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Veröffentlicht am 31.07.2024

Der Albtraum hört nicht auf

Es beginnt am siebten Tag
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Die Rechtsanwältin für Familienrecht Julia Crowne will sich von ihrem Mann Brian trennen. Im Laufe der Zeit ist ihre Liebe auf der Strecke geblieben. Sie wünscht sich von ihrem Mann mehr Abenteuer und ...

Die Rechtsanwältin für Familienrecht Julia Crowne will sich von ihrem Mann Brian trennen. Im Laufe der Zeit ist ihre Liebe auf der Strecke geblieben. Sie wünscht sich von ihrem Mann mehr Abenteuer und Farbe in ihr Leben, doch er kann ihr das nicht geben. Doch dann geschieht der Albtraum einer jeden Mutter. Das Gespräch mit einer Klientin zieht sich in die Länge und Julia schafft es nicht ihre Tochter Anna pünktlich von der Schule abzuholen. Als sie dort ankommt, ist Anna spurlos verschwunden. Die Polizei wird eingeschaltet, doch die Suche bleibt erfolglos. Julia macht sich die größten Vorwürfe, dass sie zu spät gekommen ist, um ihre Tochter abzuholen. Eine einberufene Pressekonferenz bringt nicht den erwarteten Erfolg und die Polizei rechnet mit dem Schlimmsten. Doch nach sieben Tagen taucht Anna wieder auf.
Das Buch lässt sich flüssig lesen. Der Schreibstil ist klar und verständlich. Das Buch ist in zwei Hauptteile untergliedert. Im ersten Teil „Vorher“ wird über die Entführung und die Hoffnung, speziell der Mutter, geschrieben. Sie macht sich immer wieder Vorwürfe, dass sie zu spät gekommen ist und ihre Gedanken drehen sich weiter im Kreis. Diese Hälfte war nur teilweise spannend, denn durch die immer wiederkehrenden Gedanken, hatte ich das Gefühl, ständig eine Wiederholung zu lesen, so dass es auf mich langatmig wirkte.
Im zweiten Teil „Danach“ ist Anna wieder aufgetaucht. Sie scheint unverletzt und ohne Erinnerung zu sein. Doch Julia kann sich über das Glück nicht lange freuen, denn nun beginnt ein weiterer Albtraum für sie. Die zweite Hälfte fand ich spannender, denn hier wird ein perfider Plan durchgeführt, um Julia zu belasten.
Dieses ist ein etwas anderer Thriller, der sein Augenmerk mehr auf die psychologische Seite setzt.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Ein unvergesslicher Sommer

Mein Sommer mit Mémé
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Großmutter Mémé ist eine sehr bestimmende Person und lässt kaum Widerspruch gelten. Sie hat ihre Familie, ihre Tochter Claire, ihre Enkelin Paula und ihren Enkel Marcel mit Familie nach Burgund in ihr ...

Großmutter Mémé ist eine sehr bestimmende Person und lässt kaum Widerspruch gelten. Sie hat ihre Familie, ihre Tochter Claire, ihre Enkelin Paula und ihren Enkel Marcel mit Familie nach Burgund in ihr Geburtshaus eingeladen. Ein altes Château, welches bis vor kurzem noch von ihrem Cousin Valentin bewohnt wurde. Mémé und Valentin hatten sich vor über zwanzig Jahren durch einen Streit entzweit. Nach Valentins Tod möchte Mémé das Château renovieren, um dort einzuziehen. Aber sie benötigt dafür den familiären Einsatz und will gleichzeitig ihren 80. Geburtstag dort feiern. Paula hatte eigentlich romantische Tage mit ihrem Verlobten Jakob in Paris eingeplant, der nach längerem Aufenthalt als Arzt in Kenia, zurückkommen wollte. Mémé lässt dies nicht gelten und lädt umgehend auch Jakob nach Burgund ein.

