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Veröffentlicht am 26.08.2018

Ist ein Handicap ein Beziehungskiller?

The Ivy Years – Was wir verbergen
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Rezension zu „The Ivy Years – Bevor wir fallen“ von Sarina Bowen

Der Klappentext:

Die Liebe kann dich heilen ... aber auch zerstören.
Seit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, ...

Rezension zu „The Ivy Years – Bevor wir fallen“ von Sarina Bowen

Der Klappentext:

Die Liebe kann dich heilen ... aber auch zerstören.
Seit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Platz am renommierten Harkness College will sie auf keinen Fall aufgeben! Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie auf Adam Hartley, der sich beim Eishockey das Bein gebrochen hat und deshalb im behindertengerechten Wohnheim einquartiert wurde - im Zimmer direkt gegenüber. Corey weiß augenblicklich, dass sie das in Schwierigkeiten bringen wird: Adam ist gutaussehend, lustig und schlau. Aber er hat eine Freundin. Und auch wenn Corey sich von niemandem besser verstanden fühlt als von Adam und sie sich sicher ist, dass es ihm genauso geht - für sie beide gibt es keine Chance ...

Meine Meinung:

Ich bin verliebt! Bisher kannte ich noch gar kein Buch von der Autorin, aber das muss ich anscheinend dringend ändern. Sarina Bowen hat eine ganz tolle und emotionale Collegeliebesgeschichte erzählt, die mich voll und ganz überzeugen konnte. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, da für mich alles gepasst hat – die Charaktere, der Inhalt, der Schreibstil. Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, da man das Thema mit der Behinderung auch ganz schrecklich darstellen kann, aber Sarina Bowen hat das sehr gut verarbeitet. Dieses Buch ist einfach wunderschön geschrieben und die Geschichte ist eine ganz besondere. Ich konnte komplett mit den beiden Protagonisten mitfühlen und habe mit ihnen zusammen ein komplettes Gefühlschaos erlebt.

Das Buch ist aus der Sicht von beiden Protagonisten geschrieben, so wie man es in letzter Zeit häufiger sieht. Aber ich mag das eigentlich ganz gerne, da man beide Charaktere besser kennenlernen und sich so ein besseres Bild und eine umfassendere Meinung bilden kann. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und am Anfang eine Überschrift mit einer Phrase aus dem Kapitel. Doch ich habe mich dadurch nie gespoilert gefühlt, eher habe ich mich gefragt, was jetzt wieder kommt. Weil es sind immer außergewöhnliche Schnipsel. Außerdem haben die Kapitel immer so geendet, dass man einfach weiterlesen musste. So hatte fast jedes Kapitel seinen eigenen kleinen Cliffhanger. Es war wirklich toll und ich habe total die Zeit beim Lesen vergessen. Der Schreibstil der Autorin ist locker, jugendlich und sehr flüssig, sodass man schnell vorankommen kann. Die Geschichte wirkt so real und eigentlich überhaupt nicht utopisch, so als könnte es auch einem selbst passieren. Eine kleine perfekte Story, die ich jederzeit wieder lesen könnte. Natürlich war sie ein bisschen vorhersehbar, aber das empfand ich überhaupt nicht störend. Anzumerken wäre noch, dass es sich hier zwar um den ersten Teil der Reihe handelt, es jedoch ein Einzelband ist, da sich der 2. Band um Bridger und seine Eskapaden dreht. Deswegen ist der Roman auch abgeschlossen und hat kein offenes Ende.

Das Cover des Buches finde ich sehr schön, aber ich finde, dass es bei einigen auch nicht gut ankommen könnte. Ich mag jedoch dieses florale Muster und die Details auf dem Titelbild. Es erinnert mich sehr an das amerikanische College, besonders an die bekannten Collegejacken. Die Schrift ist einfach gehalten, aber das schafft auch wieder ein schönes Bild und hebt dieses Buch von anderen ab. Es wurde sich anscheinend etwas dabei gedacht und ich finde, dass das sehr gut gelungen ist. Insgesamt wurde sich sehr viel Mühe mit dem Buch gegeben, wenn man sich auch das Innenleben, mit den Kapitelüberschriften und das Design im Generellen anschaut.

