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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2019

Realität und Fiktion vereint

Der blutrote Teppich
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Christof Weigold ist es mit Hardy Engels zweitem Fall gelungen den Leser mit auf eine Reise in die goldenen 20-iger Jahre mit nach Hollywood mit. Eine spannende Reise, in der Realität und Fiktion miteinander ...

Christof Weigold ist es mit Hardy Engels zweitem Fall gelungen den Leser mit auf eine Reise in die goldenen 20-iger Jahre mit nach Hollywood mit. Eine spannende Reise, in der Realität und Fiktion miteinander verbunden werden. Der Auftraggeber Hardys William Desmond Taylor wurde wirklich ermordet.


Hardy ist ziemlich am Ende, die Miete nicht bezahlt, Schulden und nachdem er als Detektiv verletzt und ein Auge verloren hat, will er auch in dieser Branche nicht mehr arbeiten. Seine Talente als Schauspieler waren auch nicht gut genug als das er da noch ein Bein auf den Boden bekommen würde. Passend zu der damaligen Zeit, trinkt und raucht Hardy sehr viel-überhaupt wird in dem Buch sehr viel geraucht, da dies damals äußerst normal war. In dieser Situation, wo auch Essen und Trinken knapp wird meldet sich der bekannteste Regisseur dieser Zeit William Taylor mit einem Auftrag bei ihm, dem evtl eine Rolle folgen könne: Er soll Mabel eine Schauspielerin beschützen bzw. auf sie aufpassen. Hardy nimmt an und als er am nächsten Tag zu einer Besprechung bei Taylor erscheint findet er diesen ermordet vor, markanter Weise passend zum Titel auf einem „blutroten Teppich“ . Schnell avanciert Hardy zum Hauptverdächtigen. Doch er wäre nicht Hardy, würde er nicht mit Hilfe von Polly und deren Hund Enrico(so klasse) versuchen hinter die Machenschaften der gigantischen Traumfabrik Hollywoods zu schauen um sich einem Gespinst von Lügen, Intrigen und Korruption gegenüber zu sehen.

Wunderbar war der Bezug zu real existierenden Figuren wie z. B. Charly Chaplin.


Die umfangreiche Recherche des Autors ist auf jeder Seite zu fühlen. Ich als Leser habe durch dieses Buch eine große Fülle an Informationen aus der Zeit der goldenen Zwanziger in Hollywood bekommen. Die dadurch vielen Personen hätten meines Erachten nach ein Personenregister nötig gemacht, so musste ich häufiger innehalten um zu überlegen, wer denn das nun war.


Fazit:

Dieses Buch war so ganz anders, als die Krimis die ich ansonsten lese, es war gemütlicher und detailreicher als in diesem Genre üblich, dennoch hat es der Autor geschafft trotz einiger Längen eine Spannung aufzubauen und mich des öfteren auf eine falsche Fährte geschickt. .

Veröffentlicht am 13.06.2019

Absolutes Lesehighlight

Asklepios
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Die Autorin Charlotte Charonne schildert in ihrem Thriller Asklepios auf bedrückende und gleichzeitig eindringliche Art und Weise, wie sich das Leben einer Familie verändert nachdem die fünfjährige Emma ...

Die Autorin Charlotte Charonne schildert in ihrem Thriller Asklepios auf bedrückende und gleichzeitig eindringliche Art und Weise, wie sich das Leben einer Familie verändert nachdem die fünfjährige Emma einem abescheulichen Verbrechen zum Opfer fällt.

Nach 15 Jahren wird der damalige Täter aus dem Gefängnis entlassen und verschwindet kurz darauf spurlos. Damit verstößt er gegen sein Bewährungsauflagen und es entsteht der Verdacht, dass er wieder ein Kind in seiner Gewalt hat. Dabei wird er von Asklepios einer "heilsamen" Therapie unterzogen.

Die Ermittler Ruby und Spike werden sehr ausführlich charakterisiert und es macht Spass mit ihnen zu ermitteln und sie und ihre Eigenarten näher kennen zu lernen.

Von der ersten Seite an hat mich die Autorin, durch ihren fantastischen Schreibstil der in keinster Weise Thriller typisch ist und trotzdem eine enorme Spannung aufbaut, gefesselt.

Beim Lesen des Thrillers wird der Leser in eine rasante Achterbahn der Gefühle gesetzt: Gibt es Gerechtigkeit, Vergeltung, Rache und dadurch auch eine gewisse Art von Wiedergutmachung an den Opfern?
Wie sehe ich es als Leser, wenn der Täter auf einmal zum Opfer wird. Was sagt das eigene Gerechtigskeitsempfinden, bis zu welcher Stufe tolerieren wir dann Selbstjustiz.

Dieser Thriller war ein absolutes Lesehighlight für mich als Thriller Fan und hatte einen excellenten Spannungsbogen, der es mir nicht ermöglichte das Buch aus der Hand zu legen. Was gibt es Besseres.
Ich hoffe auf weitere Bücher dieser sprachgewandten Autorin.

Veröffentlicht am 13.06.2019

Viele Protagonisten in verschiedenen Zeitebenen

Die stille Tochter
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Der Thriller "Die stille Tochter" ist Band 4 der Kommissar Tommy Bergmann-Thrillerreihe von Autor Gard Sveen.. Für mich war dies das erste Buch des Autors.

Christel Heinze war eine gefeierte Leistungsschwimmerin ...

