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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wenn die Flamme der Ehrlichkeit brennt, wirst du die Wahrheit willkommen heißen.

Solange ein Streichholz brennt
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„Vergessen konnte leicht sein. Sich zu erinnern, das war das Schwere.“


Vielschichtig, witzig, informativ, ernst.

Alina braucht dringend eine gute Hiobsbotschaft. Ihr Traum von der Arbeit als Fernsehjournalistin ...

„Vergessen konnte leicht sein. Sich zu erinnern, das war das Schwere.“


Vielschichtig, witzig, informativ, ernst.

Alina braucht dringend eine gute Hiobsbotschaft. Ihr Traum von der Arbeit als Fernsehjournalistin steht inzwischen auf sehr wackligen Füßen. Eine Reportage rund um gesellschaftliche Auf-, und Abstiege könnte ihre letzte Option sein, der Kündigung zu entgehen. Rasch hat sie erste Ideen und macht sich auf die Suche nach Teilnehmern. Dabei begegnet ihr Blohm. Anfangs widerstrebend erklärt er sich doch dazu bereit von ihr eine Weile begleitet zu werden. Dabei lernt Alina mehr über das Leben auf der Straße, aber auch viel über sich selbst kennen.

Es handelt sich hier weder um einen Thriller noch einen reinen Liebesroman. Wie der Klappentext bereits andeutet, wird dem Leser hier keine leichte Kost geboten. Vielmehr hat man das Gefühl zwei Menschen einen kurzen Moment begleiten zu dürfen. Zwei Menschen, deren Leben gerade auch von einigen Problemen gekennzeichnet ist. Von beiden wird der Alltag geschildert, der so auch genau den eines Menschen in Deutschland wiedergeben könnte. Es ist ein fiktives Buch und doch so realitätsnah. Das macht es so unglaublich authentisch und spannend zu lesen. Das Buch selbst liest sich vom Erzählstil her mehr wie eine Reportage als ein Roman. Generell hat mir der Schreibstil so gut gefallen, dass ich sogar an meiner Haltestelle erstmal weiterlesen musste, bevor ich den endgültigen Heimweg antrat. Man verliert sich regelrecht in der Geschichte. So nebenbei würde ich sie nicht lesen, wenn, dann sollte man sich genug Zeit nehmen, um alles wirklich gut zu erfassen und kein Detail zu überlesen.

Beide Figuren sind mir mehr und mehr auf ihre Art ans Herz gewachsen. So auch Fox.
Blohm brachte mir Einblicke in eine Welt, die ich selbst nie kennengelernt habe, und die manchmal doch auch näher sein kann als man denkt. Es war von Anfang bis Ende faszinierend, ihn zu begleiten und so auch eine ganz andere Perspektive auf so manche Angelegenheit zu erfahren und den eigenen Horizont zu erweitern.

Alina hat klar ihre Vorurteile. Schön fand ich jedoch, dass sie auch dazu bereit ist, diese zu überdenken. Sie begegnet Blohm auf Augenhöhe und sieht in ihm den Menschen, der er ist und nicht nur den Obdachlosen, wie so manch anderer es gewiss tun würde. So verstehen sich beide nach und nach immer besser als sie es anfänglich gedacht hätte. Ein weiterer schöner Punkt ist, dass die Geschichte dabei ohne Kitsch auskommt.

Auch Stillstand gibt es in diesem Buch keinesfalls. Wie auch im realen Leben liegen hier ebenfalls Freud und Leid sehr nah beieinander.
Dadurch, dass die Kapitel abwechselnd aus Blohms und Alinas Perspektive geschrieben sind entgeht dem Leser kein wichtiges Detail und man kann beide direkt kennenlernen, nicht nur über die Einschätzung der anderen Figur.

War der Titel des Buches bereits einprägsam, steht die Geschichte diesem in nichts nach. Im Gegenteil der Titel bietet vielmehr den Rahmen, der sich immer wieder in der Handlung wiederfindet, eben genau so wie es ein gelungener Titel tun sollte. Auch die einzelnen Abschnitte nehmen mit ihren einzelnen Ausgestaltung Bezug darauf. Man merkt einfach auch daran, wie viel Herzblut in dieser Geschichte steckt.

