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Nilchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2018

Lohnt! Sehr lesenswert!

Ohrfeige
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Was passiert mit einem Menschen, der aus seiner Heimat flieht, weil das Leben dort nicht mehr lebenswert ist oder er/sie verfolgt wird? Was geht in dieser Person vor und wie findet sie sich im neunen Land ...

Was passiert mit einem Menschen, der aus seiner Heimat flieht, weil das Leben dort nicht mehr lebenswert ist oder er/sie verfolgt wird? Was geht in dieser Person vor und wie findet sie sich im neunen Land zurecht? Wie wird so ein Mensch in der Fremde aufgenommen? Wie offen ist die Gesellschaft ihn/sie aufzunehmen? All diese Fragen sind momentan aktueller denn je und beschäftigen viele von uns. Kaum jemand, der nicht auf irgendeine Art und Weise mit dem Flüchtlingsthema in Berührung kommt. Sei es direkt oder indirekt.
Dieser Roman mit dem provokanten Titel „Ohrfeige“ von Abbas Khider gibt Außenstehenden die Chance solch einen Flüchtenden teilweise zu begleiten mit all den Anstrengungen und Absurditäten des deutschen bürokratischen Alltags. Er selbst, Abbas Khider, hat die dramatische Erfahrung der Flucht und der Staatenlosigkeit am eigenen Leib erlebt und ist nach vielen Jahren in Deutschland sesshaft geworden, studierte und ist nun Schriftsteller. Er weiß also sehr gut wovon der schreibt.
Und er schreibt wohlbemerkt auf Deutsch! Und das in einer fulminanten tollen Prosa, wahnsinn! Ich habe das Buch förmlich inhaliert. Abbas Khider schreibt provokant, mitreißend und gut. Er gehört für mich definitiv zu den Entdeckungen des Jahres 2016!
Fazit: Wer die Augen nicht vor dem verschließt was in der Welt passiert und sich für seine Mitmenschen und noch dazu guter Literatur interessiert, sollte diesen Roman lesen! Es lohnt!!!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Eine sommerliche unterhaltsame Krimilektüre!

O sole mio!
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Der gute Papst braucht auch mal eine Auszeit. Jeder Tag ist voller politischer, brisanter Themen, da muss er mal raus. Aber wie? Ein Ortswechsel mit Rollentausch macht es möglich! Der fiktive Papst Petrus ...


Der gute Papst braucht auch mal eine Auszeit. Jeder Tag ist voller politischer, brisanter Themen, da muss er mal raus. Aber wie? Ein Ortswechsel mit Rollentausch macht es möglich! Der fiktive Papst Petrus tauscht mit einem alten Bekannten die Positionen. Er kommt nach Rom und der Papst geht als Gemeindepfarrer an die Amalfiküste!
Wie sollte es anders sein, auch in diesem 4. Band, gibt es einen Mord und unser Papst inkognito wird aufklärerisch tätig! Hier muss ich einfließen lassen, dass dies mein erster Papst-Krimi ist und ich keinen der 3 Vorgänger kenne: (1) Halleuja!, (2) Gloria!, (3) Hosianna! Tut der Lektüre aber keinen Abbruch, auch ohne Vorwissen ist es ein wunderbares Lesevergnügen. Ich werde definitiv die anderen drei Titel auch noch lesen.
Der Papst weilt nun also in Süditalien, genießt das Leben und nun verstirbt ein Dorfbewohner. Es gibt im Grunde genommen vier Hauptverdächtige und Papst Petrus ist ihnen auf der Spur. Sehr charmant und überzeugend kommt er der Wahrheit nach und nach mit allerlei Hilfe auf die Spur. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten zum Inhalt.
Dieser Krimi ist eine leichte Sommerlektüre, wunderbar um am Strand oder auf Balkonien zu genießen! Es gibt tolle, aber kurzweilige Beschreibungen der Umgebung, des Essens und der Italiener. Dem Fall kann man auch gut folgen, denn die Charaktere sind herrlich unterschiedlich und wachsen einem ans Herz. Durch indirekte Zusammenfassungen für den vergesslichen Leser verliert man auch nie den Faden. Wirklich gut gemacht. Witzig ist der Krimi noch dazu auf eine charmante Art und Weise.
Wer bedenken hat, dass hier das Papstamt zu Schaden kommt, sei beruhigt, dass Autorenduo Jan Chorin und Johanna Alba umschiffen alles Fragwürdige und lassen den Papst in Würde Detektiv spielen!
Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann diesen sommerlichen Krimi wärmstens weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Tolle Ergänzung zum Reiseführer in einem super Format!

Holland für die Hosentasche
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Wer vor hat in den Urlaub nach Holland zu fahren und nicht nur einen regulären Reiseführer mitnehmen will, hat hier den perfekten Begleiter bzw. die perfekte Ergänzung zum Reiseführer gefunden! Es ist ...

Wer vor hat in den Urlaub nach Holland zu fahren und nicht nur einen regulären Reiseführer mitnehmen will, hat hier den perfekten Begleiter bzw. die perfekte Ergänzung zum Reiseführer gefunden! Es ist ein kompaktes Buch, wie es heißt für die Hosentasche. Sehr praktisch für den Urlaub, es kann jederzeit zur Hand genommen werden.
Ich hatte es im Urlaub am holländischen Strand dabei und da war das Format nicht unbedeutend, denn jedes andere Buch wäre mir bei der starken Brise weggeflattert!!!
Es werden alle wesentlichen Themen abgeklappert, von der Geografie, über die Sprache, über das Essen, die Kunst. Von allem etwas. Sehr kurzweilig, da es scheinbar eine Sammlung von Blogeinträgen ist und aus Kolumnen.
Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Vor allem dachte ich vorher, da werden nicht viele neue Fakten und Infos drin sein, aber schauen wir mal. Und – denkste! Meine Familie war schon richtig genervt, dass ich alle 5 Minuten mein neues Hollandwissen zum Besten gegeben habe!