In die Charaktere aus dem Buch habe ich mich ja auch total verliebt. Denn Corey Callahan hatte es nicht einfach in ihrem Leben. Jahrelang hat sie auf ihren Traum als Eishockeyspielerin hingearbeitet, nur um dann durch einen Unfall in einem Rollstuhl zu landen. Trotzdem lässt sie sich davon nicht aufhalten, aufs College zu gehen und ihr Leben in die Hand zu nehmen. Ich finde Corey ist ein ganz interessanter und liebenswerter Mensch, weil sie trotz ihrer Situation nicht den Kopf in den Sand steckt und einfach macht. Sie ist eine starke Person, auch wenn sie manchmal Selbstzweifel plagen, aber auch die überwindet sie letztendlich. Corey hasst es, bemitleidet oder bemuttert zu werden, da sie zwar im Rollstuhl sitzt, aber nicht hilfsbedürftig ist. Trotzdem sieht sie nicht, was für ein toller Mensch sie eigentlich ist. Adam Hartley hingegen ist sich seiner Sache sehr sicher. Er ist selbstbewusst und empfindet überhaupt kein Schamgefühl. Vor allem peinlichere Gespräche sind herrlich zwischen den beiden und haben mir oft ein Schmunzeln entlockt. Ich glaube ungefähr bis zur Hälfte des Buches dachte ich, dass Adams Vorname Hartley ist, weil irgendwie jeder ihn so genannt hat. Das war aber denke ich auch ein bisschen so gedacht, denn Adam wird von jedem nur Hartley genannt. Er ist auch wegen einem Unfall 3 Monate ein bisschen eingeschränkt und bekommt deswegen das 2. Barrierefreie Zimmer neben Corey. So lernen sich die beiden auch kennen und es entsteht eine schöne, lockere Freundschaft aus der langsam ein bisschen mehr wird. Doch Hartley hat eine schreckliche Freundin, die den beiden immer wieder in die Quere kommt. Stacia ist ein kleines Biest und man versteht eigentlich gar nicht, was er an ihr findet. Doch auch Hartley hegt so seine kleinen Geheimnisse..

Mein Fazit:

Es ist eine absolute, unbedingte, hammermäßige Leseempfehlung! Dieses Buch gehört in jedes Bücherregal beziehungsweise in jeden Kopf! Die Charaktere sind toll, die Idee ist interessant und die Liebe ist total kitschig und süß. Außerdem ist es super spannend und drängt einen einfach dazu, dass man es immer weiter und weiter liest. Alles passt perfekt zusammen. Ich werde dieses Buch auf alle Fälle noch einmal lesen und auch Teil 2 wird in mein Regal einziehen. „The Ivy Years“ wird eines meiner Jahreshighlights und wohl auch eines meiner liebsten Lieblingsbücher.

5 Sternchen von 5 Sternchen

Veröffentlicht am 26.08.2018

Ein Buch, das unter die Haut geht

Wenn das Leben stehenbleibt
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Rezension zu „Wenn das Leben stehenbleibt“ von Ronja Delahaye

Der Klappentext:

Wenn die Welt aufhört sich zu drehen …
Als Mayas erste große Liebe stirbt, steht die Zeit still. Nichts ist mehr wichtig ...

Rezension zu „Wenn das Leben stehenbleibt“ von Ronja Delahaye

Der Klappentext:

Wenn die Welt aufhört sich zu drehen …
Als Mayas erste große Liebe stirbt, steht die Zeit still. Nichts ist mehr wichtig und ihr Herz scheint unheilbar gebrochen. Monate vergehen und Maya verlernt zu leben, zu lachen und lieben.
Nicht einmal ein Autounfall reißt sie aus ihrer Lethargie. Doch Derek, ihr behandelnder Arzt, hat einen Plan, um sie aus ihrem Schmerz zu befreien und schickt sie auf eine Reise … Eine Reise zu sich selbst, voller Erkenntnisse und Erinnerungen.
Kann sie auf diesem Weg über den Verlust hinwegkommen und wieder anfangen zu leben?

Meine Meinung:

Lange, lange habe ich mit diesem Buch geliebäugelt und wurde auch durch kleine Leseproben immer wieder gelockt es endlich in die Hand zu nehmen. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht und habe mich prompt in die beiden Protagonisten verliebt! Die Geschichte der beiden ist wirklich besonders und konnte mich voll und ganz mitreißen. Ganz am Anfang hatte ich kleine Probleme um wirklich komplett in die Geschichte reinzukommen, aber nach einigen wenigen Kapiteln, hat sich das ganz schnell wieder gelegt. Ich finde, dass dieses Buch in jedes Bücherregal eines Romantikers gehört und unbedingt gelesen werden muss. Die Autorin hat eine tolle Welt geschaffen, in der es um Vertrauen, Trauerbewältigung und grenzenloser Liebe geht. Ich brauch unbedingt mehr davon!

