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Veröffentlicht am 28.07.2024

Amüsanter Reihenauftakt um eine besondere Freundschaft

Ada und die Künstliche Blödheit – Ein Roboter auf der Flucht
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Klappentext:

„Endlich! Heute soll Adas künstliche Lernfroindin geliefert werden, mit der sie noch bessere Noten schreiben und bei ihren Klassenkameradinnen punkten kann. Doch statt Lernfroindin stürmt ...

Klappentext:

„Endlich! Heute soll Adas künstliche Lernfroindin geliefert werden, mit der sie noch bessere Noten schreiben und bei ihren Klassenkameradinnen punkten kann. Doch statt Lernfroindin stürmt ein Roboter in Adas Zuhause, der offenbar aus der KI-Fabrik geflüchtet ist und sich ziemlich schnell als KB – künstliche Blödheit – herausstellt. Was soll Ada denn mit diesem Blöd-Bot anfangen? Adas Opa findet KB einfach super und füttert ihn mit lauter albernen Sprüchen aus den 80er Jahren, die KB zu den unmöglichsten Gelegenheiten zum Besten gibt. Und auch Ada merkt schließlich, dass ihr Roboter vielleicht nicht viel Intelligenz abbekommen hat, dafür jedoch sowas wie ein Herz. Gemeinsam kommen die drei den Geheimnissen von KBs Ursprung auf die Spur…"





Fazit:

Ada wird von ihren Eltern nicht ernst genommen, besser gesagt kaum wahrgenommen. Sie hat kaum Freunde, fühlt sich einsam und wünscht sich deshalb sehnlichst eine Lernfroindin. Als diese endlich geliefert werden soll, ist die Vorfreude groß. Doch als sie die Haustür aufmacht, fährt sie ein ein ganz anderer Roboter um. Es stellt sich heraus, dass dieser aus der KI-Fabrik geflüchtet ist und einen Sprach- und Denkfehler hat - was übrigens sehr viel zur Stimmung beiträgt. Ada ist genervt und nennt ihn ab sofort nur noch KB - künstliche Blödheit. 



Ihr Opa übernimmt zeitweise das Ruder und kümmert sich um KB. Seine Sprüche und der Musikgeschmack sind originell und werden schnell vom Roboter übernommen. Ab da jagt eine Situationskomik die andere. Die Dialoge sind irrwitzig und Adas Abneigung hält nicht wirklich lange an. Denn ob sie will oder nicht, sie schließt KB in ihr Herz. Eine einfallsreiche Idee!

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Großartige Idee - ungewöhnlicher Stil

Elektrizität und Himmelsfische
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Klappentext:

„Die 14-jährige Marzia erzählt, wie sich von jetzt auf gleich ihr Leben komplett und für immer verändert. Wie aus dem Nichts zwingt ein plötzlicher Raketenbeschuss Marzias Familie zum sofortigen ...

Klappentext:

„Die 14-jährige Marzia erzählt, wie sich von jetzt auf gleich ihr Leben komplett und für immer verändert. Wie aus dem Nichts zwingt ein plötzlicher Raketenbeschuss Marzias Familie zum sofortigen Verlassen der Stadt. Nur mit dem Notwendigsten setzen sie sich in Opas Wagen und fahren – Mutter, Vater, sie, die kleine Schwester und die Großeltern – Richtung Grenze. Auf dieser Flucht erleben sie Gewalt, Not, Willkür und Demütigung und geraten in absurde, surreale Situationen, bis sie schließlich ein Motel an einer Grenze erreichen. Dort übergibt Marzia ihre Tagebuchaufzeichnungen einem Schriftsteller, Andrej Bulbenko, mit der Bitte, er möge sie erst lesen, wenn sie sich nach Ablauf einer Woche nicht bei ihm gemeldet habe. Marzia meldet sich nicht, und Bulbenko beginnt zu lesen …“





Fazit:

Die Idee zu diesem Buch hat mich auf Anhieb völlig in seinen Bann gezogen. Ich stellte mich auf ein Buch ein, dass zwar aus Sicht eines Kindes geschrieben aber dennoch emotional und fesselnd ist. Zunächst dachte ich mir nichts dabei und gab dem Ganzen eine Chance, doch je tiefer ich in der Story war, desto weniger Lust hatte ich weiterzulesen. Die Art wie die Ereignisse aus Sicht der 14-jährigen Marzia dargestellt werden, hat mir einfach nicht zugesagt. Ihre Schilderungen sind sprunghaft, zum Teil wirklich kurios und absurd. Die Diskussionen im Auto fand ich weder witzig noch spannend. 
Die persönlichen Beobachtungen und Erlebnisse zu dem plötzlichen Raketenbeschuss stehen gar nicht so sehr im Fokus wie ich es mir gewünscht hätte. Diese werden von anderen „Nebensächlichkeiten“ überlagert. 



Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt da sich meiner Meinung nach der Ernst der Lage in unspektakulären Details verliert. Dennoch finde ich, dass man dieses Buch mit Sicherheit anders wahrnimmt, wenn man es zum Beispiel mit anderen liest und darüber diskutiert. Das kann in Form einer Leserunde oder als Schullektüre sein. Mein Ding war es leider nicht.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Überhaupt nicht mein Humor

Pi mal Daumen
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Klappentext:

„Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs ...

Klappentext:

„Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs und liebt knalligen Lippenstift und hohe Absätze. Sie ist fest entschlossen, sich heimlich den Traum von einem Mathe-Studium zu erfüllen.
Doch im Hörsaal wird Moni für eine Putzfrau gehalten und belächelt. Wie kommt sie dazu, sich für eines der schwierigsten Fächer überhaupt einzuschreiben? Und woher kennt sie den berühmtesten Professor der Uni?

