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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Mit Eichhörnchen und Vogel auf Sonnensuche

Der Sonnendieb
1

Die Geschichte ist charmant, witzig und voller Spannung. Die Idee, dass die Sonne plötzlich verschwindet und das Eichhörnchen mit seinem Vogel-Freund auf eine abenteuerliche Suche geht, ist einfach klasse. ...

Die Geschichte ist charmant, witzig und voller Spannung. Die Idee, dass die Sonne plötzlich verschwindet und das Eichhörnchen mit seinem Vogel-Freund auf eine abenteuerliche Suche geht, ist einfach klasse. Besonders gelungen finde ich, wie das Buch auf kindgerechte Weise erklärt, warum es im Herbst und Winter früher dunkel wird und was es mit den Jahreszeiten auf sich hat. Hier lernen die kleinen Leser und Zuhörer nicht nur etwas über die Natur, sondern auch über Freundschaft und Neugier.

Die Illustrationen sind wunderschön und ansprechend – sie bringen die Geschichte richtig zum Leben und laden zum Staunen ein. Die Farben, die Details und die süßen Figuren passen perfekt zu der fantasievollen Erzählung.

Nun zu dem Punkt, den ich leider abziehen muss: Die Schriftart. Sie passt meiner Meinung nach nicht ganz so gut zu dem fröhlichen und leichten Stil des Buches. Sie ist etwas zu verschnörkelt und erschwert das Lesen – besonders für die jüngeren Leser, die gerade dabei sind, selbst zu lesen. Eine etwas klarere und weniger verspielte Schrift hätte hier besser funktioniert.

Trotzdem bleibt „Der Sonnendieb“ ein rundum gelungenes Buch, das Kindern viel Spaß macht und zugleich wichtige Themen aufgreift. Es eignet sich hervorragend zum Vorlesen und zum Selberlesen für die etwas Älteren.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Typografie als Sprache

Louder Than Hunger
1

Der Autor hat ein Werk erschaffen, das sowohl sprachlich als auch visuell beeindruckt. Das Besondere an diesem Buch ist die Art der Typografie. Schu spielt mit der Schrift, als wäre sie ein eigenes Werkzeug, ...

Der Autor hat ein Werk erschaffen, das sowohl sprachlich als auch visuell beeindruckt. Das Besondere an diesem Buch ist die Art der Typografie. Schu spielt mit der Schrift, als wäre sie ein eigenes Werkzeug, um das Gesagte zu verstärken. Die Schriftgrößen, Abstände und Stile haben hier eine tiefere Bedeutung, die dem Text eine zusätzliche Dimension verleiht. Es ist, als ob die Wörter selbst ihre eigene Stimme haben – und diese Stimme ist laut, klar und intensiv. Man merkt, wie viel Gedanken und Liebe in das Design geflossen sind, was das Lesen zu einer fast multisensorischen Erfahrung macht.

Doch auch die Themen sind nicht weniger eindrucksvoll. Schu geht auf den Hunger ein, der nicht nur körperlich ist, sondern auch ein emotionales und soziales Defizit beschreibt. Es geht um das Verlangen nach mehr – mehr Verständnis, mehr Mitgefühl, mehr Gerechtigkeit.

Der Text fordert einen, er regt zum Nachdenken an und schafft es dabei, das Leserherz zu berühren. Wer also auf der Suche nach einem Buch ist, das sowohl intellektuell als auch emotional herausfordert, wird mit diesem Werk belohnt.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Nervenkrieg mit Knalleffekt – das Finale liefert ab

Die Schwester des Serienkillers
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Wow – was für ein Ritt! „Die Schwester des Serienkillers“ ist für mich definitiv der bisher spannendste Teil der Reihe – und ein großartiger Abschluss dazu. Anna lebt ihr perfektes Leben: Lehrerjob, Haus ...

Wow – was für ein Ritt! „Die Schwester des Serienkillers“ ist für mich definitiv der bisher spannendste Teil der Reihe – und ein großartiger Abschluss dazu. Anna lebt ihr perfektes Leben: Lehrerjob, Haus am Meer, liebevoller Ehemann.
Bis DI Walker mit der unfassbaren Nachricht vor der Tür steht – ihr Bruder Henry, angeblich ein Serienkiller, und er spielt ein perfides „Katz-und-Maus“-Spiel aus Kindertagen mit ihr.

