Platzhalter für Profilbild

Nikko_Yarop

Lesejury-Mitglied
offline

Nikko_Yarop ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nikko_Yarop über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2026

Enttäuscht

Insel der Ratten
0

Inhaltlich war mir das Buch stellenweise allerdings fast zu düster. Die Brutalität der Welt wird sehr eindringlich dargestellt, und einige Szenen haben bei mir ein beklemmendes Gefühl hinterlassen. Besonders ...

Inhaltlich war mir das Buch stellenweise allerdings fast zu düster. Die Brutalität der Welt wird sehr eindringlich dargestellt, und einige Szenen haben bei mir ein beklemmendes Gefühl hinterlassen. Besonders kritisch sehe ich die enthaltenen Vergewaltigungsszenen. Für mich hätten diese nicht unbedingt sein müssen, da die Geschichte auch ohne sie bereits deutlich macht, wie grausam und hoffnungslos diese Zukunft ist. Ist leider ein häufiges Phänomen, welches mir besonders bei Männlichen Autoren auffällt bei dieser Art von Genre. Besonders bei einem so kurzen Buch eine mehrfach Vergewaltigung und eine Versuchte Vergewaltigung (diese ist nur nicht passiert weil sie vorher umgebracht worden ist!) zu erwähnen fand ich absolut daneben.



Dieses Buch zeichnet ein erschreckend düsteres Zukunftsszenario. Nach einer Pandemie sind gesellschaftliche Strukturen weitgehend zusammengebrochen, Banden kontrollieren die Straßen und die Kluft zwischen Arm und Reich ist größer denn je. Besonders interessant fand ich dabei den Kontrast zwischen den Resten einer noch funktionierenden gesellschaftlichen Ordnung und dem absoluten Ausnahmezustand, der an vielen Stellen bereits herrscht. Dadurch wirkte die Welt gleichzeitig realistisch und beklemmend.



Das Hörbuch wird von zwei Sprechern gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Die wechselnden Perspektiven wurden dadurch besonders lebendig und beide Sprecher haben die Geschichte überzeugend und authentisch transportiert.



Trotzdem fand ich den Roman insgesamt interessant, vor allem weil er weniger wie ein klassischer Krimi wirkt, sondern vielmehr wie eine gesellschaftskritische Dystopie. Die Geschichte stellt die Frage, was passiert, wenn Recht, Ordnung und soziale Sicherheit immer weiter zerfallen. Gerade dieser Gedanke bleibt auch nach dem Ende noch im Kopf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

Sommer

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück
0

Seaside Sisters ist ein echtes Wohlfühlbuch, bei dem ich sofort dachte: Das hätte ich gerne schon als Kind gelesen. Die Geschichte versprüht pures Sommerferiengefühl mit Strandtagen, Eis, Freundschaft, ...

Seaside Sisters ist ein echtes Wohlfühlbuch, bei dem ich sofort dachte: Das hätte ich gerne schon als Kind gelesen. Die Geschichte versprüht pures Sommerferiengefühl mit Strandtagen, Eis, Freundschaft, ersten Schwärmereien und einer wunderschönen Nordseeinsel als Kulisse.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre auf Rosenholm. Man spürt beim Lesen förmlich den Sommer, das Meer und die unbeschwerte Ferienzeit. Die Freundschaften zwischen den Mädchen stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie Lenes erste Verliebtheit und ihr Traum, Journalistin zu werden.

Auch die Gestaltung ist ein Highlight: Die liebevollen Illustrationen, die schöne Farbgestaltung und die Comic-Seite in der Mitte machen das Buch zu einem echten Hingucker.

Insgesamt ist Lenes Inselsommerglück ein herzerwärmender Reihenauftakt voller Sommerzauber, Freundschaft und guter Laune, der Lust auf mehr macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

Red star rebels

Red Star Rebels
0

Red Star Rebels war für mich eine sehr angenehme Überraschung. Besonders spannend fand ich die ungewöhnliche Zeitspanne der Handlung, denn die gesamte Geschichte spielt innerhalb weniger Stunden. Normalerweise ...

Red Star Rebels war für mich eine sehr angenehme Überraschung. Besonders spannend fand ich die ungewöhnliche Zeitspanne der Handlung, denn die gesamte Geschichte spielt innerhalb weniger Stunden. Normalerweise hätte ich erwartet, dass sich das gehetzt anfühlt, aber genau das Gegenteil war der Fall. Das hohe Tempo passt perfekt zur Handlung und sorgt dafür, dass ständig Spannung in der Luft liegt. Von Anfang an hatte ich dieses Gefühl, dass jederzeit jemand verraten werden könnte oder etwas schiefgeht, und diese nervöse Energie zieht sich durch das ganze Buch.