Die Kapitel werden aus der Sicht von Maya und Derek beschrieben, was ich wirklich gerne mag, da man einen Einblick in beide Köpfe gewinnt. Und diesmal in wirklich schlaue und tiefgründige Köpfe. Außerdem mag ich den Schreibstil der Autorin sehr, sehr gerne, weil er locker und luftig, aber auch tiefgründig und ernst sein kann. Des Weiteren hat sie an einigen Stellen einen tollen Humor. Ich konnte wirklich nicht aufhören zu schmunzeln. In den richtigen Situationen, verwendet sie den richtigen Ton. Manchmal hätte ich mir die Übergänge ein bisschen flüssiger und andere Stellen detaillierter beschrieben gewünscht, aber dann wäre das Buch wohl nochmal 100 Seiten länger gewesen. Die wichtigen und bedeutenden Stellen wurden wirklich gut und ausführlich beschrieben. Mir gefallen außerdem sehr die Ideen der Autorin. Wenn man denkt, man bekommt hier ein Buch mit vielen Mainstream-Ideen, dann liegt man aber ganz falsch! Ich wurde sehr oft überrascht und habe irgendwann aufgehört vorausdenken zu wollen. Die vielfältigen Ideen bringen wirklich Schwung und Spannung in das Buch und sie sorgen dafür, dass man immer wieder wissen will wie es weiter geht mit den Beiden. Zusammengefasst ist es wirklich eine tolle Liebesgeschichte, die sich langsam aber stetig entwickelt und einfach Spaß macht zu verfolgen. Im Übrigen finde ich es toll, dass die Protagonisten auch wirklich in Deutschland leben und deutsch sprechen, da mir das bei deutschen Autoren nicht so oft unter die Nase kommt.

Das Erste in was ich mich komplett verliebt habe, ist das Cover. Ich finde es einfach traumhaft und es passt perfekt zum Inhalt des Buches. Man merkt, dass sich die Illustratorin einige Gedanken und sich ganz viel Mühe gegeben hat. Die Farben sind gut abgestimmt und harmonieren einfach gut zusammen. Auch der Titel wurde sehr schön dargestellt, wobei das Wort „Leben“ noch einmal hervorgehoben wurde, da es auch im Buch einen besonderen Stellenwert einnimmt. Außerdem wurde auch im Inneren des Buches auf Einzigartigkeit Wert gelegt, da jede Kapitelüberschrift mit einer schönen Ranke umfasst wird und auch die „Briefe“ wurden in einem ähnlichen Rahmen und mit einer anderen Schriftart dargestellt. Alles in allem bin ich wirklich begeistert von der gesamten Gestaltung des Buches.

Maya und Derek sind zwei wirklich authentische Charaktere, die man einfach lieben muss. Maya ist eine Frau, die schon sehr in ihrem Leben verletzt wurde und eigentlich kein Licht mehr in dem dunklen Tunnel sieht, der ihr Leben darstellt. Der Tod ihrer großen Liebe hat jeglichen Sinn aus ihrem Leben genommen. Sie lebt nicht, sondern überlebt nur. Als sie durch einen schlimmen Umstand den jungen Arzt Derek kennenlernt, weiß sie gar nicht, dass diese Begegnung ihr ganzes Leben verändern wird. Aber auch hinter Dereks fröhlicher Miene verbergen sich Dämonen, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Die Beiden passen deswegen irgendwie wie die Faust aufs Auge zusammen und mir gefällt, dass Derek nicht der typische Badboy ist. Er spielt sich nicht dauernd auf, sondern interessiert sich aufrichtig für Maya und ihre Bedürfnisse. Es war sehr erfrischend, einmal von einem Mann zu lesen, der sich nicht in den Mittelpunkt stellt und denkt er wäre der Größte. Und er ist auch kein Frauenheld, der vor Maya jeden Abend eine andere Frau mit nach Hause genommen hat. Es sind einfach zwei ganz normale Menschen, die Geheimnisse haben und es nicht so einfach im Leben hatten, das aber letztendlich ändern wollen. Sie sind authentisch und real und einfach liebenswürdig.

Mein Fazit:

„Wenn das Leben stehenbleibt“ ist eine klare Leseempfehlung! Ein tolles Buch, welches aber nichts für leichte Sommertage ist. Das Buch hat eine tiefgründige Bedeutung und hat mich in einen Strudel gerissen, aus dem ich gar nicht mehr heraus wollte. Ich habe gelacht, geweint und mich mit den Charakteren gefreut. Es war ein absolutes Vergnügen, dieses Buch zu lesen und ich werde es wohl immer wieder heranziehen, wenn ich die Nase voll von leichter Lektüre habe. Ronja Delahaye hat eine tolle Geschichte geschaffen, in der man wirklich viel lernen kann, wenn man sich darauf einlässt und Mayas Reise miterlebt.

