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Veröffentlicht am 02.06.2019

NANOS – Sie kämpfen für die Freiheit

Nanos - Sie kämpfen für die Freiheit
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Kanzler Kehlis hat die deutsche Bevölkerung weiterhin dank seiner gedankenmanipulierenden Nanopartikel in seiner Macht. Er herrscht, und sein Wille geschieht. Um diesen umzusetzen, hat er sogenannte Konfessoren. ...

Kanzler Kehlis hat die deutsche Bevölkerung weiterhin dank seiner gedankenmanipulierenden Nanopartikel in seiner Macht. Er herrscht, und sein Wille geschieht. Um diesen umzusetzen, hat er sogenannte Konfessoren. Einer von ihnen ist Nummer Elf. Dessen Bruder Malek will ihn von den Nanos und der Befehlsgewalt der Nanos befreien.

Die Geschichte des ehemaligen Sträfling Malek Wutkowski und der Rebellen gegen Kanzler Kehlis geht weiter. Nach einem kurzen Rückblick ist der Leser sofort wieder im Geschehen. Von der ersten Seite an ist die Spannung hoch, und der Leser fiebert mit. Er begleitet Malek bei seinem Versuch, aus Konfessor Nummer Elf wieder seinen Bruder werden zu lassen, sowie die Führer der Rebellen, „Das Quartett“, bei ihren Plänen, Kanzler Kehlis und sein Regime zu Fall zu bringen.

Durch geschickte Wendungen schafft es Autor Timo Leibig, dass die Spannung über das gesamte Buch hinweg ansteigt. Es gelingt ihm, die Figuren und Ereignisse so gut zu beschreiben, dass alle Emotionen auf den Leser übergehen. Egal, von welcher Figur diese stammen.

„NANOS – Sie kämpfen für die Freiheit“ hat ein atemberaubendes Kopfkino ausgelöst, welches auch nach dem Beenden des Buches Herzklopfen hinterlässt. Apropos Ende – dieses verlangt förmlich nach einer Fortsetzung. So kann die Geschichte einfach nicht enden, da sind mir noch zu viele Fragen offen.

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „NANOS – Sie bestimmen, was du denkst“ und ich empfehle, dieses vorher zu lesen. Ein Namensverzeichnis am Ende des Buches erläutert die wichtigsten Figuren und ihre Verbindungen.

Ich danke Autor Timo Leibig (https://www.timoleibig.de) und dem Penhaligon Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Kindertotenlied

Kindertotenlied
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Kommissar Martin Servas erhält einen Anruf von seiner Jugendliebe Marianne. Deren Sohn Hugo wird verdächtigt, seine Professorin ermordet zu haben. Am Tatort scheint alles inszeniert zu sein, und es läuft ...

Kommissar Martin Servas erhält einen Anruf von seiner Jugendliebe Marianne. Deren Sohn Hugo wird verdächtigt, seine Professorin ermordet zu haben. Am Tatort scheint alles inszeniert zu sein, und es läuft laute Musik von Gustav Mahler. Hat hier der Serienmörder Hirtmann wieder zugeschlagen? Er ist seit Monaten flüchtig und sehr gefährlich.

Leider ist dieses Buch nicht so spannend, wie der Klappentext vermuten lässt. Während die Ermittlungen zum Mord an der Professorin laufen, kommen sich der Kommissar und seine Jugendliebe wieder sehr nahe, zu nah?

Zwischen dem Mordfall und der Liebe des Kommissars baut Autor Bernard Minier das Schicksal einer entführten und misshandelten Frau ein. Was genau diese Kapitel mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, zeigt sich erst gegen Ende des Buches.

Dieses Ende ist zugleich auch der spannendste Teil, der viele Wendungen und Überraschungen zu bieten hat. Marianne spielt mit den Gefühlen des Kommissars und versucht alles, ihn von Hugos Unschuld zu überzeugen.

Die Figuren sind durchweg gut ausgearbeitet, haben mich aber kaum erreicht, und ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Der Roman liest sich gut, wobei die Bezeichnung „Thriller“ mehr verspricht, als die Geschichte halten kann. Man könnte es schon fast als einen „ruhigen“ Thriller bezeichnen. Ein guter Schreibstil rundet die Geschichte ab.

Es ist der zweite Fall von Martin Servas und ein sehr persönlicher Fall für den Kommissar. Ob man die Reihe in der Erscheinungsfolge lesen sollte, kann ich nicht sagen. Zwar ist der Fall um Hugo und die Professorin abgeschlossen, aber die Geschichte mit Hirtmann bleibt weiter offen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Faith – Erwacht

Faith
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Neun lange Monate lag Faith in ihrem Somnus. Tristans Kugel schaffte es nicht, sie zu töten. Ihr geliebter Lie jedoch befindet sich in einer OAS-Festung im Süden Englands. Faith macht sich auf den Weg, ...

Neun lange Monate lag Faith in ihrem Somnus. Tristans Kugel schaffte es nicht, sie zu töten. Ihr geliebter Lie jedoch befindet sich in einer OAS-Festung im Süden Englands. Faith macht sich auf den Weg, ihn aus Tristans Fängen zu befreien. Doch nicht nur Lies Schicksal liegt in ihrer Hand, das Schicksal der gesamten Welt steht auf dem Spiel.

Ein wunderbarer zweiter Teil von Faiths Geschichte. Der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen, denn einen Rückblick gibt es nicht. Die Figuren entwickeln sich alle weiter, und die ein oder andere Überraschung wartet auf den Leser. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, trotzdem fand ich diesmal nicht den gleichen Zugang wie bei „Faith – Seelenlos“.

J.K. Bloom hat einen guten Schreibstil, und die Seiten fliegen nur so dahin. Allerdings gibt es meiner Meinung nach ein paar kleinere Logikfehler bzw. Merkwürdigkeiten. Als Beispiel sei hier der Zug genannt, der seit 500 Jahren seine Strecke abfährt. Sind in all der Zeit nicht mal ein Baum oder andere Dinge auf die Gleise gefallen? Da es sich hier um eine Fantasy-Geschichte handelt, lassen sich diese kleinen Fehler verschmerzen, denn in der Fantasie ist alles möglich.

Leider fehlte in diesem Teil die große Romantik zwischen Lie und Faith aus dem ersten Teil. Manchmal bekam ich den Eindruck, sie hätten ihren Beziehungsstatus auf „gute Freunde“ geändert. Erst am Ende ist wieder etwas von der alten Leidenschaft zu spüren.

„Faith – erwacht“ ist eine gelungene Fortsetzung und gleichzeitiger Abschluss der Faith-Diologie. Diese sollte in der entsprechenden Reihenfolge – am Besten direkt hintereinander – gelesen werden.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Eispalast – Der Fluch der sechs Prinzessinnen

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 4): Eispalast
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Wie bereits ihre Schwestern müssen die Zwillinge Penelopé und Genevieve einen Weg finden, ihren Fluch zu beenden. Beide Prinzessinnen wurden in ein Land der ewigen Kälte mit einem Hinweis, wie ihr Fluch ...

Wie bereits ihre Schwestern müssen die Zwillinge Penelopé und Genevieve einen Weg finden, ihren Fluch zu beenden. Beide Prinzessinnen wurden in ein Land der ewigen Kälte mit einem Hinweis, wie ihr Fluch gebrochen werden kann, verbannt. Genevieve trennt sich von ihrer Schwester, welche sich mit dem Schicksal des Fluches scheinbar abgefunden hat, und begibt sich auf den Weg nach einer Lösung. Der Fluch muss doch gebrochen werden können. Der Zufall will es, dass ausgerechnet der geheimnisvolle Schneekönig Penelopé in seinen Eispalast einlädt. Ist dies die Chance, den Fluch beider Prinzessinnen zu beenden?

Autorin Regina Meißner ist wieder einmal eine wundervolle Märchenerzählung gelungen. Alle Figuren sind gut ausgearbeitet und wachsen dem Leser ans Herz. Spannung und Dramatik werden geschickt mit einer traurig-romantischen Geschichte verbunden. „Eispalast“ hat genau die richtigen Zutaten für eine Märchenerzählung. Da es sich um ein Märchen handelt, kann ich auch darüber hinwegsehen, dass die Eule in der Geschichte ein Fell besitzt, denn in der Fantasie ist alles möglich.

Durch den guten Schreibstil vergeht die Lesezeit wie im Fluge. Viel zu schnell muss sich der Leser von den lieb gewonnenen Charakteren trennen. Die Geschichte ist nicht ganz abgeschlossen, einige Geschehnisse bleiben offen. In ihrem Nachwort teilt Regina Meißner mit, dass es einen abschließenden fünften Teil der Reihe „Der Fluch der sechs Prinzessinnen“ geben wird. Auf dieses große Finale bin ich schon jetzt gespannt.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Die Stille vor dem Tod

Die Stille vor dem Tod
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Die gesamte Familie Wiltons wurde ermordet. An einer Wand ist eine Botschaft an Ermittlerin Smoky Barret: „Komm und lerne“. Diese Familie ist nicht das einzige Opfer. Zwei weitere Familien wurden ebenfalls ...

Die gesamte Familie Wiltons wurde ermordet. An einer Wand ist eine Botschaft an Ermittlerin Smoky Barret: „Komm und lerne“. Diese Familie ist nicht das einzige Opfer. Zwei weitere Familien wurden ebenfalls in dieser Nacht ausgelöscht. Die Ermittlungen von Smoky und ihrem Team werden Abgründe ans Tageslicht bringen.

Autor Cordy McFadyen beschreibt die Grausamkeiten, zu denen Menschen fähig sein können, so, dass noch Raum für eigene Gedanken und Vorstellungen bleibt. Hier ist Gänsehaut garantiert. Die Figur Smoky Barret ist gut ausgearbeitet und stellt alle anderen in den Schatten. Die meisten Charaktere bleiben eher oberflächlich und haben mich nicht richtig erreicht.

Die Beschreibungen und Taten der menschlichen Monster sind gut dargestellt und jagen während des Lesens den einen oder anderen Schauer über den Rücken. In der Mitte der Geschichte geht es eher um Smoky selbst und ihren Erlebnissen in den letzten Jahren. Da dieses Buch Teil einer Reihe ist, könnte dieser Teil für Leser der Reihe interessanter sein als für mich.

Das Buch startet spannend und vielversprechend. Allerdings beginnt ab Mitte der Geschichte der Spannungsverlust. Diesen kann das Ende auch nicht mehr gutmachen. Da die Auflösungen der vorherigen Fälle genannt werden, sollte die Reihe um Smoky Barret in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. Dieser Roman hinterlässt ein offenes Ende mit Fragen, die wohl in den nächsten Teilen beantwortet werden.