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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Hin und her

No Place to be Single – This Love Tastes Like Trouble
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Dieses Buch hat mich vor allem deshalb neugierig gemacht, weil mir Courting von der Autorin so gut gefallen hat. Außerdem wurde es als eine moderne Interpretation von Stolz und Vorurteil beschrieben – ...

Dieses Buch hat mich vor allem deshalb neugierig gemacht, weil mir Courting von der Autorin so gut gefallen hat. Außerdem wurde es als eine moderne Interpretation von Stolz und Vorurteil beschrieben – eine Kombination, die für mich sehr vielversprechend klang. Leider konnte mich die Geschichte am Ende nicht ganz so überzeugen wie erhofft, auch wenn sie durchaus einige Stärken besitzt.

Die Handlung spielt in einem idyllischen Dorf in der Toskana, umgeben von Weinbergen, Olivenhainen und jeder Menge Dorfklatsch. Als Michael D'Arcy in seine Heimat zurückkehrt, sorgt das für ordentlich Aufregung. Nur Elisa bleibt von seinem Charme unbeeindruckt. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine Rivalität, die nicht nur beruflicher Natur ist. Die Grundidee hat mir gut gefallen und besonders die Anlehnung an Stolz und Vorurteil war deutlich erkennbar.

Allerdings wurde die Liebesgeschichte für meinen Geschmack durch zu viele Missverständnisse, Geheimnisse und Stolz unnötig in die Länge gezogen. Immer wenn sich die beiden Protagonisten nähergekommen sind, tauchte wieder ein neues Hindernis auf, das sie auseinandergebracht hat. Anschließend waren beide zu stur, um den ersten Schritt aufeinander zuzugehen, sodass häufig Nebencharaktere eingreifen mussten, um die beiden wieder zusammenzubringen. Dieses ständige Hin und Her wurde mit der Zeit etwas anstrengend und konnte mich emotional nicht vollständig abholen.

Positiv hervorheben möchte ich jedoch den Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Besonders die Beschreibungen der Toskana, des Weinguts und auch von London waren sehr bildlich und atmosphärisch. Dadurch konnte ich mir die Schauplätze jederzeit lebhaft vorstellen und fühlte mich beim Lesen direkt in die Geschichte versetzt.

Auch einige Plot Twists konnten mich überraschen. Manche Entwicklungen kamen unerwartet und sorgten dafür, dass die Handlung trotz der wiederkehrenden Konflikte interessant blieb. Die Nebencharaktere haben ebenfalls zur lebendigen Atmosphäre beigetragen und dem kleinen Dorf viel Charme verliehen.

(Spoilerfrei)

Das Happy End hat mir letztendlich sehr gut gefallen und konnte für mich noch einiges retten. Insgesamt bin ich während des Lesens immer wieder zwischen drei und vier Sternen geschwankt. Obwohl mich die ständigen Missverständnisse und die Sturheit der Protagonisten teilweise frustriert haben, konnte mich der flüssige Schreibstil und das italienische Setting gut unterhalten.

Fazit: Eine leichte, romantische Geschichte mit viel Toskana-Flair, die vor allem Fans von Rosamunde Pilcher und klassischen Enemies-to-Lovers-Geschichten gefallen dürfte. Wer Geduld für einige Missverständnisse und ein ausgedehntes Hin und Her mitbringt, wird hier eine unterhaltsame Wohlfühlromanze finden.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Wirkt lange nach

Sie flogen einen Sommer lang
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„Sie flogen einen Sommer lang“ von Penelope Farmer ist ein poetischer Kinderbuchklassiker aus England, der den uralten Menschheitstraum vom Fliegen mit einer märchenhaft-fantastischen Geschichte verbindet. ...

„Sie flogen einen Sommer lang“ von Penelope Farmer ist ein poetischer Kinderbuchklassiker aus England, der den uralten Menschheitstraum vom Fliegen mit einer märchenhaft-fantastischen Geschichte verbindet. Im Mittelpunkt stehen Kinder, deren Leben durch das plötzliche Auftauchen eines geheimnisvollen, vogelartigen Jungen verändert wird. Nach und nach bringt er ihnen das Fliegen bei – und zunächst scheint dieses gemeinsame Geheimnis die sehr unterschiedlichen Kinder enger zusammenzubringen. Doch mit der Zeit entstehen Konflikte, die die Gruppendynamik verändern und Fragen nach Vertrauen, Zugehörigkeit und Erwachsenwerden aufwerfen.