5 Sternchen von 5 Sternchen

Veröffentlicht am 26.08.2018

Er ist mehr als ein Rockstar!

Tempt Me Like This
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Rezension zu „Tempt me like this“ von Bella Andre

Der Klappentext:

Er ist heiß, er ist ein Rockstar und er küsst wie ein Gott. Die Frauen lieben ihn, aber er will nur die eine.
Drew Morrison sieht umwerfend ...

Rezension zu „Tempt me like this“ von Bella Andre

Der Klappentext:

Er ist heiß, er ist ein Rockstar und er küsst wie ein Gott. Die Frauen lieben ihn, aber er will nur die eine.
Drew Morrison sieht umwerfend aus und seine Musik ist die reine Magie – der Rockstar könnte jede Frau haben, die ihm gefällt. Die Einzige, von der er die Finger lassen muss, ist Ashley Emmit, die Tochter seines Mentors aus Uni-Tagen. Das hat er Ashleys Vater versprochen. Doch Drew hat so seine Zweifel, ob er das Versprechen halten kann – denn seit Ashley zu seiner Crew gehört, drehen seine Gedanken sich nur noch um sie.
Ashley, die ambitionierte Studentin, schwärmt schon lange für Drew Morrison und seine Musik. Als sie mit ihm auf Tour gehen darf, ist sie auf Wolke sieben – auch wenn sie sich nicht vorstellen kann, dass der charismatische Drew sich für ein Mädchen wie sie interessieren könnte. Doch dann folgen nächtliche Gespräche im Tourbus über kleine Geheimnisse und große Träume … und es wird immer schwerer, der Versuchung zu widerstehen.

Meine Meinung:

Teil 1 fand ich schon ganz gut und ungefähr genauso war auch dieser Teil der Reihe. Ess ist eine relativ leichte, vorhersehbare Lektüre, die nichtsdestotrotz Spaß macht. Die Charaktere sind eigentlich ganz süß, obwohl ich sie manchmal ein wenig zu nett finde. In Teil 1 hat man schon die erste Begegnung der beiden gehabt, die in diesem Teil jedoch komplett ausgelassen wurde, was ich ein wenig schade finde. So fehlt den Lesern, die Teil 1 nicht gelesen haben ein kleiner Teil der gemeinsamen Geschichte. Das klitzekleine Kapitel hätte wirklich nicht geschadet, vielleicht als Throwback oder so. Ansonsten ist es wirklich eine lockere Liebesgeschichte, wie sie im Buche steht. Es ist wirklich nichts Neues und man weiß wie die Geschichte ausgehen wird, aber trotzdem ist sie ganz süß umgesetzt worden von der Autorin. Ein Buch für zwischendurch ist es allemal und die Morrison Brüder sind auch wirklich echt sympathisch. Ich hoffe trotzdem auf Teil 3 (einen kleinen möglichen Einblick gab es schon am Ende), da man auch manchmal einfach eine schnulzige Liebesgeschichte wie diese hier braucht.

Hier kommt jetzt wieder mein großes Problem mit der Reihe, wieso ich in diese Bücher nicht so richtig reinkomme. Es ist in der dritten Person geschrieben und irgendwie aus der Sicht von Drew und Ashley aber auch irgendwie abwechselnd, aber wenn Drew dran ist werden auch die Gedanken von Ashley manchmal mit eingefügt. Oder aber manchmal war es „mein Vater“ oder mal „ihr Vater“ und ein Wechsel auch nicht durch die Namen oder so angekündigt. Manchmal war es einfach ein Absatz und dann hat sich die Sicht wieder geändert. Das hat mir überhaupt nicht gefallen, weil es mich wirklich nur verwirrt hat. Außerdem ist es mein persönliches Empfinden, dass ich die Schreibweise in der dritten Person einfach nicht mag. Aber wenn wir mal davon absehen ist der Schreibstil der Autorin eigentlich ganz schön, sie schreibt sehr detailliert und irgendwie auch kitschig. Manche Phrasen wiederholen sich zwar ab und zu, aber darüber kann ich getrost hinwegsehen. Die Geschichte fließt nur so vor sich hin und man muss nicht mit andauernden Rückschritten rechnen. Es ist eine langsam entstehende Liebe, die ungefähr kurz nach der Hälfte ihren Höhepunkt erreicht. Also eignet es sich wirklich, wenn man etwas ohne Drama und Streit will, perfekt zum Abschalten.

