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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2019

Dramatisch und Skurril

Der Zopf meiner Großmutter
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Der Zopf meiner Großmutter war für mich das erste Buch von Alina Bronsky.
Die Leseprobe hatte mich schon sehr angesprochen und das Cover samt Titel hat einen direkten Bezug zum Buch..
Ich wurde nicht enttäuscht, ...

Der Zopf meiner Großmutter war für mich das erste Buch von Alina Bronsky.
Die Leseprobe hatte mich schon sehr angesprochen und das Cover samt Titel hat einen direkten Bezug zum Buch..
Ich wurde nicht enttäuscht, dieses Buches ist so bissig, skurril, traurig, lustig und macht auch ein wenig fassungslos.

Max kommt mit seinen Großeltern im Alter von 6 Jahren durch einige Tricks seiner Großmutter als Emmigrant nach Deutschland und lebt fortan in einer Flüchtlingsunterkunft. Die Großmutter hat ihr ganz eigenes Weltbild und behandelt den kleinen Max wie ein unterentwickelt und fast schon als Debil und immer Krank zu bezeichnendes Kind. Erst der Schulbesuch eröffnet für Max neue Welten und zeigt was alles in ihm steckt.
Als sich der Großvater in Nina verliebt, dramatisiert und verändert sich das Leben der Drei auf eine nie da gewesene Weise.
Die Figur der Großmutter wird sehr überspitzt und radikal dargestellt, eine Frau, die

Die kurzen und aussagekräftigen Sätze bereiten eine wahre Lesefreude ohne dabei platt zu wirken.
Die Thematik des Buches ist sehr umfangreich, es geht um Verletzungen, Ängste, Verlust, Geheimnisse , Lügen und eine Liebe, die nicht unbedingt der Norm entspricht.
Die Autorin geht die Themen sehr bissig, teils sarkastisch und auch überspitzt an.
Im ersten Moment irritierte mich diese herangehensweise sehr, da ich es so nicht erwartet hatte, im Verlauf gefiel es mir jdoch ausgesprochen gut.
Ein wenig hat mir die Entwicklung von Max gefehlt, der es trotz der Schwierigkeiten schafft sich außergewöhnlich gut zu entwickeln.

Ich freue mich schon auf die anderen Bücher von Alina Bronsky.



Veröffentlicht am 28.04.2019

Realistisches Debüt

Der Patriot
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Der Patriot von Pascal Engmann setzt ein hoch brisantes und leider sehr aktuelles Thema um.
Pascal Engmann hat selbst als Journalist gearbeitet und gab nach massiven Bedrohungen von rechter Seite seinen ...

Der Patriot von Pascal Engmann setzt ein hoch brisantes und leider sehr aktuelles Thema um.
Pascal Engmann hat selbst als Journalist gearbeitet und gab nach massiven Bedrohungen von rechter Seite seinen Job als Journalist auf. In diesem, seinem ersten Thriller zeigt er was Propaganda mit den Menschen eines Landes anrichten kann.

Das Cover zeigt die Metropole Stockholms und passt ausgesprochen gut zum Thema des Buches.
Der Schreibstil des Autors ist ausgefeilt und als spannend zu beschreiben.
Er verzichtet auf Schnörkel und schildert ausführlich die Charakterer der Protagonisten des Buches.

In Schweden werden Journalisten getötet, sie werden dafür bestraft, dass sie realistisch über die Flüchtlingskrise und den Schiksalen der dahinter stehenden Menschen berichten.
Der Autor versteht es geschickt bis zu fünf Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen.
Da ist der ehemalige Fallschirmjäger der Fremdenlegion, August, der sich ein Leben in Chile aufgebaut hat und doch irgendwie immer ein wenig in Schweden weilt.
Madeleine eine aufstrebende und ehrgeizige Journalistin in Stockholm.
Ibrahim, ein schwedischer Taxifahrer mit muslimischen Hintergrund und seine über alles geliebte Tochter Mitra, die sich als Schwedin fühlt und erfolgreich Jura studiert.
Nicht zu vergessen Carl, der alle Flüchtlinge als Tiere und als Gefahr betrachtet.
Diese unterschiedlichen Handlungsstränge verlangen ein konzentriertes Lesen, welches aber durch die hochgehaltene Spannung keinerlei Problem darstellt.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und konnte mich durch ein für mich doch überraschendes Ende verblüffen.

Der Autor hat mit der Thematik, die sich auf alle Orte der Welt übertragen lässt einen spannenden und leider auch einen sehr realistischen Thriller geschrieben. Wen ein paar brutale Szenen nicht abschrecken wird mit großer Spannung belohnt.
Daher von mir 5 von 5 Sternen.


Veröffentlicht am 25.04.2019

Ackermann auf Rachetour

Ich bin die Rache
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Ich bin die Rache von Ethan Corss ist der 6. Band um den berüchtigten Serienkiller Francis Ackermann Junior.

Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt, der Schreibstil ist wie bei Ethan Cross üblich, ...

Ich bin die Rache von Ethan Corss ist der 6. Band um den berüchtigten Serienkiller Francis Ackermann Junior.

Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt, der Schreibstil ist wie bei Ethan Cross üblich, flott zu lesen und dennoch mit tiefgründigen Elementen gespickt. Leider ist die Übersetzung nicht so gelungen und es findet sich auch der ein oder andere Rechtschreibfehler, was mich immer sehr stört.