So schafft es dieses Buch vollumfänglich mit all seinen Facetten zu berühren. Schneller als man möchte, muss man so auch schon wieder Abschied nehmen vom Leben dieser wunderbar ausgearbeiteten Figuren. Beseelt von schönen, aber auch unschönen Emotionen schreibe ich so diese Rezension und gebe eine klare Leseempfehlung für jeden, der sich nach mehr als einfacher Lektüre sehnt und den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus liebt.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Brisant, prickelnd und spannend bis zur letzten Seite. Dieses Buch konnte ich schlecht aus der Hand legen.

Sins of Power - Blood & Betrayal
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„Die Wahrheit gehört denen, die nicht aufhören zu suchen.“


Es sollte DAS Enthüllungsinterview werden. Doch dann wird alles anders. Ein kurzer Augenblick und Frances Dixon wird live im TV erschossen. ...

„Die Wahrheit gehört denen, die nicht aufhören zu suchen.“


Es sollte DAS Enthüllungsinterview werden. Doch dann wird alles anders. Ein kurzer Augenblick und Frances Dixon wird live im TV erschossen. Renee Armstrong muss sich dies live im Studio anschauen und versteht nun noch mehr, warum sie ihr kurz vorher die brisanten Nachweise allein anvertraut hat.
Es gilt herauszufinden, was genau sie entdeckt hat und wie sie die Enthüllung, aber auch ihr eigenes Überleben sichern kann.
James Armstrong wird dabei der Retter in der Not. Dabei ist er der CEO des konkurrierenden Medienunternehmens. Aber nach einer Nacht in Vegas seit 3 Jahren eben auch ihr rechtmäßiger Ehemann, wenn auch eigentlich bereits 1 Tag nach der Eheschließung mit dem beidseitigen Wunsch der Scheidung…

Der Leser landet direkt in der entscheidenden Szene rund um Frances` Tod. Von Anfang an wird deutlich, dass dies keine seichte Enemies to Lovers Story wird und der Feind überall lauern könnte. Einen reinen Thriller kann man hier jedoch nicht erwarten, weshalb es auch nicht in Krimis und Thriller gelistet wird. Es ist ein zentrales Thema, die Entwicklungen zwischen Renee und James jedoch auch. Dark Romance mal ohne SM-Thematik trifft es dabei deutlich besser.
Die Geschichte ist dabei abwechselnd aus Renees und James` Perspektive geschrieben, sodass es dem Leser optimal gelingt sich in beide hineinzusetzen.
Beide Charaktere sind dabei sehr sympathisch, ihre Handlungen nachvollziehbar und falls nicht, wird dies früher oder später geklärt. Schlichtweg das, was man sich von einer abgeschlossenen Handlung mit beiden als Protas wünscht.

Besonders spannend finde ich, dass in den Folgebänden beide nur noch als Nebencharaktere vertreten sein werden.
Einer der Kernthemen der Handlung ist jedoch noch längst nicht auserzählt und so ist neben der Verwandtschaft und Bekanntheit der Figuren untereinander auch ein weiterer Punkt wie ein roter Faden Teil aller Bände der Reihe. Solche Sachen liebe ich sehr und lassen mich zudem die Erscheinung des Folgebandes nur noch mehr herbeisehnen.

Erwähnenswert finde ich dabei auch, dass es bei jedem Kapitel eine neue Schlagzeile rund um die Figuren der Handlung gibt. Das greift das Arbeitsumfeld der beiden in der Medienbranche geschickt auf. Ich liebe solche Details ja sehr.

Generell konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen und habe so auch liebend gern einen übernächtigten Folgeband in Kauf genommen. Meine Sorge, dass die Handlung mit zunehmendem Verlauf abstrus werden könnte, wurde glücklicherweise nicht bestätigt. Es bleibt spannend, unvorhersehbar und trotzdem prickelnd zwischen den Protas. Der Autorin gelingt der Sprung und die Vermittlung zwischen diesen Themen fließend. Gerade der letzte Punkt ist angenehm ausgearbeitet. Weder zu viel, um die Handlung dann doch unnötig zu verlängern als auch zu kurz, um den Spice vermissen zu lassen.
Auf der Seite der Autorin gibt es auch einen Vermerk dazu, falls jemand solche Sachen nicht unbedingt lesen möchte.
Diese durchdachte Herangehensweise passt auch perfekt auf dieses Buch. Alles ist ineinander verwoben und der Leser darf nach und nach die Teile zusammensetzen oder auch wieder Neue entdecken.