Eigentlich ist das Cover wirklich süß und hat auch meine Aufmerksamkeit gefesselt, als es auf meinem Kindle als Werbung erschien. Es passt auch wirklich gut zum ersten Teil und ich könnte mir gut vorstellen, dass die beiden sich perfekt im Regal ergänzen. Die Farbgestaltung finde ich auch sehr schön, da sie mich irgendwie an Frühling erinnert. Die Farbe und Schriftart des Titels spricht mich auch extrem an! Leider nehmen die beiden Personen auf dem Titelbild ein bisschen der Vorstellungskraft weg, da sehr viel von ihnen gezeigt wird. Ich habe mir beide Protagonisten wirklich total anders vorgestellt, da ich das Cover ja nicht andauernd vor der Nase hatte. Das hätte man vielleicht etwas schemenhafter darstellen können. Trotzdem zeigt dieses Buch von Anfang an sein Inneres, da es wirklich Liebesroman als Neonreklame tragen könnte.

Also Drew haben wir ja schon ein wenig im ersten Teil kennengelernt, da er der Bruder von Sean ist, der wiederum der Protagonist in Band 1 ist. Und da fand ich ihn eigentlich ein bisschen arrogant und selbstverliebt, aber das hat sich eigentlich in diesem Buch komplett aufgelöst. Unter einem Rockstar stellt man sich ja eigentlich einen rockigen Bad Boy vor, der durch die Betten hüpft. Und anscheinend war Drew auch mal so. Aber jetzt nicht mehr. Er hat sich komplett geändert und zurück geblieben ist ein liebesblinder, junger Mann, der keiner Fliege etwas zuleide tut. Manchmal war er mir einfach viel zu brav. Er ist eher so der liebe Junge von nebenan als der große böse Wolf. Zwischen den beiden gab es so charakterlich nicht sonderlich viele Spannungen, was eigentlich auch mal Spannung in eine Geschichte bringt. Und auch Ashley ist irgendwie zu abgerundet, zu perfekt. Sie ist das kleine graue Mäuschen, das niemandem Ärger bringt. Natürlich arbeitet sie hart für ihre Träume und würde alles tun, um beruflich weit zu kommen. Und eigentlich kann sie nichts davon abhalten. Bis sie natürlich auf Drew trifft, der ihre gesamte Welt und ihre gesamten Entscheidungen auf den Kopf stellt. Man kennt das ja alles schon, da dieses Schema häufig in Liebesromanen verwendet wird. Die beiden sind wirklich ganz süß, aber mir einfach ein bisschen zu brav. Trotzdem kann man sich ganz gut in ihre Geschichte hineindenken.

Mein Fazit:

Wenn man Teil 1 gelesen hat und mochte, kann man auch gut und gerne Teil 2 lesen. Sollte es auch einen dritten Teil geben, werde ich mir diesen auch besorgen. Es sind keine tiefgründigen, ernsten Geschichten, die einen als Leser zum Nachdenken bewegen, aber so als süße, kleine Lovestory nach einem bewegenden Werk eignet es sich allemal. Für die Liebhaber der Liebe kann ich euch diese Geschichte sehr ans Herz legen, aber wer ein bisschen mehr Action haben will, wird das in diesem Buch nicht finden. Alles in allem ein gelungenes Buch, welches mich nicht komplett umhaut, aber sich trotzdem gelohnt hat zu lesen.

3,5 Sternchen von 5 Sternchen

Veröffentlicht am 26.08.2018

Der Barmann, hinter dem so viel mehr steckt

The Bartender (San Francisco Hearts 1)
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Rezension zu „The Bartender“ von Piper Rayne

Der Klappentext:

Wer hätte gedacht, dass es so viel Spaß machen würde, mit dem Feind zu schlafen?
War der One-Night-Stand eine gute Idee? Rückblickend wohl ...

Rezension zu „The Bartender“ von Piper Rayne

Der Klappentext:

Wer hätte gedacht, dass es so viel Spaß machen würde, mit dem Feind zu schlafen?
War der One-Night-Stand eine gute Idee? Rückblickend wohl eher nicht. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, ich hatte gerade meinen Traumjob verloren, war zurück ins Haus meiner Großeltern nach San Francisco gezogen und ein Typ von Tinder hatte mich versetzt. Es war, als hätte mir das Leben den »Loser«-Stempel aufgedrückt. Und als der Kerl hinter der Bar mich dann mit diesem Blick ansah, mit seinem perfekten Dreitagebart, dem Bizeps, der sich unter seinem Shirt wölbte, und mit diesem Grinsen … Ich gebe zu, dass ich impulsiv gehandelt habe. Aber ich konnte ja nicht wissen, WER der Barmann wirklich war …

