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Veröffentlicht am 12.01.2019

Es wird noch härter als in Teil 1

Die Abrichtung 2 | Erotischer SM-Roman
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Inhalt:
(Klappentext)
Ein Jahr nach Saris Abrichtung im Camp ...
Sari und ihr Mann Sven lernen einen dubiosen Bibliothekar kennen und werden Mitglied seiner "Loge". Sari verbringt eine denkwürdige harte ...

Inhalt:
(Klappentext)

Ein Jahr nach Saris Abrichtung im Camp ...
Sari und ihr Mann Sven lernen einen dubiosen Bibliothekar kennen und werden Mitglied seiner "Loge". Sari verbringt eine denkwürdige harte SM-Nachtsession in einem ehemaligen Schutzbunker, während in einer feudalen Villa skurrile SM-Abende stattfinden – darunter auch Snuff-Sessions.
Der Roman beschreibt das Aufbrechen von Tabus, das Ausleben von Sehnsüchten und das reale Erleben von Fantasien.

Mein Kommentar:
Dies ist der zweite Band der Autorin Alexandra Gehring und beschreibt wie es mit Sari weitergeht ein Jahr nach ihrem Abenteuer im Camp.
Die Autorin hat wieder einen sehr offenen und flüssigen Schreibstil und man kann sich immer sehr gut ein Bild zum Geschehen machen. Das Kopfkino kommt voll auf seine Kosten und man ist als Leser beinahe mitten im Geschehen. Die Erzählungen sind wieder sehr detailliert und bildhaft, Außerdem wird auch diesmal eine kleine Geschichte rund um die einzelnen Sessions erzählt.

Die Protagonisten blieben wie im ersten Band recht oberflächlich und auch die Szenen hätten teilweise mehr Gefühle vertragen. Dennoch hatte man als Leser immer ein klares Bild vor Augen und konnte sich alles sehr gut vorstellen.

Sehr gut gefallen hat mir zu erfahren, wie es mit Sari nach ihren Erlebnissen im Camp nun weitergeht und wie sich ihr Leben und ihre Beziehung daraufhin verändert hat. Ich fand es auch spannend zu erfahren, wie ihr Mann Sven mit der ganzen Situation umgeht. Außerdem gefielen mir die Anknüpfungspunkte zu Band 1. Es gab immer wieder kleine Rückblicke oder auch kurze Erklärungen zu gewissen Situationen, falls man Band 1 noch nicht kennt. Es ist also kein Problem beide Bände unabhängig voneinander zu lesen. Trotzdem bauen beide aufeinander auf und es beginnt zuerst sehr langsam mit der SM Szene und wird in Band 2 dann um einiges heftiger. Dabei taucht man als Leser dann auch tiefer in die Szene ein und es geht um einiges härter zu Sache.
Dies war mir dann oft doch ein wenig zu heftig. So ging es im zweiten Band nicht nur um die „normalen“ BDSM Sessions sondern auch Folter und Sklaverei. Es mussten viel stärkere Schmerzen ausgehalten werden. Allerdings gefiel mir die Tatsache, dass immer wieder betont wurde, dass die Sub es freiwillig macht. Das Motto „Alles kann, nichts muss“ herrscht im ganzen Buch vor und ist so etwas wie ein Leitsatz. Das hat mich sehr beeindruckt zu lesen, wie weit manche Menschen gehen, um sich ihre geheimsten Wünsche zu erfüllen.

Es kamen auch immer wieder Sub zu Wort, die Sari oder auch anderen ihre Beweggründe erklärten, warum sie so etwas über sich ergehen lassen. Dies wurde gekonnt in die Geschichte eingebaut und war dennoch für mich als Leser sehr interessant zu erfahren, was bei manchen dahinter steckt. Ich finde, dass dies die Autorin auch sehr schön gelöst hat.