Umso gespannter bin ich auf die kommenden Bände rund um die Familie Harrington als auch den Dirigenten der Reihe. Mit weniger als 5 / 5 Sternen kann ich also schlecht verbleiben und klar gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

“Jede Erfahrung prägt uns. Die Frage ist nur, ob wir es schaffen können, das Beste daraus zu machen. Und herausfinden, was dieses Beste eigentlich ist.“

All the Things I Love about You
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Heikle Thematiken, angenehme Charaktere und der Leser mittendrin

Dawn steht vor dem Abschluss ihres Medizinstudiums. Ihre Familie, besonders ihre Tante unterstützt sie dabei. Alles könnte super sein, ...

Heikle Thematiken, angenehme Charaktere und der Leser mittendrin

Dawn steht vor dem Abschluss ihres Medizinstudiums. Ihre Familie, besonders ihre Tante unterstützt sie dabei. Alles könnte super sein, wäre ihre Tante nicht schwer erkrankt und hätte Dawn bei ihr nicht Sterbehilfe geleistet.
So verliert sie neben ihrer geliebten Tante ihren Studienplatz, das Vertrauen ihrer Familie außer ihres Bruders und wird zudem mit einer Geldstrafe belegt.
Von der rosigen Zukunft ist somit nichts mehr übrig und sie hoch verschuldet. Vorbestraft neben der Vita eines abgebrochenen Studiums erweist sich die Jobsuche als äußerst schwierig.
Umso dankbarer ist sie über den Job im Trainingscenter bei MMA-Kickboxer Landen.
Normalerweise ist dies überhaupt nicht ihre Welt. Und so lernt sie ganz neue Bereiche kennen, die familiärer und loyaler sein können als sie es je vermutet hätte.

Bereits zu Beginn wird man in die Handlung geworfen. Man erlebt die Misere in der Dawn steckt und auch die Skepsis mit der sie teilweise in ihrem neuen Job empfangen wird. Diese legt sich schnell und man lernt sich zu arrangieren. So kann man mit Dawn zusammen die Kampfsportszene kennenlernen. Und so auch Landen. Erfolgreich, attraktiv, ehrgeizig, manchmal sogar fast schon heroisch. Dass beide es da nicht allzu lang schaffen, eine rein professionelle Beziehung zu führen, kann man da nur überaus nachvollziehen.
Generell macht es Spaß den beiden durch ihre Geschichte zu folgen.
Von Anfang an werden auch ernstere, teilweise tabuisierte Themen aufgegriffen und regen als Leser zum Nachdenken an.
Da ich selbst Medizin studiere, hatte besonders der Fall von Dawns Tante eine besondere Relevanz für mich. Zudem fand ich es amüsant wie sehr Dawn doch eigentlich für ihr Studium und besonders die Anatomie, aber auch Physiologie, blüht und gewisse Momente in ihren naturwissenschaftlichen Kontext rückte oder es zumindest damit versuchte sachlicher zu betrachten. Emotionen sind dabei aber eben manchmal theoretisch erklärbar, damit aber nicht abänderbar.

Manche Themen werden hier zudem regelrecht zu Motiven, was der Handlung des Weiteren immer wieder einen Twist gibt.

Langweilig wird es in der Story aber auch durch andere Faktoren nie. Es gibt immer wieder neues zu erleben und zu entdecken, weshalb dieses Buch auch solch eine gute Einführung in die Reihe mit ihren einzelnen Charakteren darstellt.

Auch die Sichtweise der beiden gefällt mir sehr und ist auch durch traumatische Erlebnisse sehr reif fürs entsprechende Alter. Dies macht es umso angenehmer, ihnen durch die Seiten zu folgen.