Meine Meinung:

Ein wirklich nettes Buch zum Abschalten. Es ist wirklich gut geschrieben und die Geschichte war eigentlich auch sehr nachvollziehbar, wenn auch ein wenig vorhersehbar. Trotzdem musste ich bei der einen oder anderen Stelle lachen oder frustriert aufseufzen. Das Autorenduo hat wirklich eine schöne Story verfasst, die einen als Leser mitreißen kann. Die Protagonisten sind total humorvoll und authentisch, man leidet und freut sich eigentlich permanent mit ihnen. Der Schreibstil der Autorinnen gefällt mir wirklich auch ganz gut, sodass ich schnell in die Geschichte hereinkam. Ihre Ideen sind wirklich außergewöhnlich. Leider hatte ich manchmal das Gefühl schon durch den Klappentext 20% des Buches erfahren zu haben, da er doch recht viel verrät in diese Richtung. Zum Beispiel weiß man dort schon, dass sie Cole hasst, obwohl das bei ihrer ersten Begegnung überhaupt nicht ersichtlich ist. Aber sonst hat es mir wirklich gut gefallen!

Die Geschichte von den beiden Protagonisten wird von Whitney erzählt, die wirklich ein toller Charakter ist. Manchmal wäre es wieder schön gewesen ein Kapitel aus Cole seiner Sicht zu haben, damit man ein bisschen mehr über ihn und seine Herangehensweise erfährt. Doch auch Whitneys Gedanken konnten mich gut durch die Geschichte bringen, was natürlich auch an dem flüssigen Schreibstil liegt. Er ist sehr frisch und jung ausgelegt, aber man merkt auf alle Fälle, dass beide Autorinnen schon Erfahrung in Sachen Schreiben haben. Und hätte ich nicht vorher schon gewusst, dass es zwei Autorinnen sind, dann hätte man das am Buch niemals gemerkt. Die Geschichte ist in sich stimmig und fortlaufend, es wirkt überhaupt nicht, als hätten zwei verschiedene Köpfe daran gearbeitet. Das Buch beinhaltet eine gesunde Mischung aus Spannung, Dramatik, Freude und Erotik. Es ist jetzt nicht besonders tiefgründig, aber eine süße Liebesgeschichte ist es allemal.

Das Cover war wirklich einer der Hauptgründe, wieso ich dieses Buch lesen wollte. Es wirkt sehr edel und geheimnisvoll. Der Mann mit dem leeren Glas in den Händen passt auch perfekt zu Cole und seiner Persönlichkeit, das merkt man aber auch erst, wenn man das Buch gelesen hat. Es ist nämlich ein besonderes Glas, aus dem man eine bestimmte Flüssigkeit trinkt, die mit dem Buch etwas zu tun hat. Mir gefällt es gut, dass das Buch an sich in schwarz-weiß gehalten ist und nur der Titel bunt hervorgehoben wurde. Der pinke Schriftzug sticht heraus und zieht eigentlich sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Ich mag die Stimmigkeit dieses Buches mit dem Cover, dem Inhalt und den Charakteren. Wäre jetzt der Klappentext noch ein wenig detailärmer und die Geschichte noch tiefgründiger, dann wäre es meiner Meinung perfekt.

Dieses Buch beinhaltet zwei wahnsinnig sympathische Protagonisten. Auf der einen Seite haben wir da Whitney, die gerade am Ende ihres Lebens ist und eigentlich gar kein Glück mehr hat. Alle um sie herum scheinen Erfolg zu haben, nur sie nicht. Und zu ihrer Schande muss sie auch noch bei ihren Großeltern einziehen, da sie kein Geld mehr hat. Das ist der Ausgangspunkt der Geschichte, also ist es kein Wunder, dass sie sich in einer Bar verirrt um ihren Frust zu ertrinken. Das sie dort auf den heißen Barkeeper Cole trifft, damit hat sie überhaupt nicht gerechnet. Und ich glaube auch den Rest der Geschichte hat sich Whitney nicht so vorgestellt, aber es musste wohl so kommen, damit Whitney ihre Denkweise überdenken konnte. Denn als sie erfährt, dass Cole der Cole ist, den sie hasst, beschließt sie, dass sie sich von ihm fernhalten muss. Doch auch das ist nicht so einfach, wie sie sich das anscheinend vorgestellt hat. Es war wirklich lustig, ihr dabei zuzusehen wie sie der Anziehung von Cole zu entfliehen versucht. Denn die ist auf alle Fälle da. Whitney ist eigentlich eine wahnsinnig loyale und fröhliche Person, der das Leben ein paar Steine in den Weg gelegt hat. Sie denkt nur oft zu viel nach und analysiert die Folgen, die ihre Entscheidungen haben könnten. Im Laufe des Buches lernt sie aber, dass sie auch auf ihr Herz hören kann und dass manche Denkweisen voreilig getroffen wurden. So sind einige Erinnerungen Vorurteile gewesen oder aus der Wut heraus entstanden. Sie lernt wieder zu leben und das sie nicht immer Rücksicht auf alle anderen nehmen kann, wenn sie wieder glücklich werden möchte. Und sie lernt sich fallen zu lassen. Diese Veränderung ist wirklich schön zu beobachten und wertet das Buch im Allgemeinen nochmal auf. Cole hingegen ist so viel mehr als der heiße Barkeeper. Er ist ein Mann mit Träumen und Wünschen. Hinter ihm steckt ein sehr sympathischer, junger Mann. Sein Äußeres ist die Grundlage für viele Vorurteile, die er jedoch schnell wiederlegt, wenn man sich ein wenig näherer mit ihm beschäftigt. Cole ist ein Mann mit vielen Facetten und es war wirklich schön, die verschiedenen Seiten an ihm kennenzulernen, die sich hinter seinem guten Aussehen verstecken.