Dadurch, dass die Geschichte so kompakt erzählt wird, geht sie nicht besonders tief auf die Gesellschaft oder das politische System auf dem Mars ein. Viele Aspekte der Welt werden eher angerissen als ausführlich erklärt. Für mich war das allerdings ein Pluspunkt. Es war einmal schön, nicht unzählige Details über Politik, Technik oder Weltaufbau im Kopf behalten zu müssen. Dadurch eignet sich das Buch hervorragend als leichte Science-Fiction-Lektüre für zwischendurch.

Die Handlung ist sehr spannend und fast-paced erzählt. Durch die wechselnden Perspektiven von Cleo und Hunter liest sich das Buch unglaublich schnell weg. Ihre Dialoge sind unterhaltsam und oft auch humorvoll, wodurch die Geschichte trotz der ständigen Gefahr nie zu schwer wirkt. Die beiden Hauptfiguren sind zwar teilweise etwas klischeehaft angelegt, funktionieren aber trotzdem gut und tragen die Handlung problemlos.

Mit der Liebesgeschichte hatte ich allerdings ähnliche Probleme wie viele andere Leserinnen und Leser. Dass sich Cleo und Hunter innerhalb weniger Stunden so stark zueinander hingezogen fühlen, wirkte auf mich nicht immer ganz glaubwürdig. Da das Buch aber klar im Young-Adult-Bereich angesiedelt ist, konnte ich darüber hinwegsehen. Die Romance war süß und hat gut zur Geschichte gepasst, auch wenn sie etwas weniger intensiv vielleicht überzeugender gewesen wäre.

Besonders gefallen haben mir außerdem die kleinen Details der Gestaltung. Die kleinen Astronauten zu Beginn der Kapitel und die Karte der Raumstation haben dem Buch einen zusätzlichen Charme verliehen und gezeigt, wie viel Liebe im Design steckt.

Insgesamt ist Red Star Rebels kein Buch, das mich emotional tief bewegt oder lange beschäftigt hat. Stattdessen ist es eine spannende, humorvolle und kurzweilige Geschichte, die man problemlos in wenigen Stunden verschlingen kann. Wer auf temporeiche Science Fiction mit sympathischen Figuren, etwas Romance und viel Spannung steht, wird hier definitiv gut unterhalten. Für mich eine ideale Lektüre für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

Konkurrenzkampf und Ballett

Maja & Natascha
0

Das Buch hat mich besonders durch seinen lebendigen und spannenden Schreibstil überzeugt. Obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, gelingt es der Autorin sehr gut, die Gefühle und Gedanken ...

Das Buch hat mich besonders durch seinen lebendigen und spannenden Schreibstil überzeugt. Obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, gelingt es der Autorin sehr gut, die Gefühle und Gedanken der Figuren greifbar zu machen. Als Leser konnte man die Emotionen der Charaktere jederzeit nachvollziehen und mit ihnen mitfühlen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die beiden Schwestern, die auf den ersten Blick viele Gemeinsamkeiten haben, sich bei genauerem Hinsehen jedoch stark voneinander unterscheiden. Gerade diese Mischung aus Ähnlichkeit und Unterschiedlichkeit macht ihre Beziehung besonders interessant. Beide Figuren sind sehr vielschichtig dargestellt und wirken dadurch authentisch. Sie besitzen Stärken und Schwächen, haben Ecken und Kanten, zeigen aber gleichzeitig auch verletzliche Seiten. Besonders ihre innere Zerrissenheit wird eindrucksvoll beschrieben, sodass man ihre Konflikte und Entscheidungen gut nachvollziehen kann.

Auch die politische Situation innerhalb der Geschichte trägt maßgeblich zur Spannung bei. Die angespannte Lage zwischen Russland und den USA sowie die ständige Bedrohung durch den Krieg werden sehr greifbar dargestellt. Dadurch entsteht eine Atmosphäre der Unsicherheit, die sich durch die gesamte Handlung zieht und den Leser immer wieder in ihren Bann zieht.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Erzählperspektive. Durch die dritte Person erhält die Autorin die Möglichkeit, nicht nur die Hauptfiguren näher zu beleuchten, sondern auch Einblicke in das Leben und die Gedanken verschiedener Nebencharaktere zu geben. Dadurch wirkt die Welt des Romans besonders lebendig und facettenreich. Die Nebenfiguren erscheinen nicht nur als Randerscheinungen, sondern tragen dazu bei, die Handlung glaubwürdig und abwechslungsreich zu gestalten.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend aufgebaut. Viele Ereignisse sind überraschend und der weitere Verlauf bleibt lange unvorhersehbar. An kaum einer Stelle konnte man sicher sagen, wie sich die Handlung entwickeln würde. Besonders der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Schwestern sorgt immer wieder für Spannung und lässt den Leser mitfiebern. Die emotionale Verbindung zwischen den Figuren und ihre persönlichen Ziele machen diesen Konflikt besonders mitreißend.

