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Nancy

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Veröffentlicht am 31.01.2019

Ohne Worte - wunderschön!

Die Stille meiner Worte
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Zum Inhalt:
Hannah redet nicht mehr. Seit der Nacht, in der sie ihre Zwillingsschwester Izzy verloren hat. Und egal, was ihre Umwelt versucht – sie redet nicht. Sie schreibt Briefe an Izzy. Ihre Eltern ...

Zum Inhalt:
Hannah redet nicht mehr. Seit der Nacht, in der sie ihre Zwillingsschwester Izzy verloren hat. Und egal, was ihre Umwelt versucht – sie redet nicht. Sie schreibt Briefe an Izzy. Ihre Eltern melden sie in einer neuen Schule an – Sankt Anna. Doch bevor sie dort anfängt, geht es drei Wochen zusammen mit anderen Teilnehmern in ein Camp. Und hier lernt sie Sarah kennen, Levi und andere, die ebenfalls ihr Päckchen zu tragen haben. Zusammen mit Mo, Izzys Kater, wachsen sie zu einer Gemeinschaft und schließlich ist es Levi, der es schafft es zu ihr durchzudringen, die Stille hinter ihren Worten zu erkennen.
Meine Meinung:
Wow…..für die Geschichte Worte zu finden, ist wahnsinnig schwer. Wie soll man etwas in Worte fassen können, das einen so tief im Herzen berührt hat? Ich kann nur jedem Leser empfehlen, bevor er die Geschichte liest, sich die Playlist anzuhören. Sie ist ein perfekter Einstieg für die Geschichte. Was diese Geschichte wahrscheinlich auch so einzigartig macht, ist das jeder sich ein Stück weit in Hannah wiedererkennt. Wer würde nicht gerne einmal für eine unbestimmte Zeit still sein und nichts sagen wollen und trotzdem hoffen, dass es da jemanden gibt, der einen versteht und hinter die Stille schaut. Die Geschichte von Hannah und Levi geht über eine normale Liebesgeschichte weit hinaus. Es ist nicht einmal eine Liebesgeschichte, es ist eine Hommage an die Stille der Worte. Man verliert sich komplett und möchte nie wieder auftauchen, hat Angst, die Geschichte zu verlassen. Die Geschichte berührt einfach eine Seite in dem Leser, die ganz tief versteckt ist. Man weint mit Hannah, leidet mit Levi und ist einfach mittendrin in ihren Erlebnissen. Ich möchte mich hier bei Ava bedanken für dieses wunderbare Buch, dessen Worte mich ins Herz getroffen habe. Ich habe mit Hannah geweint und mit Levi gezittert. Danke, dass ich die beiden auf ihrem Weg begleiten durfte. Ich trage sie auf ewig in meinem Herzen!
Und die Hauptbotschaft für mich persönlich? „It's okay, to be not okay.“

Veröffentlicht am 31.01.2019

Dawson-Family ist immer für eine Überraschung gut ;)

Magnolia
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In dem vierten Band über die Dawson-Familie geht es dieses Mal um die junge Magnolia, Nola genannt und den Marine Jake. Es geht um die eine Liebe, die man nur einmal verspürt und den Kampf darum. Es geht ...

In dem vierten Band über die Dawson-Familie geht es dieses Mal um die junge Magnolia, Nola genannt und den Marine Jake. Es geht um die eine Liebe, die man nur einmal verspürt und den Kampf darum. Es geht um Verschwörung, Mord und ganz besonders geht es um Familienbande und wie wichtig diese sind - sie können heilen helfen.
Nola ist Jake hinterhergereist, da sie ihn wiederhaben will. Doch bei seiner Familie angekommen, ist es nicht so leicht, wie sie es sich vorgestellt hat. Sie muss ihren Stolz schlucken und ehrlich sein - gleichzeitig aber auch zwei Morde aufklären und einer Familie helfen, wieder zusammenzuwachsen und eine Zukunft aufzubauen.
Meine Meinung:
Ich finde die Geschichte wunderbar! Am Anfang war ich etwas skeptisch, da es ja bereits der vierte Band der Reihe ist, aber ich habe gar keine Probleme gehabt. Man kommt sofort prima in die Geschichte rein und alles wichtige, was man über die Vergangenheit der Dawson-Familie wissen muss, erfährt man in kleinen Erzählungen aus Nolas Sicht. Die Romantik kommt trotz der Mord-Ermittlungen nicht zu kurz und umgedreht genauso. Die Spannung ist an den richtigen Stellen da und hält was sie verspricht. Wer bei dem Buch keine Lust darauf verspürt, New Orleans oder Louisana zu besuchen, ist selber schuld ;)

Veröffentlicht am 31.01.2019

Schöne Vorgeschichte

Angus
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Im 23. Jahrhundert ist nichts mehr so, wie es war. Die Menschheit hat sich zurück in das Mittelalter katapultiert und den Mars besiedelt. Angus und seine Familie leben ganz gut in ihrem Dorf, bis der Vater ...

Im 23. Jahrhundert ist nichts mehr so, wie es war. Die Menschheit hat sich zurück in das Mittelalter katapultiert und den Mars besiedelt. Angus und seine Familie leben ganz gut in ihrem Dorf, bis der Vater seine Anstellung verliert. Angus will mit seinem Freund in die Stadt ziehen und dort Bote werden, um seine Familie ernähren zu können. Doch das Leben in der Stadt ist anders als auf dem Dorf und die beiden geraten in große Gefahr. Werden sie es wieder zurück zu ihren Familien schaffen und wie soll es in Zukunft weitergehen?
Eine sehr schöne Kurzgeschichte zu einem Buch, auf dessen Erscheinen ich mich sehr freue. Es war eine schöne Reise mit Angus und seiner Familie. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben und die Gefühle. Ich bewundere es, wie die Familie trotz der ganzen Schicksalsschläge zusammen hält und finde die Art der Autorin, alles zu beschreiben, sehr schön. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und man hat immer das Gefühl, hautnah dabei zu stehen und alles als Beobachter zu sehen.
Definitiv lesenswert!