Fazit: Tolle Ergänzung zum Reiseführer in einem super Format!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Spannend, lehrreich, mal was anderes.

Frevel im Beinhaus
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Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen historischen Roman gelesen und musste mich wieder in diese „andere Art“ der Sprache und Umstände einfinden, aber dann fand ich es super! Wieso habe ich so lange ...

Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen historischen Roman gelesen und musste mich wieder in diese „andere Art“ der Sprache und Umstände einfinden, aber dann fand ich es super! Wieso habe ich so lange keine historischen Stoffe gelesen??? Wirklich gut, dass ich dieses Genre für mich wiederentdeckt habe. Zu diesem Umdenken hat m mich der historische Krimi ‚Frevel im Beinhaus‘ von Petra Schier gebracht. Achtung, es ist ein Teil der Adelina-Reihe und schon der 4. Band, aber man kann ihn auch gut losgelöst lesen. Was ich in diesem Fall tat.
Allerdings werde ich die 3 vorangegangenen Bände auf meine Leseliste setzten und mich irgendwann dem vergnügen widmen. Der erste Teil „Tod im Beginenhaus“ liegt bereits auf dem SUB.
Wer Interesse an den Romanen von Petra Schier hat und die Abfolge der Reihe genau unter die Lupe nehmen will oder auch mehr über die Autorin und ihre Recherchearbeit erfahren möchte, wird sehr gut auf der Autoren-Website fündig: https://www.petra-schier.de/historische-romane.html
Nun zum Roman selbst. Er spielt Ende des 14. Jahrhunderts in Köln. Die Protagonistin ist die Apothekerin Adelina, die mit ihrem Mann, ihrem Sohn, ihrer Stieftochter und ihrem Gesindel am Alter Markt wohnt. Erst werden Knochen aus einem Beinhaus entwendet und dann kommt es noch zu einem Mord an einer Schwangeren! Die Kölner Bürger sind entsetzt. Leider wird Adelinas Umfeld in die Fälle mit hineingezogen und das Drama nimmt seinen Lauf.
Sprachlich gut geschrieben, weil es eben nicht im neuzeitlichen Deutsch verfasst ist. Natürlich, nicht in einem Deutsch das man nicht mehr versteht, aber doch den Umständen angepasst. Auch mit alten Wörtern gespickt, die man heute lang vergessen hat. Ich finde es gut und mich begeistert es auf diese Weise in die Vergangenheit abzutauchen.
Auch lernte ich viel bei der Lektüre. Ich habe mir dann doch über das ein und andere natürlich mehr Gedanken gemacht wie das damals eigentlich war. Auch hierzu hat die Autorin eine tolle Website mit mehr Hintergrundinformationen angelegt: http://www.adelinas-welt.de/. Sehr hilfreich bei der Lektüre.
Ich kenne mich leider nicht sonderlich gut in Köln aus, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es für Kölner und Köln-Kenner auch eine Freude ist, dieses Buch zu lesen.
Fazit: Spannend, lehrreich, mal was anderes. Mich hat es wunderbar unterhalten und ich werde nun Petra Schier mit anderen Romanen gleich auf meine Leseliste setzten!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Für alle Einsteiger in die Welt der Erziehungsratgeber

Prachtexemplar oder Nervensäge
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Dieser Erziehungsratgeber von Ingrid Buschmann „Prachtexemplar oder Nervensäge“ ist eine leichte Einstiegslektüre für alle Eltern, die anfangen sich mit dem Thema Erziehung auseinander zu setzen. Ich finde ...

Dieser Erziehungsratgeber von Ingrid Buschmann „Prachtexemplar oder Nervensäge“ ist eine leichte Einstiegslektüre für alle Eltern, die anfangen sich mit dem Thema Erziehung auseinander zu setzen. Ich finde es gut strukturiert, da es einerseits aufbauend ist, andererseits auch jedes Kapitel für sich gelesen werden kann.
Da alle Themen, auch mit Beispielen erläutert werden, aber das Wissen nicht sonderlich in die Tiefe geht, also auch keine Studien im Detail mit Ergebnissen erwähnt, ist es eher eine Einstiegslektüre.
Für mich persönlich war die Lektüre gut, aber nicht sonderlich viele Themen neu. Auch haben mir an der ein und anderen Stelle die schwierigen Themen gefällt bzw. die Sicht der Dinge war mir zu vereinfacht. Ein Kind verhält sich entweder wie ein Prachtexemplar oder eine Nervensäge. Da bin ich persönlich anderer Meinung, auch wenn es zu Illustrationszwecken natürlich leichter ist, es ein wenig einfacher zu gestalten. Aber genau um diesen Graubereich geht es im echten Leben doch im Grunde genommen und genau hier habe ich mir persönlich mehr erhofft.
Fazit: Für alle Einsteiger in die Welt der Erziehungsratgeber oder für alle die es nicht so wissenschaftlich haben möchte, sicher ein guter Ansatz. Für alle die sich etwas mehr Gedanken machen über die eigenen Kinder und differenzierte Hilfestellungen suchen, ist hier nicht so viel zu erwarten.