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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2023

Welche Rolle spielt die Familie?

Schwarzvogel
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Dieses ist der erste Fall von der Ermittlerin Fredrika Storm und ihrem neuen Kollegen Henry Calment.

Fredrika hat ihre Dienststelle gewechselt und war wieder in ihre Heimat zurück gekehrt. Sie hat schon ...

Dieses ist der erste Fall von der Ermittlerin Fredrika Storm und ihrem neuen Kollegen Henry Calment.

Fredrika hat ihre Dienststelle gewechselt und war wieder in ihre Heimat zurück gekehrt. Sie hat schon mit einigen Sonderlingen gearbeitet, aber Henry, der wie ein Detektiv aus dem 19. Jahrhundert angezogen ist, gehört schon zu den Top Ten. Ihr erster Fall führt sie nach Vombsjön. Die Großmutter von Fredrika hat beobachtet wie eine junge Frau aus den Wald gestürzt kam und den nur leicht zugefrorenen See überqueren wollte. Sie hörte die Warnung nicht und brach im Eis ein. Die Nachforschungen zu dem Todesfall führen in die Vergangenheit und machen auch vor der eigenen Familie nicht halt. Doch soll Fredrika gegen ihre eigene Familie ermitteln?

Wer einen typischen skandinavischen Krimi erwartet, wird enttäuscht sein. Es gibt keine blutrünstigen Beschreibungen, aber trotzdem ist unterschwellig die Spannung auf jeder Seite spürbar und man fragt sich, welche Verbindung gibt es zwischen der Toten und der Familie von Fredrika. Die Geschichte fand ich recht reizvoll, aber gegen alle Regeln der Polizeiarbeit verhält sich Fredrika oft unvernünftig und ermittelt nachts allein in Häusern von Verdächtigen. Der Fall hat mich sehr gut unterhalten und bleibt bis fast zum Schluss spannend und undurchsichtig.

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Veröffentlicht am 27.12.2023

Ostfriesischer Weihnachtskrimi

Der Weihnachtsmannkiller
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Mit Weihnachten hatte er nichts am Hut. Er wollte die Reihen der Weihnachtsmänner lichten. Da im Dezember oft die Erde gefroren war, machte es Schwierigkeiten die Leiche zu entsorgen und er schuf Platz ...

Mit Weihnachten hatte er nichts am Hut. Er wollte die Reihen der Weihnachtsmänner lichten. Da im Dezember oft die Erde gefroren war, machte es Schwierigkeiten die Leiche zu entsorgen und er schuf Platz in seiner Tiefkühltruhe. Im letzten Jahr verschwand Hermann Volks und seine Frau war fest überzeugt, dass ihr Mann tot war, doch da keine Leiche auftauchte, galt er weiterhin als vermisst. Da noch mehr Männer verschwunden waren, vertrat Ann Kathrin Klaasen die These, dass ein Serienkiller in Norden mordet. Alle die vermissten Männer haben in der Adventszeit sich als Weihnachtsmann oder Nikolaus verkleidet. Jeder, der in Norden den Weihnachtsmann spielte, war in Gefahr.

Ich muss gestehen, bei den Krimis von Klaus-Peter Wolf liebe ich die Hörbuchversion. Da der Autor die Hörbücher selbst spricht, werden sie für mich zu etwas Besonderen und ich habe den Eindruck einer persönlichen Autorenlesung. Beim Hören bin ich schnell mitten im Geschehen, treffe alte Bekannte wieder und fühle mich dazu gehörig.

Der Erzählstil hat mir wieder gut gefallen. Gekonnt spielt Klaus-Peter Wolf mit Worten und äußert Gesellschaftskritik, so dass es jedes Mal für mich ein Genuss ist, dem Hörbuch zu folgen. Mein Kopfkino wird bei vielen Passagen des Krimis aktiviert und entlockt mir ein Schmunzeln, stellenweise hätte ich mir aber doch mehr Spannung gewünscht. Trotzdem hat mit das Hörbuch wieder amüsante Stunden bereitet.

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Veröffentlicht am 22.12.2023

Ein Leben zwischen Licht und Schatten

Blankenese - Zwei Familien
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Leni Hansen hatte ihre Lehre als Sattlerin gerade abgeschlossen, als ihr gekündigt wurde, da in diesen schwierigen Zeiten eher die Männer, die aus dem Krieg zurückkehrten, bevorzugt wurden.