Mein Fazit:

„The Bartender“ ist eine klare Leseempfehlung meinerseits, wenn man sich für eine schöne, leichte Liebesgeschichte interessiert. Sie liest sich super und ich brauchte nicht lange, um komplett mit der Geschichte mitzufühlen. Es gibt hier und da ein paar kleine Verbesserungsvorschläge, aber alles in allem ist es ein sehr gelungenes Buch, welches mir zwei Nachmittage versüßt hat. Es hat auf die eine Art ein offenes Ende, aber eher für die Geschichte ihrer Freundin, die in Teil 2 weiter fortgesetzt wird. Ich freue mich schon sehr, auch dieses Buch lesen zu können und hoffe, dass mir auch Cole und Whitney nochmal begegnen werden.

4 Sternchen von 5 Sternchen


Veröffentlicht am 26.08.2018

Wird es jemals enden?

Game of Passion
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Rezension zu „Game of Passion“ von Geneva Lee

Der Klappentext:

Viva Las Vegas! Verbotene Küsse, gefährliche Liebe und gestohlene Herzen – in der sündigsten Stadt der Welt ...
Nach den erschütternden ...

Rezension zu „Game of Passion“ von Geneva Lee

Der Klappentext:

Viva Las Vegas! Verbotene Küsse, gefährliche Liebe und gestohlene Herzen – in der sündigsten Stadt der Welt ...
Nach den erschütternden Ereignissen der letzten Zeit erholt sich Emma Southerly vorübergehend bei ihrer Mutter in Palm Springs. Doch ihre Ruhe hat ein schnelles Ende, als plötzlich Jamie West, ihr Liebhaber und der Hauptverdächtige im Mordfall seines Vaters, mit mehr als schlechten Nachrichten vor der Tür steht: Auch Emma ist nun in den Fokus der Ermittlungen geraten. Emma und Jamie wissen, dass sich in ihrem engsten Kreis ein Mörder befindet, und nur zusammen und mit der Kraft ihrer Liebe, wird es ihnen gelingen, den wahren Täter zu enttarnen …

Meine Meinung:

Teil 1 hat ja mit einem schlimmen Cliffhanger geendet, also war ich besessen darauf, endlich Teil 2 zu lesen. Ich fand es ein bisschen schade, da sie gleich einen ganzen Monat übersprang und nicht gleich an der Stelle wieder angesetzt hat. Gepasst hätte es und genug Potenzial wäre auch da gewesen. Nichtsdestotrotz ist das Buch wieder wirklich gut gelungen, ein sehr aufregender zweiter Teil. Verglichen mit dem ersten Teil ist in diesem sogar noch ein bisschen mehr Handlung vorhanden. Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und Emma und Jameson auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Geneva Lee hat einfach tolle Ideen, die mich immer wieder begeistern können. Aaaber, ich glaube die Autorin mag dramatische, offene Enden. Es kann doch nicht möglich sein, dass es schon wieder so ein verrücktes Ende ist, das einen als Leser wie einen begossenen Pudel dastehen lässt. Jetzt brauche ich Teil 3!