Der Schreibstil der Autorin trägt das übrige dazu bei. Es liest sich alles sehr flüssig, man kann sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen und zudem gab es immer wieder Stellen, die zum Nachdenken anregen. Ein Zitat habe ich bereits als Überschrift platziert und bietet nur einen kleinen Einblick in die tolle Erzählweise der Autorin.

Ich liebe ja auch immer sehr Alleinstellungsmerkmale. In diesem Buch gibt es selbstverständlich, wie sollte es bei einer runden Story anders sein, ebenfalls eins.
Sollte die Leseprobe nicht gelesen worden sein, könnten die nächsten Sätze auch ein kleiner Spoiler sein. In diesem Fall vielleicht erst den nächsten Abschnitt lesen.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Ortsumschreibung. Diese wird dabei immer von der erzählenden Figur gemacht und passt zur jeweiligen Stimmung. Das ist ein zusätzlicher kleiner Twist, der mir beim Lesen sehr viel Freude bereitet hat. Danke dafür. :)

Alles in allem liefert dieser Reihenauftakt eine spannende, emotionale Reise, die Lust auf weitere Bände mit anderen Protagonisten macht. Es war mir ein Vergnügen Dawn und Landen kennenlernen zu dürfen, sodass ich mit vollen 5 / 5 Sternen und einer klaren Leseempfehlung verbleibe.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Zwei Welten prallen aufeinander. Ob sich Gegensätze wieder mal anziehen können?

Small Town Love (Minot Love Story 3)
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Schöne Fortsetzung der Reihe, auch wenn ich mit der Protagonistin nicht ganz warm werden konnte.

Zurück in Minot wird es Zeit für Donovans Geschichte. Oder in Eves Fall eher: Herzlich Willkommen in Minot! ...

Schöne Fortsetzung der Reihe, auch wenn ich mit der Protagonistin nicht ganz warm werden konnte.

Zurück in Minot wird es Zeit für Donovans Geschichte. Oder in Eves Fall eher: Herzlich Willkommen in Minot! Frisch aus Chicago verschlägt es Eves Familie nach Minot. Niemand anderes als Donovan wird dabei ihr direkter Nachbar. Blöd nur, wenn man als seine nächste Eroberung ausgesucht wurde und er Tristan, der sie fasziniert, aber glücklich vergeben ist, ihm auch noch zum Verwechseln ähnlichsieht.

Nachdem Band 1 & 2 der Reihe bereits erfrischende Themen und Charaktere bot, hat man auch bei diesen beiden Themen, die man im New Adult Bereich seltener liest. Umso mehr habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut.
Donovan ist jung und dynamisch, hat sein Herz trotz so mancher Eskapade jedoch am rechten Fleck. Er ist ein Lebemann und damit das absolute Gegenteil zu Eve, was ihr auch sehr missfällt. Nichtsdestotrotz gibt er sich mit ihr erstaunlich viel Mühe und macht von Beginn an eine Charakterentwicklung durch, die er selbst bemerkt und nach und nach auch annimmt. Er ist mir hier sehr ans Herz gewachsen. Auch Tanner, Eves neuer Stiefbruder und ihre bald 3 Schwestern ebenso sehr wie Eves Familie. Auch zu ihnen wäre eine eigene Geschichte schön, da die Autorin diese ebenso authentisch in Szene zu setzen wusste.
Lediglich mit Eve konnte ich die ganze Story über nicht so recht warm werden. Kritikpunkte, die selbst Donovan in der Handlung thematisiert, kamen bei mir ebenso auf, sodass ich mich mit ihr nicht hundertprozentig anfreunden konnte.

Demnach gefielen mir die Kapitel aus Donovans Sicht meist besser. Die Geschichte ist hier wie ein roter Faden der Reihe abwechselnd aus der Perspektive der beiden Protagonisten erzählt. Umso besser ist demnach auch der jeweilige Charakter im Kapitel herausgearbeitet. Ansonsten hätte es für mich wohl keinen Unterschied gemacht, wessen Perspektive ich gerade verfolgen kann.

