meiner Sicht manche Figurenfeinheiten — gerade die kindlich-verspielte Seite Lieselottes und die warmherzige Art der Bäuerin — noch pointierter herausgearbeitet und die Rollen dadurch stimmiger voneinander abgegrenzt.

Fazit

Insgesamt ist "Warten auf Weihnachten mit Lieselotte – die schönsten Geschichten zum Fest" von Alexander Steffensmeier meiner Meinung nach ein warmherziges, unkompliziertes Adventshörbuch, das mit seinem leichten Humor und den kurzen, liebevollen Episoden genau das bietet, was Menschen in der Vorweihnachtszeit oft suchen: nette Unterhaltung, Wiedererkennungswert und kindgerechte Pointen. Punktabzug gibt es nur wegen meiner persönlichen Präferenz bei der Besetzung — eine weibliche Sprecherin hätte manche Figuren für mich noch glaubhafter gemacht. Insgesamt eine klare Empfehlung für alle, die einen freundlichen, unaufgeregten Begleiter für die Adventszeit suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2025

sehr emotional und tiefgreifend

Vancouver Dreams Reihe / When it Rains
0

"When It Rains" von Juna Grey erzählt die Geschichte von Frey, die nach einem doppelten Tiefschlag – dem Verlust ihres Studienplatzes und dem Rauswurf aus ihrer Band – am Boden angekommen ist. Gemeinsam ...

"When It Rains" von Juna Grey erzählt die Geschichte von Frey, die nach einem doppelten Tiefschlag – dem Verlust ihres Studienplatzes und dem Rauswurf aus ihrer Band – am Boden angekommen ist. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Ash, für den sie heimlich mehr empfindet, wagt sie einen Neuanfang in Vancouver. Während Ash dort voller Tatendrang seinen Traumjob beginnt, fällt es Frey schwer, neuen Halt zu finden, denn ein schmerzhaftes Geheimnis lastet schwer auf ihr und beeinflusst ihr Handeln. Der Roman begleitet sie auf ihrem Weg, wieder Vertrauen zu gewinnen, ihre eigene Stimme zurückzufinden und herauszufinden, ob aus Freundschaft mehr werden kann.

Als ich "When It Rains" von Juna Grey gelesen habe, war ich sofort mitten in Freys Welt. Schon früh habe ich gespürt, dass in der Freundschaft von Frey und Ash viel mehr steckt, als die beiden zunächst zulassen, doch gleichzeitig war da von Anfang an diese Schwere, dieses Geheimnis, das Frey mit sich herumträgt und das wie eine unsichtbare Mauer zwischen ihr und Ash steht. Für mich war das die treibende Kraft der Handlung – die Frage, ob Frey den Mut finden wird, sich zu öffnen, und ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben können.

Möglicherweise Spoiler:

Besonders beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie Juna Grey die eher harten Themen wie Tierschutz, Depressionen, Suizidgedanken und Vergewaltigung in die Geschichte eingeflochten hat. Diese Themen sind ohne Frage schwer und emotional belastend, doch die Autorin behandelt sie mit einer großen Sensibilität und Ernsthaftigkeit. Sie werden weder beschönigt noch reißerisch dargestellt, sondern in einer Tiefe und Authentizität, die mich als Leserin betroffen gemacht, aber auch zum Nachdenken angeregt hat. Gerade weil diese Aspekte so realistisch geschildert werden, konnte ich Freys innere Kämpfe nachvollziehen und verstehen, warum sie so handelt, wie sie handelt. Für mich war das ein großer Pluspunkt, denn es zeigt, dass New-Adult-Literatur auch schwierige, gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und verantwortungsvoll darstellen kann.

(Spoilerende)

Die Atmosphäre, die dabei entsteht, hat mich stark berührt, weil sie immer wieder zwischen Melancholie und Hoffnung pendelt. Am Anfang war da dieses Gefühl von Leere und Verlust, aber gleichzeitig blitzte immer wieder etwas Helles durch – die Aussicht auf Freundschaft, neue Begegnungen, die Kraft der Musik. Ich habe das Buch oft mit einem Kloß im Hals gelesen, aber nie mit dem Gefühl, dass alles aussichtslos ist. Diese Mischung hat für mich den besonderen Reiz ausgemacht.