Die Handlung entfaltet sich ruhig und atmosphärisch. Über die Kinder und ihre Familien erfährt man nur bruchstückhaft etwas, wodurch manche Figuren etwas blass bleiben. Besonders interessant wirkt die Lehrerin, die offenbar mehr über den fremden Jungen weiß, ohne dass ihre Verbindung zu ihm vollständig erklärt wird. Gerade dieses Geheimnisvolle verleiht der Geschichte ihren besonderen Reiz.

Trotz ihres Alters von über 60 Jahren behandelt die Erzählung zeitlose Themen wie Freundschaft, Rivalität, erste Unsicherheiten und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Während jüngere Leserinnen und Leser die Handlung stellenweise als wenig spannend empfinden könnten, überzeugt das Buch besonders ältere Kinder und Jugendliche durch seinen psychologischen Fokus und seine sensible Darstellung kindlicher Gefühle.

Auch sprachlich besitzt der Roman einen besonderen Charme: kurze Kapitel, eine gut lesbare Schrift und ein angenehmer Schreibstil machen das Lesen leicht. Ergänzt wird die Geschichte durch wunderschöne schwarz-weiße Illustrationen von Barbara Yelin, die die verträumte Stimmung des Buches perfekt unterstreichen.

„Sie flogen einen Sommer lang“ ist weniger ein actionreiches Abenteuer als vielmehr eine nachdenkliche, poetische Geschichte über Sehnsüchte, Gemeinschaft und die Magie eines Sommers, der lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Düster und Mitreisend

Crown of War and Shadow
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Mit Crown of War and Shadow hat J. R. Ward wieder bewiesen, warum sie für viele zu den besten Fantasy-Autorinnen gehört. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte gefangen und wollte ...

Mit Crown of War and Shadow hat J. R. Ward wieder bewiesen, warum sie für viele zu den besten Fantasy-Autorinnen gehört. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte gefangen und wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Die Welt ist düster, magisch und unglaublich atmosphärisch aufgebaut. Besonders das Magiesystem und die vielen gefährlichen Kreaturen haben die Geschichte für mich richtig spannend gemacht. Dazu kommen starke Charaktere, die nicht nur Tiefe besitzen, sondern auch im Laufe der Handlung immer mehr Facetten zeigen.

Sorrel mochte ich sofort. Ihre geheimnisvolle Gabe und ihre Vergangenheit machen sie zu einer super interessanten Protagonistin. Merc dagegen bringt diese gefährliche, geheimnisvolle Ausstrahlung mit, die perfekt zur Stimmung des Buches passt. Die Dynamik zwischen den beiden war intensiv und hat mich komplett abgeholt.

Der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig und sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Vor allem die kurzen Kapitel bringen viel Tempo in die Handlung. Auch optisch ist das Buch ein Highlight, Cover, Karte und Farbschnitt passen perfekt zur Geschichte

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Überraschend

Rules of the Game, Band 1 - Offside
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Mit Offside – Rules of the Game habe ich ehrlich gesagt eine leichte Eishockey-Romance erwartet – bekommen habe ich aber eine emotionale, spannende und teilweise richtig intensive Geschichte, die mich ...

Mit Offside – Rules of the Game habe ich ehrlich gesagt eine leichte Eishockey-Romance erwartet – bekommen habe ich aber eine emotionale, spannende und teilweise richtig intensive Geschichte, die mich komplett überrascht hat. Besonders gegen Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Bailey war mir von Anfang an unglaublich sympathisch. Sie ist ehrgeizig, liebenswert und kämpft trotz schwieriger Menschen in ihrem Umfeld für ihren Traum vom Eishockey. Chase dagegen ist charmant, beschützerisch und definitiv ein typischer Frauenheld – zumindest am Anfang. Aber gerade seine Entwicklung und der Umgang mit Bailey haben mir richtig gut gefallen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach und man merkt, wie beide aneinander wachsen.