Mein Fazit:
Ein meiner Meinung nach sehr gelungener zweiter Band, der noch tiefer in die Szene eintaucht und für Menschen mit Interesse daran sicher sehr bereichernd sein kann. Für mich war er leider teilweise doch etwas zu heftig.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 12.01.2019

Besondere Eisskulpturen

Winterkalt: Thriller
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Inhalt:
(Klappentext)
Jeder träumt davon, einmal ganz oben zu stehen. Doch pass auf, was du dir wünschst. Es könnte dir zum Verhängnis werden …

Als Rechtsmedizinerin Julia Schwarz in einer eiskalten Winternacht ...

Inhalt:
(Klappentext)

Jeder träumt davon, einmal ganz oben zu stehen. Doch pass auf, was du dir wünschst. Es könnte dir zum Verhängnis werden …

Als Rechtsmedizinerin Julia Schwarz in einer eiskalten Winternacht zu einem Leichenfundort gerufen wird, ist sie zunächst ratlos. Auf einem Platz mitten in der Stadt steht eine kunstvoll angestrahlte Eisskulptur. Aber Julia sieht keine Leiche. Erst ganz dicht vor dem Kunstwerk erkennt sie, dass dort im Eis etwas steckt. Schockiert starrt Julia in das Gesicht einer toten Frau. Sie kann sich nicht erklären, wie das Opfer in das Eis eingeschlossen wurde. Doch nicht nur das. Kriminalkommissar Florian Kessler findet keinen einzigen Zeugen, der beobachtet hat, wie die Eisstatue überhaupt auf den Platz gelangt ist. Zudem muss Julia mit der Obduktion zähneknirschend warten, bis die Leiche aufgetaut ist. Aber noch bevor sie zum Skalpell greifen kann, schlägt der Eiskünstler erneut zu.

Mein Kommentar:
Dies ist der dritte Teil einer Reihe rund um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und stammt von der Autorin Catherine Shepherd. Ich habe bereits die anderen beiden Teile verschlungen und ging mit recht hohen Erwartungen an diesen Band heran. Ich muss sagen, dass mich die Autorin, wie erwartet, nicht enttäuscht hat, sondern ihr gewohnt hohes Niveau auf alle Fälle halten konnte.

Ihr Schreibstil war wie immer sehr flüssig und fesselnd und ich konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Die Spannung hat mich schon bei der ersten Seite gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Sie erzählt die Geschichte aus mehreren verschiedenen Perspektiven, was ich ja schon von ihr gewohnt bin und auch liebe. So erzählt sie einerseits die Geschichte rund um Julia Schwarz und ihren Kollegen Florian Kessler, der die polizeilichen Ermittlungen leitet. Auch Privat erfährt man einiges von den beiden und wie sich ihr Leben und ihre Beziehung im Laufe der Reihe weiter entwickelt, finde ich immer ganz spannend. Sie lässt das Privatleben der beiden in die Geschichte einfließen, ohne dass es die Spannung des Buches unterbricht oder eine zu zentrale Rolle übernimmt. Dennoch schafft sie es, dass man die beiden Hauptprotagonisten immer besser und weiter kennenlernt.

Andererseits wird auch aus der Sicht des Täters ein Teil der Geschichte erzählt, sodass man ihn kennenlernt und nach und nach etwas über sein Motiv erfährt. Trotzdem schafft sie es, dass ich bis zum Schluss keine Ahnung habe, wer er wirklich ist.
Und als drittes erfährt der Leser noch einiges über ein mögliches zukünftiges Opfer und obwohl man schon ahnt, dass sie in die Fänge des Täters geraten könnte, hofft man doch immer, dass es nicht passieren wird. Doch dies erfährt man immer erst am Ende und da zeigt sich dann auch, ob das Opfer überlebt oder nicht.

So macht es die Autorin bis zum Schluss spannend und baut einen sehr guten Spannungsbogen auf. Diesen kann sie über die ganze Geschichte halten, da sie zusätzlich immer wieder unerwartete Wendungen einbaut, welche die Geschichte in eine andere Richtung lenken, als man zunächst vermutet.