Alle Familienmitglieder beugen sich dem liebevollen Druck, den Mémé auf sie ausübt und reisen nach Burgund, doch sie kommen nicht allein, sondern haben ihre vielfältigen Probleme im Gepäck. Mémé blickt mühelos hinter die Fassade ihrer Familienangehörigen. Es gelingt ihr mit Verständnis und liebevoller Manipulation Lösungen zu finden. Nur das Problem von Mémé scheint unlösbar zu sein, denn ein unbekannter Nachkomme von Valentin hat Erbansprüche auf das Château erhoben.

An herbstlichen trüben Tagen hat mich der Roman ins sommerliche Burgund entführt. Die Protagonisten sind vielschichtig gezeichnet. Nicht alle fand ich von Beginn an sympathisch, dieses änderte sich aber, als ich mehr von ihnen erfuhr. Der Erzählstil ist leicht, aber nicht ohne Tiefgang und vermittelt viel französisches Flair bei Wein und gutem Essen. Passend wären noch einige Rezepte gewesen, denn die Beschreibungen der Zubereitungen der Mahlzeiten waren so ansprechend, dass mir das Wasser im Munde zusammen lief.
Ich empfehle gern dieses wunderschöne Wohlfühlbuch – passend für graue Tage.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Herrlich erfrischend und unterhaltsam

Ihr seid natürlich eingeladen
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Bisher kannte ich die Familie Bundschuh noch nicht, aber nach den ersten Seiten habe ich sie in mein Herz geschlossen.

Die Familie Bundschuh besteht aus Mutter Gundula, Vater Gerald und den drei Kindern ...

Bisher kannte ich die Familie Bundschuh noch nicht, aber nach den ersten Seiten habe ich sie in mein Herz geschlossen.

Die Familie Bundschuh besteht aus Mutter Gundula, Vater Gerald und den drei Kindern Matz, Ricarda und den 19jährigen Rolfi, der in L.A. studiert. Bei einem der seltenen Anrufe von Rolfi verkündet dieser seiner Mutter, dass sie Oma wird und er in den Semesterferien seine Candy heiraten will. Gundula soll die Hochzeitsvorbereitungen treffen, da die Hochzeit in Deutschland im Garten der Eltern stattfinden soll. Den Kontakt zu den zukünftigen Schwiegereltern übernimmt Gerald, der meint fließend englisch zu sprechen. Es gibt Irrtümer und Missverständnis, die sich Gundula stellen muss.

Das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen. Der Schreibstil ist erfrischend lebendig und ich konnte lauthals lachen. Schnell wird klar, dass es sich bei diesem Buch, um eine turbulente und temporeiche Komödie handelt.

Die Familie Bundschuh besteht aus bunt gemischten Charakteren und sorgt mit ihrer geballten Erscheinung für verrückte Situationen und grotesken Dialogen, die natürlich in vielen Bereichen auch sehr überzogen daher kommen.

Man sollte von diesem Buch kein literarisches Meisterwerk erwarten, sondern sich auf lockere, leichte Lektüre einstellen Von Zeit zu Zeit lese ich gern ein Buch, bei dem ich mich amüsieren kann, ohne groß nachzudenken. Auf jeden Fall habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Unglücksfälle oder Morde?

Tödliche Vorstellung
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Auch in ihrem zweiten Band dieser Reihe entführt Jule Gölsdorf den Leser wieder in das Fürstentum Monaco. Ging es im ersten Band um das Formel-1-Milieu, findet man sich in diesem Krimi beim berühmten Zirkusfestival ...

Auch in ihrem zweiten Band dieser Reihe entführt Jule Gölsdorf den Leser wieder in das Fürstentum Monaco. Ging es im ersten Band um das Formel-1-Milieu, findet man sich in diesem Krimi beim berühmten Zirkusfestival von Monte Carlo wieder.

