Konbini Konbini Konbini !!!
Die LadenhüterinKönnten Sie sich vorstellen 18 Jahre lang als Aushilfe in einem Ecklanden/Convenience Store zu arbeiten? Und sich dabei normal zu fühlen? Was ist normal und wer legt diese gesellschaftlichen Normen fest? ...
Könnten Sie sich vorstellen 18 Jahre lang als Aushilfe in einem Ecklanden/Convenience Store zu arbeiten? Und sich dabei normal zu fühlen? Was ist normal und wer legt diese gesellschaftlichen Normen fest?
Der schmale Roman „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata ist eine tolle Reflexion über das was (in Japan wohlgemerkt) in einer der sehr traditionellen Gesellschaft von Frauen wie Männer erwartet wird. Er spiegelt durch die Protagonistin wider was als normal oder eben als unnormal gilt. Ohne Wertung wird es hier in den Raum gestellt und als Leser/in beginnt man sogleich seinen inneren Kompass in Frage zu stellen.
Nicht nur die weibliche Protagonistin spielt eine Zentrale Rolle, auch ihr Arbeitsplatz ist essentiell, der Konbini. Dieser japanische Ecklanden, der 24 Stunden offen hat und alles verkauft was der umtriebige Japaner brauchen könnte von Snacks, über Hygieneartikel, alles ist erhältlich.
Die Autorin beschreibt, aus eigener Erfahrung, wie es ist dort zu arbeiten. Wie die Konbini-Welt tickt.
Fazit: Diese Kombination aus gesellschaftlicher Reflexion und dem Eigenleben des Konbini auf nicht mal 150 Seiten ist ein sehr kurzweiliges & gelungenes Porträt einer Frau die in Japan aus dem Rahmen fällt.