Ein zentrales Thema des Romans ist außerdem das Ballett. Die Leidenschaft der Figuren für das Tanzen wird sehr eindrucksvoll beschrieben. Dabei zeigt das Buch nicht nur die Schönheit und Eleganz dieser Kunstform, sondern auch ihre Schattenseiten. Der enorme Leistungsdruck, die körperlichen Belastungen und die persönlichen Opfer werden ebenso thematisiert wie die Begeisterung und Hingabe der Tänzerinnen. Da ich Ballett schon immer als eine äußerst beeindruckende Sportart empfunden habe, fand ich diesen Aspekt besonders interessant und gelungen dargestellt.

Das Ende der Geschichte bleibt vergleichsweise offen. Obwohl nicht alle Fragen eindeutig beantwortet werden, passt diese Entscheidung sehr gut zum gesamten Roman. Das offene Ende regt zum Nachdenken an und lässt Raum für eigene Interpretationen. Gleichzeitig wirkt es nicht unvollständig, sondern fügt sich stimmig in die Entwicklung der Handlung und der Figuren ein.

Zusammenfassend ist das Buch eine fesselnde und emotional mitreißende Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, einer glaubwürdigen Welt und einer spannenden Handlung. Besonders die Beziehung der beiden Schwestern, die eindrucksvolle Darstellung des Balletts und die ständig spürbare politische Spannung machen den Roman zu einem lesenswerten Werk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2026

Hin und her

No Place to be Single – This Love Tastes Like Trouble
0

Dieses Buch hat mich vor allem deshalb neugierig gemacht, weil mir Courting von der Autorin so gut gefallen hat. Außerdem wurde es als eine moderne Interpretation von Stolz und Vorurteil beschrieben – ...

Dieses Buch hat mich vor allem deshalb neugierig gemacht, weil mir Courting von der Autorin so gut gefallen hat. Außerdem wurde es als eine moderne Interpretation von Stolz und Vorurteil beschrieben – eine Kombination, die für mich sehr vielversprechend klang. Leider konnte mich die Geschichte am Ende nicht ganz so überzeugen wie erhofft, auch wenn sie durchaus einige Stärken besitzt.

Die Handlung spielt in einem idyllischen Dorf in der Toskana, umgeben von Weinbergen, Olivenhainen und jeder Menge Dorfklatsch. Als Michael D'Arcy in seine Heimat zurückkehrt, sorgt das für ordentlich Aufregung. Nur Elisa bleibt von seinem Charme unbeeindruckt. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine Rivalität, die nicht nur beruflicher Natur ist. Die Grundidee hat mir gut gefallen und besonders die Anlehnung an Stolz und Vorurteil war deutlich erkennbar.

Allerdings wurde die Liebesgeschichte für meinen Geschmack durch zu viele Missverständnisse, Geheimnisse und Stolz unnötig in die Länge gezogen. Immer wenn sich die beiden Protagonisten nähergekommen sind, tauchte wieder ein neues Hindernis auf, das sie auseinandergebracht hat. Anschließend waren beide zu stur, um den ersten Schritt aufeinander zuzugehen, sodass häufig Nebencharaktere eingreifen mussten, um die beiden wieder zusammenzubringen. Dieses ständige Hin und Her wurde mit der Zeit etwas anstrengend und konnte mich emotional nicht vollständig abholen.

Positiv hervorheben möchte ich jedoch den Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Besonders die Beschreibungen der Toskana, des Weinguts und auch von London waren sehr bildlich und atmosphärisch. Dadurch konnte ich mir die Schauplätze jederzeit lebhaft vorstellen und fühlte mich beim Lesen direkt in die Geschichte versetzt.

Auch einige Plot Twists konnten mich überraschen. Manche Entwicklungen kamen unerwartet und sorgten dafür, dass die Handlung trotz der wiederkehrenden Konflikte interessant blieb. Die Nebencharaktere haben ebenfalls zur lebendigen Atmosphäre beigetragen und dem kleinen Dorf viel Charme verliehen.

(Spoilerfrei)

Das Happy End hat mir letztendlich sehr gut gefallen und konnte für mich noch einiges retten. Insgesamt bin ich während des Lesens immer wieder zwischen drei und vier Sternen geschwankt. Obwohl mich die ständigen Missverständnisse und die Sturheit der Protagonisten teilweise frustriert haben, konnte mich der flüssige Schreibstil und das italienische Setting gut unterhalten.

Fazit: Eine leichte, romantische Geschichte mit viel Toskana-Flair, die vor allem Fans von Rosamunde Pilcher und klassischen Enemies-to-Lovers-Geschichten gefallen dürfte. Wer Geduld für einige Missverständnisse und ein ausgedehntes Hin und Her mitbringt, wird hier eine unterhaltsame Wohlfühlromanze finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere