Sommerroman mit ernsten Themen
Last Kiss of SummerSera und Luke sind seit Ewigkeiten beste Freunde und durch die gemeinsamen Erfahrungen mit Herzfehlern in mehr als einer Weise miteinander verbunden. Jahrelang haben die beiden alles geteilt, bis aufgrund ...
Sera und Luke sind seit Ewigkeiten beste Freunde und durch die gemeinsamen Erfahrungen mit Herzfehlern in mehr als einer Weise miteinander verbunden. Jahrelang haben die beiden alles geteilt, bis aufgrund mehrerer Missverständnisse und fehlendem Vertrauen diese Bindung zerbricht. Die Handlung setzt zwei Jahre später ein, als Sera nach mehreren schweren gesundheitlichen Jahren wieder ins Leben zurück finden möchte – zurück nach Cape Cod und den vielen Erinnerungen an Luke. Durch die gemeinsame Liebe zur Kunst und die alten Erinnerungen scheint es, als wenn beide sich wieder annähern würden. Aber das bedeutet nicht immer ein Happy End und jeder traumhafte Sommer geht irgendwann zu Ende.
Dieser Roman ist ein schöner Einstieg in den Sommer und lässt sich am besten in der Sonne lesen. Man spürt bereits in den ersten Seiten den Hunger von Sera nach dem Leben, neuen und schönen Erinnerungen und danach wieder zu leben. Die Erinnerungen an Luke sind sofort präsent und werden durch die Flashbacks in die Vergangenheit auch für den Leser präsent. Neben der Liebesgeschichte wird jedoch auch die Themen Blutspende und Organspende angesprochen sowohl die familiären Probleme, die diese mit sich bringen können.
Teilweise hat es vor allem den Nebencharakteren an Tiefe und Bedeutung gefehlt. Die familiären Probleme mit Seras Krankheit wurden – für mein Empfinden – zu spät im Laufe der Geschichte behandelt, dann dafür aber richtig gut angesprochen. Auch das das Organspende wurde gut erzählt und angesprochen, aber auch das hätte für mich tiefer gehen können. Das Ende war dann ganz anders, als ich es erwartet hätte und kam viel zu schnell und abrupt.
Abschließend gibt es trotz der kleinen Schwächen eine klare Leseempfehlung von mir.