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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2026

Freundschaft, Selbstakzeptanz und Anderssein

Belzi Ohnehorn
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Belzi Ohnehorn überzeugt schon auf den ersten Blick durch sein farbenfrohes, freches Cover, das sofort Lust aufs Lesen macht. Auch im Inneren setzt sich die kindgerechte, übersichtliche Gestaltung fort: ...

Belzi Ohnehorn überzeugt schon auf den ersten Blick durch sein farbenfrohes, freches Cover, das sofort Lust aufs Lesen macht. Auch im Inneren setzt sich die kindgerechte, übersichtliche Gestaltung fort: Die Illustrationen sind lebendig, humorvoll und erzählen die Geschichte teilweise ganz ohne Worte.

Im Mittelpunkt steht Belzi, ein kleiner Teufel, der zu lieb ist, um böse zu sein. Genau das macht ihn zu einer besonders sympathischen Protagonisten. Die Geschichte ist einfach gehalten, aber voller witziger Ideen und absurder Situationen, die Kinder zum Lachen bringen. Gleichzeitig werden wichtige Themen wie Freundschaft, Selbstakzeptanz und Anderssein ganz nebenbei vermittelt, ohne belehrend zu wirken.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und dialogreich, ideal für junge Leser*innen. An manchen Stellen ist die Reihenfolge der Sprechblasen nicht ganz eindeutig, was kurz irritieren kann, den Lesespaß insgesamt aber kaum mindert. Die Figuren sind liebevoll gestaltet, auch wenn ihre Rollen teilweise etwas vorhersehbar sind.

Insgesamt bietet Belzi Ohnehorn eine kurzweilige, warmherzige Comicgeschichte, die sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Eine emotionale Reise

Heartbreak Hotel
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Die Graphic Novel hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, und ich habe sie direkt durchgelesen. Von den unheimlich schönen Zeichnungen bis zu der berührenden Handlung hat mir wirklich alles sehr ...

Die Graphic Novel hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, und ich habe sie direkt durchgelesen. Von den unheimlich schönen Zeichnungen bis zu der berührenden Handlung hat mir wirklich alles sehr gut gefallen.

Die vorgestellten Charaktere haben alle mit ihren ganz individuellen Problemen zu kämpfen und treffen im Heartbreak Hotel aufeinander. Jeder nutzt seine Zeit dort auf unterschiedliche Weise, und trotz der Tatsache, dass sie alle ganz unterschiedlich sind und im normalen Leben eigentlich nie engeren Kontakt gehabt hätten, lernen sie sich dort kennen und lernen, die Andersartigkeiten der jeweiligen Personen zu akzeptieren.

Die Graphic Novel hat mich emotional wirklich vollkommen mitfühlen lassen und mich mit dem Hauptthema der Trauerbewältigung auf eine emotionale Achterbahnfahrt genommen. Sie ist dementsprechend nicht für jeden Leser geeignet und lässt einen auch danach noch lange nachdenklich und emotional berührt zurück.

Alles ist sehr detailreich gezeichnet, und besonders hat mir gefallen, dass hier viel mit verschiedenen Farbschemata für die jeweiligen Szenen gearbeitet worden ist (Rückblicke in kräftigeren Farben, Szenen im Hotel teils in blasseren Farben). Besonders gefallen hat mir der Hase, der nicht nur unheimlich niedlich ist, sondern auch als Nebencharakter unheimlich überzeugt hat. Das Einzige, was mir ab und zu etwas Probleme bereitet hat, war, die Charaktere Maya und Martin auseinanderzuhalten. Die beiden sahen sich zwischenzeitlich sehr ähnlich, was bei mir an zwei Stellen zu einer Verwechslung geführt hat.

Alles in allem ein wirklich unterhaltender, berührender Graphic Novel, der zum Nachdenken anregt und dazu ermutigt, im Moment zu leben und über seinen Schatten zu springen, bevor es zu spät ist.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Ein fantasievolles Abenteuer durchs Weltall für kleine Entdecker

Die Astronautin von nebenan. Eine Reise vom Kinderzimmer ins Weltall
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Das Kinderbuch „Die Astronautin von nebenan“ von Inga Marie Ramcke hat uns als Familie rundum begeistert. Die Geschichte dreht sich um die achtjährige Maja, die ihre Sommerferien krank im Kinderzimmer ...

Das Kinderbuch „Die Astronautin von nebenan“ von Inga Marie Ramcke hat uns als Familie rundum begeistert. Die Geschichte dreht sich um die achtjährige Maja, die ihre Sommerferien krank im Kinderzimmer verbringen muss. Doch dann taucht die Nachbarin Josi auf und in Ausbildung zur Astronautin und nimmt Maja mit auf eine fantastische, imaginäre Reise durchs Weltall. Zusammen mit Majas Kuscheltier Tönning erleben sie spannende Abenteuer, lernen über Raumstationen, Astronautenalltag und Planeten und entdecken die Freude am Forschen.

Besonders gelungen ist die Mischung aus Sachwissen und erzählerischem Abenteuer: Jedes Kapitel beginnt mit kurzen, verständlichen Informationen zu einem Weltraumthema, bevor die Geschichte von Maja und Josi weitergeht. So werden Kinder spielerisch an wissenschaftliche Themen herangeführt, ohne dass der Lesefluss verloren geht. Kleine Experimente zum Nachmachen machen das Buch zudem interaktiv und praxisnah.
Die Illustrationen von Lada Chizhova sind liebevoll, detailreich und transportieren viel Wärme und Fantasie. Ergänzt werden sie durch echte Fotos von Astronauten, Raumfahrzeugen und der ISS, was die Informationen anschaulich untermalt.