Der Spannungsbogen zieht sich von der ersten Seite: kurze Kapitel, spannende Gegenwarts-Momente und packende Rückblenden in die düstere Kindheit im Waisenhaus. Anna als Ich-Erzählerin fühlt sich total echt an – ich hab richtig mit ihr gelitten, mitgefiebert, hatte Herzklopfen, als sich ihr Leben Stück für Stück aufzulösen begann. Und dann dieser Twist zum Ende! So clever konstruiert, so unerwartet – es hat mich komplett umgehauen. Der dritte Band schließt die Trilogie ab, ohne dass man unbedingt alle Bände kennen muss – jede Story steht für sich.

Fazit: Absolute Leseempfehlung, vor allem für alle, die auf clevere Psychothriller mit Tempo, echter Emotionalität und unerwarteten Wendungen stehen.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Abenteuer und Angst im Einklang

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Das Hörbuch zu dem neuen Thriller von Rebecca Russ hat mich echt überrascht. Die Sprecherin macht das richtig gut – ihre Stimme ist angenehm, und sie schafft es, die Spannung ganz natürlich aufzubauen, ...

Das Hörbuch zu dem neuen Thriller von Rebecca Russ hat mich echt überrascht. Die Sprecherin macht das richtig gut – ihre Stimme ist angenehm, und sie schafft es, die Spannung ganz natürlich aufzubauen, ohne ins Übertriebene abzurutschen. Man fühlt sich sofort mitten drin in der Geschichte, als würde man mit Julia und Nicki über den abgelegenen Kungsleden-Wanderweg stapfen.

Was mir besonders gefallen hat, ist die detailreiche und lebendige Beschreibung der Landschaft. Der Wanderweg wird nicht einfach nur als Hintergrund genutzt, sondern als Teil der Handlung, der die Atmosphäre richtig dicht und beklemmend macht. Die Natur zeigt sich hier von ihrer rauen, unbarmherzigen Seite, was die Unsicherheit und Angst von Julia spürbar macht.

Die Mischung aus Abenteuer, Isolation und diesem leichten Grusel durch die geheimnisvolle Gestalt, die Julia immer wieder sieht, sorgt für eine konstante Spannung. Man ist als Zuhörer so gefesselt, dass man am liebsten wissen will, was als Nächstes passiert – und das bei einem Hörbuch, das eigentlich „nur“ eine Wanderung erzählt.

Alles in allem eine runde Sache: authentisch, spannend und mit einer Atmosphäre, die einen nicht mehr loslässt. Für alle, die gern in Geschichten eintauchen, die unter die Haut gehen, absolut zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Heimat, Herz und Apfelgarten

Der alte Apfelgarten
1

Dieser Roman entführt einen mit einem wundervollen, bildhaften Schreibstil direkt an die raue, schottische Steilküste von Crowdie Farm. Sharon Gosling schafft es, die Landschaft so lebendig und atmosphärisch ...

Dieser Roman entführt einen mit einem wundervollen, bildhaften Schreibstil direkt an die raue, schottische Steilküste von Crowdie Farm. Sharon Gosling schafft es, die Landschaft so lebendig und atmosphärisch zu beschreiben, dass man förmlich die salzige Meeresluft riechen und den Wind in den Haaren spüren kann. Die Natur – mit ihren wilden Kühen, dem urigen Apfelgarten und der unbändigen See – wird hier zur dritten Hauptfigur und gibt der Geschichte eine wunderschöne, fast schon magische Kulisse.

Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Bette und Nina, deren Beziehung so zerbrechlich und komplex ist wie das Gelände, auf dem sie aufgewachsen sind. Die zehn Jahre Altersunterschied und ihre unterschiedlichen Lebenswege – Bette in London, Nina fest verwurzelt auf der Farm – sorgen für eine emotionale Spannung, die das Buch tiefgründig und authentisch macht. Man spürt förmlich die Distanz, die sich über die Jahre zwischen ihnen aufgebaut hat, aber auch die Sehnsucht nach Nähe und Verstehen. Besonders berührend fand ich, wie die Autorin langsam Stück für Stück enthüllt, was sie trennt und wie sie sich durch gemeinsame Herausforderungen wieder annähern.

Die Geschichte um den vergessenen Apfelgarten mit den alten Cidersorten ist nicht nur eine charmante Idee, sondern auch ein tolles Symbol für Hoffnung und Erneuerung – für die Farm und für die Schwestern. Das Buch ist locker und doch tiefgründig geschrieben, mit einem Gefühl von Heimat, Versöhnung und dem Zauber, den alte Geschichten in sich tragen. Für alle, die auf der Suche nach einer warmherzigen, atmosphärischen Geschichte über Familie und Neuanfang sind, ist „Der alte Apfelgarten“ genau das Richtige!

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