Mein Fazit:
Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie es Catherine Shepherd schafft, sich immer wieder neue und faszinierende Mörder und Mordmethoden auszudenken, auf die wir als Leser so sicher nie gekommen wären. Deshalb bin ich schon jetzt auf ihr neues Buch gespannt und lass mich gerne überraschen, was mich da so erwarten wird.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 08.01.2019

Wenn Schwestern zu Feindinnen werden

Der Verrat
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Inhalt:
(Klappentext)
Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, ...

Inhalt:
(Klappentext)

Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.
Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.

Mein Kommentar:
Dies ist mein erster Roman der Autorin Ellen Sandberg und ich war gleich zu Beginn von ihrer Geschichte und dem Schreibstil gefangen. Sie hat einen fesselnden und dennoch gefühlvollen Schreibstil. Die Protagonisten werden meiner Meinung nach sehr schön beschrieben und man kann sich im Laufe des Buches ein sehr gutes Bild von ihnen machen, da man sie immer besser kennenlernt. Und auch ihre Denkweise und ihre Reaktionen verstehen lernt. Auch wenn einem zu Beginn noch manche Dinge recht unverständlich erscheinen, werden diese Geheimnisse im Laufe der Geschichte gelüftet und es kommen viele Dinge ans Tageslicht.

Die Geschichte teilt sich in zwei Stränge auf. Einerseits wird die Geschichte aus der heutigen Sicht erzählt, nachdem Nane aus dem Gefängnis freikommt und sich langsam wieder ein Leben aufbaut, aber dennoch einige offene Fragen zum Mord von vor 20 Jahren hat.

Und andererseits wird die Geschichte von vor 20 Jahren erzählt und wie es zum Mord und seinen Folgen kam, aber auch wie Nane verdächtigt wurde und im Gefängnis landete.

Beide Stränge waren klar voneinander unterscheidbar, da bei jedem Wechsel der Kapitel auch die Zeit geändert wurde. Damit es dennoch keine Verwechslungen oder Unklarheiten gibt, hat die Autorin unterhalb jeden Kapitels die Zeitangabe dazu geschrieben. Dies fand ich sehr hilfreich, da ja doch beides Mal dieselben Personen eine Rolle spielten.

Die Geschichte behandelt nicht nur die Zeit vor dem Gefängnis, sondern wie gesagt auch die Zeit danach und beschreibt auch welche Probleme Nane damit hat, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist auch solche Aspekte in der Geschichte einfließen zu lassen. Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen über die drei Schwestern an sich und wie unterschiedlich sie waren, obwohl sie alle dieselbe Vergangenheit hatten. Alle haben erlebt, wie ihre Mutter sie verlässt und sind ganz unterschiedlich damit umgegangen, aber auch mit Nane und ihrem Gefängnisaufenthalt.

Rache und Wut spielen eine sehr wesentliche Rolle in diesem Buch und dabei hat mir ein Zitat sehr gut gefallen: " Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der Andere daran stirbt". Dies beschreibt die Situation innerhalb der Familie sehr gut. Dabei lernen sie langsam, dass auch Vergebung wichtig ist und man nur so seinen eigenen Frieden finden kann. Doch um dies zu schaffen, muss bereit sein, alles zu geben.

Mein Fazit:
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es nur jedem empfehlen, der keinen herkömmlichen Krimi lesen will. Dieser Roman beinhaltet alles, was es für eine spannende Familiensaga braucht: Mord, Verrat, Liebe, Intrigen, Wut und Hass.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 08.01.2019

Ausbildung zur perfekten Sub

Die Abrichtung | Erotischer SM-Roman
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Inhalt:
Sari geht in ein Elite Camp, um sich zur perfekten Sub ausbilden zu lassen, damit sie und ihr Mann wieder mehr Abwechslung in ihrem Sexleben haben. Dabei lernt sie die verschiedensten Techniken ...

Inhalt:
Sari geht in ein Elite Camp, um sich zur perfekten Sub ausbilden zu lassen, damit sie und ihr Mann wieder mehr Abwechslung in ihrem Sexleben haben. Dabei lernt sie die verschiedensten Techniken vom normalen Ficken bis zum BDSM mit seinen vielen Spiel Varianten kennen.
Sie hat zu tun, was ihre Ausbilder täglich von ihr verlangen.
Kann Sari sich darauf einlassen? Wird ihr Mann stolz auf sie sein?