Die Reederei ...

Leni Hansen hatte ihre Lehre als Sattlerin gerade abgeschlossen, als ihr gekündigt wurde, da in diesen schwierigen Zeiten eher die Männer, die aus dem Krieg zurückkehrten, bevorzugt wurden.

Die Reederei Casparius steht kurz vor dem Bankrott. Die Verlobung zwischen Luisa von Tannhaus und John Casparius wird aufgelöst. John steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebens. Er überlegt ins Wasser zu gehen, doch am Elbstrand trifft er auf Leni Hansen. Beide ahnen noch nicht wie ihr Leben miteinander verwoben ist.

Michaela Grünig entführt uns nach Blankenese in die Zeit von 1919 bis 1939. Schon nach den ersten Seiten hat mich das Buch begeistert und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich fühlte mich mitten in Blankenese und lief am Elbstrand entlang. Doch nach und nach wandeln sich die Zeiten die Wirtschaftskrise schlägt voll zu, die Inflation hat Rücklagen der Menschen vernichtet und bedroht deren Existenz. Der aufkommende Nationalsozialismus und Antisemitismus ist hautnah spürbar, denn er betrifft direkt die Familie Casparius, da John Halbjude ist. Je näher der Zweite Weltkrieg kommt, desto kritischer wird es für die Familie. Gekonnt hat die Autorin tatsächliche Ereignisse mit der Geschichte verflochten, so dass die unruhigen Zeiten spürbar sind. Wobei zum Ende hin die politische Entwicklung einen zu großen Raum für mich einnahm, trotzdem hat dieser Erzähl-Mix rund um die Familien Casparius und Hansen mir sehr gut gefallen, so dass ich auf die Fortsetzung gespannt bin.

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Veröffentlicht am 16.12.2023

Die zweite Chance

Liebe mit Meerblick
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Nach einer Scheidung hat Jenna ihre beiden Kinder allein großgezogen. Nun sind die Beiden aus dem Haus und Jenna könnte noch mal durchstarten. Gemeinsam mit ihrer Freundin Maureen wollten sie ihren Jugendtraum ...

Nach einer Scheidung hat Jenna ihre beiden Kinder allein großgezogen. Nun sind die Beiden aus dem Haus und Jenna könnte noch mal durchstarten. Gemeinsam mit ihrer Freundin Maureen wollten sie ihren Jugendtraum wahr machen und nach Paris reisen. Doch dann tritt Dr. Rowan in ihr Leben und Jenna erkennt, dass es diese zweite Chance tatsächlich gibt.

Der Schreibstil von Debbie Macomber ist wie gewohnt leicht und flüssig, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Liebe spielt natürlich eine große Rolle, aber ich hätte mir mehr Dramatik gewünscht. Etwas gestört hat mich die Ich-Perspektive.

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Veröffentlicht am 15.12.2023

Gute Unterhaltung

Dallmayr. Der Glanz einer neuen Ära
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Im zweiten Band der Dallmayr-Sage begeben wir uns ins Jahr 1905. Therese Randlkofer hat ein Gespür für besondere Köstlichkeiten, die sie zum Verkauf anbietet. Ohne sich mit ihren erwachsenen Kindern abzustimmen, ...

Im zweiten Band der Dallmayr-Sage begeben wir uns ins Jahr 1905. Therese Randlkofer hat ein Gespür für besondere Köstlichkeiten, die sie zum Verkauf anbietet. Ohne sich mit ihren erwachsenen Kindern abzustimmen, fällt Therese einsame Endschlüsse. Ihre Kinder sind sauer darüber und ihr Schwager Max nutzt die Chance und versucht Zwietracht in der Familie zu säen.

Der Erfolgskurs von Therese geht weiter, obwohl man ihr Steine in den Weg legt, schaut sie nach vorn und meistert ihr Leben. Die Autorin hat es wieder geschafft auch im zweiten Band der Saga ein hervorragendes Bild der damaligen Zeit zu schaffen. Beim Lesen versinkt man schnell in den Seiten des Buches und mag dieses kaum aus der Hand legen. Man fühlt sich zurückversetzt in eine andere Zeit und sitzt mitten im Dallmayr und die unterschiedlichen Düfte umwehen die Nase. Ich fühlte mich auch im zweiten Band gut unterhalten.

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