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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Tödliche Spiele, dunkle Magie und überraschende Wendungen

The Crane and the Nightjar
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The Crane and the Nightjar – Nebelverhüllt von Ada Bailey war ein düsterer und spannender Auftakt, der mich mit seiner intensiven Atmosphäre, interessanten Charakteren und einem gefährlichen Wettstreit ...

The Crane and the Nightjar – Nebelverhüllt von Ada Bailey war ein düsterer und spannender Auftakt, der mich mit seiner intensiven Atmosphäre, interessanten Charakteren und einem gefährlichen Wettstreit überzeugt hat. Eigentlich hatte ich in Sachen Fantasy das Trope mit tödlichen Spielen etwas satt, ich bin aber sehr froh, dass ich mich davon nicht habe abschrecken lassen. Es war zwar etwas dasselbe Grundkonzept wie bei vielen solcher Bücher, allerdings hatte es so viele neue Aspekte und Fassetten, dass es wirklich sehr stimmig und spannend war.

Die Idee mit den verschiedenen tödlichen Spielen, um statt einer Hinrichtung um sein Leben kämpfen zu können. Dass die Protagonistin Zara gezwungen ist mit Crane zusammenzuarbeiten, demjenigen warum sie überhaupt erst im Gefängnis gelandet ist, fand ich auch sehr gelungen und verständlich. Ein Highlight der Geschichte ist der Wettstreit zwischen Dieben, der immer wieder für spannende und kreative Lösungen bei den Spielen sorgt. Besonders da Zara eigentlich keine Diebin ist, sondern sich nur in Sachen Sprengstoff gut auskennt. Gleichzeitig wird die Welt von Magie geprägt, die jedoch ihren Preis hat, wer sie zu oft nutzt, verliert Stück für Stück sich selbst und seine Seele und kann schließlich zu einem Krähenartigen Monster werden. Diese Idee verleiht der Geschichte eine düstere und beklemmende Atmosphäre.

Besonders gelungen ist für mich die Hauptfigur Zara beschrieben worden. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern vorsichtig, misstrauisch und handelt oft aus der Not heraus. Genau das macht sie greifbar und authentisch. Auch Crane bleibt lange rätselhaft und sorgt mit seiner distanzierten, geheimnisvollen Art für eine spannende Dynamik zwischen den beiden. Gerade als man denkt Crane besser verstehen zu können überrasch einen die Autorin noch mehr. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig und steht nicht zu sehr im Vordergrund, sondern wächst parallel zur gefährlichen Handlung. Persönlich mag ich es mehr, wenn der Fantasy Anteil den Romance Anteil überwiegt, was bei dem Buch somit gelungen ist.

Der Schreibstil von Ada Bailey ist sehr flüssig und leicht zu lesen, wodurch man schnell in die Handlung eintauchen kann. Ich habe das Buch an einem Nachmittag gelesen und konnte es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen.

(Spoilerfrei)
Das Ende schließlich hat mich mit dem unerwarteten Plot Twist auch kalt erwischt und hat mich wirklich geschockt zurückgelassen.
Fazit: Eine empfehlenswerte Geschichte für alle, die düstere Romantasy, eine starke Protagonistin und spannende Wettkämpfe mögen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Gelungener Abschluss

Holly – Eine Belladonna-Novelle (Belladonna 4)
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Mit Holly kehrt man ein letztes Mal in die düster-romantische Welt der Belladonna-Reihe zurück und schenkt Fans einen leisen, emotionalen und sehr stimmungsvollen Abschluss. Die Geschichte spielt 27 Jahre ...

Mit Holly kehrt man ein letztes Mal in die düster-romantische Welt der Belladonna-Reihe zurück und schenkt Fans einen leisen, emotionalen und sehr stimmungsvollen Abschluss. Die Geschichte spielt 27 Jahre nach den Ereignissen der Hauptreihe und fühlt sich an wie ein Wiedersehen mit alten Freunden: vertraut, warm und ein bisschen wehmütig. Natürlich einerseits schön zu sehen wie es Jahre später weiter ging, gleichzeitig ist es natürlich auch ein riesiger zeitlicher Sprung.

Im Mittelpunkt stehen weniger große Wendungen als vielmehr Gefühle: Loslassen, Schuld, Hoffnung und die Frage, ob nach all dem Leid wirklich Frieden möglich ist. Die winterliche, leicht unheimliche Atmosphäre von Wisteria, die ruhige Handlung und der Perspektivwechsel zwischen den bekannten Figuren sorgen für Tiefe und Nostalgie. Besonders schön ist, wie reif und bedacht alle Charaktere handeln.

