Glaube und Verrat
BastardklingenMeinung:
Zum Cover kann ich nur sagen: Es hat seinen Sinn, warum die Klinge durchsichtig ist. Mir persönlich gefällt es nicht ganz, da ich Personen auf dem Cover eher nicht so mag - aber das ist Geschmackssache. ...
Meinung:
Zum Cover kann ich nur sagen: Es hat seinen Sinn, warum die Klinge durchsichtig ist. Mir persönlich gefällt es nicht ganz, da ich Personen auf dem Cover eher nicht so mag - aber das ist Geschmackssache. Der Schreibstil ist auf jeden Fall flüssig; es liest sich sehr gut. Die Karte am Anfang fand ich auch toll, ich mag so etwas sehr gerne. Das Personenregister am Anfang hat mich überfordert, deshalb habe ich es übersprungen. Für mich gehört dies ganz zum Schluss ins Buch. In dieser Geschichte werden sechs! Charaktere ausführlich beschrieben, man kann sich also keine eigenen Gedanken dazu machen. Das geht ungefähr bis zur Hälfte des Buches, was für mich persönlich zu viel des Guten ist. Ich wollte mir meine eigenen Gedanken dazu machen, hat leider nicht geklappt. An die Charaktere kommt man nicht nah heran, es ist immer nur ein Draufschauen als ein Dabeisein. Ich konnte ihre innere Zerissenheit oder ihre Gedanken nicht greifen; es wirkte einfach so distanziert, sodass ich mich nicht mit ihnen identifizieren geschweige denn die Handlungen nachvollziehen. Die Magie geht von den Bastardschwerten aus, von Naturmagie und Tieren, die eine Verbindung zu Menschen haben. Die Brutalität der Kämpfe konnte ich weder hören, spüren noch vorm inneren Auge sehen. Da hat einfach das gewisse Etwas gefehlt, mit Worten zu spielen, damit es bildlich ankommt. Im letzten Drittel kommt dann erst die Spannung auf und ein Geheimnis kommt an die Luft, womit ich wirklich nicht gerechnet habe. Aber das hilft leider gar nicht, die Story besser zu bewerten, als ich es gerade tue. Potential ist auf jeden Fall da, aber mit hat an der Umsetzung einfach etwas gefehlt, um diesen Start als Epos zu beschreiben. Mir hat keiner der Charaktere (Tororthan, Gales, Suta, Tune, Khara, Casies) wirklich zugesagt, auch wenn sie sich füreinander einsetzen, obwohl sie sich gar nicht kennen.
Fazit:
Fantasy, die sehr viel verschenktes Potential innehat und für mich kein Epos ist. Die Spannung kommt erst im letzten Drittel; sehr schade!