Die Handlung an sich nimmt ab der Hälfte auch an Fahrt auf, ich brauchte etwas um ich einzufinden, was jedoch auch der starken Vorgänger, besonders Band 1 geschuldet, ist.
Es hat Spaß gemacht, die beiden zu verfolgen. Auch hier gab es wieder einige herzerwärmende Szenen und natürlich auch so einiges amüsantes.
Nichtsdestotrotz konnte mich die Story nicht vollumfänglich catchen, sodass ich am Ende bei 4 / 5 Sternen verbleibe.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Traust du dich die Flügel auszubreiten und dich dem zu stellen, das noch kommen mag?

Wenn Schmetterlinge fliegen lernen
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Wenn nicht nur Schmetterlinge sondern auch die Protagonistin beginnt mutig zu sein und die Autorin dir diesen Weg gekonnt zu schildern weiß, erhältst du ein außergewöhnliches Buch.
Olivia reist zurück ...

Wenn nicht nur Schmetterlinge sondern auch die Protagonistin beginnt mutig zu sein und die Autorin dir diesen Weg gekonnt zu schildern weiß, erhältst du ein außergewöhnliches Buch.
Olivia reist zurück nach Zürich. Ein Ort, den sie gerne gemieden hätte, wäre ihre Großmutter nicht an Alzheimer erkrankt.
Ein Ort, der sie mit der Vergangenheit konfrontieren könnte, die sie bis heute verdrängt.
Plötzlich taucht auch noch André Edelmann auf und scheint seinem Namen alle Ehre zu machen, denn er drängt sie nicht, sondern versucht ihr zu helfen, zu erfahren, was damals passiert ist und was es mit dem Schmetterling auf sich hat.
Zudem ist da noch Tom, ihre Jugendliebe, mit dem sie immer noch etwas zu verbinden scheint, das andere nicht unbedingt verstehen können.
Damit nicht genug, wird manches komplizierter als gedacht, anderes entpuppt sich als Trugschluss, denn nur eins scheint die Wahrheit offenbaren zu können, die Erinnerung an das Ereignis vor zehn Jahren.

Olivia wirkt von Anfang an etwas unnahbar und verdeutlicht bereits auf den ersten Seiten, dass sie ein schweres Päckchen zu tragen hat. Ihr Verhältnis zu anderen Menschen ist schwierig. Lediglich mit Tom und irgendwie auch André Edelmann scheint sie auskommen zu können und ersterer hilft ihr dabei, aufzutauen.
Es hat wirklich Spaß gemacht, Olivia zu begleiten, denn neben ihrer Trauer, ihrer ungewissen Vergangenheit und den für sie oft unangenehmen Situationen wirkt sie keineswegs weinerlich, sondern eher verschlossen, zutiefst verletzt. Auch ihre sich anbahnenden Gefühle zu Tom entdeckt sie auf ganz eigene Weise.
Ihre Großmutter wirkt auf den Leser sehr unsympathisch, was einen Olivia nur noch mehr verstehen lässt.
So manchmal fragt man sich, wohin diese Geschichte noch führen wird, was passieren soll. Erst so nach und nach entdeckt man, was wirklich los ist und das manches eben doch anders ist als gedacht.
Ein-zwei schrullige Charaktere, wie beispielsweise Toms Schwester, und auch die Großmutter, die im Laufe der Geschichte anders wahrgenommen werden kann und deren Erkrankung auf bedachte und sehr nachvollziehbare Weise geschildert wird, gehören dazu.
Viele Fragezeichen werden so am Ende des Buches ausradiert werden können und ein Ende entsteht, mit dem man so nicht rechnet.
Der Klappentext führt mehrere Ereignisse und so erlebt der Leser immer wieder neues zu den verschiedenen Handlungssträngen, nur um am Ende einen, den einzig wahren, verfolgen zu können.

Die Autorin liefert dies alles mit einem atmosphärischen Schreibstil, der eine ganz eigene Stimmung entstehen lässt. Romantik, Spannung, Drama, aber auch Witz vereinen sich und beflügeln diese Geschichte. Da liegt es nur noch an Olivia, diese Flügel auch auszubreiten.

Olivias Entwicklung war etwas ganz Besonderes für mich, wie der Schmetterling auch.
Für diese vielschichtige Geschichte vergebe ich so nichts anderes als 5/5 Sternen, oder gar Schmetterlingen? ;)

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