Wie auch im ersten Band wird die Liebesgeschichte der beiden von Emma erzählt. Sie macht das auch wirklich toll, ich liebe es in ihrem Kopf herumzuspuken. Allerdings glaube ich auch, dass ein paar Kapitel aus Jamies Sicht sehr schön wären. Manchmal habe ich mich einfach gefragt, was sich in seinem hübschen Köpfchen für Szenarien abspielen. Genevas Schreibstil ist sehr locker, flüssig und jugendlich. Sie kann die Charaktere authentisch und real wirken lassen, das ist wirklich der Wahnsinn. Ich kann in ihren Büchern immer total versinken. Außerdem gibt es auch in diesem Buch wieder genügend Spannung und Dramatik – auch ohne, dass sich die Protagonisten immer streiten! Ich begrüße sehr, dass dieses Paar nicht eine ständige On/Off-Beziehung führt und sich nicht wegen jeder kleinen Kleinigkeit trennt. Außerdem sind die Kapitel wieder in einer angenehmen Länge bzw. hab ich gar nicht mehr auf die Seiten geachtet. Ich habe am Morgen angefangen.. und war abends plötzlich fertig. Das „Problem“ hatte ich schon beim ersten Teil! Ich vergesse total Zeit und Raum und prompt ist das Buch zu Ende. Das muss man als Autor auch erst einmal schaffen.

Das Cover dieses Buches ist perfekt abgestimmt auf das des ersten Teils. Es ist wieder ein schwarzer Hintergrund mit Gebäuden aus Las Vegas. Die Bilder haben einen blau/lilanen Schimmer, damit es auch zur Überschrift passt. Diese ist nämlich auch in einem wunderschönen kühlen blau gehalten, zumindest der Zusatz „Passion“. Der Rest des Titels wurde schlicht dargestellt, was mir aber auch sehr gut gefällt. Die beiden Bände passen perfekt zueinander und harmonieren einfach gut miteinander. Außerdem haben sie auch wieder die schwarzen Seiten in dem Buch eingebaut. Jedes neue Kapitel beginnt auf einer schwarzen Seite mit weißer Schrift. Ich finde das einfach so schön und kreativ, dass es mich immer noch begeistert. Außerdem ist die Schriftart in der „Kapitel eins“, etc. geschrieben ist einfach wunderschön. Das ganze Design des Buches spricht mich insgesamt einfach total an!

Jameson und Emma sind einfach ein so süßes Paar, obwohl sie meiner Meinung nach manchmal ein Stück schneller sein könnten. Andererseits ist es auch niedlich und verständlich, dass sie es langsam angehen. Jamie ist für mich ein fast perfekter junger Mann. Er ist zwar in einem reichen Elternhaus aufgewachsen, aber trotzdem nicht überheblich oder arrogant. Er hat einen ziemlich ausgeprägten Beschützerinstinkt für alle Menschen, die ihm wichtig sind. Außerdem steckt er auch „gerne“ zurück, wenn er damit den Menschen, die er liebt etwas Gutes tut. Trotzdem strahlt er auch etwas Düsteres und Geheimnisvolles aus. Er hat einen gut trainierten Körper und ist wahnsinnig sexy. Ich finde Jameson ist wirklich sehr gut getroffen, vor allem weil er als Milliardär nicht das Wesentliche aus den Augen verliert. Emma hingegen wird mit der Zeit immer stärker – auch dank Jamie. Sie wird immer mehr zu seiner Herzogin. Sie ist eigentlich wirklich hübsch, aber irgendwie sieht sie das noch nicht ganz so. Doch langsam nimmt sie immer mehr an Selbstbewusstsein zu und setzt sich auch endlich mal durch. Früher hat sie viel mehr mit sich machen lassen, aber nach und nach merkt sie, dass eigentlich ihr eigenes Wohl wichtiger ist als das der Anderen. Und dass sie nicht immer für alle verantwortlich ist. Sie entwickelt sich wirklich zu einer stärkeren Frau und das gefällt mir wirklich gut. In manchen Situationen ist sie noch schüchtern oder unsicher, aber auch das wird sie wahrscheinlich noch überwinden.

Mein Fazit:

Das Buch ist ebenfalls eine absolute Leseempfehlung! Ich mochte schon Teil 1 sehr, doch Teil 2 hat das Ganze noch einmal getoppt! Die Reihe ist wirklich ein neuer Favorit von mir. Ich mag den Humor, den Schreibstil und die Geschichte. Ein volles rundum Wohlfühlpaket. Die Idee ist mal etwas neues, anderes und außerdem noch gut umgesetzt. Manchmal würde ich mir einfach noch ein paar Seiten mehr wünschen, damit das Buch nicht immer so schnell endet. Ich kann noch gar nicht fassen, dass nur noch ein Buch kommt und dann die Geschichte schon wieder vorbei sein soll.. also: Lesen, lieben und danach nochmal lesen!

5 Sternchen von 5 Sternchen