Holly ist kein actionreicher Band, sondern eine stille, herzerwärmende Novelle mit melancholischem Unterton und perfekt für die Winterzeit. Für mich war es ein wunderschöner Abschluss der Reihe, bei dem letzte offene Fragen geklärt wurden und der dieses zufriedene „So fühlt sich Ankommen an“-Gefühl hinterlässt. Ein kleines Buch mit großer Wirkung und sehr schade dass die Reihe damit zu Ende ist.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Zwischen literarischem Experiment und emotionaler Distanz

Grüne Welle
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Grüne Welle von Esther Schüttpelz beginnt mit einem unerwarteten Roadtrip. Nach einem Kinobesuch verfährt sich die zunächst noch namenlose Frau und fährt immer weiter von ihrem Zuhause und ihrem Ehemann ...

Grüne Welle von Esther Schüttpelz beginnt mit einem unerwarteten Roadtrip. Nach einem Kinobesuch verfährt sich die zunächst noch namenlose Frau und fährt immer weiter von ihrem Zuhause und ihrem Ehemann weg. Die scheinbar einfache Autofahrt entwickelt sich zu einer Reise, in der sie ihr Leben überdenkt und den Leser immer mehr an sich und ihren Gedanken teilhaben lässt, bis sie schließlich wieder abblockt.

Besonders spannend war auch die Entscheidung den Charakteren keine Namen zu geben, außer zwischenzeitlich der Protagonistin und diese dann schließlich wieder nur als „die Frau“ zu beschreiben gegen Ende des Buches. Dass die meisten Orte keinen Namen hatten, war in Anbetracht des spontanen Roadtrips ohne Handy nur logisch. Die Figuren wirken stark schematisiert. Die sensible, verunsicherte Künstlerin als Protagonistin, die urbane, herablassende Freundin und der gewalttätige, kunstverachtende Anwalt Ehemann erscheinen klischeehaft. Auch die beiden jungen Frauen, die sie eine Zeit lang begleiten wirken wie Typische Vorstellung von jungen Menschen der heutigen Zeit. Ich konnte mich nicht besonders in die Personen hineinversetzten und es entsteht kaum emotionale Nähe. Die Charaktere bleiben fremd und werden mit zunehmenden Geschichtsverlauf eher unsympathisch.

Der Schreibstil ist eigenwillig und prägend, die langen, verschachtelten Sätze, gedankliche Schleifen und ein distanzierter Erzählduktus, der stark an einen inneren Monolog erinnert. Das ist literarisch interessant, aber auch anstrengend zu lesen und nicht immer leicht zugänglich. Zwar wirkt die Sprache klar, ehrlich und ungefiltert, doch bleiben die Gedanken der Protagonistin oft erwartbar und gewinnen selten an Tiefe oder Überraschung. Thematisch jedoch greift der Roman hochrelevante Aspekte auf, wie Selbstverlust, häusliche Gewalt, unerfüllte Träume und die Frage nach einem möglichen Neuanfang. Gerade deshalb hinterlässt das Buch sehr ernüchtert, denn das offene Ende und das große Potenzial der Themen werden nicht voll ausgeschöpft.

Am Ende bleibt „Grüne Welle“ ein ungewöhnlicher, formal interessanter Roman, der in 24 Stunden eine Momentaufnahme eines Lebens zeichnet. Wer experimentelle Erzählweisen und subjektive Gedankengänge schätzt, kann hier eine spannende Leseerfahrung machen. Wer jedoch emotionale Tiefe, psychologische Vielschichtigkeit und greifbare Figuren sucht, dürfte trotz guter Idee und passendem Titel enttäuscht zurückbleiben.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Die Schattenseite des Paradises

Heaven's Gate
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Das Buch hat sich sehr schnell und gut lesen lassen und ließ einen sofort bildlich in die Geschichte eintauchen.

Zwar fand ich den Protagonisten Caruso etwas anstrengend mit seinem Alkoholproblem, allerdings ...

Das Buch hat sich sehr schnell und gut lesen lassen und ließ einen sofort bildlich in die Geschichte eintauchen.