Mein Kommentar:
Dies ist der erste Band rund um Sari und ihre Ausbildung zur Sub. Bisher hatte sie noch nicht viele Erfahrungen im BDSM Bereich und möchte dies nun genauer kennenlernen. Dabei nimmt sich die Autorin Alexandra Gehring kein Blatt vor den Mund. Sie hat einen sehr offenen und detaillierten Schreibstil und man kann als Leser selbst in diesen Bereich eintauchen. Ihre Sprache ist teilweise sehr hart und auch derb, aber das ist im Camp ja auch so gewollt. Durch die relativ kurzen Kapitel fliegt man recht schnell durch das Buch hindurch.

Dabei wird alles in eine kleine Geschichte verpackt, sodass nicht die einzelnen Sexszenen einfach so nacheinander aufgelistet werden. Dies fand ich sehr gut gemacht. Die gesamte Geschichte wird aus Sicht von Sari beschrieben, sodass man sich als Leser in sie hineinversetzten konnte und live miterlebte, was sie bei ihrer Ausbildung so alles erlebt. Man konnte mit ihr Erfahrungen sammeln und erfuhr viel über diese Art von Sex.
Besonders interessant fand ich es, dass teilweise die verschiedenen Fetische nicht nur aufgezählt, sondern auch erklärt wurden. Von daher kann man sich in diesem Buch auch ein wenig darüber „informieren“. Dennoch kommt die Erotik in keinster Weise zu kurz. Die einzelnen Sexsessions wurden sehr detailliert und genau beschrieben und das Kopfkino kam voll auf seine Kosten. Es wurde dabei kein Blatt vor den Mund genommen und man merkte als Leser genau, dass es um BDSM geht und nicht um Blümchensex, was auch öfters hervorgehoben wurde.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass im Buch viel Wert auf Respekt und Vertrauen gelegt wurde und dass eine besondere Beziehung zwischen Dom und Sub herrschen muss, damit beide etwas davon haben. Was nicht immer der Fall ist. Auch wenn nicht alle Fetische mein Ding waren und ich manche lieber überlesen hätte, war es dennoch interessant mal davon zu hören worauf manche Menschen so stehen. Teilweise fand ich es ein wenig unrealistisch, dass es so kurze Pausen zwischen den einzelnen Sessions gab, aber ich denke das stört bei einem Erotikbuch nicht sonderlich.

Sari wurde im Camp perfekt ausgebildet, aber sie hatte immer die Möglichkeit eine Session abzulehnen, wenn es nichts für sie ist. Das fand ich sehr gut beschrieben, dass es immer um Freiwilligkeit geht.
Es war für mich auch interessant zu lesen, wie Sari und ihr Mann mit ihren Erfahrungen dann umgegangen sind. Dabei ging es immer um Vertrauen und Sari dachte im Camp eigentlich nie daran ihren Mann zu betrügen, sondern sie tat alles für ihn und sich selbst.

Mein Fazit:
Ein interessantes Buch für alle, die noch nicht viel Ahnung von BDSM haben und gerne mal in diese Welt eintauchen möchten. Aber Achtung es gibt keinen Blümchensex in diesem Buch, sondern es geht richtig zur Sache und heiß her.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 08.01.2019

Ice Dancing with the Stars – Eine Realityshow

Wild Games - In deinen starken Armen
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Inhalt:
(Klappentext)
Zara Pritchard, einst gefeiertes Eislauftalent, will mit der Teilnahme an der Show Ice Dancing with the Stars ihre Karriere wieder in Schwung bringen. Ty Randall gilt selbst unter ...