Der Thriller "Die stille Tochter" ist Band 4 der Kommissar Tommy Bergmann-Thrillerreihe von Autor Gard Sveen.. Für mich war dies das erste Buch des Autors.

Christel Heinze war eine gefeierte Leistungsschwimmerin zu Zeiten des kalten Krieges in der DDR. Als sie an einem Wettkampf in Norwegen teilnimmt nutzt sie diese Gelegenheit zur Flucht. Schnell gerät sie in die Fänge verschiedener Geheimdienste. Verliebt sich in Bjorn, der jedoch verheiratet und ziemlich undurchsichtig ist. Sie verschwindet spurlos 1982. 30 Jahre später werden die Überreste eine Frau gefunden. Handelt es sich bei diesen um die verschwundene Christel. Zeitgleich wird ihr ehemaliger Freund und Retter Arvid Storholt ermordet.
Tommy Bergmann wird vom norwegischen Geheimdienst eingeschaltet und ermittelt an den unterschiedlichen Schauplätzen.

Mir hat für einen Thriller der Spannungsbogen gefehlt, obwohl der Schreibstil diesen hergegeben hätte. Dadurch waren viele Passagen für mich etwas langatmig und konnten mich nicht wirklich packen.
Die Story wird in zwei verschiedenen Zeitperspektiven erzählt, was sehr gut das Leben zur Zeit des kalten Krieges und den Agenten erzählt. Als Leser habe ich dadurch viel über das Leben und die Gedanken von Christel Heinze erfahren.

Es wäre villeicht sinnvoller gewesen, die anderen Bände des Ermittlers zu kennen um sein Verhalten und seine Stellung in diesem Geflecht aus Polizei und Geheimdienst zu verstehen.
Wahrscheinlich war dies nicht so ganz mein Thema, werde den ersten Band noch lesen, da mir der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Spannend und vielschichtig

Schneewittchensarg
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Schneewittchensarg des Autorenduos Voosen und Danielsson ist der siebte Fall für das Ermittlerteam um Nyström und Forss.
Die anderen Bände habe ich nicht gelesen und hatte das Gefühl, dass mir zu den Teammitgliedern ...

Schneewittchensarg des Autorenduos Voosen und Danielsson ist der siebte Fall für das Ermittlerteam um Nyström und Forss.
Die anderen Bände habe ich nicht gelesen und hatte das Gefühl, dass mir zu den Teammitgliedern entscheidende Informationen fehlen, auch wenn es einige Rückblenden gab.

Die Charaktere der Figuren sind sehr vielschichtig und differenziert beschrieben, so dass man auch einen guten Einblick in das Seelen -und Privatleben bekommt. Dies stört die eigentliche Handlung in keinster Weise, sondern macht die Handlung des Buches komplexer.

Bei einer Jubiläumsaustellung zu 250 Jahre Glasreich steht in der Austellung ein gläserner Sarg, in dem anscheinend die Überreste der vor 50 Jahren verschwundenen Berit, der Braut des Besitzers der Glashütte.
Wer hat ein Interesse daran, den original Sarg auszutauschen? Handelt es sich wirklich um Berit, die bei ihrer Brautentführung verschwand?Gibt es einen Zusammenhang zu alten Fällen? Warum weichen die Beschreibungen von Freunden und Familie über Berit so massiv voneinander ab?
Für Nyström und Forss eine verzwickte Ermittlung zumal der Tod der Schwiegertochter Nyströms zwischen ihnen steht.

Mir hat der das Buch spannende Lesestunden bescherrt, es wäre jedoch besser gewesen die anderen Bände gelesen zu haben um ein besseres Bild über das Team zu bekommen.


Veröffentlicht am 02.06.2019

Kurzweiliger Krimi

Was die Gottlosen planen
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Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann erschienen im J.P. Bachem Verlag ist der Einstieg in eine in Köln und Umgebung spielende Krimireihe.

Passend zu Köln zeigt das Cover den gespiegelten Dom.
Laurenz ...

Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann erschienen im J.P. Bachem Verlag ist der Einstieg in eine in Köln und Umgebung spielende Krimireihe.

Passend zu Köln zeigt das Cover den gespiegelten Dom.
Laurenz Broich ist seiner Heimatstadt Köln entflohen und arbeitet als Gefängnisseelsorger in Wuppertal. Als er zurück in seine Heimatstadt vesetzt bzw. berufen wird zeigt er sich alles andere als begeistert, dass er seine Heimatgemeinde St. Magdalena übernehmen soll.
Leben doch dort sein schrulliger Opa und seine Schwester die ein Detektei betreibt.
Kaum in Köln angekommen bricht auch schon Unheil über ihn herein.

Dem Autor ist es sehr gut gelungen den Lokalkolorit und den kölschen Klüngel hervorragend in das Buch zu integrieren. Nach Einführung der einzelnen Figuren, die von schrullig, etwas wirr im Kopf und knallhart, alle menschlichen Charakterzüge bergen, begibt man sich als Leser auf eine trotz Mord und Intrigen herrlich humorvolle Kriminalgeschichte.

Mir sind Laurenz, seine Schwester, der Opa und nicht zuletzt Olek regelrecht ans Herz gewachsen und ich freue mich schon heute auf den zweiten Band, da ein altes Familiengeheimnis noch gelüftet werden möchte.

Eine klare Leseempfehlung für diese wunderbare Mischung