Was ich außerdem besonders mochte: die offene Kommunikation und der respektvolle Umgang miteinander, gerade bei den spicy Szenen. Nichts wirkte überstürzt und durch das Dual POV konnte man beide Charaktere sehr gut verstehen.

Der Schreibstil ist angenehm locker und emotional, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch an manchen Stellen etwas zu lang war. Vor allem im Mittelteil gab es Passagen, die sich gezogen haben und die man durchaus hätte kürzen können. Auch das viele Bonusmaterial am Ende war zwar schön, aber nicht unbedingt nötig.

Trotz kleinerer Längen hat mich die Geschichte total abgeholt. Spannung, Drama, Liebe, Hockey und starke Emotionen – die Mischung hat für mich einfach funktioniert. Für Fans von Eishockey-Romance definitiv eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Gefährliche Fae-Deals und viktorianischer Charme

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Dieses Buch hat mich komplett überrascht und am Ende absolut begeistert zurückgelassen. Die Geschichte verbindet eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre mit Intrigen, Fae-Magie und humorvollen Schlagabtauschen ...

Dieses Buch hat mich komplett überrascht und am Ende absolut begeistert zurückgelassen. Die Geschichte verbindet eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre mit Intrigen, Fae-Magie und humorvollen Schlagabtauschen auf eine unglaublich unterhaltsame Weise. Besonders das Setting mit seinem viktorianischen Flair erinnerte mich stellenweise an Bridgerton und The Selection, nur eben mit gefährlichen Fae und deutlich mehr dunklen Geheimnissen.

Im Mittelpunkt steht Ivy, die bei der Brautschau für Prinz Bram nicht nur um ihre Zukunft kämpft, sondern auch versucht, den Ruf ihrer Familie wiederherzustellen. Gerade Ivy mochte ich sehr, da sie nicht die typische perfekte Heldin ist, sondern wirkt durch ihre tollpatschige, sture und gleichzeitig mutige Art unglaublich authentisch. Ihre Emotionen waren greifbar und machten die Geschichte noch mitreißender.

Generell waren die Figuren für mich eines der größten Highlights. Die verschiedenen Kandidatinnen hatten alle ihre ganz eigenen Persönlichkeiten, Geschichten und Motive, wodurch sie lebendig und nahbar wirkten. Besonders schön fand ich, dass immer wieder andere Perspektiven eingebunden wurden. Dadurch bekam man tiefere Einblicke in die Charaktere und die Handlung wirkte noch vielschichtiger.

Die Fae wurden hier genau so dargestellt, wie ich es liebe: geheimnisvoll, manipulativ und gefährlich. Sie spielen nach ihren eigenen Regeln, schließen tückische Deals ab und sorgen ständig für unterschwellige Spannung. Wer Geschichten rund um Fae wie in Elfenkrone mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Auch die Atmosphäre konnte mich vollkommen abholen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und voller kleiner humorvoller Momente. Viele Szenen liefen wie ein Film vor meinem inneren Auge ab und die Dialoge haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Besonders die Prüfungen und Intrigen innerhalb der Brautschau sorgten dafür, dass die Spannung mit jeder Seite weiter anstieg.
Anfangs ließ sich das Buch noch entspannt lesen, doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Vor allem gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse mit überraschenden Wendungen, die ich teilweise überhaupt nicht kommen gesehen habe. Das Finale hat mich deshalb nochmal komplett gepackt.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm passend zum historischen Setting und wird eher elegant als übertrieben dargestellt, was ich sehr stimmig fand. Insgesamt wirkt das gesamte Buch einfach rund und atmosphärisch dicht.

Fazit: Eine spannende Mischung aus viktorianischem Flair, düsterer Fae-Magie, Intrigen, Humor und emotionalen Momenten. Die lebendigen Charaktere, die unterschiedlichen Perspektiven und die vielen unerwarteten Wendungen haben das Buch für mich zu einem echten Highlight gemacht. Ich freue mich jetzt schon riesig auf Band 2 und kann die Geschichte allen empfehlen, die Fantasy lieben.

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