Bald muss nicht nur Oscar feststellen, dass Monis Verstand und Beharrlichkeit größer sind als ihre Wissenslücken. Denn Mathematik schert sich nicht um Fragen der Herkunft, des Alters und des Aussehens. Oscar dagegen kämpft mit dem Alltag und findet ausgerechnet in der warmherzigen Moni eine Vertraute, die seinem Leben eine entscheidende Wendung gibt. Bald verbindet die beiden Außenseiter eine Freundschaft, die niemand für möglich gehalten hätte.“





Fazit:

Betitelt wird dieses Buch als ein leichtfüßiger, raffinierter, tragikomischer Roman … meine Meinung ist leider eine andere. 
Ja, es gibt durchaus Momente, die witzig und humorvoll sind, doch so wirklich packen konnte mich die Story dennoch nicht. Sowohl Moni als auch Oscar fand ich beide sehr plakativ und überzogen dargestellt. Ich konnte sie einfach nicht greifen, konnte die Handlungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen, und mir auch nicht vorstellen, dass es sich so real abspielen könnte. Vieles machte einen unglaubwürdigen Eindruck auf mich. Auch entwickelte sich die Story in eine Richtung, dessen Verlauf ich unsinnig fand. 



Gut gefallen hat mir die Entwicklung von Oscar. Dass er sich Moni anvertraute und sie mochte, es sich aber eine zeitlang nicht eingestehen wollte, fand ich sehr amüsant. 

Im Großen und Ganzen hat dieses Buch mit Sicherheit viele Leser:innen gut unterhalten können, mich leider nicht. 


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Veröffentlicht am 19.07.2024

Ein wahrer Schatz

Unser größter Schatz: Der Boden
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Klappentext:

„Der Boden ist immer da, ganz selbstverständlich. Wir können auf ihm springen oder hüpfen, ihn wütend mit den Füßen stampfen oder uns gemütlich darauflegen, um die Wolken zu beobachten. Selten ...

Klappentext:

„Der Boden ist immer da, ganz selbstverständlich. Wir können auf ihm springen oder hüpfen, ihn wütend mit den Füßen stampfen oder uns gemütlich darauflegen, um die Wolken zu beobachten. Selten denken wir über ihn nach. Dabei ist er unsere Lebensgrundlage: Er filtert und speichert Wasser, beherbergt Rohstoffe und unzählige Lebewesen – es werden sogar Kriege um ihn geführt. Dieses umfangreich und anschaulich bebilderte Buch erklärt Kindern, warum der Boden für Klimaschutz und Biodiversität so wichtig ist und zeigt, dass wir ihn fürs (Über-)leben brauchen.“





Fazit:

Dieses Kindersachbuch ist unglaublich umfassend, informativ und lehrreich. Dass hier so viele unterschiedliche Themenbereiche abgedeckt werden, habe ich nicht erwartet. Hier wurde daran gedacht, die kleinen Leser:innen darüber aufzuklären was passiert wenn man Boden erbt, wem der Boden in der Stadt gehört, wie es um den Meeresboden steht, Regenwälder, Klimawandel, Umwelt, … Beleuchtet werden aber auch heikle Themen. 



Die Doppelseiten behandeln immer einen Bereich. Sowohl der Text als auch die Illustrationen sind in sich sehr stimmig und ergänzen sich perfekt. Besonders loben möchte ich den Aufbau des Buches und die Farben. Die braunen/erdigen Farbtöne und das Recyclingpapier sorgen viel zur Leseatmosphäre bei. 
Dieses Buch fordert auf hinzusehen und sich mit diesem besonderen Thema auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Fragen und Antworten auf Augenhöhe

Wieso? Weshalb? Warum? Wie leben wir miteinander?
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Klappentext:

„Sonja und Enisa feiern im Park ein Nachbarschaftsfest. Dabei treffen sie Enisas Freundin Fiona und lernen den Jungen Isak kennen. Gemeinsam entdecken sie das Grundgesetz und die Kinderrechte, ...

Klappentext:

„Sonja und Enisa feiern im Park ein Nachbarschaftsfest. Dabei treffen sie Enisas Freundin Fiona und lernen den Jungen Isak kennen. Gemeinsam entdecken sie das Grundgesetz und die Kinderrechte, demonstrieren für den Frieden und erfahren von Enisas Flucht aus Syrien. Bei einem Fußballspiel und im Straßenverkehr merken sie, warum Regeln so wichtig sind und überlegen zusammen, was man gegen Streit und Konflikte tun kann. Als sie Ideen für schöne gemeinsame Momente sammeln, stellen sie schließlich fest, was für ein starkes Team sie geworden sind: die Vier vom Park.“





Fazit:

Auch dieses Buch aus der „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe punktet mit dem altersgerechten und verständlichen Inhalt. 
Diesmal liegt der Fokus beim Thema „Wie leben wir miteinander?“. Fragen und Antworten sind auf Augenhöhe, nichts zu umständlich oder ausschweifend. Die Klappen wecken auf eine spielerische Weise die Neugier und vermitteln Wissen, dass sich kinderleicht merken und umsetzen lässt. 



Regeln, Gesetze, sittliches Verhalten (im Alltag), Hilfe in der Not und Verständnis für andere aufbringen - manchmal sind es zwar schwierige Kontexte, die jedoch kurz und knapp thematisiert und (auf)geklärt werden. 

Gut vorstellen kann ich mir, dass man dieses Buch/diese Reihe auch im (Sach)Unterricht einsetzt.

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