In dem mondänen Fürstentum geschehen innerhalb kurzer Zeit mehrere tragische Unglücksfälle. Im Hafenbecken wird eine weibliche Leiche angespült und alles deutet auf Selbstmord hin. Bei einer Raubtiernummer im Zirkus stolpert die Dompteuse und wird von einem Tiger angegriffen. Auch eine Schlangentänzerin wird Tod in ihrem Wohnwagen aufgefunden. Unglücksfälle oder Mord? Die Tierschützer, die gegen die Haltung und Dressur von Wildtieren im Zirkus protestieren, schlagen aus diesen Vorfällen Kapital, allen voran der Aktivist Brioc Le Goff. Henri Valeri und Coco Dupont beginnen mit den Ermittlungen zu den tragischen Todesfällen.

Obwohl mir der erste Band dieser Reihe nicht bekannt war, konnte ich problemlos in das Geschehen eintauchen. Jule Gölsdorf katapultiert den Leser nicht plötzlich ins Geschehen, sondern man bekommt als Leser zu Beginn einen Überblick über Monaco und den familiären Hintergrund der Ermittler. Beide haben ihre Ecken und Kanten, was ich sehr sympathisch finde.

Dieser Krimi führt in die Zirkuswelt von Monte Carlo und ich habe interessante Informationen darüber erhalten. Faszinierend empfand ich das Gegensätzliche. Die harte Arbeit sowie das tägliche Trainieren der Artisten und das Leben der Schönen und Reichen, gekleidet in Edelmarken mit Champagner zu jeder Tageszeit. Auch die sehr bildhafte Beschreibung der Landschaft von Monaco hat mir gefallen.

Durch den Mix aus spannender Krimihandlung vor dem Hintergrund des Zirkusfestivals und dem Lokalkolorit von Monaco fühlte ich mich bis zum überraschenden Ende gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 25.07.2024

Wunderbarer Ausflug in die Vergangenheit

Im Nordwind
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Wir begeben uns ins Jahr 1913 nach Hamburg. Hier im Arbeiterviertel auf der Uhlenhorst lebt Alice mit ihrem Mann Henk und ihrer kleinen Tochter Rosa. Alice hatte es unterschätzt, dass ihr Mann ihr gefährlich ...

Wir begeben uns ins Jahr 1913 nach Hamburg. Hier im Arbeiterviertel auf der Uhlenhorst lebt Alice mit ihrem Mann Henk und ihrer kleinen Tochter Rosa. Alice hatte es unterschätzt, dass ihr Mann ihr gefährlich werden konnte. Seine Eifersucht und seine Wut zusammen mit dem Alkohol schienen immer stärker zu werden. Sie bangte nicht nur um ihr Leben, sondern hatte auch Angst um ihre Tochter. Sie sucht nach einem Ausweg. In der Sozialsprechstunde trifft sie auf den Rechtsanwalt John Reeven, der aus einer alteingesessenen Hamburger Familie stammt. Alice will sich scheiden lassen, aber dieses Vorhaben scheint zur damaligen Zeit aussichtslos. Gegen alle Vernunft nimmt John den Fall an, denn die junge Frau berührt etwas in ihm.

Es ist der erste Band einer zweiteiligen Reihe. Der Autorin Miriam Georg ist es wieder gelungen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, so dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Der Einstieg beginnt sehr ruhig bis sich nach und nach Spannung aufbaut. Alles ist sehr bildhaft beschrieben und man hat das Gefühl an der Seite von Alice zu stehen. In kurzen Rückblenden erfährt man mehr über Alice. Sie stammt aus einer Schausteller-Familie und wurde von ihren Eltern verkauft. In der Vergangenheit musste sie viel erleiden und trägt ein Geheimnis mit sich. Sehr gekonnt wurden die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Alice und John dargestellt, gleichzeitig erfährt man auch einiges über das Rechtssystem im Falle einer Scheidung, damals hatten Frauen kaum eine Chance sich vom Mann zu trennen.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der historische Romane liebt. Mir hat dieser Ausflug nach Hamburg wieder gut gefallen und da das Buch offen endet, fiebere ich bereits jetzt der Fortsetzung entgegen.

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