Die Botschaft des Buches ist motivierend: Es geht um Mut, Selbstvertrauen, große Träume und die Freude am Entdecken. Besonders schön ist, dass die Hauptfigur ein Mädchen ist und das begeistert nicht nur kleine Leserinnen.
Für Kinder unter 6 Jahren kann der Text an manchen Stellen etwas komplex sein, besonders die Sachinformationen. Für Grundschulkinder ab etwa 7 Jahren ist es jedoch ein wunderbares Leseerlebnis.
Insgesamt ist „Die Astronautin von nebenan“ ein warmherziges, fantasievolles und lehrreiches Buch, das kleine Weltraum-Fans verzaubert und inspiriert. Absolute Leseempfehlung für Kinder, die träumen, entdecken und mehr über das Weltall lernen möchten.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Dunkle Magie, starke Helden – ein fesselnder Auftakt

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Das erste Kapitel hat mich mit dem Schreibstil nicht direkt eintauchen lassen, allerdings fand ich den Inhalt direkt spannend. Ab Kapitel 2 konnte ich mich sehr gut in das Buch einfinden und ab da an habe ...

Das erste Kapitel hat mich mit dem Schreibstil nicht direkt eintauchen lassen, allerdings fand ich den Inhalt direkt spannend. Ab Kapitel 2 konnte ich mich sehr gut in das Buch einfinden und ab da an habe ich das Buch verschlungen.
Im Mittelpunkt steht die Thronfolgerin Nizzara, die in vielen inneren Konflikten steht. Stark, kampfbereit und zugleich innerlich zerrissen, bewegt sie sich zwischen Pflicht, Macht und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Sie ist sehr loyal gegenüber den Menschen/ Geistern, die sie liebt, selbst wenn diese es ihr gegenüber nicht sind. Ihre Entscheidungen sind nicht immer bequem oder direkt für den Leser nachvollziehbar, aber genau das macht sie so glaubwürdig und interessant.
Dagen war als ihr „Gegenspieler“, als anderer Protagonist eine unheimliche interessante Abwechslung. Die Tatsache, dass er im direkten Zwiespalt zwischen der Erfüllung seiner Aufgabe für seine Freiheit steht und sie Gleichzeitig trotzdem mit der Zeit liebgewinnt und vor allem Beschützen möchte, macht ihm zu einem fast noch interessanteren Charakter als Nizzara.
Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, geprägt von anfangs sehr viel Misstrauen, unausgesprochenen Gefühlen und einer Slow-Burn-Romantik, ganz nach dem Motto „he falls first, she fell harder“. Es wurde das ganze Buch über die Spannung zwischen den beiden aufgebaut und gehalten, ohne dass man das Gefühl hatte es würde sich unnötig in die Länge ziehen. In dem Buch gibt es hin und wieder kurze spicy Momente, jedoch nur eine wirklich längere Spicy Szene. Dementsprechend bietet das Buch für beide Seiten eine perfekte Mischung und die Szene kann auch getrost überflogen werden, für Leute, die es überhaupt nicht mögen. Auch zu erwähnen ist, dass die beiden auch in schwierigen Momenten einen zum Schmunzeln bringen mit ihrer humorvollen Art.
Besonders gefallen hat mir die Tatsache, dass es sich um ein originelles Magiekonzept gehandelt hat. Mit Geistern die man mit Hilfe der „Vessels“ (eine Art magisches Armband) an einen binden kann, um durch diese magischen Fähigkeiten und Macht zu erlangen und einem eigenständigem World Building, hat es ein wirklich einzigartiges Leseerlebnis geschaffen. Trotz der Tatsache, dass es dementsprechend so viele neue Begriffe, Systeme, Leute und Bräuche gab, habe ich lediglich ab und zu die Übersicht verloren was die Namen der Königreiche an ging. Diese waren mit Zo, Zarr und Zem leider etwas verwirrend, aber durch den abgedruckten Stammbaum im Buch immer wieder zuordenbar.
Neben Kämpfen und actionreichen Duellen prägen Intrigen, Verrat, Freundschaften und politische Machtspiele die Handlung. Im letzten Drittel zieht die Geschichte spürbar an und entfaltet ihr volles Potenzial, inklusive eines fiesen Cliffhangers, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Einige Plot twists waren vorhersehbar und wiederum andere überhaupt nicht. Besonders der Schluss hat mich kalt erwischt und dieser lässt mich auch seit Tagen noch nicht los (kein happy ending!).
Zu erwähnen ist noch, dass das Cover und der Farbschnitt sehr schön und passend sind, wobei ich jedoch statt der Schlange in der Hand liebe eine „Vessel“ am Handgelenk gesehen hätte. Meiner Meinung nach hätte das noch besser als Cover gepasst. Mir ist außerdem aufgefallen, dass die Protagonistin Nizzara sehr häufig Baden geht.
Alles in Allem ein sehr gelungenes Debüt, mit kleinen Fehlern/ Lücken in Sachen Tempo und Worldbuilding, die aber nicht weiter auffallen, weil der Rest einen viel zu sehr überzeugt! Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!
(Rezensionsexemplar)

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