Zwar fand ich den Protagonisten Caruso etwas anstrengend mit seinem Alkoholproblem, allerdings hat er dies mit seiner doch liebevollen Art wieder gut gemacht. Zwar waren seine Detektivischen Durchbrüche mehr dem Glück und weniger seiner Kompetenz zu verdanken, aber das hat die Geschichte nur umso spannender gemacht. Da der Protagonist selbst so wenig Ahnung von dem gesamten Ausmaß hatte ist man zusammen im Dunkeln getappt.

Die Nebenfiguren sind allerdings alle auch auf ihre eigene Art gelungen. Diego der früher eine hohe Nummer als Krimineller war und nun draußen aus dem Knast sich probiert als „normaler“ Bürger durchzuschlagen und mit in die Geschehnisse gezogen wird. Yahoo der einem mit seiner lieben Art und seiner Neugier einfach nur ans Herz wächst und die Klimaaktivistinnen, die für einige Überraschungen sorgen.

Einige Ereigniswendungen waren für den Leser vorhersehbar und andere wiederum haben einen kalt erwischt. Man konnte von Anfang bis Ende mit Fibern. Die Philippinen wurden anfangs als unheimlich schöner und idyllischer Ort beschrieben und dieser Eindruck wurde im verlauf der Geschichte durch die düsteren Ereignisse umgewandelt. Trotz der Tatsache, dass ich bisher nicht viel Erfahrung mit dem Surfen hatte, habe ich allen Szenen gut folgen können und viele interessante Einblicke in diese Sportart/ Lifestyle bekommen. Das Ende fand ich sehr gelungen, auch wenn mich der Tod meines persönlichen Lieblingscharakters sehr getroffen hat.

Das Buch ist eine gelungene Abwechslung für alle Krimi-Fans und auch für alle Krimi-Neulinge sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Cosy Grusel

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Der Anfang des Buches fiel mir zunächst etwas schwer, da ich ein wenig Zeit brauchte, um richtig in die Geschichte hineinzufinden. Doch je weiter ich gelesen – beziehungsweise gehört – habe, desto mehr ...

Der Anfang des Buches fiel mir zunächst etwas schwer, da ich ein wenig Zeit brauchte, um richtig in die Geschichte hineinzufinden. Doch je weiter ich gelesen – beziehungsweise gehört – habe, desto mehr konnte mich die Handlung für sich gewinnen. Da ich lange auf das Buch gewartet hatte, habe ich mit dem Hörbuch begonnen, und das war definitiv die richtige Entscheidung. Die Sprecherin erweckt die Geschichte mit viel Gefühl und Feingespür zum Leben und verleiht den Figuren eine ganz eigene Dynamik. Das Hörbuch kann ich daher uneingeschränkt empfehlen.

Besonders begeistert haben mich die Charaktere. Sie sind alle sehr individuell, liebevoll ausgearbeitet und wirken durchweg authentisch. Nicht nur die Protagonistin konnte mich überzeugen, sondern auch ihr Umfeld: das Team aus ihrer besten Freundin Marina und ihrem Azubi, dem sie liebevoll den Spitznamen Artie gegeben hat, ist einfach herzerwärmend. Vor allem Arties Entwicklung hat mir unglaublich gut gefallen – er wächst im Laufe der Geschichte immer mehr über sich hinaus. Ein echtes Highlight sind zudem die drei verstorbenen Brüder, die als Geister in ihrem Kindheitshaus festsitzen, weil zwischen ihnen noch ungelöste Konflikte und unausgesprochene Wahrheiten stehen. Diese Idee fand ich originell und emotional zugleich.

Was als scheinbar simples „ein paar Geister vertreiben“ beginnt, entwickelt sich überraschend zu einem cosy Murder Mystery, das Spannung und Wohlfühlatmosphäre gekonnt verbindet. Gleichzeitig kommen auch Romance-Fans auf ihre Kosten: Die Dynamik zwischen der Protagonistin und dem lokalen Reporter, den sie seit Jahren nicht ausstehen kann, sorgt für prickelnde Dialoge und ein klassisches Enemies-to-Lovers-Gefühl. Zusätzlich bringt ihr Ex-Freund, der ebenfalls in die Geschehnisse rund um das Geisterhaus involviert ist, emotionale Tiefe in die Geschichte, indem er immer wieder gemischte Signale sendet und nostalgische Erinnerungen an ihre vergangene Beziehung weckt.

Insgesamt ist es eine charmante, spannende und gefühlvolle Geschichte, die sich stetig steigert und am Ende genau die richtige Mischung aus Mystery, Humor, Herz und Cosy-Vibes bietet.

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