Veröffentlicht am 31.01.2019

Gut, aber verbesserungswürdig

Die Tasyar-Chroniken
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Tasyar - ein Land, welches verborgen zwischen England und Irland liegt. Die Geschwister Sanya und Greg und deren Freunde Casey und Ray erleben das Abenteuer ihres Lebens. Durch einen Zufall (oder nicht) ...

Tasyar - ein Land, welches verborgen zwischen England und Irland liegt. Die Geschwister Sanya und Greg und deren Freunde Casey und Ray erleben das Abenteuer ihres Lebens. Durch einen Zufall (oder nicht) landen sie in Tasyar und werden in die Machtkämpfe um den Thron verwickelt. Sanya und Greg erfahren hier durch Zufall dann auch, wer sie wirklich sind und was das für ihre Zukunft bedeutet. Mehr will ich hier nicht verraten ;)
Meine Meinung:
Fange ich mal mit dem positiven an :) Die Grundidee ist sehr gut, es sind viele Fantasy-Elemente enthalten: ein Drache (Spitty :D), Wasserelemente, Albe, Ghule etc. Die Charaktere sind glaubhaft, sympathisch und man kann sich in jedem von ihnen etwas erkennen. Das geheime Land Tasyar ist magisch, aber auch nicht übertrieben.
Was mir nicht so gefällt? Die Details sind mir einfach nicht ausgereift genug. Die Beschreibungen von der Gegend und allem anderen sind nicht detailliert genug. Es reicht für mich nicht aus, um ein genaues Bild von Tasyar zu machen, die Menschen und alles. Es gibt Momente, in denen Spannung aufgebaut wird, aber es wird zu kurz abgehandelt, um wirklich etwas aufzubauen. Auch die Gefühle und Handlungen kommen oftmals zu kurz.
Sonst ist es eine sehr schöne Geschichte, die es sich lohnt zu lesen! Ich bin gespannt auf den zweiten Band, in dem der Leser noch mehr von Tasyar erfahren soll.

Veröffentlicht am 31.01.2019

Angenehm anders als erwartet

Die Lichter von Paris
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"Ich liebe dieses Buch" hat Jojo Moyes gesagt und ich kann ihr nur zustimmen. Das Cover ist ansprechend und auch der Klappentext hat mir von Anfang an zugestimmt. Aber worum geht es?
Madeleine ist seit ...

"Ich liebe dieses Buch" hat Jojo Moyes gesagt und ich kann ihr nur zustimmen. Das Cover ist ansprechend und auch der Klappentext hat mir von Anfang an zugestimmt. Aber worum geht es?
Madeleine ist seit einigen Jahren mit Philipp verheiratet und hat dafür ihre Kunst aufgeben müssen. Lange Zeit redet sie sich ein, dass es gut so ist und sie das Leben genauso haben wollte. Aber eines Abends kommt es zu einem Streit und das Wort "Scheidung" steht im Raum. Am nächsten Tag besucht sie ihre Mutter in ihrer Heimatstadt und stellt dort entsetzt fest, dass diese das Haus verkaufen will. Bei den Aufräumarbeiten findet Madeleine dann die Tagebücher ihrer Großmutter Margie und lässt sich von den Geschichten entführen in eine andere Zeit - aber dieselben Probleme. Auch Margie entsprach nicht den Normen jener Zeit und sollte schließlich in eine Ehe gedrängt werden mit einem Mann, den sie nie würde lieben können. Durch eine glückliche Fügung des Schicksals verschlägt es sie nach Paris. Paris und Sebastien - eine wundervolle Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Aber nicht die Liebe zu diesem Mann steht im Vordergrund und bestimmt ihr Leben - nein, es ist die Liebe zu dieser Stadt und damit die Lust am Leben und an der Freiheit, die Margie entdeckt. In dieser viel zu kurzen Zeit kann sie ihren Traum leben und so frei sein, wie sie es schon immer wollte. Doch leider hält kein Glück auf ewig - Sebastien muss weg und sie wird krank. Doch noch einmal hat sie Glück - Robert, eine alte Jugendliebe von ihr, nimmt sich ihrer und des ungeborenen Kindes an.
Madeleine findet in ihrem und dem Leben ihrer Großmutter viele Parallelen und nach einigen Rückschlägen gibt es auch für sie ein Happy End. Aber nicht, wie man es erwarten würde, mit einem neuen Mann - nein, sie findet das Happy End in ihrer Kunst, in sich selbst, im Leben!
Das ist nicht mein erstes Buch, was ich lese, wo die Hauptfigur unglücklich ist und durch die Vergangenheit lernt, glücklich zu sein. Aber das ist das Beste von allen. Was es so besonders macht? Es ist nicht abhängig von der Liebe. Madeleine wird glücklich, findet ihre innere Ruhe und alles, was das Leben begehrenswert macht, ohne sich sofort auf eine neue Liebe einlassen zu müssen. Man leidet mit ihr und ihrer Großmutter, bei jeder Entscheidung prüft man sein Herz, ob man genauso entschieden hätte und freut sich für sie beide. Es ist eine wunderschöne Geschichte über Frei-Sein ohne gesellschaftliche Zwänge, ein Lehrfaden zum Glücklich-Sein und ein Tipp, sich nicht verbiegen zu lassen.