Ein echtes Highlight waren für mich zudem die Charaktere.
Frey als Protagonistin hat mich emotional sehr berührt – ich habe mich ihr verbunden gefühlt und mit ihr ihre Emotionen gelebt und gefühlt. Es hat sich für mich einfach echt angefühlt. Sie ist keine makellose Heldin, sondern eine Figur mit Ängsten, Zweifeln und Fehlern, die dadurch unglaublich nahbar wurde. Ash war für mich der Gegenpart – der Fels in der Brandung: super sympathisch, geduldig und fürsorglich, dabei jedoch nie aufdringlich, sondern immer auf die gute Art für sie da – unterstützend, ohne Druck aufzubauen oder sie zu stressen. Diese Dynamik hat sich so stimmig und warm angefühlt, dass ich die beiden und ihre Beziehung sofort ins Herz geschlossen habe.
Auch die Nebencharaktere haben mir unglaublich gut gefallen. Sie waren nicht bloß Statisten, sondern allesamt toll und liebenswert, jede und jeder von ihnen hat auf seine Weise zur Atmosphäre beigetragen. Durch sie wurde Freys Welt lebendig und vielseitig, und ich hatte das Gefühl, wirklich Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Der Schreibstil hat zusätzlich dazu beigetragen, dass ich so tief in die Geschichte eintauchen konnte. Juna Grey schreibt emotional, aber nie kitschig, und schafft es, schwierige Themen mit viel Sensibilität zu behandeln. Gerade weil der Fokus so stark auf den teils wirklich krassen Themen lag, war ich überrascht, wie nahtlos sich die Liebesgeschichte eingefügt hat. Sie hat nicht den Blick auf das Wesentliche verschoben, sondern die Auseinandersetzung mit den Problemen sogar noch unterstützt und verstärkt.
Besonders mochte ich die vielen kleinen Momente, in denen es nicht um große Wendungen geht, sondern um innere Kämpfe, um die Bedeutung von Musik, um die Wärme einer WG-Küche oder die leisen Gesten zwischen zwei Menschen, die sich besser kennen, als sie es zugeben wollen.

Fazit

Insgesamt hat mich „When It Rains“ sehr berührt. Es ist ein intensives, berührendes Buch, das ernste Themen sensibel und authentisch darstellt, ohne die Hoffnung aus den Augen zu verlieren. Absolut lesenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2025

Cozy Wohlfühbuch

One song apart - London Hearts 1
0

Im neuen Reihenauftakt "One Song Apart" von Lorena Schäfer geht es um Quinn, die nach London zieht, um ihren Traum als Journalistin zu verwirklichen. Statt spannender Reportagen landet sie jedoch in der ...

Im neuen Reihenauftakt "One Song Apart" von Lorena Schäfer geht es um Quinn, die nach London zieht, um ihren Traum als Journalistin zu verwirklichen. Statt spannender Reportagen landet sie jedoch in der Klatschredaktion und muss ausgerechnet über Popstar Milo Bricks schreiben. Was als unangenehmer Auftrag beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer besonderen Nähe zwischen den beiden. Gleichzeitig erlebt Quinn das turbulente WG-Leben mit ihren Mitbewohnerinnen und wächst dabei nicht nur beruflich, sondern auch persönlich.

Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, in diese Londoner WG direkt mit einziehen zu wollen. Quinn wirkt unglaublich authentisch – ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren. Ihre Zweifel, ihre Unsicherheiten, aber auch ihr Mut, den eigenen Weg zu gehen, haben mich sehr berührt.
Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre: Das Setting in London, die kleinen Details aus dem WG-Leben, die Gespräche zwischen den Mitbewohnerinnen – all das hat für mich eine warme, heimelige Stimmung geschaffen. Oft hatte ich das Gefühl, mit einer Tasse Tee neben ihnen auf der Couch zu sitzen. Am stärksten in Erinnerung bleiben mir tatsächlich diese Szenen aus der WG: die kleinen Streitigkeiten, das Lachen, die Unterstützung füreinander. Diese Dynamik war für mich das Herzstück der Geschichte und hat einfach ein gutes Gefühl geschaffen.

Die Liebesgeschichte zwischen Quinn und Milo hat sich langsam entwickelt, was ich sehr angenehm fand. Es war kein übertriebenes Drama, sondern ein vorsichtiges Annähern, das ich glaubwürdig und schön fand. Gerade die Perspektivwechsel haben dazu beigetragen, dass ich beide Seiten gut nachvollziehen konnte.

Natürlich war die Handlung für mich an vielen Stellen vorhersehbar – viele Wendungen habe ich kommen sehen - was vor allem daran lag, dass es eben kaum Drama gab. Auch hätte ich mir bei Milo manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht, er wirkte stellenweise fast ein bisschen zu perfekt.
Dennoch bleibt das Buch eines, das man gut mal zwischendurch lesen kann, wenn man gerade nicht allzu viel Action und Drama und einfach nur entspannen möchte.


Fazit
"One Song Apart" war für mich ein Wohlfühlbuch durch und durch. Es hat mir herbstliche London-Vibes ins Wohnzimmer gezaubert und mich komplett in diese Geschichte eintauchen lassen. Ich habe mit Quinn mitgefiebert, mich in die WG verliebt und die leisen, emotionalen Momente mit Milo sehr genossen.
Für mich ist es kein perfektes Buch – ein bisschen mehr Tiefe bei den Charakteren und in der Story hätte ich mir gewünscht – aber es ist definitiv eins, das mein Herz erwärmt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere