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Veröffentlicht am 27.01.2019

Wächter der Runen 1

Wächter der Runen (Band 1)
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Der Kopfgeldjäger Finn erhält vom Imperium den Auftrag, Ravanea lebend zu finden und auszuhändigen. Sie ist eine sogenannte Abtrünnige, und es hört sich für Finn nach einem einfachen Auftrag an, immerhin ...

Der Kopfgeldjäger Finn erhält vom Imperium den Auftrag, Ravanea lebend zu finden und auszuhändigen. Sie ist eine sogenannte Abtrünnige, und es hört sich für Finn nach einem einfachen Auftrag an, immerhin ist er einer der Besten in seiner Branche. Doch es zeigt sich, dass es nicht so einfach ist. Je näher Finn dem wahren Grund kommt, welche Absichten das Imperium mit Ravanea hat, desto größer werden seine Zweifel, ob er das Richtige tut.

Autorin J.K. Bloom hat mit „Wächter der Runen“ eine wundervolle Fantasy-Welt erschaffen. Finn und Ravanea erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive. Beide Figuren sind so gut ausgearbeitet, dass sie alle anderen Charaktere förmlich überstrahlen.

Der Roman beginnt sehr ruhig, ein Kopfgeldjäger und ein Auftrag. Dann aber entwickelt die Geschichte sich weiter, und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Interessante Wendungen bringen immer mehr Klarheit über die Geschehnisse und Andeutungen auf das, was noch kommen wird.

„Wächter der Runen 1“ ist wieder eines der Bücher, bei denen es mir sehr schwer fällt, ohne Spoiler eine Rezension zu schreiben. Es passiert so viel, aber ich kann darauf nicht eingehen, ohne in Gefahr zu laufen, anderen Lesern etwas von der Spannung zu nehmen.

J.K. Bloom hat es auch diesmal geschafft, dass ich am liebsten direkt die Fortsetzung lesen wollte. Doch diese ist noch nicht geschrieben und so ist Geduld gefragt. Angekündigt ist diese für 2019, und so hoffe ich, noch in diesem Jahr zu erfahren, wie es weiter geht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Roman rundum gelungen ist. Eine geniale, Kopfkino auslösende Geschichte wartet auf ihre Leser.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Der Jesus-Deal

Der Jesus-Deal
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Der streng bibelgläubige und megareiche Samuel Barron bereitet seinen Sohn Michael auf eine spezielle Mission vor. Laut Samuel und seinen Glaubensbrüdern ist diese Mission Gottes Wille und er, Samuel, ...

Der streng bibelgläubige und megareiche Samuel Barron bereitet seinen Sohn Michael auf eine spezielle Mission vor. Laut Samuel und seinen Glaubensbrüdern ist diese Mission Gottes Wille und er, Samuel, ist dessen treuester Diener. Er möchte Gott helfen, die Wiederkehr Jesu, wie in der Bibel verkündet, herbeizuführen. Nachdem John Kaun das Jesus-Video gesehen hat, ändert er sein Leben. Der einstige Medientycoon verwandelt sich in einen ruhigen Familienmenschen. Doch die Geschehnisse um Samuel und Michael Barron werden auch sein Leben beeinflussen.

Zu Beginn des Buches erhält der Leser einen ausführlichen Einblick in das Leben von Samuel Barron und die Auslegung seines Glaubens. Seine religiösen Ansichten sowie das zusammenhanglose Zitieren von Bibelstellen, so dass das Gesagte zur aktuellen Situation passt, beschreibt wunderbar seine Lebensphilosophie. Kann aber zeitweise etwas nervig sein. Langsam kommt dann die Geschichte in Gang, und die Spannung steigert sich bis zu dem alles erklärenden Finale.

Hilfreich ist es, das Buch „Das Jesus-Video“ gelesen zu haben. Man kann den Geschehnissen zwar auch so gut folgen, jedoch erleichtert Hintergrundwissen das Verstehen so mancher Situation. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und erreichen den Leser auch emotional. Zu Beginn fast jeden Kapitels stehen entweder Zitate aus der Bibel oder aus anderen Büchern, welche sich unter anderem mit dem Thema „Zeitreise“ befassen.

Dieses komplexe Thema hat Andreas Eschberg gut erklärt, so dass auch Laien verstehen können, welche Prinzipe dahinter stecken. Als Leser merkt man auch die gute und ausführliche Recherche, die der Autor für dieses Buch gemacht hat.

Unpassend fand ich den Rückentext meiner Taschenbuchausgabe. Er weckt den Anschein, dass Stephen Foxx die Hauptfigur der Geschichte ist, dabei taucht er erst sehr spät im Buch auf. Alles in allem ist „Der Jesus-Deal“ ein sehr guter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Sterbe wohl… ADERLASS

Aderlass
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Ein Serienmörder bringt seine Opfer auf seine ganz spezielle Art und Weise um. Zudem lenkt er den Verdacht auf den reichen Thomas Mattern, der so schnell ins Visier der Polizei gerät. Der Zufall will es, ...

Ein Serienmörder bringt seine Opfer auf seine ganz spezielle Art und Weise um. Zudem lenkt er den Verdacht auf den reichen Thomas Mattern, der so schnell ins Visier der Polizei gerät. Der Zufall will es, dass ausgerechnet Matterns neue Liebe das nächste Opfer des Killers werden soll.

Was nach einer spannenden Geschichte klingt, stellt sich schon bald als eine langweilige heraus. Von Beginn an ist alles geklärt, und es bleibt kein Raum für eigene Spekulationen und Vermutungen. Der Lesefluss wird immer wieder mal unterbrochen.

Leider fehlt den Charakteren auch ein gewisser Tiefgang, was aber eher der Kürze des Buches geschuldet sein dürfte. Die Geschichte selbst verläuft ohne große Höhen oder Tiefen ab. Allein die „Jagd“ nach dem nächsten Opfer und die damit verbundenen Missgeschicke bringt eine leichte Würze in das Buch. Auch die etwas andere Art des Mordes ist interessant und eine Abwechslung zu den „üblichen“ Mordwaffen.

Wer einen gemütlichen und entspannenden Krimi lesen möchte, dem dürfte dieses Buch gefallen. Es ist der Auftakt einer Reihe, bei der die Geschichten unabhängig voneinander sind und jeder Roman für sich selbst gelesen werden kann.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Tyrannosapiens

Tyrannosapiens
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Ein von sich selbst als höchstes Wesen überzeugter Mann, im Buch „der Unfehlbare“ genannt, wird von seiner überaus geliebten Ehefrau verlassen. Schuld daran trägt natürlich die Gesellschaft, denn die setzt ...

Ein von sich selbst als höchstes Wesen überzeugter Mann, im Buch „der Unfehlbare“ genannt, wird von seiner überaus geliebten Ehefrau verlassen. Schuld daran trägt natürlich die Gesellschaft, denn die setzt den heutigen Frauen ja so manchen Floh ins Ohr. Der Unfehlbare will seine Frau zurückhaben und beginnt seinen Rachefeldzug.

Es klingt nach einer witzigen Geschichte, die ich mir für einen vergnüglichen Lesetag heruntergeladen habe. Allerdings entwickelt diese sich von seltsam über skurril bis zum größten Nonsens, den ich in diesem Jahr gelesen habe. Humor, wie ich ihn erwartet habe, gab es nicht. Einige Stellen kamen dem zwar nahe, konnten das Buch aber auch nicht retten. Der Autor bemüht sich um eine aktuelle Gesellschaftssatire, scheitert meiner Meinung nach damit jedoch total.

Man merkt schon, dass sich Lex Cartman ausführlich mit der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation beschäftigt hat, allerdings gelingt es ihm nicht, diese zu transportieren oder umzusetzen.

Die Hauptfigur „der Unfehlbare“ ist gut ausgearbeitet und verkommt trotzdem im Laufe des Buches zu einer nervigen, eintönigen Figur, die immer gleichbleibend ohne Entwicklung ist. Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi, und Lesefreude, wie ich sie von einem humorvollen Roman erwarte, kommt leider keine auf.

Diese Geschichte bietet viel Potential, welches der Autor leider nicht genutzt hat. Es sollten viele verschiedene Menschentypen humorvoll und überspitzt dargestellt werden, diesen Versuch merkt man beim Lesen. Das war es aber auch schon. Ich wollte einen vergnüglichen Lesetag verbringen und bin nach Ende des Buches einfach nur genervt. Für mich ist dieses Buch ein Flop.

Veröffentlicht am 23.12.2018

Was wir zu hoffen wagten

Was wir zu hoffen wagten
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Die Geschwister Felice, Willi und Ille leben im Jahr 1912 in Berlin. Sie sind in ihren gesellschaftlichen Rollen der damaligen Zeit gefangen. Felice möchte Rechtsanwältin werden, doch dies ist im Kaiserreich ...

Die Geschwister Felice, Willi und Ille leben im Jahr 1912 in Berlin. Sie sind in ihren gesellschaftlichen Rollen der damaligen Zeit gefangen. Felice möchte Rechtsanwältin werden, doch dies ist im Kaiserreich undenkbar. Willi soll in das väterliche Bankgeschäft einsteigen, obwohl er seine Zukunft im Bereich des Filmes sieht. Ille heiratet, und die Ehe ist alles andere als die erwartete Familienidylle, von der sie immer geträumt hatte. Der Ausbruch des Großen Krieges wird das Leben der Geschwister für immer verändern.

Der Roman „Was wir zu hoffen wagten“ nimmt den Leser mit in eine Gesellschaftsform, wie man sie sich in unseren modernen Zeiten fast nicht mehr vorstellen kann. Autorin Michaela Saalfeld gelingt es, das damalige Lebensgefühl dem Leser nahe zu bringen.

Jedoch gelang es den Figuren nicht, mich emotional zu erreichen. Ich bin mit keinem Charakter warm geworden, und so waren sie für mich eher eine Art Beiwerk, welches nötig ist, um diese Geschichte zu erzählen. Die Autorin möge mir diese Wortwahl verzeihen.

Denn es ist sehr schade, dass es mir so ergangen ist. Die unterschiedlichen Lebensläufe sind interessant und gut dargestellt. Man spürt die Liebe, mit der die Autorin die Charaktere entwickelt hat. Als Leser merkt man, wie wichtig es ist, diese Zeit nicht zu vergessen. Die Schilderungen der Geschehnisse im Großen Krieg gehen nicht spurlos am Leser vorbei.

Die erzählte Geschichte ist spannend und lässt genügend Raum für eigene Gedanken. Leser, welche eine Beziehung zu den handelnden Personen aufbauen können, dürften von diesem Roman emotional mitgerissen werden. Dieses Gefühl fehlte mir leider.

Ein Glossar am Ende des Buches erklärt die wichtigen Begriffe und Ereignisse. In ihrem Nachwort deutet die Autorin eine Fortsetzung an. Aufgrund der guten Schilderung der Geschehnisse und des angenehmen Schreibstils kann ich mir vorstellen, diese Fortsetzung zu lesen. Vielleicht bekomme ich in dieser einen besseren Zugang zu den Figuren.