Inhalt:
(Klappentext)

Zara Pritchard, einst gefeiertes Eislauftalent, will mit der Teilnahme an der Show Ice Dancing with the Stars ihre Karriere wieder in Schwung bringen. Ty Randall gilt selbst unter Martial Arts-Kämpfern als unbeherrschter Draufgänger und muss laut seiner Berater dringend sein Image aufpolieren. Doch warum ausgerechnet mit der Teilnahme an einer Eistanz-Show? Und wie soll man konzentriert trainieren, wenn ständig die Funken fliegen?

Mein Kommentar:
Dies ist der dritte Teil einer Reihe „Wild Games“ rund um Realityshows und deren Teilnehmer. Ich kenne den ersten Band und habe mich sehr darüber gefreut nun auch den dritten zu lesen. Den zweiten Band habe ich leider ausgelassen, werde ihn aber noch nachholen.

Da mir der erste Band mit „Wild Games – In einer heißen Nacht“ sehr gut gefallen hat, hatte ich große Erwartungen an diesen Band, welche leider nicht ganz erfüllt wurden. Der Schreibstil ist wieder sehr gut und ich war sofort mitten in der Geschichte gefangen. Auch die Beschreibungen der Orte und Schauplätze fand ich gut gelungen und ich hatte gleich ein deutliches Bild vor Augen.

Das Buch ist in der Ich – Perspektive von Zara beschrieben und so erfährt man einiges von ihren Gedanken und Gefühlen, wenn auch nicht allzu viel. Dabei hat mir aber besonders gut gefallen, dass es die Autorin auch geschafft hat, Ty zu Wort kommen zu lassen. Dies geschah, indem sie zu Beginn eines jeden Kapitels einen kurzen Gedanken von Ty niederschrieb und auch dazu notierte, wann er sich dies dachte, oder sagte. Toll fand ich, dass seine Gedanken kursiv geschrieben waren, und somit gut vom Rest der Geschichte unterscheidbar waren.

Was mir leider diesmal nicht so gut gefallen hat, waren die Protagonisten selbst. Ty und Zara sind eigentlich zwei tolle Charaktere, die ihre Ecken und Kanten haben, welche auch gut hervorgehoben wurden. Doch leider besaßen sie trotzdem recht wenig Tiefe. Man erfuhr fast nichts über ihre Vergangenheit oder ihr Leben und sie blieben sehr oberflächlich dargestellt. Das fand ich sehr schade, da die Geschichte da mehr Potential gehabt hätte.

Außerdem kam mir die wachsende Liebesgeschichte etwas zu kurz. Das Buch wird als erotischer Liebesroman gehandelt, was ich leider nicht ganz bestätigen kann. Von der Erotik war nicht viel zu spüren. Außer in einer Szene, welche allerdings meiner Meinung nach im Vergleich zum restlichen Buch fast ein wenig zu lang ausgefallen ist. Auch wenn ich sie sehr schön beschrieben fand, fehlte mir auch hier das erotische Knistern und man hätte es sicher noch mehr in Szene setzen können.

Die Gefühle der beiden kamen auch ein wenig zu kurz und ich muss sagen, dass ich mir einfach mehr erwartet hatte und dadurch wirklich ein wenig enttäuscht war. Trotzdem werde ich den zweiten Band auch noch lesen, da mir die Idee mit den Realityshows sehr gut gefällt und die Autorin Jessica Clare eigentlich einen flüssigen und ansprechenden Schreibstil hat. Ich hoffe, dass mir ihr nächstes Buch wieder besser gefällt.

Sehr gut gefallen hat mir das Thema hinter der Geschichte. Es geht darum, dass man einen Fehler im Leben macht und dadurch dann aufs Abstellgleis gestellt wird und seine Karriere verliert. Dabei wird beschrieben, wie schwer es manchmal ist eine zweite Chance zu bekommen und sein Leben wieder auf die richtige Bahn zu lenken. Mit den richtigen Freunden kann dies gelingen oder mit etwas Glück.

Mein Fazit:
Dieses Buch bietet dennoch eine schöne und unterhaltsame Liebesgeschichte, die leider wenig Tiefgang besitzt, aber ein interessantes Thema bearbeitet mit sehr viel Potential nach oben.

Ganz liebe Grüße,