Nachdem Maggie, die Freundin von Marcus Ackermann und Bundesagentin dem berüchtigten Serienkiller "The Taker" in die Hände gefallen ist, machen sich die beiden Brüder auf den Weg sie zu finden. Ihr Weg führt sie in ein Indianer Reservat, in dem Korruption, Drogenhandel und Prostitution vorherrschen.
Das Augenmerk in diesem Band ist auf die Intelligenz, Kraft und die tiefen Abgründe die in Francis schlummern gelegt. Ethan Cross schaffte es mir Ackermann noch mal ein Stück näher zu bringen.
Als Ackermann auf die junge Indianerin Lianne trifft, wirkt er sowas von menschlich und authentisch, dass er mir richtig sympatisch wurde.
Die Geschichte endet in einem Grand-Finale und ich wünsche mir wirklich, dass dies nun der letzte Band um die Shepherd Organisation ist, da er schon auch sehr blutrünstig und gewalttätig war.

Für alle Liebhaber von den Ackermann Brüdern ein Muss, auch wenn es nicht der beste Teil der Reihe war, trotzdem eine Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 24.04.2019

Fesselnder zweiter Teil der Dystopie

Gelobtes Land
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Gelobtes Land GLOOV ist der zweite Band der Dystopie um Lore, Jul, Sim und Jame.
Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kannte, machte mir der Einstieg in das Buch und das Thema keinerlei Schwierigkeiten. ...

Gelobtes Land GLOOV ist der zweite Band der Dystopie um Lore, Jul, Sim und Jame.
Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kannte, machte mir der Einstieg in das Buch und das Thema keinerlei Schwierigkeiten. Die Autorin gibt ausreichend Rückblenden in die Vergangenheit, so dass ich nicht den Eindruck hatte mir würden wichtige Informationen fehlen.

Lore, Jame, Jul und Sim sind endlich im gelobten Land angekommen. Dort fühlen sie sich erst einmal in Sicherheit und sie bekommen Nahrung, therapeutische Hilfe und werden mit dem Konzept der Gemeinschaft "Liebe muss fließen" vertraut gemacht. In dieser Gemeinschaft bestimmen vollkommen andere Regeln als in der alten Welt-alle Menschen sind gleichberechtigt. Die neue Welt erscheint wie ein Paradies.

Die Transformation von der alten zur neuen Welt soll in 3 Monaten abgschlossen sein.
Während Sim dem Ganzen misstrauisch gegenübersteht, durchläuft Lore mehrer Stufen von Prüfungen, wird schnell zur Trainee ausgewählt und ausgebildet.
Die mysteriöse Sisdal stellt sich zwischen Jul und Lore und deren Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt.
Nachdem Jame, Lores jüngerer Bruder die Kontrolle über sich verliert und zur Reinigung gebracht wird, gerät Lores Weltbild der neuen Welt ins wanken. Wird Jame sein Geheimnis für sich behalten können?

Welche Rolle spielt Sisdal und was steckt hinter der Bewegung von der Jul Lore berichtet?
Kann Lore die Abschiebung von Sim verhindern?
Lore muss sich entscheiden auf auf welcher Seite sie steht und wie sie zukünftig leben will.

Die Autorin versteht es gekonnt ein spannendes und realitätsnahes Szenario zu zeichnen, welches mich vollkommen überzeugt hat.
Der Spannungsbogen wird während des ganzen Buches äußerst hoch gehalten und zum Ende hin sogar noch einmal gesteigert.

Das Buch und die Story bekommen von mr sehr gerne 5 ***** und eine unbedingte Leseempfehlung-ich freue mich schon auf den dritten Band.

Veröffentlicht am 24.04.2019

ziemlich enttäuschend

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (Golden Cage 1)
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Golden Cage von Camilla Läckberg wird als Psychothriller angekündigt.
Da ich die Krimi-Reihe der Autorin sehr gemocht habe, war ich sehr gespannt auf den Thriller und habe mich auf die Story gefreut. Der ...

Golden Cage von Camilla Läckberg wird als Psychothriller angekündigt.
Da ich die Krimi-Reihe der Autorin sehr gemocht habe, war ich sehr gespannt auf den Thriller und habe mich auf die Story gefreut. Der Klappentext und die Leseprobe haben mich auch angesprochen.

Beim Lesen allerdings ist mir die Freude über das Buch schnell vergangen.
Die Geschichte habe ich mittlerweile unzählige Male gelesen, was mich vor 30 Jahren noch begeistert hat, langweilt mich mittlerweile. Alles sehr ausgelutscht und für mich leider auch sehr vorhersehbar.
Selten habe ich ein Buch mit einer so unsympatischen Protagonistin gelesen.
Alle Personen blieben für mich blaß und unscheinbar und überspitzt widerwärtig dargestellt. Einzig Chris, eine Freundin der Protagonistin konnte mich überzeugen.

Einen wirklichen Thriller, geschweige einen Psychothriller konnte ich in dem Buch leider auch nicht erkennen, für mich war es ein sprachlich gut geschriebenes Familiendrama, dem es allerdings leider auch an Spannung fehlt.

Da ich die anderen Bücher von Camilla Läckberg kenne und gelesen habe, bin ich auch wirklich entsetzt, dass sie sich diesmal von dem "Sex sollte dabei sein" hat inspirieren lassen und mich als Leser mit äußerst unschönen und für mich auch unnötigen Sexszenen genervt hat.

Der Schreibstil war jedoch wie von der Autorin gewohnt flüssig und sprachlich sehr ausgefeilt.

Für mich ist Golden Cage mit Abstand das schlechteste Buch der Autorin, was ich wirklich Schade finde.