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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Perfekte Sommer Romance

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Das Buch hat bei mir insgesamt einen sehr positiven, wenn auch eher leichten Eindruck hinterlassen. Es ist eine süße, romantische Geschichte, die sich perfekt als Sommerlektüre eignet, genau die Art von ...

Das Buch hat bei mir insgesamt einen sehr positiven, wenn auch eher leichten Eindruck hinterlassen. Es ist eine süße, romantische Geschichte, die sich perfekt als Sommerlektüre eignet, genau die Art von „seichter“ Romance, die man entspannt an einem warmen Tag lesen kann. Das Buch habe ich innerhalb weniger Tage gelesen. Die Umsetzung des Themas ist unterhaltsam und leicht zugänglich, auch wenn einige typische Motive des Genres erkennbar sind. Gerade diese Mischung aus Humor und Drama sorgt jedoch dafür, dass die Handlung spannend bleibt, ohne zu überfordern. Wobei es meiner Meinung nach nicht so viel Drama gab, es wurde sich mehr auf Humor und ein Romantisches Setting fokussiert.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Die Sprache wirkt zeitgemäß und passt gut zur Zielgruppe. Allerdings hätte ich mir stellenweise etwas mehr Ausarbeitung gewünscht, um bestimmte Situationen noch intensiver nachvollziehen zu können.

Besonders gut gefallen hat mir der humorvolle und teilweise auch unangenehme Einstieg zwischen Margot und Oliver. Diese Mischung aus Chaos, Peinlichkeit und gleichzeitig spürbarer Anziehung war unterhaltsam und hat mich direkt neugierig gemacht. Auch die Chatnachrichten lockern die Handlung schön auf und bringen Dynamik in die Geschichte. Auch das Cover hat mich sehr angesprochen, da es sehr gut zu ihrem Job passt der eine große Rolle im Buch spielt. Ich bin ohnehin ein Fan von illustrierten Covern geworden, wenn sie gut gemacht sind, und hier ist das definitiv der Fall.
Das „Second Chance“-Trope gefällt mir normalerweise nicht besonders, wurde hier aber überraschend gut umgesetzt. Dadurch, dass ihr „schlimmstes Date“ schon Jahre zurückliegt, wirkt der Neuanfang glaubwürdig und passend. Der Plot-Twist war zwar nicht vorhersehbar, aber insgesamt eher seicht gehalten. Generell fehlt es der Geschichte ein wenig an Spannung, was jedoch zum leichten, romantischen Gesamtton passt.

Margot wirkt auf mich angenehm unperfekt: etwas chaotisch, widersprüchlich und dadurch sehr greifbar. Sie wünscht sich die große Liebe, trifft aber immer wieder Entscheidungen, die dem eigentlich widersprechen, genau das macht sie authentisch. Oliver hingegen bleibt zunächst etwas schwer einschätzbar, was aber auch Spannung in die Entwicklung der Beziehung bringt. Ich fand es leider schade, dass man doch so wenig über ihn und seine Konflikte erfahren hat und diese nur „angekratzt“ wurden. Dadurch blieb er für mich mehr Nebenfigur und der Fokus lag fast ausschließlich auf Margot. Weniger überzeugt haben mich die Nebencharaktere. Vor allem Margots „perfekte“ Schwester empfand ich als anstrengend, besonders in Kombination mit den Eltern, die sie ständig verteidigen. Das hat teilweise etwas frustriert und die Dynamik unnötig belastet.

Insgesamt ist es eine charmante, unterhaltsame Liebesgeschichte mit kleinen Schwächen, aber viel Herz. Perfekt für alle, die eine lockere Sommer-Romance suchen, ohne große Dramatik, dafür mit Humor und Gefühl.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Geister und Geheimnisse

Weavingshaw
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Die Geschichte von Leena in Weavingshaw überzeugt vor allem durch ihre atmosphärisch dichte und düstere Umsetzung. Besonders gelungen ist dabei die Verbindung aus Gothic-Setting, gesellschaftlichen Themen ...

Die Geschichte von Leena in Weavingshaw überzeugt vor allem durch ihre atmosphärisch dichte und düstere Umsetzung. Besonders gelungen ist dabei die Verbindung aus Gothic-Setting, gesellschaftlichen Themen wie Ungleichheit und Machtstrukturen sowie einer stetig ansteigenden Spannung. Die Autorin schafft es, immer wieder überraschende Wendungen einzubauen und die Geschichte dadurch durchgehend fesselnd zu halten. Der Plot, das Setting und die Dynamik in dem Buch waren erfrischend Originell.

Der Schreibstil von Heba Al-Wasity ist für ein Debüt bemerkenswert ausgereift. Er ist flüssig, bildhaft und sehr atmosphärisch, wodurch man schnell in die Handlung eintauchen kann. Die Erzählweise in der dritten Person passt hervorragend zur Geschichte, da sie dem Geschehen eine gewisse Distanz verleiht, die die düstere Stimmung zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, Emotionen intensiv zu transportieren und die Lesenden an die Figuren zu binden. Irgendwann taucht man so in die Geschichte ein, dass die dritte Person gar nicht mehr weiter auffällt.

Die Figuren wirken authentisch und vielschichtig. Leena ist eine starke, aber gleichzeitig verletzliche Protagonistin, deren Handlungen durch ihre Vergangenheit und ihre familiären Bindungen nachvollziehbar sind. Besonders ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist überzeugend dargestellt. Saint Silas hingegen verkörpert einen klassischen „morally grey“ Charakter: geheimnisvoll, unberechenbar und moralisch ambivalent. Gerade diese Undurchschaubarkeit macht ihn besonders interessant. Die Dynamik zwischen den beiden ist spannungsgeladen und entwickelt sich langsam, was perfekt zum Slow-Burn-Aspekt der Geschichte passt.

Das Buch ist für mich besonders interessant aufgrund seiner einzigartigen Mischung aus düsterer Fantasy, Gothic-Elementen und emotionaler Tiefe. Die Kombination aus Geisterthematik, geheimnisvollem Anwesen und komplexen Charakterbeziehungen hebt die Geschichte von anderen Werken des Genres ab. Zudem ist es beeindruckend, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt, da sowohl das Worldbuilding als auch die Charakterentwicklung bereits auf einem sehr hohen Niveau sind. Das macht definitiv neugierig auf weitere Werke der Autorin.

Fazit:
Ein atmosphärisch dichter, spannender und emotionaler Auftakt, der mit starken Figuren, einer faszinierenden Welt und einer packenden Handlung überzeugt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die düstere Romantasy mit Slow-Burn-Romance, Geheimnissen und vielschichtigen Charakteren mögen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Fesselnd

We Who Will Die
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Für mich war dies das erste Buch der Autorin und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich das unglaublich detailreiche Worldbuilding. Die Welt ...

Für mich war dies das erste Buch der Autorin und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich das unglaublich detailreiche Worldbuilding. Die Welt wirkt lebendig, düster und komplex, mit klaren Machtstrukturen, Intrigen und einer spannenden Hierarchie zwischen Vampiren und den sogenannten Sigillengezeichneten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch fällt es leicht, in die Geschichte einzutauchen und mitzufiebern. Die Beschreibungen sind bildhaft, ohne zu überladen zu wirken, und die Handlung schreitet zügig voran. Gerade die Kampfszenen sind intensiv dargestellt, während ruhigere Momente genug Raum für Emotionen lassen.

Auch die Figuren haben mir gut gefallen. Arvelle ist eine starke und zugleich authentische Protagonistin. Sie handelt mutig, aber nicht unüberlegt, und ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, da sie stark von ihrer Vergangenheit und ihrer Liebe zu ihrer Familie geprägt sind. Besonders positiv ist, dass sie nicht übermächtig wirkt, sondern immer wieder an ihre Grenzen stößt. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet, da viele von ihnen zunächst undurchschaubar bleiben und sich erst nach und nach ihre wahren Absichten zeigen.

Für mich ist das Buch besonders interessant durch die gelungene Kombination aus düsterer Fantasy, Gladiatoren-Setting und Vampir-Thematik. Dazu kommen Intrigen, Verrat und eine emotionale Liebesgeschichte, die sich stimmig in die Handlung einfügt. Diese Mischung hebt das Buch von vielen anderen Romantasy-Geschichten ab. Mit den vielen Namen und dem Magiesystem hätte ich mir nur ein Glossar gewünscht, damit ich auch beim nächsten Teil mich noch an alles erinnern kann.

Die Sprecherin des Hörbuches war ein perfect match und das die Welt zum Leben erweckt. Ich konnte direkt abtauchen!


Fazit:
Ein spannendes, emotionales und düsteres Fantasybuch mit starken Figuren, einer packenden Handlung und einer faszinierenden Welt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die Romantasy mit viel Spannung, Intrigen und intensiven Charakterentwicklungen mögen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Düsterer Gothic Novel

Mein zärtlicher Schatten
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Mit „Mein zärtlicher Schatten“ liefert Johanna van Veen eine eindringliche, düstere und zugleich überraschend einfühlsame Gothic Novel, die sich deutlich von klassischen Genrevertretern abhebt. Für viele ...

Mit „Mein zärtlicher Schatten“ liefert Johanna van Veen eine eindringliche, düstere und zugleich überraschend einfühlsame Gothic Novel, die sich deutlich von klassischen Genrevertretern abhebt. Für viele dürfte es der erste Kontakt mit dem Neo-Gothic sein, und genau dieser Einstieg bleibt nachhaltig im Gedächtnis.



Im Zentrum steht Roos, die seit ihrer Kindheit von einem Geist begleitet wird. Was zunächst wie ein klassisches übernatürliches Motiv erscheint, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Erzählung über Einsamkeit, Abhängigkeit, psychische Belastungen und die fragile Grenze zwischen Realität und Fantasie. Besonders stark ist dabei die Darstellung von Roos’ Innenwelt: Ihre Gedanken wirken so lebendig und greifbar, dass man sich beim Lesen fühlt, als würde man direkt in ihrem Kopf mitreisen.



Der Roman lebt weniger von plötzlichen Schockmomenten als vielmehr von einer langsam wachsenden, unterschwelligen Spannung. Diese „kriechende“ Atmosphäre zieht sich konsequent durch das gesamte Buch und sorgt für ein anhaltendes Gefühl von Unbehagen, im besten Sinne. Der bildhafte, teils poetische Schreibstil verstärkt diesen Effekt zusätzlich, auch wenn einzelne Passagen aufgrund ihrer Tiefe und Verschachtelung mehr Aufmerksamkeit erfordern.



Besonders hervorzuheben ist die sensible Auseinandersetzung mit Themen wie psychischen Erkrankungen, Trauma und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Das Buch eröffnet neue Perspektiven darauf, wie Realität wahrgenommen wird und welche Verantwortung das Umfeld im Umgang mit Betroffenen trägt. Dabei bleibt die Geschichte stets respektvoll und vermeidet vereinfachende Darstellungen.



Auch die Nebenfiguren sind überzeugend gezeichnet: vielschichtig, teils widersprüchlich und mit eigenen, oft tragischen Hintergründen. Gerade diese Ambivalenz macht sie authentisch und fügt sich nahtlos in die düstere Gesamtstimmung ein.



Ein kleiner Wermutstropfen ist das eher gemächliche Erzähltempo. Wer eine actionreiche Handlung erwartet, könnte hier an seine Grenzen stoßen. Stattdessen liegt der Fokus klar auf Atmosphäre, Charakterentwicklung und psychologischer Tiefe.



Fazit:

„Mein zärtlicher Schatten“ ist ein intensiver, atmosphärischer Roman, der sich leise entfaltet und lange nachhallt. Eine ungewöhnliche Mischung aus Gothic, Mystery und psychologischer Erzählkunst, die unter die Haut geht. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die sich auf langsame Spannung, düstere Themen und komplexe Figuren einlassen möchten.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Cosy Romance

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Mit dem zweiten Band ihrer Lower-Whilby-Reihe liefert Kyra Groh eine warmherzige, gefühlvolle und zugleich reflektierte Romance-Geschichte, die sich angenehm von typischen Klischees abhebt.

Besonders ...

Mit dem zweiten Band ihrer Lower-Whilby-Reihe liefert Kyra Groh eine warmherzige, gefühlvolle und zugleich reflektierte Romance-Geschichte, die sich angenehm von typischen Klischees abhebt.

Besonders gelungen ist die Figurenzeichnung: Eleanores Unsicherheiten und ihr Wunsch nach mehr Erfahrung werden sensibel und respektvoll dargestellt, ohne ins Lächerliche oder Klischeehafte abzurutschen. Ihre Gedanken wirken authentisch und nachvollziehbar. Auch Dex überzeugt mit emotionaler Tiefe, seine innere Zerrissenheit und sein Scheitern machen ihn greifbar und sympathisch.

Das Setting rund um Lower Whilby ist erneut ein Highlight. Die Kleinstadtatmosphäre, geprägt von Fürsorge, Neugier und sozialem Druck, wird lebendig eingefangen. Man spürt sowohl die Geborgenheit als auch die Enge, die ein solcher Ort mit sich bringt. Bekannte Nebenfiguren wie Jude und James fügen sich stimmig ein und bereichern die Geschichte, während neue Entwicklungen, etwa rund um Olive, neugierig auf den nächsten Band machen.

Grohs Schreibstil ist flüssig, einfühlsam und stellenweise überraschend tiefgründig. Die wechselnden Perspektiven zwischen Eleanore und Dex ermöglichen einen intensiven Einblick in beide Gefühlswelten. Besonders positiv fällt auf, dass romantische und „spicy“ Momente ausgewogen eingesetzt werden, die emotionale Entwicklung steht klar im Vordergrund.

Der positive Gesamteindruck überwiegt deutlich. „The Iced Caramel Coffee Agreement“ ist eine gefühlvolle, charmante und ehrliche Liebesgeschichte über Selbstfindung, Mut und das Verlassen eingefahrener Wege. Ein Wohlfühlbuch mit Tiefe, das zum Mitfühlen und Abschalten einlädt.

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